Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Freitag 8. Oktober 2010, 09:58

Platz 61:

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IRON SAVIOR - Megatropolis
Jahr: 2007
Genre: Heavy Metal, Power Metal

Das bisher beste Album von Iron Savior, das vor allem durch durchgehend eingängige Songs und einen extrem bodenständigen Heavy Metal Sound besticht. Ich war von dem Album sehr positiv überrascht, und es hat mich schlussendlich zum Fan der Band gemacht.

Erstmal: Was fehlt? Es fehlt ganz klar der Überragende Hit. Obschon mir jeder Song in seiner Art zusagt (Wobei einige wenige doch auf Lange Frist etwas abbauen) fehlt ein Song, der wirklich dauerrotiert.

Am ehesten daran heran kommen wohl "Megatropolis" und "Cyber Hero". Der Titeltrack ist einer der sehr wenigen Songs auf dem Album die auch von der Iron Savior Geschichte handeln, nämlich der Rückkehr zur Heimat. Viel zu kritisieren gibt es nicht (Ausser vielleicht, wie bei Sängern von Piet's Stil üblich, leichte Eintönigkeit in den Vocals), die Drums donnern, die Gitarren sägen, der Bass dröhnt, der Song ist eingängig und Piets Gesang macht "Megatropolis" zu einem sehr starken Heavy Metal Song.

"Cyber Hero" ist ein etwas langsamerer Track. Mit einer gehörigen Portion Ironie wird hier von Computerspielen erzählt, in welchem Genres wie Si-fi, Ego Shooter und Fantasy RPGs zusammengefasst werden. Dabei fragt sich der Zocker in mir jedes Mal: 'Sind Spiele wirklich derart voraussehbar?' Ja, sind sie ^^ Das Riffing in dem Song sorgt dabei für den Rest, dass aus "Cyber Hero" wirklich ein interessanter Track wird, der mit seinem Sinn doch tatsächlich auch einen Aha Effekt vorweisen kann. Nicht übel.

Der Fokus bei Iron Savior liegt ganz klar auf Piet's Vocals und auf den Riffs. Paradebeispiel ist "The Omega Man", das mit typischen, teils mehrstimmigen 80er Jahre Riffs aufwartet. Der eigene Sound der Gitarren macht dabei die benötigte Eigenständigkeit aus. Die raue Stimme von Piet passt zu diesem Stil perfekt, weswegen ich mir auch keinen anderen an dieser Stelle vorstellen könnte.

Es ist anhand der anhaltenden Funkstille aus Megatropolis jedoch die Frage erlaubt: Ist dies vielleicht das letzte Iron Savior Album? Aktivität sieht jedenfalls anders aus, leider... Jedenfalls hat Piet uns mit der letzten Scheibe ein starkes Stück Heavy Metal vermacht, dem zwar der letzte Rest und der echte Hit fehlt, um zur Überragenden Scheibe zu werden, aber das kann man ja auch nicht erwarten. Iron Savior verspricht keine Musikalische Erleuchtung, sondern Kraftvollen, eingängigen Heavy Metal, und den erhalten wir in Reinform. Wer zum Beispiel auch auf Piet's andere Band Savage Circus steht, der MUSS Megatropolis haben.

MEGATROPOLIS

CYBER HERO

OMEGA MAN
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Jhonny » Freitag 8. Oktober 2010, 11:14

Klingt wie zu erwarten recht cool - definitiv eine Band, die eine nähere Betrachtung verdient.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Eike » Freitag 8. Oktober 2010, 11:39

Das Artwork erinnert mich an "Blade Runner" in stahlgrau mit einer Portion "Shadow Run".
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Freitag 8. Oktober 2010, 12:31

Eike hat geschrieben:Das Artwork erinnert mich an "Blade Runner" in stahlgrau mit einer Portion "Shadow Run".


*besserwisser an* Theoretisch ist grau nur ein Ton aus Weiss und Schwarz, beides keine Farben. Die Farbe des Stahls ist Blau ^^ *besserwisser aus*
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Eike » Freitag 8. Oktober 2010, 13:11

dann eben blaugrau ;-)
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Chavo89 » Samstag 9. Oktober 2010, 00:10

Hmmm...Ist die Iron Savior besser als das Debüt? Das fand ich nämlich etwas langweilig. War ein Spontankauf in nem Second-Hand-Laden. Vielleicht geb ich denen noch mal ne zweite Chance.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 9. Oktober 2010, 07:47

Das ist nicht unbedingt eine der-hölg-hüpft-und-freut-sich-Pladde. Musikalisch recht nett ist es dieses Malder Gesang, der micht abschreckt. Boltenthal mit Erkältung.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Samstag 9. Oktober 2010, 21:35

Platz 60:

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STORMWARRIOR - Northern Rage
Jahr: 2004
Genre: Speed Metal, Heavy Metal, Power Metal

Der zweite Streich der "Helloween/Gamma Ray Klone" aus Norddeutschland. Und ein noch geilerer.

Viel gelobt und das mehr als zu Recht: Das Intro "And The Northewinde Bloweth". Unter den Klängen des aufziehenden Nordwindes und krächzender Raben wird Spannung aufgebaut, wie es wohl kein anderes Intro je konnte. Unter melodischen Keyboardklängen wird ein Album eingeleitet, das tatsächlich ein Intro hat, das mehr ist, als nur ein Intro zu einem Album, sondern ein epischer Einstieg der perfekt zu Band und Stil passt.

Das Intro baut die Spannung auf, "Heroic Deathe" entlädt sie in einem gewohnt schnellen Sturm mit starken Ohrwurmqualitäten. Das Donnern der Kriegstrommeln lässt vermuten dass hier wahrlich ein wahnsinniger Drumsticks schwingt, während die melodischen Gitarren in bester Helloween/Gamma Ray Manier melodische Riffs und Soli in überragender Qualität darbringen. Auch Lars' Vocals scheinen sich entwickelt zu haben, denn auch wenn das ganze immer noch in Richtung Kai Hansen geht, hört man mittlerweile doch eine etwas eigene Marke auf (Die sich in Zukunft noch verstärken wird - mehr dazu in... nja, weiss nicht ob und wann das nächste Album kommt ^^)

Abgebremst wird jetzt nicht mehr. Mit "Valhalla" kommt der nächste, epische Uptempo Hammer, der live wohl reinhauen muss wie es selbst ihre Vorbilder nicht oft schaffen. Erneut fallen mir vor allem die Drums auf, die bei über 200bpm daherdonnern. Tolle Leistung und ein einfach nur geiler Song.

Was man kritisieren kann ist sicher die fehlende Verschnaufpause, denn von Anfang bis Ende wird hier das Pedal aufs Bodenblech gehauen. Doch wer Stormwarrior mag, wird sie genau dafür mögen - so wie ich. Melodischer Speed Metal höchster Qualität wird hier geboten. Den Schlusspunkt hinter ein Album mit nur wenigen schwächeren Momenten und nur leichten Abzügen macht "Lindisfarne", das zumindest teilweise etwas ruhiger daherkommt. Etwas. Erneut sehe ich die Horden von Fans vor der Bühne die Fäuste zum Chorus in die Luft werfen um dem Zorn aus dem Norden Tribut zu zollen.

Stormwarrior schafften es auch mit ihrem zweiten Werk, mich zu überzeugen. Mehr noch, auch ihr zweites Werk traf genau meine Geschmacksnerven, denn dass ich auf diesen schnellen, melodischen Stil stehe, ist beileibe kein Geheimnis. Wer also etwas auf die alten Helloween oder auf Gamma Ray legt, der MUSS sich dieses Album zumindest einmal anhören. Stormwarrior haben sich weiterentwickelt, und man kann jetzt bereits hoffen, was die Zukunft hier noch bringt. Der durchwegs hohe Unterhaltungswert lässt auch verzeihen, dass das Ganze halt stilistisch doch häufig in die gleiche Kerbe haut. Fakt ist dass die Scheibe immer wieder geil zu hören ist und dieses Jahr zu meinen meistgespielten gehört.

HEROIC DEATHE

VALHALLA

LINDISFARNE
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 9. Oktober 2010, 22:09

Das ist zwar echt nett und leidet auch nicht zu sehr am Jodelgerödel, aber als Peripherie-HHler muss ich bei den Sturmkriegern immer schmunzeln. Aber das hat persönliche Gründe. Gute Unterhaltungsmusik.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Sonntag 10. Oktober 2010, 11:13

VORSCHAU: Die Fünfziger

Auch in der nächsten Zehnergruppe wird hie und da mit meiner Metallischen Tradition gebrochen. Wir werden erstmals in meiner Liste Iced Earth antreffen, welche Scheibe dürft ihr bereits raten ^^ Es wird einmal mehr etwas Melodic Death drin sein von einer Scheibe, die es mir sehr angetan hat. Mindestens zwei Scheiben werden extrem Polarisieren, wenn nicht sogar zu starken Zweifeln an meiner Geistigen Gesundheit führen ;) Und wir werden auf die älteste Scheibe in meiner Liste treffen, zurückgehend in eine Zeit, in der wahrscheinlich auch von euch viele noch nicht das Licht der Welt erblickt haben. Man darf gespannt sein.
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