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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Rüdiger Stehle » Sonntag 24. Dezember 2017, 03:04
Mitgelesen wird selbstverfreilich. Kommentare gibt's - wie auch bei Siebi - wenn mir was einfällt, oder wenn ich Zeit habe, mir nicht wirklich bekannte Sachen nochmal quer zu lauschen.
#10 - MASTODON Die Band darf ich ja nicht mögen, weil der Sänger hin und wieder mal einen Anti-Heavy-Metal-Spruch hinaushaut. Andererseits gibt's Bands, die Schlimmeres sagen, und die ich trotzdem mag, von daher sei's geschenkt. Wäre ja inkonsequent zur Musik von norwegischen Wölfen und dunklen Polen steil zu gehen, hier aber dem amerikanischen Urolifanten aus seltsamen musikalischen Definitionen einen Galgenstrick zu drehen. Was aber auf der anderen Seite dann doch wieder wahr ist: Leute die Heavy Metal nicht verstehen und nicht in sich haben, erreichen mich dann meist doch nicht so recht, mit ihrer Musik. Irgendwie funken wir da auf unterschiedlichen Wellenlängen, sprechen eine unterschiedliche musikalische Sprache. Das ist gar nicht ideologisch gemeint, auch wenn's so klingt. Das ist einfach Zufall, aber es stimmt fast immer. Das MASTODON macht an sich nichts falsch. Das ist gute, geerdete, warme Musik; und die Musik hat auch spürbar Seele, aber es rockt halt, und metalt nicht; und mir fehlt der Nexus. Hört sich nett nebenbei, die Soundscapes mit den Didg-Sounds sind cool, aber in der Sammlung wird's bei mir sicherlich nicht landen.
#09 - VOYAGER Das wird dagegen schon in der Sammlung landen. Die Australier verfolge ich seit der ersten Scheibe und ich habe bisher auch nicht abreißen lassen. Danny Estrin ist ein Wahnsinnssänger und ich liebe seit jeher die melodischen Hooks der Band. Hier spricht mich das Soundgefüge trotz seiner etwas sterilen und kalt-spacigen Atmosphäre und den vielen Elektronika bzw. Synth-Sounds sehr an. Einige Kollegen geben sich ja bisweilen überrascht, dass ich die Band so gerne mag, doch ja, für mich passt das hier sehr gut. Da ich sie bisher nicht gekauft hatte, die Scheibe, war mir der Reminder sehr willkommen. Ist jetzt geordert und sollte Anfang Jänner aus dem Inselkönigreich im Ostatlantik angeschippert kommen.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Havoc » Sonntag 24. Dezember 2017, 15:15
Platz 8THRESHOLD – Legends Of The Shires Auf dieses Album war ich durchaus gespannt. Vor allem wegen dem eher unerwarteten recht plötzlichen Sängerwechsel. Und selbst wenn ich Damian Wilson vielleicht für den etwas besseren Sänger halte so muss ich doch sagen, dass mir die Stimme von Glynn Morgan mindestens genauso gut gefällt. Und sie passt auch zu den Songs. Diese sind mal wieder sehr stark und geradezu überhäuft von tollen Melodien. Das ist schon eine große Kunst was die Herren hier mal wieder abliefern. Meine Favoriten sind wohl „The Shire, Part II“ und „Lost In Translation“. Einen Ausfall sucht man vergebens. Auch der Spagat zwischen Songdienlichkeit und Konzept ist gelungen. Das funktioniert einzeln wie auch als Ganzes. Wobei man auch sagen könnte, dass es gar nicht so richtig wie ein Konzeptalbum wirkt. Aber da kommt es halt sehr darauf an was man erwartet. Das kann man positiv wie auch negativ sehen. Alles super also? Eigentlich schon. Warum dann also „nur“ Platz 8? Ich weiß es selbst nicht so genau. Aber Fakt ist, dass mich das Album nicht wirklich in Euphorie versetzt hat. Die Umdrehungen hielten sich bisher auch eher in Grenzen. Zum Dauerrotierer hat es nicht gereicht. Ich habe dafür eigentlich nur zwei Erklärungen. Erstens enthält das Album vielleicht sogar ein paar zu viele Zuckermelodien (zu viele Süßigkeiten können auf den Magen schlagen!) und zweitens ist das Album wieder obertypisch („Small Dark Lines“) Threshold. Auch vom Gesamtsound her. Es gibt vielleicht zu wenige Wow-Momente die mich wirklich aus dem Sessel hauen. Mich beschleicht ein wenig das Gefühl, dass die Band bei mir auf ewig eine 1b-Band bleiben wird. Die können also quasi machen was sie wollen. Ganz nach oben schaffen sie es einfach nicht….trotz der unbestrittenen Qualität. Die allerletzte Prise Salz (Verrücktheit, Kreativität, Irrwitz...was auch immer?!) fehlt hier auf meinen Synapsen.
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von frankjaeger » Sonntag 24. Dezember 2017, 15:21
Na ja, wenn wir an einem solchen Album mäkeln, war das Jahr wohl nicht sooo schlecht, was, Havoc? 
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von Havoc » Sonntag 24. Dezember 2017, 17:02
frankjaeger hat geschrieben:Na ja, wenn wir an einem solchen Album mäkeln, war das Jahr wohl nicht sooo schlecht, was, Havoc? 
Das soll kein Mäkeln sein. Eher eine Art Erklärung, warum das Album bei mir "nur" auf Platz 8 ist, obwohl es sicher kaum viel besser hätte sein können. Schwierig. Die sieben die noch folgen liegen mir jedenfalls noch etwas mehr am Herzen. Und ja...ich fand 2017 ziemlich gut. 
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von salisbury » Sonntag 24. Dezember 2017, 17:15
Kurzes prä-bescherungs-listening in MASToDON.
Ich hab glaub eine CD von denen, die ich initial auch ganz gut fand, aber niemals im "test of time" bestanden hat. Ich kenne allerdings einige, die von MASTODON schwärmen, auch live. Da kam mein Kollege vor kurzem ganz euphorisiert vom Konzert zurück.
Wie ich in Erinnerung habe, wirkt die Musik auch jetzt etwas spröde. Sicher nix, zu dem man den Zugang beim mal kurz so reinlauschen findet. Erscheint mir weniger experimentell und klingt manchmal nach dem typischen amerikanischen Alternative Metal, ohne jetzt eine genaue "alternative"-Definition abgeben zu wollen.
Ja, ist gut, wird aber sicher nicht in situ auf einen der freien Listenplätze hoppeln können.
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von Jhonny » Montag 25. Dezember 2017, 12:29
Die THRESHOLD könnte auch in meiner Top 20 sein - feines Scheibchen. Oder eher feine zwei Scheiben...
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von Havoc » Montag 25. Dezember 2017, 22:00
Platz 7ENSLAVED - E Eine heftige Enslaved-Phase hatte ich in diesem Jahr auch noch mal. Rauf und runter habe ich die Band gehört. Aber nicht nur wegen dem neuen Album. Wobei mich "E" anfangs ziemlich weggeblasen und euphorisiert hat. Das hat aber nun nach ein paar Wochen dann doch etwas nachgelassen. Ich denke, das Album kann in der Summe nicht mit dem 2015er Vorgänger "In Times" mithalten. Den Beginn des Albums finde ich richtig geil. Allen voran die drei Longtracks wissen zu begeistern. "The River´s Mouth" und "Axis Of The Worlds" sind aber eher guter Durchschnitt. Und was ich vom experimentellen "Feathers Of Eolh" halten soll weiß ich immer noch nicht so ganz. Schon cool, aber fast schon zu sphärisch. Kann aber sein, dass ich das beim nächsten Durchlauf schon wieder anders sehe. Habe das Album nach der VÖ vielleicht auch direkt etwas zu häufig laufen lassen. Insgesamt also mal wieder toll, aber mich beschleicht dennoch das Gefühl, dass das Album auf lange Sicht eher nicht zu meinen Favoriten der Band gehören wird. Wie dem auch sei. Heuer landet es auf Platz 7, auch wenn ich zwischenzeitlich fast sicher war, dass es aufs Treppchen kommt. Enslaved ist aber auch eine Band für die man in der richtgen Stimmung sein muss. Manch Rotierung wird mir vielleicht auch wieder wie das Album des Jahres reinlaufen. Naja. 
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von Havoc » Dienstag 26. Dezember 2017, 22:03
Platz 6SOEN - Lykaia Bei dieser Band bin ich der Kaufempfehlung von Kubi erst sehr spät nachgekommen. Macht aber nix. Denn das 2014er "Tellurian" hat dann eben mit etwas Verspätung eingeschlagen. So sehr, dass ich mir auch direkt "Cognitive" und diesen 2017er Dreher besorgen musste. "Lykaia" hat mir von Anfang an gefallen, mich aber nicht so sehr weggeblasen wie manch anderen hier im Forum. Aber es ist mit der Zeit noch enorm gewachsen. Bei dieser Band bin ich mir aber immer noch nicht sicher, welches Album mir am besten gefällt. Das noch sehr Tool-ige "Cognitive" finde ich enorm cool, "Tellurian" hat dann wohl die zwei drei besten Songs überhaupt drauf, aber in der Summe könnte vielleicht auch "Lykaia" das beste Album sein. Möchte mich da auch heute noch nicht festlegen wollen. Mir gefallen alle Songs des Albums. Auch das etwas schwelgerische "Lucidity". Mir fällt auf Anhieb keine Band ein die so klingt. Das ist trotz der leichten Toolanleihen alles sehr eingeständiger Stoff. Tolle Band. Klasse Album.
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von Peter Kubaschk » Mittwoch 27. Dezember 2017, 02:02
#9 - VOYAGER "Ghost Mile" ist wirklich ein tolles Album geworden und die Band hat auch live vor vielleicht 20 Mann mächtig Laune gemacht. Wird auch in meinen Top20 vertreten sein.
#8 - THRESHOLD Gut, dazu muss ich natürlich nicht mehr viel sagen. Hat wieder mal totale Euphorie ausgelöst und ist für mich die #1 in diesem Jahr.
#7 - ENSLAVED Nun, die hat bei mir noch nicht so gezündet, habe ich aber auch erst drei oder vier Mal gehört. Für die Top20 reicht das noch nicht, aber vielleicht ja ein Spätstarter.
#6 - SOEN Jo, besser spät als nie. Ich mag 'Lucidity' übrigens auch, finde aber, dass es a) an der falschen Stelle des Albums kommt, b) keine gute Singleauskopplung abgibt und c) im Vergleich zum Rest abfällt. Dennoch ein 8-Punkte-Song und damit halt ein kleiner Schwachpunkt. Das Album verpasst bei mir das Treppchen denkbar knapp.
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von Havoc » Mittwoch 27. Dezember 2017, 21:55
Platz 5CRADLE OF FILTH – Cryptoriana (The Seductiveness Of Decay) Viele von Euch dürften bereits wissen, dass ich seit jeher (genaugenommen seit 1996) ein großer Anhänger dieser Band bin. Sie war damals die erste richtig harte Band die gehört habe und die erste von der ich zu einem richtig großen Fan wurde. Und ich bin ihr bis heute treu geblieben. Das kann ich über einen so langen Zeitraum wohl von keiner anderen Band behaupten. Alle Alben haben auf ihre Art etwas Einzigartiges, auch wenn es Leute gibt die behaupten, dass die Band immer dasselbe mache. Das sehe ich nicht so. Das 2015er Werk „Hammer Of The Witches“ war sehr heavy und richtig stark. Man hatte das Gefühl, dass sich die Band in einer Art zweitem Frühling befindet. Und genau da macht die Band weiter. Auch „Cryptoriana“ ist sehr heavy, dazu aber wohl noch einen Tick härter bzw. schneller und versprüht noch mehr den typischen gotischen Horrorspirit der Band. Dieses Album ist wirklich von vorne bis hinten obertypisch Cradle Of Filth. Geniale Melodien und Songs sind reichlich vorhanden. Dani kreischt wie eh und je. Das war mir in diesem Jahr mal ein Platz in den Top 5 wert.
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