POWERMETAL.de - The Essentials

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Re: POWERMETAL.de - The Essentials

Beitragvon Peter Kubaschk » Sonntag 19. August 2018, 23:06

Na ja, kann ja nicht alles so abwechslungsreich wie AOR oder Epic Power Doom aus Schweden sein.
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Re: POWERMETAL.de - The Essentials

Beitragvon Jhonny » Sonntag 19. August 2018, 23:19

Holger Andrae hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:
. Vielleicht ist Thrash dafür auch einfach irgendwo zu gleichförmig (wieder nur in meinen Ohren?).


Jhonny hat geschrieben:ob das Attribut "blau-ohrig" ist... hmm... ich finde, Thrash kann super abwechslungsreich sein.

Was denn nun?

Jhonny hat geschrieben:aber die meisten Thrash-Fans sehen es dann halt nicht mehr als Thrash, wenn es um MACHINE HEAD, WATCHTOWER, ANACRUSIS, SKYCLAD oder TRIVIUM geht. Das tönt alles völlig unterschiedlich und hat mehr als nur eine Thrash-Note.
Klar höre ich Unterschiede zwischen melodischem Thrash a la METALLICA, Black Thrash wie bei AURA NOIR, Death-lastigem Material wie THANATOS, HC-lastigem Stoff wie NUCLEAR ASSAULT oder eher technischem Material wie bei VEKTOR. Aber insgesamt ist Thrash für mich doch schon ein recht enggestecktes Universum.


Kannst Du bitte nicht andauernd zwischen Deiner Meinung und der von anderen hin und her springen? Ob die meisten anderen das nun anders sehen, spielte doch in unserer Diskussion bsialng gar keine Rolle. Wir hatten schon Diskussionen über Thrash und konnten da sogar im "reinen" Thrash durchaus Unterschiede ausmachen. Ostküste klingen schon meist anders als Westküste, USA anders als Teutonen-Thrash etc. Ich finde das Genre ist nicht mehr oder weniger Grenzen gefangen wie andere Genres. Daher ist es lästig, dies ausgerechnet her andauernd extra zu erwähnen. Ist US-Metal breiter aufgestellt? Not in my world. Epic Metal? Hahaha. Episch in seiner Limitierung. Macht es das schlecht? Aha.



Ist doch schön, wenn hier zumindest mal wieder ein bisschen diskutiert wird :)


Holger Andrae hat geschrieben:Kannst Du bitte nicht andauernd zwischen Deiner Meinung und der von anderen hin und her springen?

Naja, das ist halt das Themenfeld, das mich bei dem Album beschäftigt. Um nichts anderes ging es mir ja - aufzuzeigen, dass meine Meinung hier nicht der Mehrheitsmeinung entspricht. Für mich spielte das bisher also die einzige Rolle.


Holger Andrae hat geschrieben:Daher ist es lästig, dies ausgerechnet her andauernd extra zu erwähnen.

Mache ich das dauernd? Ist nicht mein Eindruck. Hier in dieser Diskussion, klar, aber sonst?
Lästig finde ich solche Diskussionen dabei nie. Das ist doch gerade der Spaß an einem Forum, sich über so was auszutauschen. Und eine bessere Folge kann es aus den Essentials ja auch nicht geben.


Holger Andrae hat geschrieben:Epic Metal? Hahaha. Episch in seiner Limitierung. Macht es das schlecht? Aha.

Schlecht nicht, aber es zeigt zumindest auf, warum letztlich nur eine kleine Zahl an Bands die Klassiker verantwortet hat. Das finde ich erst Mal gar nicht schlimm. Aber nach 20-30 Bands kommt im Epic Metal doch nichts mehr. Auch, weil die Auswahl einfach überschaubar ist.
Im Thrash gibt es doch deutlich mehr Bands. Aber die stilistische Breite finde ich mit Death oder Black Metal nicht vergleichbar. Das ist erst Mal ja kein Qualitätsmerkmal. Genres können ja stilistisch sehr breit sein, ohne gut zu sein.
Trotzdem ist im Neo-Thrash ja z.B. keine sonderlich große Innovation vorgefunden worden (außer, die Band wurde nicht mehr als Thrash gesehen) - das ist im modernen Black Metal schon deutlich anders. Wie gesagt, kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Beobachtung (die nicht richtig sein muss).
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Re: POWERMETAL.de - The Essentials

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 19. August 2018, 23:27

Peter Kubaschk hat geschrieben:Na ja, kann ja nicht alles so abwechslungsreich wie AOR oder Epic Power Doom aus Schweden sein.

Das ist unbestritten richtig,
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Re: POWERMETAL.de - The Essentials

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 19. August 2018, 23:45

Jhonny, natürlich ist es schön, wenn hier diskutiert wird. Sehr schön sogar. Ich habe bloß den Eindruck, dass ich Dich entweder tatsächlich nicht verstehe oder dass Du im Laufe dieses Themas und sogar eines Postings unvermittelt Gedankensprünge machst, die ich offenbar nicht nachvollziehen kann.

Dies war die Ausgangslage:
Jhonny hat geschrieben:Zu EXODUS: Ich finde "Bonded By Blood" geil, das ist schon sehr feiner Thrash, aber die Überstellung, die es für viele hat, kann ich so nicht ganz nachvollziehen. Das mag einerseits daran liegen, dass Thrash für mich nie das allerwichtigste Genre war, andererseits vielleicht einfach an der Zeit - ich habe das nicht miterlebt. Und in meiner Prägezeit waren SLAYER, MEGADETH, KREATOR oder oben besprochene METALLICA einfach viel präsenter.


DU kannst nicht nachvollziehen, weshalb BBB als das Überalbum angesehen wird.

Dann sagst Du es nochmal deutlicher.:
Jhonny hat geschrieben:Das heißt: Ich spreche "Bonded By Blood" sicher nicht den Status eines wichtigen Thrash-Albums ab. Aber in einer Top 10 der Alltime-Metal-Essentials sehe ich das Album halt ziemlich weit nicht, ohne, dass es dabei irgendwie um Geschmack geht - .



Und dann wanderst Du plötzlich in die Generik-Thematik des Stils und fängst an aufzuzählen, was Thrashfans noch als Thrash ansehen und was nicht und wie eindimensional das Genre ist. Was hat das damit zu tun? Einfach nur mal ein kleiner Seitenhieb auf das unbeliebte Genre Thrash?

Dann kommt dieses seltsame Argument:
Jhonny hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:Kannst Du bitte nicht andauernd zwischen Deiner Meinung und der von anderen hin und her springen?

Naja, das ist halt das Themenfeld, das mich bei dem Album beschäftigt. Um nichts anderes ging es mir ja - aufzuzeigen, dass meine Meinung hier nicht der Mehrheitsmeinung entspricht. Für mich spielte das bisher also die einzige Rolle.


Davon war in den vorherigen Posts nicht die Rede.

Aber: Wenn es Dir nur darum ging, zu sagen, dass Deine Meinung nicht der Mehrheitsmeinung etspricht, kann ich ja jetzt schlafen gehen. Much Ado about nothing.
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Re: POWERMETAL.de - The Essentials

Beitragvon Jhonny » Montag 20. August 2018, 06:55

Peter Kubaschk hat geschrieben:Na ja, kann ja nicht alles so abwechslungsreich wie AOR oder Epic Power Doom aus Schweden sein.


Hab ich so aber natürlich auch nie behauptet ;-)
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Re: POWERMETAL.de - The Essentials

Beitragvon Jhonny » Montag 20. August 2018, 07:10

Holger Andrae hat geschrieben:Aber: Wenn es Dir nur darum ging, zu sagen, dass Deine Meinung nicht der Mehrheitsmeinung etspricht, kann ich ja jetzt schlafen gehen.


Darum ging es mir sicher nicht nur, aber es war ein wesentlicher Punkt.

Was mich natürlich besonders interessiert, ist, warum andere das Album so großartig finden. Und dafür ist der Essentials-Text ja klasse.
Da finde ich es zwar super gewagt, wenn Marcel Rapp behauptet "Kein Thrash Metal ohne Bonded By Blood", oder warum da die härtere Gangart geboren war (ich fand SLAYER davor jedenfalls schon ähnlich hart). Aber ich kann zumindest anfangen, nachzuvollziehen, warum das Album für manche so bedeutsam ist.
Das "beste Thrash-Debüt, das jemals erschienen ist?" - schreibt Michael Meyer, sagt, dass es gar "die Blaupause des Genes" ist. Das sind all die Lobeshymnen, die ich gerne mal komplett verstehen würde. Und die sind halt nun mal subjektive Erlebnisse. Aber scheinbar ein häufiges subjektives Erleben, das sich mir so in der Form einfach (noch) nicht erschließt.

Ich lese die Texte mit Faszination und dringe halt zu dem Erlebnis nicht durch. Das ist ja nicht weiter schlimm - außer bei Peter scheinen alle Erinnerungen in die frühe Metal-Sozialisation zurück zu reichen (so lesen sie sich zumindest).
Aber Faszination für das Album ist halt da bei mir, das Verstehen aber (noch) nicht - zumindest nicht der großen Jubelarien.
Wenn Peter schreibt, dass es sich (mindestens) um eines der Top-10-Thrash-Alben handelt, kann ich das sogar super verstehen, und würde wohl zumindest Genre-intern ebenfalls mindestens die Top 20 anvisieren.
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Re: POWERMETAL.de - The Essentials

Beitragvon Peter Kubaschk » Montag 20. August 2018, 07:34

Ich habe ja auch immer Recht.

Zu dem Thema Blaupause etc.:
Das Album wurde halt im Sommer 1984 schon als Tape weit verbreitet. Da gab es von Slayer erst das Debüt, das nicht so hart und kompromisslos war wie "Bonded By Blood" und METALLICA war halt die melodischere Variante und "Ride The Lightning" erschien etwa zur gleichen Zeit. An Bands wie Testament, Death Angel, Forbidden & Co. war noch gar nicht zu denken und die Ostküsten Bands wie Overkill oder Anthrax klangen halt total anders. Von daher ist die Tatsache, dass Exodus den Stil (mit)begründet hat, einfach gar nicht von der Hand zu weisen.
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Re: POWERMETAL.de - The Essentials

Beitragvon Jhonny » Montag 20. August 2018, 09:01

Peter Kubaschk hat geschrieben:Ich habe ja auch immer Recht.

Zu dem Thema Blaupause etc.:
Das Album wurde halt im Sommer 1984 schon als Tape weit verbreitet. Da gab es von Slayer erst das Debüt, das nicht so hart und kompromisslos war wie "Bonded By Blood" und METALLICA war halt die melodischere Variante und "Ride The Lightning" erschien etwa zur gleichen Zeit. An Bands wie Testament, Death Angel, Forbidden & Co. war noch gar nicht zu denken und die Ostküsten Bands wie Overkill oder Anthrax klangen halt total anders. Von daher ist die Tatsache, dass Exodus den Stil (mit)begründet hat, einfach gar nicht von der Hand zu weisen.


Das klingt ja mal nach einer nachvollziehbaren Erklärung ;-)
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Re: POWERMETAL.de - The Essentials

Beitragvon Jhonny » Montag 20. August 2018, 09:03

Für mich ist es z.B. einfach schwer vorstellbar, dass ein Album schon so deutlich vor Veröffentlichung bekannt und verfügbar war.
Ich finde es schon ultrafrüh, 3 Monate vor VÖ eine Promo zu hören.
Dadurch steht "Bonded By Blood" bei mir einfach als 85er Album fest.
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Re: POWERMETAL.de - The Essentials

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 20. August 2018, 09:31

Ich kann da nur nochmal auf den Vergleich mit "De Mysteriis" und "Nightside Eclipse" verweisen, deren Genesis dir ggf. vertrauter ist. Die jeweiligen Bands waren in der Szene bereits einige Jahre vor diesen klassischen Debütalben ein richtig großer Name. Man kannte den Nimbus, die Gigs, die Demos, die Attitüde, und man wusste, dass da bald "das große Album" kommen soll. Das hat sich dann immer und immer wieder verschoben, man wusste nicht, ob man noch dran glauben soll, es entstand ein Mythos und eine gigantische Erwartungshaltung. Als die Alben dann endlich kamen, konnten sie die Erwartungen mehr als nur erfüllen.

Mayhem (Mai 1994) und Emperor (Februar 1994) waren mit ihren jeweiligen ersten Studioalben sehr spät dran. Als die Alben heraus kamen, waren längst andere Bands aus Norwegen und von anderswo mit ein, zwei oder gar drei Alben voraus (Darkthrone, Immortal, Marduk, Burzum...). Und doch stehen die Scheiben für nahezu jeden geschichtsbewussten BM-Fan ganz oben in den Klassikerlisten und bei den einflussreichsten BM-Alben aller Zeiten. Auch wenn die Alben recht spät kamen, waren die Songs teilweise bekannt, war die Band stets eine ganz große Nummer in der Szene, wartete jeder sehnsüchtig darauf, dass die Dinger endlich kommen. Darauf, dass da jemand anderes ggf. früher, oder härter, oder früher härter war, kam es gar nicht an. Man wartete sehnsüchtig darauf, dass MAYHEM und EMPEROR endlich zu uns herab steigen. Genau so stelle ich mir das bei EXODUS auch vor, auch wenn ich da natürlich selbst nicht zu den Wartenden gehört habe, da ich erst 10 Jahre alt war.
alias Hugin der Rabe.
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