Musikalische Erkenntnis des Tages

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon salisbury » Dienstag 14. Januar 2020, 20:46

Nils Macher hat geschrieben:Hatten wir hier bestimmt schon einmal: So traurig das Ableben unserer Helden ist (und bei Neil Peart trifft es mich deutlich mehr als ich gedacht hatte), so schön ist die daraus entstehende Musiksucht. Ich höre seit Samstag eigentlich nur noch RUSH und das wird auch noch ein paar Tage so weitergehen.


Ich geb zu: ich hatte das wirklich noch nie. Also den Reflex, nach der Mittelung eines Todes eines geschätzten Musikers auf einmal sofort und tagelang das Zeug hören zu wollen. Nich bei RUSH, nicht bei DIO, nicht bei MOTÖRHEAD, nicht bei NEVERMORE. Auch sonst nicht. Bin ich emotionslos?
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Dienstag 14. Januar 2020, 21:21

Ganz sicher bist du das nicht!
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 15. Januar 2020, 01:21

Bei mir ist das oft eher anders herum, dass ich nach Todesnachrichten eine Band erst mal nicht mehr oder kaum mehr hören mag, weil mich das zu melancholisch macht. Je näher mir eine Band musikalisch geht, ums ausgeprägter ist das. Am extremsten bei Bathory. Hier habe ich bis heute oft echte Schwierigkeiten, weil mir Quorthon als Künstler mehr fehlt als jeder andere verstorbene Künstler. So sehr ich auch Lemmy, Dio etc... schätzte und noch schätze, so hatten sie, als sie starben, ihr musikalisches Vermächtnis weitestgehend zu Ende erzählt. Quorthon war noch sehr jung und immer für massive Überraschungen gut; hier hatte ich noch mit vielem gerechnet, und mich auf vieles gefreut, an dem man sich hätte reiben und brechen, aber auch aufbauen können. Es war meinem Gefühl nach auch kreativ noch nicht Zeit für den Nachruf. Außerdem ging mir Quorthons Stimme und gingen mir Quorthons Texte immer sehr zu Herzen. Bis heute ist es für mich in der Hinsicht die schwierigste Übung, Bathory und Quorthon zu hören, ohne sehr emotionale Reaktionen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Mittwoch 15. Januar 2020, 02:27

Ich ticke da ähnlich. "Black Star" ist für mich selbst für DAVID BOWIE ein herausragend gutes Album. Aber hören schmerzt, weil es eben sein letztes ist. "Chuck" von CHUCK BERRY ist auch so ein Fall.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Mittwoch 15. Januar 2020, 02:29

Erkenntnis:

Ich sollte mich mehr mit dieser seltsamen musikalischen Wundertüte namens Mike Patton beschäftigen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon trent » Mittwoch 15. Januar 2020, 17:00

Bei mir war das nach David Bowies Tod (allerdings auch mit einem Jahr Verzögerung) so, dass ich mich erstmals bewusst mit seinem musikalischen Schaffen auseinander gesetzt habe. Klar, die bekannteren Hits (Let's dance, Absolute Beginners, China Girl und natürlich Heroes) kannte ich natürlich, aber daneben gibt es so viele andere tolle Songs und auch die "Black Star" ist nochmal ein herausragendes Werk.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Havoc » Donnerstag 16. Januar 2020, 22:26

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Heute hatte ich ein etwas seltsames Erlebnis, das mich ein wenig ins Grübeln gebracht hat über gewisse Szenemechanismen, die ich nicht so recht durchschaue. Anlass war die heute angekommene Bestellung bei Auric Records in der Schweiz, dem Label der eidgenössischen Doom/Death-Veteranen EXCRUCIATION, enthaltend ein aktuelles Studioalbum, eine üppige Demo-Compilation und ein sehr hübsches Boxset mit dem aktuellen Album, das eine Raritäten-Compilation ist, die alle Single-B-Seiten und Split-Beiträge etc... der letzten 15 Jahre enthält. So weit, so gut und keine "Erkenntnis" wert, außer dass Band und Label definitiv "value for money" bieten.


Von der Band habe ich tatsächlich auch noch nie was gehört. Es gibt heute so wahnsinnig viel Zeugs...man kommt ja selbst bei seinen Faves fast nicht mehr hinterher. Selbst wenn ich dann irgendwann mal irgendwie bei dieser Band angelangt sein sollte, dann würde ich mir wohl eher auch nur ein normales Album kaufen und keine üppigere Box die sicherlich etwas teurer war oder?
Auch wenn das Preis-Leistungsverhältnis sicherlich in Ordnung ist. Schade ist es natürlich, aber komplett verwundert mich das nicht.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Havoc » Donnerstag 16. Januar 2020, 22:35

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Bei mir ist das oft eher anders herum, dass ich nach Todesnachrichten eine Band erst mal nicht mehr oder kaum mehr hören mag, weil mich das zu melancholisch macht. Je näher mir eine Band musikalisch geht, ums ausgeprägter ist das. Am extremsten bei Bathory. Hier habe ich bis heute oft echte Schwierigkeiten, weil mir Quorthon als Künstler mehr fehlt als jeder andere verstorbene Künstler. So sehr ich auch Lemmy, Dio etc... schätzte und noch schätze, so hatten sie, als sie starben, ihr musikalisches Vermächtnis weitestgehend zu Ende erzählt.


Wenn jemand stirbt, dann lege ich meist schon auch Musik des Künstlers auf. Ich sehe das irgendwie ein wenig so, als würde ich ihm damit noch mal die letzte Ehre erweisen. Habe mir in dieser Woche noch mal 3 Stunden die "RUSH - Clockwork Angels Tour Blu Ray" gegeben. Es ist schon komisch, wenn man sieht wie agil Neil Peart hier trotz seines damaligen Alters noch aufspielt. Auf dieser Tour habe ich RUSH damals 2013 ja auch in Köln gesehen. Besonders melancholisch werde ich da nicht. Ich bin aber nun auch wirklich nicht der emotionalste Mensch. Eher Spock als Kirk. ;-)
Peart war mit 67 Jahren natürlich auch noch zu jung, aber nicht mehr jung. Er hat sein Vermächtnis auch hinterlassen und RUSH hatte sich ja bereits 2018 aufgelöst. Der Tod des RIVERSIDE-Gitarristen im Jahr 2016 hat mich tatsächlich mehr getroffen. Er war noch sehr jung und RIVERSIDE noch eine aufstrebende Band die eben noch nicht alles gesagt hat. Auch wenn man es nicht gerne zugeben mag, so war auch hier wohl etwas Eigensinn mit im Spiel. Man war halt auch geschockt, weil man dachte, dass die Band dann jetzt wohl am Ende sein könnte. Das war bei RUSH ja nun nicht so. Trotzdem hat mich die Nachricht von Peart erstmal geschockt. Habe aber wie gesagt gar kein Problem damit mir jetzt RUSH anzuhören. Im Gegenteil. R.I.P.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Feamorn » Sonntag 19. Januar 2020, 00:53

Ich hab von der neuen Demons & Wizards zum Glück eh nicht viel erwartet, aber der neue Song (Midas Desease) unterbietet leider alles, was ich auf dem zweiten Album und dem ersten neuen Song schon nicht so doll fand. Bin doch erstaunlich ernüchtert. Puh.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Sonntag 19. Januar 2020, 01:16

Jesus.a.d hat geschrieben:
Permafrost hat geschrieben:
trent hat geschrieben:Andere Erkenntnis: Die Leute hinter Igorrr haben neben dieser Band noch weitere musikalisch hoch interessante Projekte. Zum Beispiel Corpo-Mente.


Das Lied macht mich um einiges nervöser als ein Igorrr-Song. Ich habe das Gefühl, dass jeden Moment die Hölle los sein wird, aber es kommt nichts. AAARGH!


Geiler Song!


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