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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 26. März 2020, 00:03
Pillamyd hat geschrieben:Okay, dass er sich da drauf vorbereitet wusste ich nicht. Nur was die Selbstversorgung und Unabhängigkeit anbelangt, davon habe ich Wind bekommen. Hab damals auch auf youtube ein paar seiner Videos gesehen. Den Kanal gibts ja wohl nicht mehr. Auch von "Myfarog" höre ich das erste Mal. Ich habe das aber auch nie so stark verfolgt. Da habe ich immer lieber die Musik sprechen lassen. So weit das eben ging.
Bei YouTube hat er keinen Account mehr, aber er hat andere Plattformen gefunden, um sich ausführlich abstrus zu äußern. Pillamyd hat geschrieben:"Fallen" habe ich nicht mehr so stark gefunden damals. Hatte auch nicht den Effekt den "Belus" bei mir hatte. Müsste ich mal wieder hören. Ab da war ich dann aber auch wieder rauß.
Bei mir wirkte die "Fallen" auch sehr intensiv, vor allem das Quasi-Titelstück "Jeg Faller" ist für mich einer der besten Songs aller Zeiten. Ein gewisse musikalische Distanz entwickelte sich dann bei mir mit der "Umskiptar", mit der ich bei aller "kopfmäßigen" Bewunderung im tiefsten Herzen leider nimmer so warm geworden bin.
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von Pillamyd » Donnerstag 26. März 2020, 00:17
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Bei mir wirkte die "Fallen" auch sehr intensiv, vor allem das Quasi-Titelstück "Jeg Faller" ist für mich einer der besten Songs aller Zeiten. Ein gewisse musikalische Distanz entwickelte sich dann bei mir mit der "Umskiptar", mit der ich bei aller "kopfmäßigen" Bewunderung im tiefsten Herzen leider nimmer so warm geworden bin.
Verrückt. Jetzt wo du es sagst erinner ich mich an den Song, also "Jeg Faller". Gibt es markante Punkte die "Umskiptar" von den beiden Vorgängern unterscheidet? Oder ist die einfach in deinen Augen nur schwächer?
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 26. März 2020, 00:49
Puh, da kann ich jetzt drei Seiten schreiben. Mein Review ist ja online. Im Endeffekt ist der Hauptgrund, dass "Umskiptar" ein Konzeptalbum ist, in dem die eddische Dichtung "Völuspá" ("Der Seherin Weissagung") vertont wird. Dadurch entsteht für mich ein gewisser Riss in der Einheit aus Texten, Musik und Blick in die Seele des Musikers, denn er vertont nicht mehr primär seine Gedanken und Gefühle, sondern einen historischen Text. Das Album ist dadurch etwas mehr Kopf als Herz, und ich finde, dass man das ein wenig merkt. Das macht die Scheibe nicht schlechter, aber einfach ein wenig distanzierter. Die Langform ist hier: http://powermetal.de/review/review-Burz ... 20398.html
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von Jhonny » Donnerstag 26. März 2020, 10:40
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Essentiell: Burzum - Aske - Det Som Engang Var - Hvis Lyset Tar Oss - Filosofem - Belus - Fallen
Stark: Umskiptar
Interessant: From The Depth Of Darkness (Neueinspielungen alter Songs)
Interessant bis verzichtbar, je nachdem, wie man zu Ambient steht: Dauði Baldrs; Hliðskjálf; Sól Austan, Máni Vestan; The Ways Of Yore; Thulêan Mysteries
Sehr cool, danke. Das Ambient-Zeug brauche ich erst Mal nicht...
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von Loomis » Donnerstag 26. März 2020, 12:01
Jhonny hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Essentiell: Burzum - Aske - Det Som Engang Var - Hvis Lyset Tar Oss - Filosofem - Belus - Fallen
Stark: Umskiptar
Interessant: From The Depth Of Darkness (Neueinspielungen alter Songs)
Interessant bis verzichtbar, je nachdem, wie man zu Ambient steht: Dauði Baldrs; Hliðskjálf; Sól Austan, Máni Vestan; The Ways Of Yore; Thulêan Mysteries
Sehr cool, danke. Das Ambient-Zeug brauche ich erst Mal nicht...
Die Einschätzung von Rüdiger sehe ich ganz genau so. Mir das reine Ambient-Zeug zuzulegen hat mich bisher auch nicht gereizt, wobei es schon seine Momente hat, wenn der Kristian auch die (Akustik-)Gitarre auspackt. Ein paar echte Instrumente mehr tun dem Zeug auf jeden Fall gut. Ein Gespür für gute Melodien hat er halt immer noch.
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von Pillamyd » Donnerstag 26. März 2020, 16:31
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Puh, da kann ich jetzt drei Seiten schreiben. Mein Review ist ja online. Im Endeffekt ist der Hauptgrund, dass "Umskiptar" ein Konzeptalbum ist, in dem die eddische Dichtung "Völuspá" ("Der Seherin Weissagung") vertont wird. Dadurch entsteht für mich ein gewisser Riss in der Einheit aus Texten, Musik und Blick in die Seele des Musikers, denn er vertont nicht mehr primär seine Gedanken und Gefühle, sondern einen historischen Text. Das Album ist dadurch etwas mehr Kopf als Herz, und ich finde, dass man das ein wenig merkt. Das macht die Scheibe nicht schlechter, aber einfach ein wenig distanzierter. Die Langform ist hier: http://powermetal.de/review/review-Burz ... 20398.html
Ah, wieder was neues gelernt. Werde ich mir nachher durchlesen.
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von Pillamyd » Freitag 27. März 2020, 23:36
Ich habe dein Review zur "Umskiptar" mit hochgenuss gelesen. Ein wirklich toller und ausführlicher Text. Im Hintergrund habe ich über youtube das Album laufen lassen. Natürlich wäre es total bescheuert jetzt gleich ein Urteil abzugeben. Aber was mir aufgefallen ist, dass mich der Gesang so an "Belus" erinnert wenn es harscher wird. Auch das ein oder andere Riff weckt in mir die Assoziation zu eben diesem Album. Hab beim lesen lachen müssen, weil ich unmittelbar bevor du die parallele gezogen hast eben daran gedacht habe. Es geht aber um einiges gemächlicher zu hab ich das Gefühl. Die Atmosphäre finde ich toll. Das Album ist bloß auch so brutal lang. Die erwähnte Distanz, verstehe ich weil du es plausibel erklärst. Erkennen tu ich das aber nicht. Aber wie denn auch? Bin ja kein eingefleischter Fan.
Und noch was. Ich hab auch total vergessen wie gut der Opener auf der "Filosofem" ist. Das habe ich echt schon sehr lange nicht mehr gehört. Ich habe das Album nicht mehr gut in Erinnerung. Aber gerade auch beim Opener. War das schon der start für die Ambient Sachen?
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von Rüdiger Stehle » Freitag 27. März 2020, 23:53
Freut mich sehr, dass dir das Review gefällt. Ja, die "Umskiptar" ist ruhiger, perseverativer, langatmiger (was ich jetzt nicht einmal zwingend negativ meine, da Burzum ja auch von einer gewissen mantrischen Perseveration lebt).
Was die innere Distanz zwischen Künstler und Werk angeht, ist es halt in den früheren Texten sehr oft möglich, Varg darin zu erkennen. Gerade Songs wie 'Det Som Engang Var' oder 'Hvis Lyset Tar Oss' sind dafür Paradebeispiele. Der Text zu 'Det Som Engang Var' berührt mich, wie nur wenige andere, weil er so intensiv ist, gerade wie er mit "Wir sind nicht gestorben, wir haben nie gelebt." endet. Das fehlt der "Umskiptar" halt, weil sie eben einen Text hat, der tausend Jahre alt ist.
BURZUM hatte schon von Anfang an Ambient-Sachen, schon zu Demo-Zeiten und eben auch auf dem Debüt ('Dungeons Of Darkness'), der "Det Som Engang Var" ('Den Onde Kysten', 'Han Som Reiste') und der "Hvis Lyset Tar Oss" ('Tomhet'). Daran ist auch das neue Schaffen immer noch sehr nahe.
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von Pillamyd » Samstag 28. März 2020, 17:50
Rüdiger Stehle hat geschrieben:BURZUM hatte schon von Anfang an Ambient-Sachen, schon zu Demo-Zeiten und eben auch auf dem Debüt ('Dungeons Of Darkness'), der "Det Som Engang Var" ('Den Onde Kysten', 'Han Som Reiste') und der "Hvis Lyset Tar Oss" ('Tomhet'). Daran ist auch das neue Schaffen immer noch sehr nahe.
Beweist nur, dass ich die Musik nicht gut kenne. Aber den "Filosofem" Opener höre ich mindestens einmal am Tag, seitdem in dem Thread wieder was los ist 
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von Rüdiger Stehle » Montag 27. April 2020, 15:07
Nils, wie gefällt dir denn das neue Album, da du es ja auch besitzt und auch schon in der Playlist gehabt hast?
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