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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Siebi » Dienstag 17. April 2018, 11:35
SC wäre nichts für mich, da ich keine 25 Scheiben so intensiv hören könnte, um sie einer wirklich gerechten Note zuzuführen. Vor allem, wenn einem etwas gefällt, bleibt man hängen. wie der Pumuckl am Leimtopf Meister Eders. Die Orientierung an bestimmten Redakteuren ist gegeben, ganz klar, aber ich lese viel, bin stets gut informiert, was "meine" oder interessante Bands veröffentlichen, sodass ich mich auch unabhängig eines Musikmagazins up to date bewegen würde.
Dass ein Frank weniger ein Marduk-Review schreibt ist seinem Geschmack und dem Staffing innerhalb der Redaktion geschuldet, denke ich. Es soll möglichst die Zielgruppe der rezensierten Musik bedient werden, mit dem Hinweis, wer sich das beim tellerrandigen Überbeugen noch zu Gemüte führen könnte.
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Siebi
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von Raphael Paebst » Dienstag 17. April 2018, 13:11
Siebi hat geschrieben:SC wäre nichts für mich, da ich keine 25 Scheiben so intensiv hören könnte, um sie einer wirklich gerechten Note zuzuführen. Vor allem, wenn einem etwas gefällt, bleibt man hängen. wie der Pumuckl am Leimtopf Meister Eders. Die Orientierung an bestimmten Redakteuren ist gegeben, ganz klar, aber ich lese viel, bin stets gut informiert, was "meine" oder interessante Bands veröffentlichen, sodass ich mich auch unabhängig eines Musikmagazins up to date bewegen würde.
Dass ein Frank weniger ein Marduk-Review schreibt ist seinem Geschmack und dem Staffing innerhalb der Redaktion geschuldet, denke ich. Es soll möglichst die Zielgruppe der rezensierten Musik bedient werden, mit dem Hinweis, wer sich das beim tellerrandigen Überbeugen noch zu Gemüte führen könnte.
Natürlich, wobei es sich halt auch einfach leichter über Musik schreiben lässt, die aus einem Genre kommt, das man gern hört und in dem man sich auskennt. Da haben dann auch die Leser mehr davon, man kann eine Platte besser im Bandkontext einordnen, Vergleiche zu ähnlichen Bands ziehen und so weiter. Würde ich über Marduk schreiben, selbst wenn mir das Album wider Erwartens gefällt, wär das schlicht nicht möglich, da ich die Band bisher völlig langweilig fand und Black Metal insgesamt mich nur sehr selten begeistern oder auch nur interessieren kann. Also bleib ich in meiner Ecke aus rumpeligem True und Epic Metal mit gelegentlichen Ausflügen ins Retro- oder Doomfeld sitzen, wo ich mir minimale Kompetenzen zuschreibe und hoffe, dass potentielle Leser davon auch profitieren.
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von salisbury » Dienstag 17. April 2018, 14:14
Siebi hat geschrieben:[ Ich lese ein herzzerreißendes Review auch mir nicht gefallener Musik sehr gerne. Wenn man die Leidenschaft des Autors nachempfinden kann, das ist der Clou.
Merkt man auch den Phrasendresch-Reviews an, egal welches Print- oder Webmagazin man sich vor Augen führt. Langweilig, lustlos, lasch. Mir ging es zum Schluss meiner schreibenden Tätigkeit ähnlich mit den repetitiven inhaltsgleichen Bausteinbeschreibungen. Habe aufgehört, es wurde zu einem quälenden Muss und nicht mehr fröhlichen Kann. Die private erworbene Musik wollte auch gehört werden und ich höre täglich Musik, meist mehrere Stunden.
Ich merke auch grad wieder, dass es kaum möglich ist, in jedem Review kreativ zu sein. Ich mag sie ja gar nicht, die allzu typischen Review-Phrasen, aber man verfällt allzu leicht in sie, wenn die Musik nicht inspiriert. Vor allem wenn die Musik an sich gut ist aber nicht mitreisst, eben die ganzen 6-7 P-Scheiben, die halt auch nicht wirklich stören. Vielleicht sollte man solche tatsächlich noch rigoroser angehen. Aber auch die Beschwerde über mangelnde Eigenständigkeit oder Besonderheit wird irgendwann zu Phrase. Man kann auch einfach gar nicht renzensieren, aber dan hat man sie auch schon 3-4 Mal gehört und kann ein paar Sätze dazu schreiben. Hmm...
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von Nils Macher » Dienstag 17. April 2018, 14:41
salisbury hat geschrieben:Siebi hat geschrieben:[ Ich lese ein herzzerreißendes Review auch mir nicht gefallener Musik sehr gerne. Wenn man die Leidenschaft des Autors nachempfinden kann, das ist der Clou.
Merkt man auch den Phrasendresch-Reviews an, egal welches Print- oder Webmagazin man sich vor Augen führt. Langweilig, lustlos, lasch. Mir ging es zum Schluss meiner schreibenden Tätigkeit ähnlich mit den repetitiven inhaltsgleichen Bausteinbeschreibungen. Habe aufgehört, es wurde zu einem quälenden Muss und nicht mehr fröhlichen Kann. Die private erworbene Musik wollte auch gehört werden und ich höre täglich Musik, meist mehrere Stunden.
Ich merke auch grad wieder, dass es kaum möglich ist, in jedem Review kreativ zu sein. Ich mag sie ja gar nicht, die allzu typischen Review-Phrasen, aber man verfällt allzu leicht in sie, wenn die Musik nicht inspiriert. Vor allem wenn die Musik an sich gut ist aber nicht mitreisst, eben die ganzen 6-7 P-Scheiben, die halt auch nicht wirklich stören. Vielleicht sollte man solche tatsächlich noch rigoroser angehen. Aber auch die Beschwerde über mangelnde Eigenständigkeit oder Besonderheit wird irgendwann zu Phrase. Man kann auch einfach gar nicht renzensieren, aber dan hat man sie auch schon 3-4 Mal gehört und kann ein paar Sätze dazu schreiben. Hmm...
Da wird die Erfahrung auch zur Krux. Denn: Je mehr Hörerfahrung man hat, destro abstrakter lassen sich Genre-Merkmale und eben auch Kritikpunkte im Gehirn einsortieren. Beispiel: Als blutiger Anfänger würde man einer x-beliebigen Black-Metal-Band vielleicht attestieren, dass die Gitarrenarbeit auf dem ganzen Album sehr monoton ist. Mit Hintergrundwissen würde man sagen, dass da zu viele Referenzen á la BURZUM bedient werden. Ergo kategorisiert man wohl schneller das Gehörte in den eigenen Referenzrahmen, was bei mir dann teilweise zu regelrechtem Unmut über die eigene Schreibe führt, weil man sich ggf. oft wiederholt.
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von Rüdiger Stehle » Dienstag 17. April 2018, 16:11
Bei mir ist's so, dass ich jene Scheiben, die ich besprechen darf, immer ausreichend oft höre, um sie vernünftig beschreiben und zumindest vorläufig ordentlich einordnen kann. Beim Soundcheck strebe ich das grundsätzlich auch an, doch selbst bei "nur" 25 Scheiben im Monat schaffe ich es rein zeitbedingt nicht immer, jeder drei volle Durchläufe zu gönnen. Die ausführliche Behandlung wird dann den Scheiben zuteil, die ich eben aus dem SC reviewen darf, und jenen, die auch daneben nach einer besonders hohen oder (selten) einer besonders schlechten Note schreien. Weniger Zeit bekommen dann immer diejenigen Kandidaten, bei denen halt von vorne herein klar ist, dass die "nett" sind, aber mich auch nie genug kicken werden, um den Weg in die Sammlung zu finden. Was also ohne größeres Nachdenken irgendwo zwischen 5 und 7 liegen wird, und das eben deswegen, weil es ist, was es ist, und nicht, weil es für die Band besonders gut oder besonders schlecht wäre, das muss als SC-Note dann eben auch mal mit einer etwas oberflächlicheren Begutachtung auskommen. Da geht dann lieber mehr Energie ins Feintuning der neuen BLITZKRIEG-Note als in die Einordnung einer DEAD DAISIES.
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von salisbury » Dienstag 17. April 2018, 17:09
Ich meinte auch gar nicht mal so die SC-Alben. Ich greif ja manchmal recht breit gefächert zu im Scheibenverteiler und das muss man eben doch ein paarmal auch ne Fünger/Sechser-Scheibe rezensieren. (Drunter nicht allzu oft, weil ich ja kurz vorher höre, ob es mir gefallen könnte...)
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von Peter Kubaschk » Sonntag 20. Mai 2018, 11:11
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von Oliver Passgang » Sonntag 20. Mai 2018, 11:36
Krass, dass ich erst durch den SC davon etwas mitbekommen, dass AT THE GATES und KATAKLYSM neue Platten am Start haben. Man man man... Interesannt sind für mich darüber hinaus noch UADA, PRAYING MANTIS und SUBSIGNAL. Das bestätigt der SC auch auf die ein oder andere Art und Weise genau so. 
Oh you ironic pop-rock fucks DON'T YOU FUCK WITH METAL!!!
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von Peter Kubaschk » Sonntag 20. Mai 2018, 11:48
Ich musste den SC noch mal runternehmen, es fehlt noch eine Rezi. Sorry.
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von Jhonny » Sonntag 20. Mai 2018, 21:50
Grade erfolglos gesucht 
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