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von Raphael Paebst » Donnerstag 16. April 2020, 20:46
Pillamyd hat geschrieben:Ich grätsche mal kurz dazwischen. Habe mich nie mit der Band befasst. Welche Alben sind denn zwingend bzw. wo sollte ich reinhören?
"Noble Savage", "Mariage Of Heaven & Hell" (1 und 2), "Invictus", mit Abstrichen "House Of Atreus I", danach weiter auffüllen.
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von Pillamyd » Donnerstag 16. April 2020, 20:53
Raphael Paebst hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Ich grätsche mal kurz dazwischen. Habe mich nie mit der Band befasst. Welche Alben sind denn zwingend bzw. wo sollte ich reinhören?
"Noble Savage", "Mariage Of Heaven & Hell" (1 und 2), "Invictus", mit Abstrichen "House Of Atreus I", danach weiter auffüllen.
Vielen Dank! Werde ich mal reinhören. Sind ja noch gut erschwinglich die Scheiben.
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von Raphael Paebst » Donnerstag 16. April 2020, 20:57
Pillamyd hat geschrieben:Raphael Paebst hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Ich grätsche mal kurz dazwischen. Habe mich nie mit der Band befasst. Welche Alben sind denn zwingend bzw. wo sollte ich reinhören?
"Noble Savage", "Mariage Of Heaven & Hell" (1 und 2), "Invictus", mit Abstrichen "House Of Atreus I", danach weiter auffüllen.
Vielen Dank! Werde ich mal reinhören. Sind ja noch gut erschwinglich die Scheiben.
Die letzte Rereleasewelle war auch wirklich gut gemacht, da gabs beispielsweise beide "The Mariage Of Heaven And Hell" Teile in einem Doppel-Digi, damit macht man nix falsch.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 16. April 2020, 20:59
Raphael Paebst hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Da gibt's noch mehr Probleme... zum Beispiel die unglaubliche Verliebtheit in sein eigenes Bildnis, der nicht einmal ansatzweise unternommene Versuch, die gezeigten Live- oder Studioausschnitte lippensynchron zu den zu hörenden Lyrics hinzukriegen usw...
... aber ich hab ehrlicherweise eine ziemliche Schwäche für solchen Schmarrn und für solche verrückten Hühner.
Gut, das sind Dinge, die ich schlicht nicht beurteilen kann.  Was ich David hoch anrechne, ist der heilige Ernst, mit dem er das durchzieht. Wo ich seinem New Yorker Stadtgefährten Joey D. bei aller Dämlichkeit der Verlautbarungen eine gehörige Portion Kalkül unterstelle, glaube ich DeFeis zu 100%, dass er voll von dem überzeugt ist, was er da tut und glaubt, große Kunst zu produzieren. Das Ergebnis ist zwar immer noch Murks, aber moralisch höherwertiger Murks in meiner Welt. Dennoch trauere ich natürlich den großen Zeiten der Band auf Platte oder Bühne nach und würde sehr vieles für ein (auch nur) gutes VS Album oder Konzert geben.
Das ist ein ganz wesentlicher Punkt, wobei ich gar nicht so sehr von der Moral anfangen will, sondern vor allem vom Respekt, den mir der Künstler abringt. Ich zitiere mich einfach mal selber, weil die Diskussion "wo anders" in die genau gleiche Richtung lief, und es daher nicht nötig sein sollte, dass ich mich neu erfinde... Natürlich habe ich das Video auch der unfreiwilligen Komik wegen verlinkt, aber an sich nicht, um mich über David DeFeis lustig zu machen, denn auch wenn vieles an der Art der Selbstpräsentation sicherlich ganz knapp an der Groteske und am Realitätsverlust vorbei schrammen dürfte, habe ich tatsächlich trotzdem - nach wie vor - sehr viel Respekt vor David und das nicht nur für sein früheres Schaffen, sondern auch für das, was er heute versucht zu tun. Ich hab mir die von nahezu jedem verlachte bis verabscheute letzte Box wirklich oft angehört und ich finde daran tatsächlich vieles, wovor ich auch meine, dass man Respekt haben kann, obwohl er doch recht zielsicher an fast jedermanns Geschmack vorbei musiziert. Dafür ist sein aktuelles Zeug auf jeden Fall Zweierlei nicht, was weniger Respekt verdienen würde: Es ist, auch wenn man das an der Fülle des Outputs vielleicht meint ablesen zu können, meiner Wahrnehmung nach nicht lieblos zusammen geschustert, denn da steckt musikalisch teils echt viel drin, auch wenn es vor allem Seltsames ist. Und es ist darüber hinaus auch kein berechnender Fanservice mit aufgewärmter Generik, die der Fan vermeintlich hören will. Er lässt sich immer wieder Neues einfallen, er macht musikalisch teils sehr ausgefallene Dinge, und er greift auch auf tolle Gastmusiker aus ganz anderen Genres zurück. Für mich ist das dann auch nicht "Murks", sondern er hat in meinen Ohren einfach sehr, sehr eigenwillige, exzentrische, ja, durchaus auch öfters recht selbstverliebte, eskapistische, kritikresistente und verschroben wirkende künstlerische Visionen, die offenbar immer weniger Anklang bei der Basis finden. Auch an mir musiziert er oft vorbei, aber trotzdem hab ich Respekt, vor dem was er tut. Ich habe eine ziemliche Schwäche für verrückte Hühner... aufrichtig. @ Pillamyd: Was die Tipps angeht, bin ich ganz bei Raf.
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von Raphael Paebst » Donnerstag 16. April 2020, 21:05
Also grade was die Produktionen der letzten Alben angeht, kann ich das schon beruhigt Murks nennen, da ging es mir jetzt gar nicht um die Kompositionen. Und leider war der letzte Liveauftritt, den ich von David gesehen habe ein absoluter Offenbarungseid, er hat keinen Ton mehr getroffen, die Stimme war komplett kaputt, der Livesound war auch unerträglich, das war leider eine komplette Selbstdemontage. Ich hoffe ja immer noch drauf, dass er sich stimmlich wieder fängt und nochmal ein paar gute Shows spielt, denn live kann Virgin Steele echt großen Spaß machen.
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von Feamorn » Donnerstag 16. April 2020, 21:12
Pillamyd hat geschrieben:Ich grätsche mal kurz dazwischen. Habe mich nie mit der Band befasst. Welche Alben sind denn zwingend bzw. wo sollte ich reinhören?
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 16. April 2020, 21:14
Ganz ehrlich, bei der "Black Light Bacchanalia" kann ich in Sachen Produktion zustimmen, aber die Produktionen der "Nocturnes of Hellfire" und der "Seven Devils" finde ich ernsthaft in Ordnung. Die klingen für mich alle beide, vor allem aber die "Seven Devils", nach "genau so gewollt", und nicht nach "nicht besser gekonnt". Man mag die "Artistic Choice" daneben finden, aber für mich ist das kein Murks, und ich finde noch nicht einmal die Artistic Choice daneben, nur recht gewagt.
Was die letzten drei Live-Gigs der Band angeht, die ich gesehen habe, war ich indes auch eher unterwältigt, da das in den Neunzigern doch um Längen besser war. Beim Rock Hard und beim KIT waren die Setlists höchst fragwürdig, und beim Headbangers war die Setlist okay, aber der Livesound leider tatsächlich komplett draußen.
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von Raphael Paebst » Donnerstag 16. April 2020, 21:27
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ganz ehrlich, bei der "Black Light Bacchanalia" kann ich in Sachen Produktion zustimmen, aber die Produktionen der "Nocturnes of Hellfire" und der "Seven Devils" finde ich ernsthaft in Ordnung. Die klingen für mich alle beide, vor allem aber die "Seven Devils", nach "genau so gewollt", und nicht nach "nicht besser gekonnt". Man mag die "Artistic Choice" daneben finden, aber für mich ist das kein Murks, und ich finde noch nicht einmal die Artistic Choice daneben, nur recht gewagt.
Was die letzten drei Live-Gigs der Band angeht, die ich gesehen habe, war ich indes auch eher unterwältigt, da das in den Neunzigern doch um Längen besser war. Beim Rock Hard und beim KIT waren die Setlists höchst fragwürdig, und beim Headbangers war die Setlist okay, aber der Livesound leider tatsächlich komplett draußen.
Beim Headbangers fand ich es eigentlich noch ok, da stand ich aber auch in der ersten Reihe und hatte wohl mehr Bühnensound als alles andere. Mein letzter Gig war hingegen in Athen beim Up The Hammers und der war um Welten schlechter. Die Seven Devils hab ich einfach immer noch nicht gehört, die Nocturnes... fand ich besser als die Black Light, aber ich find auch den Sound der Visions Of Eden nicht wirklich gut.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 16. April 2020, 21:36
Jo, bis zur "Nocturnes" sind wir uns relativ einig.
"Vision" - Unterdurchschnittlicher, schwachbrüstiger Sound; das Remaster hab ich noch nicht gehört. Muss ich mal anschaffen. "Bacchanalia" - Richtig bescheidener Sound. "Nocturnes" - Mehrere Schritte in die richtige Richtung.
Bei der "Seven Devils Moonshine" finde ich den Sound sehr klar, druckvoll und transparent. Hier spielt zwar auch bei vielen Songs die Gitarre kaum eine Rolle, aber das liegt eben nicht an einer bescheidenen Produktion, sondern daran, dass es Songs sind, die ohne Gitarre, oder nur mit Gitarrensolo konzipiert sind. Dafür finde ich den Bass bei vielen Songs toll umgesetzt, und das Drumming klingt für mich auch nicht nach dem üblichen Drumcomputer. Kann trotzdem hin und wieder einer sein (ich denke, dass bei den Songs, bei denen der Drummer Credits kriegt, auch der spielt, bei den Piano-Synth-Songs, wo David selbst Drum-Credits hat, wird es eine Konserve sein), aber außerhalb des metallischen Kontextes in einem orchestralen Synth-Arrangement wirkt das anders, eben nicht so aufdringlich, ballerig.
Langer Rede kurzer Sinn, die "Seven Devil's Moonshine" klingt für mich so, als klänge sie so, wie er sie haben wollte. Muss man nicht mögen, aber es ist halt für mich kein Versagen bei der Produktion, sondern allenfalls Geschmacksverirrung.
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von Havoc » Donnerstag 16. April 2020, 22:45
Raphael Paebst hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Ich grätsche mal kurz dazwischen. Habe mich nie mit der Band befasst. Welche Alben sind denn zwingend bzw. wo sollte ich reinhören?
"Noble Savage", "Mariage Of Heaven & Hell" (1 und 2), "Invictus", mit Abstrichen "House Of Atreus I", danach weiter auffüllen.
Das kann man wohl fast so stehen lassen. Ich würde evtl. auch noch die "Atreus II" hinzunehmen. Die beiden "Atreus-Werke" fand ich immer irgendwie besonders. Zudem fand ich die Marriage II glaube ich immer einen Tacken besser als Teil I. Auch "Invictus" ist ein Muss...und vielleicht auch ein guter Einstieg. "Visons Of Eden" finde ich im Übrigen auch ziemlich gut. Danach habe ich mit der Band erstmal aufgehört...
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