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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Chopper » Donnerstag 18. Juli 2019, 13:49
Mich würden mal eure Antworten zu folgenden unten stehenden allg. Fragen interessieren. Grund dafür ist, weil ich momentan überlege, ob ich von der CD-Sammlung auf Tidal Premium umsteigen soll, was aber keine einfache Entscheidung ist. 26 € für eine Leihe klingt auf den ersten Blick wirklich sehr günstig, aber wenn man es auf die Jahre hochrechnet und bedenkt, dass man nur leiht bzw. Zugriff hat, solange man zahlt, relativiert sich das vielleicht etwas. - Nutzt ihr Streaming? - Kauf von Retail - VÖ oder digital und warum? - Bis zu welchem Preis erachtet ihr ein Metal-CD-Album als günstig? - Was erachtet ihr in einer Limited / Special Edition als wirklichen Mehrwert: Demo/Live/Cover/Bonus - Tracks und erachtet ihr VÖ mit exklusiven Bonus-Tracks wie der Name schon sagt als Bonus oder eher die Standard - VÖ ohne Bonus-Tracks als unvollständig? - Habt ihr Angst, dass ein Großteil eurer Sammlung mal nicht mehr abspielbar sein wird, weil die Lebensdauer der Discs begrenzt ist? - An die Kopfhörer - Hörer von euch: Wie erkennt ihr, wenn ihr zu laut hört, was ja nicht ungefährlich ist? - Wo verkauft / tauscht ihr CDs, die man abgeben möchte? - Das Uriah Heep Album "...Very 'Eavy...Very 'Umble" gibt es einmal als 2003 Remastered Version und einmal als 2016 Remastered Version bei Amazon: https://www.amazon.de/Very-Eavy-Umble/d ... VQ66HC3H0Xhttps://www.amazon.de/Very-Eavy-Umble-U ... sic&sr=1-2- Laut der Seite Loudness-War ist die neuere Version stärker von eben solchem betroffen. Kann mir jemand von euch sagen, welche man klanglich bevorzugen sollte? Ev. könnt ihr ja kurz reinhören, wobei der Sound bei Amazon komprimiert ist und ich nicht weiß, ob man anhanddessen erkennt, was besser ist. Beim ersten RATM - Album ist auch eine 10th Anniversary Version erhältlich. Wie sollte man sich in diesen Fällen entscheiden? Ich weiß, dass das jetzt keine speziellen Fragen sind, aber eure Meinung würde mich wirklich interessieren, um vielleicht selbst eine andere Sichtweise auf die Dinge zu bekommen.
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von Raphael Paebst » Donnerstag 18. Juli 2019, 16:58
Uff, das ist ne ganze Menge, hier mal ein paar ungeordnete Kommentare:
1. Loudness War ist so ein Thema, das mir sehr oft am Allerwertesten vorbeigeht, da ich es tatsächlich nur in wirklich extremen Fällen höre. Ja, ist ärgerlich, aber der Fanatismus, mit dem manche Leute dagegen ankämpfen, ist mir einfach zu viel des Guten.
2. Ich streame maximal über Bandcamp oder Youtube, wenn ich in neuen Kram reinhöre, dann kaufe ich Tonträger. Persönlich finde ich dann halt Optionen wie die kostenlosen Downloads bei Bandcamp oder auch die bei Amazon eine angenehme Versicherung, dass ich die Musik auch noch hören kann, falls der Tonträger mal das Zeitliche segnet. Andere Streamingdienste haben für mich oft das Problem, dass sie den Kram, den ich hören will einfach nicht haben, das ist ja grad im Underground häufig das Problem.
3. Mehrwert in limitierten Editionen ist wirklich mehr Musik, da ich keine Kutte habe und extra Patches dann halt nur rumliegen. Potentiell war natürlich auch der Legion Of The Damned Käsehobel Mehrwert, ich hatte aber schon einen, ähnliches gilt für einen Amon Amarth Flaschenöffner und so Zeug.
4. Bonustracks sind Bonusmaterial, wenn sie auf einer späteren Edition veröffentlicht werden, ich also einen Anreiz bekomme, das Album nochmal zu kaufen, wenn es beide Editionen zeitgleich gibt, bin ich da skeptischer, vor allem, wenn es um weitere Studiosongs und nicht einfach nur ein paar Livesongs geht.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 18. Juli 2019, 16:59
- Nutzt ihr Streaming?
Nein. Mal kurz in etwas hinein lauschen auf YouTube oder Bandcamp natürlich schon, um Kaufentscheidungen zu treffen, aber ansonsten ganz klar: Nein. - Kauf von Retail - VÖ oder digital und warum?
Ich kaufe ausschließlich physische Tonträger, sofern physische Tonträger erhältlich sind. Warum? Weil mir Haptik, Artwork, Booklet, Texte, Sammeln mindestens genauso wichtig sind wie das Hören der Musik. Etwas das ich nicht physisch haben kann, fühlt sich für mich an als existiere es nicht. - Bis zu welchem Preis erachtet ihr ein Metal-CD-Album als günstig?
Eine neu veröffentlichte CD empfinde ich bis zu 13,- Euro als günstig, bis zu ca. 15,- Euro als normal/angemessen bepreist und über 16,- Euro als hochpreisig. Wenn ich etwas aktuell und schnell haben will, dann ist für mich unter 20,- Euro zähneknirschend noch erträglich. Bei Gelegenheitskäufen, die mir nicht unter den Nägeln brennen, warte ich bei solch hohen Einführungspreisen dann aber auch mal auf Sonderangebote oder Second Hand Käufe. - Was erachtet ihr in einer Limited / Special Edition als wirklichen Mehrwert: Demo/Live/Cover/Bonus - Tracks und erachtet ihr VÖ mit exklusiven Bonus-Tracks wie der Name schon sagt als Bonus oder eher die Standard - VÖ ohne Bonus-Tracks als unvollständig?
Ich halte Bonustracks für eine sehr lästige Erfindung, weil man die Absicht merkt und verstimmt ist. Sie dienen einfach nur dazu, sich Alben nochmal zu kaufen, die man schon hat, oder die teurere Auflage zu kaufen etc... Fair finde ich, wenn jede Auflage die gleichen Songs enthält, damit man das Format nicht nach Bonusmaterial sondern nach persönlicher Präferenz wählt. Es gibt aber durchaus einige Bands, bei denen ich einfach jeden Song offiziell haben will und daher auch bisweilen dem Ltd-Ed-Wahn nachgebe, wenn es irgendwie im Rahmen bleibt. Earbooks für 40,- Euro kaufe ich aber nicht wegen eines oder zweier Bonustracks. Das ist mir zu doof. - Habt ihr Angst, dass ein Großteil eurer Sammlung mal nicht mehr abspielbar sein wird, weil die Lebensdauer der Discs begrenzt ist?
Es gibt Tonträger, die hiervon betroffen sind, aber das sind bisher in der Regel immer Produktionsfehler gewesen und keine formatbedingt geringe Lebensdauer. Eine große Angst habe ich da nicht. Zum einen werde auch ich nicht ewig leben und zum anderen ist mir wie gesagt bei den physischen Tonträgern vor allem auch Artwork etc... wichtig, so dass ich damit leben könnte, mir das Album nochmals auf Rohling zu brennen, wenn tatsächlich mal eine richtige CD den Geist aufgeben sollte. Bisher habe ich 2 aus ca. 8000 Tonträgern, die sich nicht mehr abspielen lassen. Beide sind aber auch für diesen Fehler bekannt, also Produktionsfehler. - An die Kopfhörer - Hörer von euch: Wie erkennt ihr, wenn ihr zu laut hört, was ja nicht ungefährlich ist?
Ich höre eigentlich nie zu laut, weil ich das selber nicht mag, und auch selten mit Kopfhörer, weil ich dann keine Umweltgeräusche mitbekomme. Das kann ich nicht leiden. - Wo verkauft / tauscht ihr CDs, die man abgeben möchte?
"CD" und "abgeben" sind zwei Worte, die ich nicht in einen Satz unterbringen kann. Außer man hat was doppelt. Das schenke ich dann meist jemandem zum Geburtstag oder ich tausche es mit Bekannten, oder gebe es jenen für ein paar Euro oder dergleichen. Würde ich tauschen wollen, würde ich das über eines der Musikforen machen, in denen ich aktiv bin. Auf den Stress des Verkäuferdaseins auf den einschlägigen Portalen hätte ich persönlich keine Lust. Ist aber natürlich auch eine Option. - Das Uriah Heep Album "...Very 'Eavy...Very 'Umble" gibt es einmal als 2003 Remastered Version und einmal als 2016 Remastered Version bei Amazon: https://www.amazon.de/Very-Eavy-Umble/d ... VQ66HC3H0Xhttps://www.amazon.de/Very-Eavy-Umble-U ... sic&sr=1-2- Laut der Seite Loudness-War ist die neuere Version stärker von eben solchem betroffen. Kann mir jemand von euch sagen, welche man klanglich bevorzugen sollte? Ev. könnt ihr ja kurz reinhören, wobei der Sound bei Amazon komprimiert ist und ich nicht weiß, ob man anhanddessen erkennt, was besser ist. Beim ersten RATM - Album ist auch eine 10th Anniversary Version erhältlich. Wie sollte man sich in diesen Fällen entscheiden?
Das Heep-Debüt hab ich als Original-Vinyl und in der 2016er-CD. Die klingt super und ist mit 5,99 ja quasi geschenkt. Die 2003er-Version habe ich nicht. Bei dem Album finde ich aber die Bonustracks lohnend. Da ich kein Soundfetischist und kein Audiophiler bin, würde mir ein direkter Vergleich nicht viel bringen. Über komprimierte Hörproben bei Amazon und PC-Lautsprecher gleich dreimal nicht. Zu RATM kann ich nichts sagen.
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von Raphael Paebst » Donnerstag 18. Juli 2019, 17:00
Jhonny hat geschrieben:Raphael Paebst hat geschrieben:Mr. Know-It-All hat geschrieben:Um welche CDs handelt es sich denn?
1000 x LORDS OF THE TRIDENT "Shadows From The Past", ein paar hundert MEGA COLOSSUS "V" sind aber auch noch hier.
Von den LORDS OF THE TRIDENT will ich auf jeden Fall eine haben!
Per Post oder auf dem Trveheim?
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von Havoc » Donnerstag 18. Juli 2019, 19:44
Chopper hat geschrieben:Habt ihr Angst, dass ein Großteil eurer Sammlung mal nicht mehr abspielbar sein wird, weil die Lebensdauer der Discs begrenzt ist?
Nein. Darüber habe ich mir mal kurzzeitig Gedanken gemacht als ich davon hörte, dass eine CD nur 20 Jahre oder so laufen soll. Erstens glaube ich, dass die deutlich länger laufen und zweitens sehe ich das echt eher entspannt, da man selbst ja nun auch nicht jünger wird. Außerdem kauft man ja auch immer CDs nach die man dann ja auch hören kann und und und. Das sollte kein Grund sein sich keine CDs mehr zu kaufen. Wenn man sich deswegen "verrückt" macht, über was soll man sich dann nicht verrückt machen. Es gibt wirklich Schlimmeres. An die Kopfhörer - Hörer von euch: Wie erkennt ihr, wenn ihr zu laut hört, was ja nicht ungefährlich ist?
Ich höre ja extrem viel über Kopfhörer. Mittlerweile bestimmt 90% der gehörten Musik. Habe mich aber mit dem Thema noch nie so richtig beschäftigt. Würde denken, dass es ab dann schlecht für die Ohren wird wenn man sich selbst unwohl beim hören fühlt. Ich höre denke ich nicht extrem laut, aber auch nicht wirklich leise. Als Teenager habe ich es da eher öfters übertrieben....aber ohne Kopfhörer. Da standen die Eltern dann das ein oder andere Mal entnervt in meinem Zimmer. Ansonsten sehe ich tatsächlich sehr Vieles ziemlich so wie Rüdiger. Insbesondere auch das was die CD-Preise angeht.
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von Raphael Paebst » Donnerstag 18. Juli 2019, 20:09
Was CD Preise angeht, ist das so ne Sache, ich verkaufe CDs von meinem Label für 10€, wenn ich demnächst (wenn so ein kleiner Traum dank glücklicher Fügung wahr wird) eine Doppel-CD veröffentliche, muss ich mal schauen, würde die aber ungern für mehr als 15€ verkaufen. Wenn da dann ber noch Vertrieb und so weiter dazwischen kommen, wird der Preis gern mal teurer. Seit ich aber etwas mehr davon weiß, was Tonträger in der Produktion kosten, für welche Großhandelspreise sie weiterverkauft werden und sie dann zu exorbitanten Preisen bei ein paar Händlern sehe, bin ich da auch etwas kritischer geworden. Daher kaufe ich, so oft wie möglich, bei den Bands selbst, da kommt am meisten bei den Leuten an, die am meisten Zeit und Geld reingesteckt haben, was in den Genres in denen ich am meisten unterwegs bin schlicht am sinnvollsten ist.
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von Jhonny » Donnerstag 18. Juli 2019, 20:16
Raphael Paebst hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:Raphael Paebst hat geschrieben:Mr. Know-It-All hat geschrieben:Um welche CDs handelt es sich denn?
1000 x LORDS OF THE TRIDENT "Shadows From The Past", ein paar hundert MEGA COLOSSUS "V" sind aber auch noch hier.
Von den LORDS OF THE TRIDENT will ich auf jeden Fall eine haben!
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 18. Juli 2019, 21:39
Raphael Paebst hat geschrieben:Was CD Preise angeht, ist das so ne Sache, ich verkaufe CDs von meinem Label für 10€, wenn ich demnächst (wenn so ein kleiner Traum dank glücklicher Fügung wahr wird) eine Doppel-CD veröffentliche, muss ich mal schauen, würde die aber ungern für mehr als 15€ verkaufen. Wenn da dann ber noch Vertrieb und so weiter dazwischen kommen, wird der Preis gern mal teurer. Seit ich aber etwas mehr davon weiß, was Tonträger in der Produktion kosten, für welche Großhandelspreise sie weiterverkauft werden und sie dann zu exorbitanten Preisen bei ein paar Händlern sehe, bin ich da auch etwas kritischer geworden. Daher kaufe ich, so oft wie möglich, bei den Bands selbst, da kommt am meisten bei den Leuten an, die am meisten Zeit und Geld reingesteckt haben, was in den Genres in denen ich am meisten unterwegs bin schlicht am sinnvollsten ist.
Ja, ich kauf auch einiges bei den Bands selbst. 10,- Euro ist im Prinzip ein sehr guter und sehr fairer Preis. Ich denke aber, dass ein neu veröffentlichtes Album tatsächlich auch ein wenig mehr kosten darf. Wenn du aber kalkulierst, dass du auf 50% der Auflage sitzen bleibst, dann ist 10,- Euro auch wieder nicht so viel. Kommt aber natürlich auch drauf an, was das Label bzw. bei einer Eigenpressung die Band selbst nicht nur in die CD-Herstellung gesteckt hat, sondern auch in die Produktion des Albums an sich. Wenn dich die Aufnahmen ein paar Tausend Euro gekostet haben oder knapp fünfstellig waren, was auch bei Undergroundbands tatsächlich noch vorkommt, und du nur einen 500er- bis 1000er-Run fährst, bei dem du davon ausgehen musst, dass er nicht abverkauft, vor er in den Overstock-Sale geht, dann kannst du natürlich auch über 10,- Euro nehmen bzw. musst du, falls du dir keine roten Zahlen leisten kannst. Kommt ja auch immer auf deinen Background an, den du als Musiker oder als Labelboss hast. Wenn das nur dein Hobby ist, du dein Geld wie die Herren Darkthrone bei der Post und als Lehrer verdienst, dann ist das ja im Endeffekt schnurz... dann steckst du deinen Mallorca-Urlaub halt in ein neues Album. Aber wenn du im wahren Leben eh am Limit bist und trotzdem aufs Musizieren nicht verzichten willst, dann darf die Gewinnspanne auch höher sein und ich zahle das solchen Muckern dann auch gerne. Bei ein paar ganz wenigen Musikern kaufe ich sogar hin und wieder Sachen, die ich definitiv nicht brauche, weil ich das Gefühl habe, dass ich ihnen ein bisschen was zum Lebensunterhalt geben möchte, für das, was sie mir über Jahrzehnte gegeben haben. Wobei ich natürlich bei Bands durchaus auch skeptisch bin, die ihre erste Scheibe machen und meinen, dass sich die "rechnen" muss... anderer Leute Hobbys "rechnen" sich auch nicht. Kein Amateur-Sportler schreibt mit seinem Sport schwarze Zahlen; das kostet jeden ein paar Tausender im Jahr... warum sollte es dem Musikus anders gehen.
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von Peter Kubaschk » Donnerstag 18. Juli 2019, 22:07
Chopper hat geschrieben:Mich würden mal eure Antworten zu folgenden unten stehenden allg. Fragen interessieren. Grund dafür ist, weil ich momentan überlege, ob ich von der CD-Sammlung auf Tidal Premium umsteigen soll, was aber keine einfache Entscheidung ist. 26 € für eine Leihe klingt auf den ersten Blick wirklich sehr günstig, aber wenn man es auf die Jahre hochrechnet und bedenkt, dass man nur leiht bzw. Zugriff hat, solange man zahlt, relativiert sich das vielleicht etwas.
Hmm, das würde ich wohl nicht für meine eigene Sammlung machen. Denn dafür habe ich ja schon bezahlt. Ich wandele CDs eigentlich immer in MP3s um, habe eine Homecloud und habe so auch Zugriff von überall und gesichert ist das dank gespiegelter Festplatte auch. Und was sich hier so kompliziert anhört, ist tatsächlich total einfach mit einem Stück Hardware. Chopper hat geschrieben:- Nutzt ihr Streaming?
Ein bisschen. In der Regel im Büro, wo ich zwar auf Amazon Music zugreifen kann, aber keine Dateien auf meinen Rechner (mehr) laden kann. Wenn ich also Lust auf was Bestimmtes habe, was nicht eh schon auf meinem Arbeitsrechner ist, dann höre ich darüber. Oder um mal Tipps anzutesten. Aber das sind vielleicht 5-6 Stunden/Woche. Was bei meinem Musikkonsum ziemlich wenig ist. Chopper hat geschrieben:- Kauf von Retail - VÖ oder digital und warum?
Ich mag einfach das physische Produkt haben. Das hat für mich einfach mehr Wert. Ich habe lediglich einmal für einen DL bezahlt und das nur, weil es eben kein physisches Produkt gibt. Chopper hat geschrieben:- Bis zu welchem Preis erachtet ihr ein Metal-CD-Album als günstig?
Neue Veröffentlichungen oder Alben in generell kleiner Auflage so bis 13-14 EUR. Bei den ganzen Majorvertrieben warte ich sehr häufig bis reduziert ist (das sind dann Label wie Century Media, InsideOut, Nuclear Blast, die mit Sony oder Universal einen dicken Vertrieb haben) Chopper hat geschrieben:-- Was erachtet ihr in einer Limited / Special Edition als wirklichen Mehrwert: Demo/Live/Cover/Bonus - Tracks und erachtet ihr VÖ mit exklusiven Bonus-Tracks wie der Name schon sagt als Bonus oder eher die Standard - VÖ ohne Bonus-Tracks als unvollständig?
Ich würde sagen, wenn man den Bonus regelmäßig und gerne anhört/ansieht, hat er einen Mehrwert. Wenn es einmal halbherzig gehört/gesehen wird, dann nicht. In erster Linie sind das für mich zusätzliche Songs, selten mal Bonus-DVDs mit einem Konzertmitschnitt. Chopper hat geschrieben:- Habt ihr Angst, dass ein Großteil eurer Sammlung mal nicht mehr abspielbar sein wird, weil die Lebensdauer der Discs begrenzt ist?
Nach fast 30 Jahren kann ich sagen, dass ich da noch keine Probleme hatte. Von daher, nein. Chopper hat geschrieben:-- An die Kopfhörer - Hörer von euch: Wie erkennt ihr, wenn ihr zu laut hört, was ja nicht ungefährlich ist?
Wenn man die Umwelt (Türklingel etc.) nicht mehr hört. Chopper hat geschrieben:- Wo verkauft / tauscht ihr CDs, die man abgeben möchte?
Wenn ich CDs abgeben möchte, gebe ich sie in der Regel Redaktionskollegen, Stammelesern oder Freunden. In seltenen Fällen verkaufe ich über Foren wie musik-sammler.de - Nie eBay oder Amazon oder so.
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von Raphael Paebst » Donnerstag 18. Juli 2019, 22:24
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Raphael Paebst hat geschrieben:Was CD Preise angeht, ist das so ne Sache, ich verkaufe CDs von meinem Label für 10€, wenn ich demnächst (wenn so ein kleiner Traum dank glücklicher Fügung wahr wird) eine Doppel-CD veröffentliche, muss ich mal schauen, würde die aber ungern für mehr als 15€ verkaufen. Wenn da dann ber noch Vertrieb und so weiter dazwischen kommen, wird der Preis gern mal teurer. Seit ich aber etwas mehr davon weiß, was Tonträger in der Produktion kosten, für welche Großhandelspreise sie weiterverkauft werden und sie dann zu exorbitanten Preisen bei ein paar Händlern sehe, bin ich da auch etwas kritischer geworden. Daher kaufe ich, so oft wie möglich, bei den Bands selbst, da kommt am meisten bei den Leuten an, die am meisten Zeit und Geld reingesteckt haben, was in den Genres in denen ich am meisten unterwegs bin schlicht am sinnvollsten ist.
Ja, ich kauf auch einiges bei den Bands selbst. 10,- Euro ist im Prinzip ein sehr guter und sehr fairer Preis. Ich denke aber, dass ein neu veröffentlichtes Album tatsächlich auch ein wenig mehr kosten darf. Wenn du aber kalkulierst, dass du auf 50% der Auflage sitzen bleibst, dann ist 10,- Euro auch wieder nicht so viel. Kommt aber natürlich auch drauf an, was das Label bzw. bei einer Eigenpressung die Band selbst nicht nur in die CD-Herstellung gesteckt hat, sondern auch in die Produktion des Albums an sich. Wenn dich die Aufnahmen ein paar Tausend Euro gekostet haben oder knapp fünfstellig waren, was auch bei Undergroundbands tatsächlich noch vorkommt, und du nur einen 500er- bis 1000er-Run fährst, bei dem du davon ausgehen musst, dass er nicht abverkauft, vor er in den Overstock-Sale geht, dann kannst du natürlich auch über 10,- Euro nehmen bzw. musst du, falls du dir keine roten Zahlen leisten kannst. Kommt ja auch immer auf deinen Background an, den du als Musiker oder als Labelboss hast. Wenn das nur dein Hobby ist, du dein Geld wie die Herren Darkthrone bei der Post und als Lehrer verdienst, dann ist das ja im Endeffekt schnurz... dann steckst du deinen Mallorca-Urlaub halt in ein neues Album. Aber wenn du im wahren Leben eh am Limit bist und trotzdem aufs Musizieren nicht verzichten willst, dann darf die Gewinnspanne auch höher sein und ich zahle das solchen Muckern dann auch gerne. Bei ein paar ganz wenigen Musikern kaufe ich sogar hin und wieder Sachen, die ich definitiv nicht brauche, weil ich das Gefühl habe, dass ich ihnen ein bisschen was zum Lebensunterhalt geben möchte, für das, was sie mir über Jahrzehnte gegeben haben. Wobei ich natürlich bei Bands durchaus auch skeptisch bin, die ihre erste Scheibe machen und meinen, dass sich die "rechnen" muss... anderer Leute Hobbys "rechnen" sich auch nicht. Kein Amateur-Sportler schreibt mit seinem Sport schwarze Zahlen; das kostet jeden ein paar Tausender im Jahr... warum sollte es dem Musikus anders gehen.
Klar, hängt von ganz vielen Faktoren ab. Bei mir ist das momentan klar Hobby, hab ja auch erst angefangen. Ich mach 1000er Auflagen, weil die im Zweifelsfall etwa 150 € mehr kosten als ne 500er Auflage. Damit schaffe ich, wenn ich alles selbst verkaufe nen Break nach etwa 100 verkauften CDs und kann etwaigen Gewinn danach in die nächste Pressung stecken. Aber auch 100 CDs müssen halt erst mal verkauft werden. Die Bands kriegen einfach einen Teil der CDs zum Eigenverkauf, da können sie den Preis selbst festlegen und die Rechte an Streaming und Downloadverkäufen über etwa Bandcamp behalten sie sowieso selbst. Aber ja, das ist halt auch ein absolut dilettantisches Hobbylabel, das ich da momentan so betreibe, kann sich natürlich alles ändern, sollte es mehr werden.
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