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von Raphael Paebst » Sonntag 23. Juli 2017, 16:00
Ok, ich denke ich muss hier ein paar Sachen klarstellen, was meinen Ausbruch betrifft:
Es steht jedem frei, den neuen JP Song langweilig zu finden, den Sound zu kritisieren, vermeintliche Kultbands oder große Namen zu kritisieren, ohne dafür gleich als Troll angepöbelt zu werden. Man kann den Song hier z.B. wirklich gut als belanglos bezeichnen, Jag Panzer hat durchaus schon ne Menge bessere Lieder veröffentlicht, alles kein Ding.
Was mich hier zur kurzen Erruption gebracht hat, ist was generelles, was ich so auch in Pavlos' Post gelesen zu haben glaube und was in anderen Foren, etwa dem SMB, noch deutlich mehr um sich greift, von offenen Spielplätzen der Idiotie wie Facebook mal ganz zu schweigen. Das bezieht sich dann auch nicht mehr nur auf die Kritik an Neuveröffentlichungen vermeintlich etablierter Bands oder Neuveröffentlichungen insgesamt.
Es kommt mir so vor und das mag durchaus auch zu einem Teil Einbildung sein, dass ein immer größerer Teil der Menschen, die sich selbst gerne mit Heavy Metal, traditionellem Metal im Besonderen, beschäftigen, die ich ganz unabhängig von irgendwelchen dämlichen Szenegedanken und -Ideen als verwandte Seelen, ebenfalls musikverrückte Zeitgenossen und eben auch zu einem Teil als Weggefährten durch die letzten 10 - 15 Jahre ansehen würde, zunehmend negativer werden in ihren Äußerungen zu neuer Musik. Dazu kommt dann noch eine Gruppe zumeist jüngerer, aber wenigstens noch nicht so lange aktiver Menschen, bei denen dieses Verhalten noch viel extremer ist, vermutlich aus einem inneren Bedürfnis, noch truer, cooler oder was weiß ich was zu sein als die alten Hasen.
Generell ist es so, dass es kaum noch möglich ist, eine neue Veröffentlichung positiv zu erwähnen, ohne dass direkt losgepöbelt wird, wie belanglos, schlecht gemacht oder völlig überflüssig das Ding doch sei, dass man sowieso nur noch Rereleases kaufe oder besser noch teure Originale im Internet erwerbe. Das steht natürlich jedem frei, ich sehe da aber ein langfristiges Problem.
Ja, es kann sein, dass viele neuere Bands handwerklich hinter einigen der Bands in den 80ern zurückstehen, dass Produktionen schlechter geworden sind etc. Aber woran liegt das?
Wie wird eine Band handwerklich gut, von Songwritingtalent brauchen wir hier nicht zu sprechen, das kann man zwar auch üben, aber da gehört eben auch viel Talent dazu. Nun, Bands werden besser, indem sie üben und zusammen spielen. Wenn wir uns anschauen, wieviele Konzerte die meisten jungen Bands in der Vergangenheit gespielt haben, bevor sie ihre ersten Platten aufgenommen haben, dann wird klar, dass dort eben top eingespielte Truppen mit Songmaterial ins Studio gegangen sind, die oft schon mehre Jahre aber definitiv mehrere Dutzend Male vor Publikum ausprobiert, variiert und optimiert wurden. Warum war das so? Einmal waren Studioaufnahmen teuer, also ging man erst ins Studio wenn man sich wirklich sicher war, andererseits gab es anscheinend deutlich mehr Optionen, live zu spielen. Als junge Band, meinetwegen aus Deutschland, habe ich heutzutage im traditionellen Metal quasi die Option, in meiner Heimat zu spielen, wenn ich das übermäßige Glück habe die richtigen Leute zu kennen, die mein Material weiterreichen, auch mal als Opener auf einem der einschlägigen Festivals in Dittigheim, Königshofen und mit Abstrichen Brande Hörnerkirchen und dann war's das auch. Damit komm ich auf maximal ne Handvoll Auftritte pro Jahr. Dazu kommt dann das deutlich günstigere Aufnehmen heutzutage und es erscheint sinnvoller ein Album aufzunehmen, das bei einem der unendlich vielen Teilzeitlabel rauszuhauen und zu hoffen, so vielleicht doch noch auf eines jener einschlägigen Festivals eingeladen zu werden. Entsprechend unausgereift sind dann auch viele dieser Debütlalben und entsprechend oft kommt dann nix mehr nach.
Aber warum gibt es plötzlich so wenige Auftrittsmöglichkeiten für junge Bands? Ich hab gerade im letzten Jahr relativ viele Konzerte veranstaltet, spreche hier also mit etwas Erfahrung und aufgrund meiner Beobachtungen. Es ist schlicht so, dass es sich Konzertveranstalter nicht leisten können, junge Bands zu buchen, wenn diese nicht aus der gleichen Stadt kommen und hoffentlich ein paar Freunde überreden vorbeizukommen. Wenn wir mal von kleinen Konzerten ausgehen, ist da einfach kein Geld zu machen und als Veranstalter ist meine einzige Hoffnung, möglichst wenig draufzuzahlen, vielleicht mal nen Break zu schaffen. Bands in dem Bereich bekommen im Zweifelsfall auch so gut wie kein Geld, zahlen bei ner längeren Anreise oder Tour meist auch drauf, wenn die Merchverkäufe die Kosten nicht ausgleichen. Wenn ich als Veranstalter die Wahl habe, 50€ Spritgeld für den Opener auszugeben und das ist ne realistische Zahl, dann überleg ich mir halt gut, ob ich die für ne lokale Band raushaue, die eventuell 5 Leute mitbringt, die dann jeweils 10€ Eintritt zahlen und ich so nicht drauflege oder für ne junge Band aus ner anderen Stadt, die vielleicht ein oder zwei Leute bringt, wenn es hochkommt. Andersrum überleg ich es mir halt auch als Band, ob ich unter der Woche nach der Arbeit noch 200km hin und nachts zurückfahre, um nen schlecht besuchten Gig zu spielen, 50€ die nicht mal für die Spritkosten reichen in die Hand gedrückt bekomme und allerhöchstens noch zwei Shirts zu verkaufen. Also bleibt die Spielpraxis einfach auf der Strecke, man nimmt lieber ein Album auf und hofft, so häufiger gefragt zu werden. Das Ergebnis sind Bands, die im Zweifelsfall ein halbgares Debüt raushauen, dann noch ein, zwei Jahre aktiv sind bevor sie einfach aufgeben, bevor dann ihre halbgaren Debüts in 30 Jahren als "Underground Klassiker" von Divebomb, Skol oder Heaven & Hell Records wiederveröffentlicht werden, wenn es gut läuft. Kurz, der Nachwuchs gibt auf, bevor er irgendwo weiterkommt und man hat als Fan eigentlich nur noch die Wahl zwischen halbgaren Debüts und Rereleases halbgarer Demos von vor 30 Jahren, dazu vielleicht ein oder zwei wirklich geniale Scheiben weil halt immer mal irgendwo ne Band um die Ecke kommt, die einfach so überragend ist, dass sie selbst unter diesen Bedingungen noch ein starkes Album zusammenkriegt.
Und dann sitz ich als Veranstalter da und seh Leute auf Facebook mit ihren teuren Neuerwerbungen von Ebay und sonstwo angeben und über junge Bands abrotzen, während ich bei nem Konzert mit ner Band wie Apostle Of Solitude 30 Besucher hab, die sich noch über den hohen Eintrittspreis von 8€ aufregen. Wenn eine US Band auf Tour reine Mietkosten für Fahrzeug und Equipment von 150€ pro Tag hat und nicht mal die an Gage drin sind, weil sich Veranstalter das nicht leisten können, brauchen wir uns echt nicht wundern, wenn junge Bands keine Qualität mehr veröffentlichen und schnell wieder verschwinden.
Aber Metal ist doch immer mehr gewesen als nur allein zu Hause Platten hören, der gemeinsame Konzertbesuch, die geteilte Begeisterung für die Musik, all das gehört verdammt nochmal dazu und das bricht weg, die alten Bands sterben nach und nach weg und der Nachwuchs kommt nicht vom Fleck und wenn ich dann in egal welchem Forum, auf egal welcher Plattform gefühlt fast nur noch "Früher war alles besser"-Genöle lese, platzt mir echt der Kragen, weil es eben genau diese Attitüde ist, dieses zu Hause sitzen, die Kohle für teure Second-Hand Raritäten und durchschnittliche Rereleases raushauen und junge Bands ignorieren und nicht auf Konzerte gehen, die den Heavy Metal kaputtmachen. Dieses Verhalten, viel mehr als Downoader und die böse Jugend die angeblich nur noch billige elektronische Musik hört, ist es, die den Metal kaputt macht.
Also basht meinetwegen Bands so viel ihr wollt aber gebt vielleicht mal nen Zehner für ein Konzert von Bands aus, die ihr auf Platte nur ganz ok findet anstatt noch nen Rerelease aus der vierten Reihe zu kaufen, trinkt ein paar Bier mit Freunden und feiert einfach mal wieder das Gefühl von nem coolen Konzert ab und schaut ob Bands nicht live doch besser sind als auf scheinbar belanglosen oder halbgaren Debüts und idealerweise erzählt ihr danach auch mal im Internet wenn es ein cooler Abend war.
Ich fahr im September mit Mega Colossus auf ne Europatour und ich weiß jetzt schon, dass wir allesamt drauflegen werden, die Band, die lokalen Veranstalter (diejenigen die das Risiko wenigstens noch eingegangen sind) und ich als Tourverantwortlicher, aber da, auf der Straße und in den kleinen Clubs ist es, wo heute noch Heavy Metal stattfindet und nicht auf Ebay, Discogs und in irgendwelchen Foren wo man danach mit seinen Raritäten angibt.
Gerade kam die neuste Liste vom Helle rein und gefühlt 3/4 sind Rereleases, das ist doch einfach pervers, so kann man sich seine Musik auch einfach selbst kaputtmachen.
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von Drumtier » Sonntag 23. Juli 2017, 16:53
Ich hab ehrlich keine Ahnung wer oder was JAG PANZER sind, habe aber aus einer Laune heraus in den Thread geschaut und bin auf diese interessante Diskussion gestoßen. Ich kann mich nur teilweise einbringen weil im Death/Black-Metal die Sache etwas anders ist als im traditionellen Bereich aber den letzten Beitrag von Raphael kann ich nur begeistert (trotz der bedrückenden Thematik) zustimmen. Es ist ein Sport geworden Neues schlecht zu finden, Altes hochzujubeln und sich dann auch noch etwas darauf einzubilden. Im extremen Bereich ist es vielleicht aufgrund der größeren Anzahl an neuen Bands ganz anders. Es ist eher ein Sport neue Bands zu entdecken, hochzujubeln und hoffen, dass andere darauf anspringen um dann der erste gewesen sein zu können. Klar sind da dann auch viele Bands dabei, die sich ihre Sporen erst noch verdienen müssen und klare handwerkliche Schwächen aufweisen aber es ist nichts von dieser Negativität zu spüren, die für viele Zeichen ihres Expertentums geworden ist. Und ja, dann fahr ich halt auch einmal 150 km zu einem Konzert um am selben Abend wieder heimzufahren, kaufe Shirts, CDs und freue mich einer Band beim Wachsen zusehen zu können anstatt hinterm Laptop mich an meinen Verrissen junger Bands aufzugeilen und jeden Tag wieder der guten alten Zeit nachzutrauern. Es sind Lokale wie das Escape in Wien und Leute wie Raphael (vermute ich jetzt aufgrund deiner Beschreibung  ), die den Metal leben lassen und uns eine Grundlage für Diskussionen wie dieser geben 
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von Holger Andrae » Montag 24. Juli 2017, 00:04
Wieso jetzt ausgerechnet aufgrund einiger weniger euphorischen Kommentare zu einem Jag-Panzer-Songes solche Fässer aufgemacht werden. Ich lese von keinem, der hier partizipierenden User ein Grundsatz-Bashing gegen alte Helden und auch nicht gegen jeden Newcomer. Dass das in anderen Teilen des Netzes abläuft, stimmt allerdings und stöß auch mi auf. Was das Ganze mit der Konzertgänger-Situation zu tun hat, verstehe ich leider auch gerade nicht. Sehe aber auch hier die Dinge ähnlich wie Raf. Vielleicht sollte man beide Themen mal woanders weiter diskutieren.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Rüdiger Stehle » Montag 24. Juli 2017, 02:31
Jupp. Gegebenenfalls sind wir die falsche Zielgruppe für den "Rant", wobei Raf in etlichen Punkten schon recht hat. Gerade im Bezug auf die Livesituation, wo ich mich selbst gar nicht immer ausnehme, weil ich auch zu weniger kleinen Gigs gehe, als ich eigentlich sollte. Dafür beschwere ich mich aber auch eher selten über alte, neue, sonstige Bands. Zurück zum Thema, hier ist mein Interview mit Mark Briody zum Drumsound und der Produktion: http://powermetal.de/content/artikel/sh ... 212-1.html
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Siebi » Montag 24. Juli 2017, 11:53
Raf sagt aus seiner Warte viel Richtiges, aber Raf, es ist deine Sicht der Dinge, die Du haben sollst und musst. Für mich persönlich hinkt der Vergleich zu Livekonzert arg. Ich bin schon länger kein steter Konzertgänger mehr, weil Headliner meist nur noch 60 Minuten zocken, viele Vorbands dazu gereicht werden. Nein, brauch ich nicht, will ich nicht. Bands wie Apostle of Solitude und Co. spielen leider nur selten oder nie in meiner Nähe oder wenn, dann auf Festivals. Festivals zehren an meiner Physis, was das Stehen und aufmerksame Zuhören betrifft. Das Alter macht sich bemerkbar, das ist keine Schande. Dazu habe ich mit Beruf und Familie wie Freunden viel zu tun.
Das Bashen um des Bahsen Wilens sehe ich nirgendwo, gut, bei FB und Konsorten bin ich nicht, keine Aussage hierzu. Für mich besteht kein Sinn, grundlos zu bashen. Dieses Image haftet mir an, damit kann kokettiert werden und natürlich gefällt man sich in der Rolle, solange es mit Augenzwinkern zu tun hat. Dieses ist meines Erachtens durch einige Beiträge auf verschiedenen Plattformen, u.a. von Dir, Pavlos oder Rüdiger abhanden gekommen. Eure Meinung, okay. Gegen eine Pauschalisierung der "Bashingdeppen" wehre ich mich, denn ich spreche nicht und nie für die Masse, sondern nur für mich. Man darf mir persönlich alles ins Gesicht sagen, bin für jede Diskussion bereit.
Wenn die Kommentare im SMB oder anderswo nicht passen, warum nicht dort Stellung beziehen, was das soll? Hier sich darüber zu echauffieren, dass drüben Mist geschrieben wird, naja, was bringt das? Weil ich kritisiere, werde ich als "Idiot" abgestempelt. Weil mir Drumsounds, wie sie seit Jahren Usus sind, misfallen, darf ich nichts dazu schreiben/sagen? Wo sind wir hier? Dazu sollte man auch auf den Inhalt der Kriik eingehen und die Schwarz-Weiß-Brille absetzen.
Hier biete ich doch Paroli, weil ich bei meiner Musik, die mir gefällt, sehr wohl in das berühmte Jubelhorn stoße. Sollte bekannt sein. Man darf meine Musik auch Scheiße finden, bei guten Argumenten schmeckt es gar noch interessanter. Will ich wen bekehren? Nö. Szene? Welche Szene, wo? Warum soll neue Musik generell negativer empfunden werden. Meiner Meinung nach gab und gibt es viel Schrott. Wenn mir jemand sagt, dass Lunar Shadow, ein Bsp. der neuen Bands und des Gejubels, richtig gut spielen können, also sorry, das ist spieltechnsich nur wenig und arg begranzt. Im Studio kann ich solange tüfteln. Was nicht passt, wird passend gemacht. Proben, Proben, Proben und viel spielen, das ist die Erfolgsformel um tight udn sauber spielen zu können, dann kommt auch die Energie. Wem das gefällt, ist völlig okay, freue Dich und leave me alone damit, hehe. Nur demjenigen, der das kritisiert, Boshaftigkeit per se zu unterstellen, das geht gar nicht.
Oder anderes Exempel. Freedom Call werden oft belächelt, High Spirits dagegen in den sieb(i)ten Heavy Metal Heaven gehoben, trotz ihrer simpel gestrickten Musik mit Zuckermelodien. Hier könnte man sagen, die dürfen das, bei Freedom Call ist das Plastikscheiß und Reißbrett. Die letzte HS-Scheibe klingt für mich genauso danach, wie das freizeitliche Einspielen eines Hobbies, gruselig für mich in Sound und Ausführung, aber viele finden es arg toll, also muss es toll sein. Muss es? Kann ja, muss? Nein. Jubler gut, Basher bös? Nein und nein.
Lange Rede, kurzer Sinn, Gejubel ist okay, Gebashe ist okay, Jubler oder Basher Absicht ihrer kritikalen Stoßrichtung zu unterstellen, ist absoluter Bockmist! Wäre zudem Posertum Deluxe, wenn es denn solches Verhalten gibt.
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von Raphael Paebst » Montag 24. Juli 2017, 12:13
Siebi, ich glaube, du hast da ein paar Sachen zu sehr auf dich bezogen, die gar nicht auf dich bezogen waren. Du hast total Recht damit, dass ich das vermutlich besser im SMB geschrieben hätte, wie so oft bei emotionalen Ausbrüchen kommen die halt einfach nicht zu der Zeit und an dem Ort an dem sie eigentlich passen, sondern wenn der berühmte unschuldige Tropfen das Fass überlaufen lässt.
Wenn alles klappt bin ich im September mit dem Mega Colossus in München, komm doch vorbei, wir trinken ein Bier und unterhalten uns endlich mal wieder in persona. Bis dahin jubel ich auch weiterhin weder für Lunar Shadow noch für High Spirits, hol letztere aber am 11.09. Nach Marburg, vor allem aber weil die extrem bejubelnswerten Argus mit von der Partie sind.
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von Siebi » Montag 24. Juli 2017, 12:31
Raphael Paebst hat geschrieben:Siebi, ich glaube, du hast da ein paar Sachen zu sehr auf dich bezogen, die gar nicht auf dich bezogen waren. Du hast total Recht damit, dass ich das vermutlich besser im SMB geschrieben hätte, wie so oft bei emotionalen Ausbrüchen kommen die halt einfach nicht zu der Zeit und an dem Ort an dem sie eigentlich passen, sondern wenn der berühmte unschuldige Tropfen das Fass überlaufen lässt.
Wenn alles klappt bin ich im September mit dem Mega Colossus in München, komm doch vorbei, wir trinken ein Bier und unterhalten uns endlich mal wieder in persona. Bis dahin jubel ich auch weiterhin weder für Lunar Shadow noch für High Spirits, hol letztere aber am 11.09. Nach Marburg, vor allem aber weil die extrem bejubelnswerten Argus mit von der Partie sind.
Gehöre zu den Nörglern, darum der Bezug. Mir gefällt neues nur wenig, ergo Bezug. Passt schon, deswegen schreibe ich ja, weil ich mich zwar nörgeln, aber nicht pauschal nörgelnd, sehe. Verzerrte Wahrnehmung? Kann auch sein. Ich gehe in mich und versuche es mit Selbstreflexion. Dein Ausbruch passt ebenso, denn es bewegt Dich. Emotionen sind Leben, die fruchtbare Diskussion macht's, der Disput und die andere Ansicht dürfen bleiben. Mega Colossus habe ich gesehen, klingt wunderbar. Kann aber sein, dass ich beruflich verhindert bin... Berlin oder Magdeburg inklusive Rufbereitschaft. Ich versuch mal, was zu biegen...
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von hellknulf616 » Montag 24. Juli 2017, 12:57
Raphael Paebst hat geschrieben:Ok, ich denke ich muss hier ein paar Sachen klarstellen, was meinen Ausbruch betrifft: ... ... ...
@alles: Trvest post ever, zumindest was den einen Teil der Hörerschar betrifft. Dazu kommen die Hypester, deren bandbezogene Aufmerksamkeitsspanne bei gefühlt zwei Wochen, einem halben Album und dem Artwork liegt. Um die Ecke wartet der nächste heiße Scheiß. Aber letztere sieht man wenigstens noch auf Konzerten, während sich die ersteren zuhause an ihrem Smaug'schen Hort delektieren und zu den geheiligten Originalen noch die Re-Releases und die klanglich ach so authentischen Quasi-Remakes junger Retroraketen stellen. Die dankbarsten Konzertgäste sind mE tatsächlich jene mit Hauptsozialisation in den 90ern. Da gab's viel Scheiß, da sind Legenden gestolpert, es gab viele geile Sachen, aber noch nicht die totale Vernischung. Vielleicht hat diese enorme Breite - die trotzdem immer noch in überschaubaren, gefühlsmäßig zusammengehörigen Zirkeln stattfand - dafür gesorgt, dass man sich heute auch mal sagt: Scheiß drauf, zwei Bier und die ersten beiden Bands kann man mal machen. Einfach so, ohne über Erlebnismaximierung nachzudenken.
"Nostalgia is no excuse for stupidity."
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von Pavlos » Montag 24. Juli 2017, 21:41
Siebi, Schatzi: Meine Aussage ging weder gegen Dich noch gegen jemand anderen. Ich hatte mich lediglich gewundert, warum das neue Stück dermaßen massiv in der Kritik steht, wo die Band doch einen identischen Sound schon seit vielen Jahren auffährt.
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von Siebi » Dienstag 25. Juli 2017, 11:55
Pavlos hat geschrieben:Siebi, Schatzi: Meine Aussage ging weder gegen Dich noch gegen jemand anderen. Ich hatte mich lediglich gewundert, warum das neue Stück dermaßen massiv in der Kritik steht, wo die Band doch einen identischen Sound schon seit vielen Jahren auffährt.
... den ich seit vielen Jahren Müll finde. Da ich kritisiere und Kritiker angesprochen wurden, aber nicht gemeint sind, wer wurde dann "angesprochen"? Niemand? Wird sich nur pauschal gewundert, ähm, dann verstehe oder verstand ich das wohl falsch.
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