Havocs Favoriten...schon wieder ein Jahr vorbei!

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: 2017...schon fast wieder Geschichte!

Beitragvon Havoc » Donnerstag 28. Dezember 2017, 12:10

Errät jemand die Top 4?
Kubi...du bist da doch der Experte! :grins:
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Re: 2017...schon fast wieder Geschichte!

Beitragvon Schaf » Donnerstag 28. Dezember 2017, 14:37

10: MASTODON - The Sultan's Curse
Jo, hab ich mir ja auch geholt, weil ich die ersten vier Alben der Band sehr gerne mag, aber irgendwie habe ich die Vermutung, dass die Brustzähner und ich getrennte Wege gehen müssen. Der Stoner Rock der letzten drei Alben reißt mich nicht mehr so mit wie der Metal der längst vergangenen Tage. Das ist nett und zwei oder drei Songs sind sogar catchy, aber der Rest dudelt so nichtssagend an einem vorbei in einem gleichmäßigen Rauschen von fiedelnden Gitarren und jammernden Vocals, besonders zwischen "Eons" und "Jaguar God".

9: VOYAGER - Ghost Mile
Ein guter Sänger, der absolut nicht zur Musik passt. Aber die Musik passt auch nicht zueinander. Djentige Stakkato-Gitarren treffen auf dudelnde Keyboards, als ob MESHUGGAH mit ALPHAVILLE auftreten. Frei nach Rüdiger: Das progt zwar, aber es metalt nicht.

8: THRESHOLD - Legends of the Shires
Im Gegensatz zu den vorherigen Bands ist das zumindest Metal. Ich hatte vor einigen Jahren mal auf gut Glück das Album mit den Zeppelinen drauf gekauft gehabt. "Dead Reckoning", genau. Das war so schmusiger keyboardverseuchter Plastik-Prog à la DREAM THEATER. Und das hier klingt genauso. Das hyperaktive Midi-Gedudel ist nervtötend, und obwohl der Sänger im Gegensatz zu LaBrie einen Ton halten kann, sind die Strophen und Refrains ebenso grauenvoll wie MODERN TALKING für meine schiefen Ohren. Das ist das exakte Gegenteil von dem, was ich an Musik mag.

7: ENSLAVED - ᛖ
Müsste ich mir auch noch holen, obwohl ich die Vermutung hege, dass Grutle und Ivar ebenso wie MASTODON so langsam einen Weg beschreiten, dem ich bald nicht mehr folgen kann. Die Phase von "Mardraum" bis "Ruun" war genau meine Musik. Die letzten Alben waren auch gut, doch mit der Übernahme der klaren Vocals und Post-Rock-Elemente dudelt die Hälfte der Musik atmosphärisch vor sich hin und klingt wie die B-Seiten eines INTERPOL- oder UNWOUND-Album, weil die Band im Gegensatz zu jenen noch nicht die Kunst des Indie Rock gemeistert hat und meint, trällerndes klares Gejammer auf minimal rockigen Soundscapes alleine würden schon ausreichen, um gute Musik zu machen und Originalität entstünde einzig und allein dadurch, dass Grutle ab zu das Geknurre auspackt. Aber irgendwie mag ich meine Black-Metal- und Indie-Rock-Elemente lieber getrennt und höre je nach Stimmung "Turn On the Bright Lights" oder "Spiderland", wenn ich was Atmosphärisches brauche und "Transilvanian Hunger" oder "Lawless Darkness", wenn mir nach was Schwarzem zumute ist. Aber das sind nur abermals meine schiefen Ohren.
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Re: 2017...schon fast wieder Geschichte!

Beitragvon Peter Kubaschk » Donnerstag 28. Dezember 2017, 16:28

Havoc hat geschrieben:Errät jemand die Top 4?
Kubi...du bist da doch der Experte! :grins:


Nun, so richtig euphorisch warst du dieses Jahr meines Wissens nach bei keinem Album. Aber ich erwarte schon Caligula's Horse, Satyricon und wohl auch Leprous in den Top4. Das vierte Album kann ich aber nicht sagen. Müsste auch erst mal schauen, was du aus dem Jahr überhaupt noch hast. Vielleicht Sorcerer noch.
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Re: 2017...schon fast wieder Geschichte!

Beitragvon salisbury » Donnerstag 28. Dezember 2017, 17:43

Schaf hat geschrieben:8: THRESHOLD - Legends of the Shires
Im Gegensatz zu den vorherigen Bands ist das zumindest Metal. Ich hatte vor einigen Jahren mal auf gut Glück das Album mit den Zeppelinen drauf gekauft gehabt. "Dead Reckoning", genau. Das war so schmusiger keyboardverseuchter Plastik-Prog à la DREAM THEATER. Und das hier klingt genauso. Das hyperaktive Midi-Gedudel ist nervtötend, und obwohl der Sänger im Gegensatz zu LaBrie einen Ton halten kann, sind die Strophen und Refrains ebenso grauenvoll wie MODERN TALKING für meine schiefen Ohren. Das ist das exakte Gegenteil von dem, was ich an Musik mag.


:grins:

Großartig, Schafi. Zu gerne hätte ich einen solchen Beitrag mal in einer unserer Gruppentherapien, auch wenn solche Meinungen sicher einige vor den Kopf stoßen würden.
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Re: 2017...schon fast wieder Geschichte!

Beitragvon Peter Kubaschk » Donnerstag 28. Dezember 2017, 18:01

Das stößt Leuten vor dem Kopf, weil es schlicht Unsinn ist. Aber man weiß ja, von wem es kommt...
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Re: 2017...schon fast wieder Geschichte!

Beitragvon Schaf » Donnerstag 28. Dezember 2017, 18:05

Unsinn ist alles Negative, was ich zu Musik sage, die dir nicht gefällt. Und Unsinn ist alles Negative, was du zu Musik sagst, die mir gefällt. Ich habe ja auch angedeutet, dass das mein Empfinden ist. Ich nehme die Musik so wahr und das ist der Grund, warum sie mir nicht gefällt.
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Re: 2017...schon fast wieder Geschichte!

Beitragvon Schaf » Donnerstag 28. Dezember 2017, 18:33

Sorry, dass ich noch einen Post schreibe, aber das Blautiere verdient alle Aufmerksamkeit der Welt Bild

salisbury hat geschrieben:Zu gerne hätte ich einen solchen Beitrag mal in einer unserer Gruppentherapien, auch wenn solche Meinungen sicher einige vor den Kopf stoßen würden.


So wie mir alles vor den Kopf stößt, was z.B. dieser Soundcheck zum letzten Platz sagt? Oder dieses und dieses Review, die beide "schlicht Unsinn" sind, um Peter zu zitieren. Geschmack ist Geschmack, nicht wahr? Kann man machen nix, ist mir mittlerweile auch wurscht...
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Re: 2017...schon fast wieder Geschichte!

Beitragvon salisbury » Freitag 29. Dezember 2017, 00:05

VOYAGER - Ghost Mile

Hör ich grad ein paar Lieder, 'Ascension' läuft relativ gut rein, nach 3-4 Songs klingt alles aber irgendwie ähnlich. Eine dieser superrausgeputzten Modern-Prog-Metal Bands mit angedjentelter Rhythmik, Melodien mit Mainstream-Appeal aber dann doch eben nicht so ganz. Würde sicher durch mehrere Spins gewinnen aber...muss auch nicht ;-)

THRESHOLD - Legends Of The Shires

Nun, THRESHOLD ist bei mir keine 1b-Band. 4b vielleicht. Ich war bei der kubischen Euphorie nie so dabei, bis irgendewann mal - jetzt fällt mir nichtmal mehr der name ein - ein richtig tolles Album mit Damian Wilson kam. Sind so Schmetterlinge drauf, glaub ich. Die fand ich wirklich super, wurde aber schon ewig nimmer gehört. Mit der Auenland-Kollektion hab ich es ein paarmal sporadisch probiert, die war recht lange auf dem iPod und Shuffle Mode hat hin und wieder mal ein Song ausgespuckt. Joa. Nett. Wie THRESHOLD halt so immer klingt. Oft fehlt mir das Besondere, der neue Sänger wirkt recht austauschbar (isser vielleicht ja auch, wer weiß :grins: )

ENSLAVED - E

Die Band find ich immer sehr spannend. Wo mir bei normalem Prog-Geknödel immer mehr (neben der Zeit) die Lust auf reinknobeln abhanden kommt, ist das bei ENSLAVED schon noch anders. Die Musik reibt manchmal, hat ungeahnte Twists, spielt mit dem Hörer. Nur bedarf es auch hier weitaus mehr Spins um das Album einzusorieren und - es gibt sicher insgesamt noch stärkere ENSLAVED-Alben ("Ruun" ist meine Liebste) - so mein Eindruck.
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Re: 2017...schon fast wieder Geschichte!

Beitragvon Havoc » Freitag 29. Dezember 2017, 00:26

Schaf hat geschrieben:8: THRESHOLD - Legends of the Shires
Im Gegensatz zu den vorherigen Bands ist das zumindest Metal.
Ich hatte vor einigen Jahren mal auf gut Glück das Album mit den Zeppelinen drauf gekauft gehabt. "Dead Reckoning", genau. Das war so schmusiger keyboardverseuchter Plastik-Prog à la DREAM THEATER. Und das hier klingt genauso. Das hyperaktive Midi-Gedudel ist nervtötend, und obwohl der Sänger im Gegensatz zu LaBrie einen Ton halten kann, sind die Strophen und Refrains ebenso grauenvoll wie MODERN TALKING für meine schiefen Ohren. Das ist das exakte Gegenteil von dem, was ich an Musik mag.


Ich finde hier tatsächlich (das der Tag mal kommen würde...krass! :grins: ), dass das Schaf nicht ganz unrecht hat wenn es blökt, dass Geschmack nunmal Geschmack ist.
Und sogar seine Argumentation kann ich nicht komplett von der Hand weisen. Nur hat er es mal wieder wie es seine Art ist, etwas überspitzt dargestellt. Hyperaktives Midi-Gedudel? Nunja. :narf:
Aber dass man das als Metaller zu schmusig finden kann und auch die Melodien nicht zwingend mögen muss kann ich schon verstehen. Das war ja sogar ein klitzekleiner Kritikpunkt bei mir. Den Vergleich mit Dream Theater finde ich nicht ganz passend. Threshold sind von ihrem ganzen Sound her aus meiner Sicht deutlich weniger Metal als Dream Theater.
Seltsam finde ich aber, dass er im Gegensatz zu den vorherigen Bands das als Metal ansieht. Versteh ich nicht. Und dann wird auch noch ausgerechnet das härteste Album der Band als Negativbeispiel genannt. Mhhh. Wie dem auch sei. Jedem seine Meinung. Finde ich hier gar nicht schlimm. Und hier kann man ja mal einfach seine Meinung sagen. Das ist etwas anders als zuletzt beim Candlemass-Seziertisch (siehe Thread), wo der Schreiber doch etwas mehr aus Musikhirstorischer Sicht herangehen sollte. Denn wenn man das macht kann man "Legends Of The Shires" sicher nicht in der Luft zerreißen. Ähnlich wie wohl eben auch "Epicus Doomicus Metallicus". Aber das Kubi das hier nicht so stehen lassen lann bei seinem Album des Jahres verstehe ich auch. :grins: 8-)
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Re: 2017...schon fast wieder Geschichte!

Beitragvon salisbury » Freitag 29. Dezember 2017, 00:28

SOEN - Lykaia

Ach ja, das ist da das Ding von und mit Martin Lopez. Die Band mag ich, hier tummeln sich ein paar exquisite Musiker. Marcus Jidell gefällt mir schon bei AVATARIUM sehr gut. Sound ist top, den Bass hört man auch schön klar raus, mir gefällt auch das melancholische Timbre im Gesang. Zudem offenbaren die ersten drei Songs eine große stilistische Bandbreite, von A PERFECT CIRCLE bis ANEKDOTEN. Werd ich mal auf den iPod ziehen :D
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