Mein musikalisches Jahr 2018

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Mein musikalisches Jahr 2018

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 29. Mai 2019, 10:52

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Voivod | The Wake
Genre: Progressive Thrash Metal Bild
VÖ: 21. August 2018

1. Obsolete Beings (05:34)
2. The End Of Dormancy (07:42)
3. Orb Confusion (06:00)
4. Iconspiracy (05:15)
5. Spherical Perspective (07:41)
6. Event Horzion (06:10)
7. Always Moving (05:11)
8. Sonic Mycelium (12:24)


Wieder ein Album aus der zweiten Hälfte des Jahres. Und wieder ein Album das ich erst sehr spät in den Händen hielt.

Voivod sind schon eine einzigartige Band. Das ist nun eine Erkenntnis die nicht sehr überraschend ist. Aber sagt mir mal bitte einer, dass es nicht so ist!

So ist auch „The Wake“ in den ersten Sekunden direkt anzumerken, wer da am Werke ist. Und so beginnt das Album auch gleich mal saustark ("Obsolete Beings"). Das vertrackte und gefühlt langgezogene Hauptriff versetzt einen gleich mal in andere Sphären. Der dadurch entstandene dissonante Grundton gibt hier den Marsch an. Dazu der psychedelische Gesang. Sehr geiler Song!

Voivod kann aber nicht nur kompakt. So wirkt das bedrohlich wirkenden „The End Of Dormancy“ weit ausladender als der Opener. Der Song steigert sich so toll selbst rein, dass die abrupte Ruhe zum Schluss klasse in Szene gesetzt ist. Auffallend ist wie stark das Drumming auf diesem Track ist und dem Song zu seiner Atmosphäre verhilft.

„The Wake“ ist ein herrlich verspieltes Album. Die Cleanen Gitarren geben meist den dissonanten Grundton des Songs wieder. Schlägt ein Song plötzlich um, wird es entweder punkiger und wilder oder ruhiger und noch atmosphärischer. Oder aber sie schaffen beides zusammen, wie in „Spherical Perspective“. Der dann auch mal kurz die Streicher aus dem Sack holt und den Song wie einen kleinen Soundtrack zu einem abgedrehten Sci-Fi Spektakel klingen zu lassen. Abartige Leistung der Band und für mich eines DER Highlights auf der Platte.

Nicht weniger fantastisch ist der Abschlusssong „Sonic Mycelium“.
Das ganze Können der Band kommt in dem Epos nochmals schön zur Geltung. Abgefahrenes Ende einer grandiosen Scheibe!

Die Band ist in Stuttgart im Universum anfang August zu sehen. Ich hoffe ich schaffe es da hin. Auch wenn es wohl sehr sehr heiß werden wird.
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Re: Mein musikalisches Jahr 2018

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 5. Juni 2019, 11:58

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Ghost | Prequelle Bild
Genre: Heavy Metal/Rock
VÖ: 01. Juni 2018

1. Ashes (01:21)
2. Rats (04:21)
3. Faith (04:29)
4. See The Light (04:05)
5. Miasma (05:17)
6. Dance Macabre (03:39)
7. Pro Memoria (05:39)
8. Witch Image (03:30)
9. Helvetsfönster (05:55)
10. Life Eternal (03:27)
11. It’s A Sin (04:42)
12. Avalanche (03:48)

Wenn man von “Ghost” redet hört man sofortige lauthalse Schreie wie „Hype“. Das mag vielleicht auch stimmen. Der Klamauk hinter der Band ist für viele vielleicht auch zu viel des Guten. Ich selber habe schon zu Zeiten des Debutalbums „Opus Eponymous“ von der Band mitbekommen. Aber gekickt hat mich das tatsächlich erstmal gar nicht.

Als dann Songs wie „Cirice“ „Square Hammer“ oder auch ganz aktuell „Dance Macabre“ meine Lauscher ummantelte weckte dies das Interesse in mir.

Und was soll ich sagen? Vor allem ohne dass ich mich ständig wiederhole?
„Prequelle“ ist das was das „Black Album“ für Metallica war. Ein Album mit 10 völlig ohrwumtauglichen und durchkomponierten Songs.

Kalkül kann man der Band ebenso vorwerfen. Aber die Songs zeigen ihre Wirkung in all in ihren Facetten. Die Popkomponenten sind hier dominanter als jemals zuvor. Und trotzdem lassen sie ihre Wurzeln, wenn man das so nennen mag, nicht aus den Augen. Das merkt man zum Beispiel in einem Stück wie „Miasma“ der ohne Text auskommt, aber der Spannungsbogen ist total düster aufgebaut und endet mit einem schnellen Schlusspart, der aufgelockert wird mit Saxophon und einprägsamen Gitarrenriffs. Böse Zungen behaupten, die Jungs hätten „Beat It“ abgekupfert.

„Dance Macbre“ ist ein sehr poppiges Stück, das den ironischen Teil der Band wunderbar zum Vorschein bringt.
Ein weiteres Highlight meiner Meinung nach ist „Witch Image“ der auch sehr poppig daherkommt aber eine super Gesangslinie beinhaltet, der mich öfters mal um den Verstand bringt. Wenn der Bass einsetzt und der Gesang. Das ist schon ganz großes Kino.

Natürlich nimmt sich die Band auch die Freiheit einen Song wie „Pro Memoria“ aufs Album zu packen, der schon in die Kerbe „He Is“ schlägt. Auch ein wunderbarer Song.

Ghost ziehen ihr Ding konsequent durch. Nicht nur was das Image angeht, habe ich etwas Vergleichbares eigentlich in der Form noch nie so gut umgesetzt gesehen. Wer die Band dann live sieht erkennt wahrscheinlich auch die Professionalität dahinter. Obwohl das auch alles mit einem Augenzwinkern zu sehen ist. Tobias könnte nämlich auch ein Comedian Stand Up Programm auf die Beine stellen. Da sehe ich sehr viel Potential drin. Aber Spaß beiseite. „Prequelle“ überzeugt auf voller Linie obwohl die Band auch noch einen tacken poppiger klingt.

Ghost wäre aber nicht Ghost wenn man die Cover Songs nicht erwähnen würden. Denn das sind mit die einzigen die Coversongs tatsächlich drauf haben. Einen Song wie „It’s A Sin“ passt hervorragend zur Band und ist auch super umgesetzt.
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Re: Mein musikalisches Jahr 2018

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 5. Juni 2019, 14:54

Völlig großartiges Teil!
Und den famosen Opener hast du gar nicht erwähnt...
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Re: Mein musikalisches Jahr 2018

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 5. Juni 2019, 17:12

'It's a Sin' hat das GummiReh auch schon gecovert.
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Re: Mein musikalisches Jahr 2018

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 5. Juni 2019, 22:44

Stimmt, ich habe den Opener vergessen.
Aber du hast vergessen was zu den beiden Alben davor zu sagen. Heieiei... :grins:
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Re: Mein musikalisches Jahr 2018

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 6. Juni 2019, 00:00

Ich glaub, dass ich schon länger nichts gesagt habe, als nur zwei Alben lang. Ist aber nicht vergessen. Ich bin grad in einem seltsamen Modus, der mich dazu bringt, Alben zehn- bis zwanzig mal am Stück zu lauschen und nichts oder kaum was anderes dazwischen. Die letzten Tage lief nur ungarischer Kram: SÁMÁN, EGO PROJECT und KALAPÁCS.
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Re: Mein musikalisches Jahr 2018

Beitragvon Mr. Know-It-All » Donnerstag 6. Juni 2019, 08:51

Du bist doch immer in einem seltsamen Modus, oder nicht? ;-)

Und mit der 2-Alben-Länge war glaube ich Jonathan gemeint.
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Re: Mein musikalisches Jahr 2018

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 6. Juni 2019, 10:22

So war das auch wieder nicht gemeint 8-)
Gerade in dem Fall fand ich es nur witzig, dass Jhonny nur die "Ghost" gelobt hat, aber "Satan" und "Voivod" nicht erwähnt hat. Die ja wohl beide auch völligst überragend sind. Außer Jhonny kennt beide Alben nicht. Dann sei ihm verziehen :grins:
Glaube ich aber nicht... :grins:
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Re: Mein musikalisches Jahr 2018

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 6. Juni 2019, 15:18

Pillamyd hat geschrieben:So war das auch wieder nicht gemeint 8-)
Gerade in dem Fall fand ich es nur witzig, dass Jhonny nur die "Ghost" gelobt hat, aber "Satan" und "Voivod" nicht erwähnt hat. Die ja wohl beide auch völligst überragend sind. Außer Jhonny kennt beide Alben nicht. Dann sei ihm verziehen :grins:
Glaube ich aber nicht... :grins:


Die SATAN finde ich schon stark, aber nicht so genial wie die beiden Vorgänger.

Die VOIVOD lief erst ein Mal, die kenne ich also kaum. Die Faszination für die Band hat sich mir noch nicht ganz erschlossen.
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Re: Mein musikalisches Jahr 2018

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 6. Juni 2019, 18:40

Oh hab irgendwie gedacht, dass du die auch ganz arg abfeiern würdest.
Wenn der große Knall bei bei der neuen Voivod eingetroffen ist erzähl davon;-)
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