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RazorRe: RazorUnd der voll aufgedrehte Ventilator von vorne und von unten.
![]() alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: RazorIch schrecke vor 15 Euro plus Porto immer noch zurück...
Re: RazorDann wollen wir dieses vor fünf Jahren begonnene Projekt halt nochmal aufgreifen und schauen, wie weit wir dieses Mal kommen. Inzwischen ist es mir gelungen, den 2015 erworbenen Vinyls auch noch die CDs zur Seite zu stellen. Wie man sah, hat das mit dem Vinylhören letztes Mal nicht so nachhaltig geklappt. Hoffen wir, dass es auf CD besser wird.
Die letzten Wochen lief etliche Male die Debüt-EP "Armed And Dangerous", und an meiner Einschätzung dieselbe betreffend, hat sich wenig geändert, so dass ich hierzu nochmal auf den ersten Beitrag des Threads verweise. ![]() Das erste Studioalbum "Executioner's Song" wurde ein gutes halbes Jahr später aufgenommen und im Frühjahr 1985 veröffentlicht, und gleichwohl zeichnet sich schon eine gewisse Entwicklung ab, und das, obwohl sich die Hälfte der sechs Stücke der EP auch auf dem Album finden. Neu eingespielt, und das merkt man ganz massiv. Der starke, rock'n'rollige NWoBHM-Speed-Touch im Klangbild ist weitgehend einem weit schrilleren, schärferen und lauteren Klampfensound gewichen und auch Stace McLaren klingt weitaus giftiger; einfach mal die beiden Versionen des Trademark-Hits 'Take This Torch' vergleichen, und ihr wisst, was ich meine. Durch den durchschlagkräftigeren Sound, die schärfere Akzentuierung von Gitarren und Gesang reiht sich RAZOR trotz der natürlich noch hier und da hörbaren NWoBHM-Roots (höre hierzu 'Distant Thunder' und "alte" Songs wie 'Hot Metal') sehr deutlich in den knappe zwei Jahre zuvor von EXCITER begründeten kanadischen Speed Metal ein, teilweise gar schon ein kleines Stückchen radikaler im Riffing, Thrash-lastiger als EXCITER. Man höre hierzu etwa 'Escape The Fire'. EDIT: Was ich vergessen habe zu erwähnen, ist, dass der Bass von Mike Campagnolo auf dem Album echt der Wahnsinn ist. "Earthshaker Bass" ist keine Übertreibung, und ich kann gar nicht sagen wie Panne ist, dass so viele Bands so wenig Wert darauf legen, dass der Bass im Mix eine angemessene Rolle spielt. Vielleicht sind das alles Egomanen-Gitarristen, oder sie haben keine Ideen für den Bass, welche die Songs aufwerten würden. Das ist hier GANZ anders. Total toll! https://www.youtube.com/watch?v=Dv6g-T3QsiE (Take This Torch '85) https://www.youtube.com/watch?v=xUkiK1ezc6s (Escape The Fire) alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: RazorSehr schön! Ich werde gespannt mitlesen.
Tolle Band, von der ich schon sehr lange nichts mehr gehört habe. Sobald das Album hier seine letzten Töne von sich gibt, werde ich nochmal reinhören. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass es mir hier genauso gehen wird wie zu "Living Death". Hab mir vorgenommen mir als nächstes ein paar Alben be HRR zu bestellen.
Re: RazorCool, immer schön, wenn jemand mitmacht. Darfst dann gerne Feedback geben, wenn du hinein gelauscht hast. Immer spannend, die Eindrücke dann abzugleichen.
Aber ja, RAZOR ist eine verdammt gute Band, die gerne mehr Thema sein könnte. Aber ich denke, dass da eine große Rolle spielt, dass es über weite Strecken oft sehr schwer war, die Scheiben zu bekommen; und natürlich, dass seit 1997 außer dem einen oder anderen (tollen) Festivalauftritt im Prinzip nichts Zählbares mehr heraus gekommen ist. Selber hab ich RAZOR eben 1997 kennen gelernt. Da waren sie zur VÖ der "Decibels" in Wacken zu Gast und haben eine der kleinen Bühnen ziemlich in Schutt und Asche gelegt. Als ich mich dann nach Alben umgeschaut habe, konnte ich nullkommanix auftreiben. Einige Zeit später mal mit viel Glück ein Vinyl der "Violent Restitution", aber das war's dann im Endeffekt, nochmal später dann die "Open Hostility" bei einem Rausverkauf von Hellion, und dann bis ich 2015 die Vinyl-Rereleases gekauft habe. Live habe ich sie inzwischen dreimal gesehen, glaube ich... Wacken 1997, Headbangers 2009, Keep It True 2016. Immer mit Bob Reid am Mikro, anfangs mit Haaren, später ohne Haare. War immer super. Was aus dem Sheepdog geworden ist, weiß ich grad gar nicht. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: RazorZum Thema Stace "Sheepdog" McLaren ist hier ein ellenlanges und sehr informatives Interview aus dem Jahr 2014:
http://bravewords.com/features/found-al ... want-to-do alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Razor![]() Mit der "Evil Invaders" werden die Daumenschrauben nochmal angezogen, der Dampfhammer scharf gemacht, und der Prügelfaktor erhöht. Erneut ist nur ein halbes Jahr seit dem Vorgänger vergangen, und erneut ist die Band härter geworden. Programmatisch betitelt erreicht das eröffnende Instrumental 'Nowhere Fast' ein ähnliches Härtelevel wie SLAYER zur selben Zeit. Auch Sheepdog brüllt sich noch mal eine Ecke aggressiver durch die Botanik, mit einigem mehr Cronos-Style-Gebrüll, allerdings - und das ist seine ganz große Stärke - nicht, ohne seine Trademark-Screams in hysterischen Bereich zu vernachlässigen. Ein Song wie 'Legacy Of Doom' hätte bespielsweise auch auf "Show No Mercy" eine gute Figur abgegeben, was jetzt nicht heißen soll, dass RAZOR nach SLAYER klänge. Die Durchschlagskraft und der Härtegrad sind einfach vergleichbar, wobei RAZOR noch immer hier und da etwas rock'n'rolliger zu Werk geht (z.B. beim Titelstück oder 'Iron Hammer', die einen starken VENOM- und leichten MOTÖRHEAD-Touch haben). Einziger minimaler Rückschritt: Durch die erhöhte Brachialität ist der Sound ein bisschen undifferenzierter und Campagnolos Bass kommt nimmer ganz so toll zur Geltung, ebenso M-Bros Snare; die brachialen Gitarren decken manches zu. Trotzdem: Bärenstarkes Album! 'Instant Death' ist ein Monstersong! alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: RazorWar an dem Tag doch zu müde um noch etwas zu schreiben.
Aber wie ich es gesagt habe. Ich hab die zwei Songs die du hier verlinkt hast gehört und es war genau so. Viele Erinnerungen an früher, wo das rauf und runter lief. Ich habe jetzt kurzen Prozess gemacht und alles bestellt, was es bei HRR auf CD zu bestellen gab. Nicht ganz billig, aber sonst mach ich es nie. Die "Executioner's Song" und "Evil Invaders" sind da leider nicht mit bei. Aber da muss ich dann halt geduldig sein. Oh ja die "Evil Invaders". An die Slayer Vergleiche kann ich mir erinnern. Das wurde schon früher immer wieder gern als Vergleich rangezogen. Nach meinen Erinnerungen kann ich dem zustimmen. Aber ich müsste das Album so oder so mal wieder hören. Schade, dass die nicht mit rereleased wurde.
Re: RazorAu fein, dann bitte unbedingt berichten, was du so mit den Dingern erlebst, wenn sie da sind.
Bei mir geht einstweilen die Durchlauschung weiter... ![]() Man merkt der Band in den Mittachtzigern langsam die knallharte Taktung des Songwriting-, Aufnahme-, Tour- und VÖ-Taktes an. Die "Malicious Intent" ist die vierte Scheibe in etwas mehr als zwei Jahren, was sich nunmehr dergestalt bemerkbar macht, dass die stilistischen Sprünge nimmer so markant sind, wie zu Anfang der Karriere, wie auch der Abwechslungsreichtum innerhalb des Albums. Das kann man nun gut oder schlecht finden. Wer RAZOR bis hierin toll findet, der wird auch mit "Malicious Intent" glücklich sein, denn es bietet mehr vom Gleichen und das auf hohem Niveau. Die Produktion ist dieses Mal wieder differenzierter, Bass und Schlagzeug wirken zwingender als auf dem Vorgänger, dafür ist es ein wenig homogener im Gesamtcharakter. Speed/Thrash ohne Komprisse, ein, zwei, drei, vier... Augen zu und durch. Tolle Gesangsleistung indes von Sheepdog, einige abgedrehte Spoken-Word-Einwürfe, die das punkig-abgefuckte Asselfeeling verstärken. Im Endeffekt bleibt ein weiteres starkes Album, das seinem Vorgänger sehr ähnelt, im Sound etwas besser inszeniert ist, dafür kompositorisch einen kleinen Tick gleichförmiger. Für Freunde stiltreuer Kombos, die "Evil Invaders" liebten also fraglos ein Pflichtkauf, und wer RAZOR bisher gerade der Weiterentwicklung mochte (sicher eine Minderheit), der wird auch nicht ganz enttäuscht, da zumindest die Produktion einen Fortschritt zu verzeichnen hat. Etwas größere Sprünge folgen dann beim nächsten Mal. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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