Wie schon gesagt, ich geh bei Maiden regelmässig gegen den Mainstream. Wozu auch? Wenn ich ne andere lieber mag

Platz 58:
ICED EARTH - Something Wicked This Way ComesJahr: 1998
Genre: Heavy Metal, Power Metal, Thrash Metal
Anders als einige von euch vielleicht gedacht hätten beginne ich nicht mit der Crucible of Man, die ich zwar bei weitem nicht so schlecht fand wie viele hier, aber doch nicht so gut, als dass sie in die Liste gekommen wäre, dafür warens zu viele Füller. Nein, es ist die Ursprungsscheibe der Something Wicked Saga um die Setianer, deren Welt, die Erde, von einer ausserirdischen Rasse erobert wurde. Indem sie die Erinnerungen dieser Rasse, der Menschen, jedoch löschen und sich selbst in die Bevölkerung eingliedern, überlebet die setianische Rasse und plant ihre Rache durch den Antichristen Set Abominae, der seither sozusagen das Maskottchen von Iced Earth ist.
Aber genug der Hintergründe, ab in die Musik mit "
Burning Times". Und das beginnt durchaus vielversprechend, hartes Riffing und Glockenschläge, bis dann die Stimme Matt Barlows uns in den Bann des Albums zieht. Für mich, der eigentlich die schnellen Iced Earth Songs liebt, ist es vielleicht nicht die erste Wahl, denn der Song ist eher langsamer. Die harte Gitarrenarbeit und die hohe Eingängigkeit behalten den Song dennoch in der Liste der sehr erwähnenswerten Tracks.
Ruhig geht es dann in "
Watching over me" zu. Der Song ist einem guten Freund Schaffers, Bill Blackmon, gewidmet, der in einem Motorradunfall ums Leben kam. Der Wechsel zwischen dem Kraftvollen Chorus und den ruhigen Strophen in Kombination mit sehr gefühlvollen Vocals bringen tatsächlich viele Emotionen rüber. Der Song war von Anfang an einer meiner liebsten auf dem Album und ist es bis heute.
Jetzt wirds schneller: "
My Own Savior" ist der nächste Song auf meiner Bestenliste. Doublebass und schnelle Gitarren dominieren. Genau so will ich Iced Earth hören, schade, dass dieser Stil zuletzt nur selten, wenn überhaupt, angeschlagen wurde. Aber dafür haben wir ja die älteren Alben ^^
Mein Highlight ist aber "
The Coming Curse". Nach einem Piano Intro, welches immerhin fast eineinhalb Minuten dauert, haut uns Schaffer einige seiner geilsten Riffs um die Ohren. Ich muss zwar zugeben: Im Vergleich mit der Live Version auf der AiA erscheint die Albumversion etwas ruhig - das ist aber eher ein Lob an die AiA als Kritik an der Something Wicked... . Abwechslungsreich, immer hart, mit tollen Vocals und Lyrics gehört der Song zu meinen absoluten Favoriten einer Band, deren Standing bei mir ja eindeutig bekannt ist. Nur wenige andere Songs können mich über fast 10 Minuten so gut unterhalten wie dieser Kracher sondergleichen. Der einzige Iced Earth Song des einundzwanzigsten Jahrhunderts der annähernd daran ran kommt ist für mich "Come what may" - aber eben auch der nur annähernd.
In Conclusion: Die vielleicht letzte Iced Earth Scheibe von echtem Weltformat, aber eine, die dieses doch eindrücklich belegt. Dass ich sie damals für lediglich 8€ bekommen habe, was für unsere Verhältnisse doch ein schnäppchen ist, erfreut mich umso mehr, gemessen an Spieldauer/Kosten wird die Minute mich inzwischen keinen cent mehr gekostet haben.
BURNING TIMES
WATCHING OVER ME
MY OWN SAVIOR
THE COMING CURSE