100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz

Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Martin van der Laan » Sonntag 5. März 2017, 00:28

Platz 18:

MANOWAR - Kings of Metal

Bild

Die Welt wäre deutlich ärmer ohne MANOWAR. Ja, Freunde, das ist mein völliger Ernst. :grins:
Wenn Pathos und Kitsch, wenn Ledertanga, wenn Stampf-Metal... dann bitte MANOWAR!!
Für mich war das eine ganz neue Welt, als ich die Band im frühen Teenager-Alter in der "Sign of the Hammer"-Phase kennen lernte. Mir war nicht bewusst, dass man alle Klischees einer Musikrichtung so präzise auf den Punkt destillieren kann, und umso erstaunter war ich, dass mich das auf schaurig-peinlich-schöne Art auch noch faszinierte. Und jetzt stellt Euch vor, was für eine Mega-Latte einer bekam, der auch noch eine ganz besondere, perverse Schwäche für Orchester-Kitsch und "Mighty Warrior"-Gedöns hatte (und zum Teil immer noch hat), als er zum ersten Mal "Kings of Metal" hörte. Nee, ihr Lieben, ich werde niemals behaupten, dass das streng musikalisch betrachtet besonders hochwertig oder wichtig sei, aber das ist völlig wurscht, wenn das Ergebnis so elektrisiert. Ist immer ein bisschen ernüchternd aus intellektueller Sicht, wenn einem so krass vor Augen geführt wird, auf welche primitiven Schlüsselreize man anspricht, aber es ist nun mal so, ich kann es nicht ändern. Und darum gehört dieses Album auch unbedingt in die TOP20. :)

Hörbeispiele:
Hail and Kill
Heart of Steel
The Crown and the Ring / Kingdom Come
668 - Neighbor of the Beast
Benutzeravatar
Martin van der Laan
Musikredaktion
 
Beiträge: 7662
Registriert: Sonntag 21. Februar 2010, 21:41

Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Peter Kubaschk » Sonntag 5. März 2017, 01:16

Gut, bei MANOWAR sehe ich "Hail To England" und "Into Glory Ride" sehr deutlich vorne, aber der Rest könnte (oder war teilweise) auch in einer Liste von mir stehen. SACRED REICH ist fantastisch, HEATHEN ebenso, bei SIEGES EVEN mag ich die Menses-Werke am Liebsten, das ist aber dennoch toll, SKYCLAD ist völlig großartig, DREAM THEATER ebenfalls in meinen Top20, SHADOW GALLERY auch grandios. Weiter so.
Benutzeravatar
Peter Kubaschk
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 21959
Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 10:16

Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Havoc » Sonntag 5. März 2017, 12:16

Martin van der Laan hat geschrieben:Nee, ihr Lieben, ich werde niemals behaupten, dass das streng musikalisch betrachtet besonders hochwertig oder wichtig sei...


Sicher alles richtig und nachvollziehbar was du schreibst.
Aber das sehe ich dann tatsächlich doch anders. Und ob das hochwertig und auch wichtig ist! :)
Benutzeravatar
Havoc
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 23753
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10

Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Schaf » Sonntag 5. März 2017, 15:49

Jeder mag es als wichtig, großartig oder gar toll komponiert betrachten. Einflussreich ist es wohl auch zweifelsohne. Denn ohne die Manneskrieger sähe Metal komplett anders aus. Aber musikalisch hochwertig? So wie AC/DC, SABATON und DIE WILDECKER HERZBUBEN? Ne, Havoc, bei aller versucht untrolligen Objektivität kann ich hier deine Liebesbekundung im Gegensatz zu Thunderlaans nicht ganz nachvollziehen.
Benutzeravatar
Schaf
Metalhead
 
Beiträge: 3250
Registriert: Samstag 4. Oktober 2014, 18:45
Wohnort: Das Herz Preußens

Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Jhonny » Sonntag 5. März 2017, 17:24

Feine Liste, da könnte ich mir noch einiges ins Regal stellen - SHADOW GALLERY z.B. ...


Und: "Kings Of Metal" ist auch musikalisch hochwertig.
Zum einen ist Eric Adams einer der besten Metal-Sänger überhaupt, zum anderen sind viele Songs auch unheimlich eigenständig komponiert. Ich finde sehr wohl, dass es von MANOWAR stumpfen Bierzelt-Metal gibt (nicht, dass das was schlechtes wäre) - "Louder Than Hell" z.B.
Aber vieles ist doch gerade kompositorisch auf einem überragenden Niveau. Klar sehe ich da "Into Glory Ride" oder "Hail To England" noch vor der "Kings Of Metal".
Trotzdem - komponiert mal mit einem solchen ganz eigenen Wiedererkennungswert.
Benutzeravatar
Jhonny
Musikredaktion
 
Beiträge: 36918
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 16:48
Wohnort: Landshut

Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Schaf » Sonntag 5. März 2017, 18:03

Jedem seine Meinung, aber Wiedererkennungswert ist kein gutes Argument für kompositorisch hohes Niveau. Ich erkenne auch problemlos SCOOTER, AQUA und MILLI VANILLI wieder, das macht die Musik jedoch nicht besser.
Benutzeravatar
Schaf
Metalhead
 
Beiträge: 3250
Registriert: Samstag 4. Oktober 2014, 18:45
Wohnort: Das Herz Preußens

Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Jhonny » Sonntag 5. März 2017, 20:41

Schaf hat geschrieben:Jedem seine Meinung, aber Wiedererkennungswert ist kein gutes Argument für kompositorisch hohes Niveau. Ich erkenne auch problemlos SCOOTER, AQUA und MILLI VANILLI wieder, das macht die Musik jedoch nicht besser.


Ich glaube, absolut, doch. Die Tatsache, dass man die Leute sofort erkennt (bei mir trifft das aus deiner Aufzählung im besten Fall, wenn überhaupt, auf SCOOTER zu), heißt doch, dass es ein Songwriting gibt, das man sofort mit bestimmten Künstlern verbindet. (Bei den von dir aufgezählten Combos könnte es auch an einer wiedererkennbaren Produktion liegen?).

Man denke nur an AC/DC, fraglos eine musikalisch hochklassige Band. Die können auch einfach wirklich gute Songs schreiben - und trotzdem erkennt man sie schnell heraus.
Benutzeravatar
Jhonny
Musikredaktion
 
Beiträge: 36918
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 16:48
Wohnort: Landshut

Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon frankjaeger » Sonntag 5. März 2017, 22:01

Oh, da waren aber ein paar Kleinode dabei: Dream Theater natürlich und Sacred Reich, die absolut großartig ist. Heathen ist auch super und dass jemand ausßer mir diese Sieges Even mag, freut mich. Nur die Manowar kann ich nicht nachvollziehen und bei Skyclad bin ich unentschlossen, welches ihre Beste ist. Aber tolle Liste!
Benutzeravatar
frankjaeger
Musikredaktion
 
Beiträge: 16795
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 22:29
Wohnort: Burtenbach

Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 5. März 2017, 22:33

Fein, dass es hier weiter geht.
Ich ahne, ich werde hier wieder feine Anhöranregungen finden. Obwohl ich ja kein Freund von Groove-Thrash bin, ist die Sacred Reich toll. Ebenso die Heathen. Über die Dream Theater muss ich nichts mehr schreiben. Eine Herzensangelegenheit. Mit der "Steps" habe ich mich immer schwer getan. Höre ich immer mal wieder, in der Hoffnung, dieses Mal die richtigen Ohren für diese verkopfte Musik dabei zu haben und Shadow Gallery höre ich aus irgendeinem Grund viel zu selten. Zeitmangel oder musikalischer Überfluss. Skyclad habe ich damals verschlafen und rückblickend bin ich noch in der Entdeckerphase.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Benutzeravatar
Holger Andrae
Musikredaktion
 
Beiträge: 26381
Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 02:44

Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame

Beitragvon Martin van der Laan » Montag 6. März 2017, 00:01

Vielen Dank für Euer positives Feedback. :)

Mit der ambivalenten MANOWAR-Scheiblette habe ich eine Art Endpunkt des irdischen Teils dieser Liste erreicht. Von hier an habe ich nur noch Alben im Köcher, in die ich so hoffnungslos verliebt bin aus verschiedendsten Gründen, dass ich kaum noch weiß, was ich dazu schreiben soll - außer eben euphorischen Liebesbekundungen und Superlativen aus einer anderen Sphäre. Ich will nicht so spät am Sonntag Abend noch blasphemisch werden, aber stellt Euch den Dr. Thunderlaan vor wie Moses auf dem Berg Horeb im Angesicht des Brennenden Dornenbusches, als er diese Alben für sich entdeckte. ;-)

Platz 17:

HOLLENTHON - With Vilest of Worms to Dwell


Bild

Majestätisch-symphonischer Düster-Metal zum Niederknien mit viel Tschingderassabum, erzeugt in mir Bilder aus Monumentalfilmen über vorchristliche Zeiten, ich liebe dieses zügellos obszöne, morbid-erotische Kopfkino, das ich mit diversen Rauschzuständen assoziiere. Erdacht im kranken Hirn von PUNGENT STENCH-Mastermind Martin Schirenc.

Hörbeispiele:
Y Draig Goch
Woe of the Defeated
Lords of Bedlam
Fire upon the Blade
668 - Neighbor of the Beast
Benutzeravatar
Martin van der Laan
Musikredaktion
 
Beiträge: 7662
Registriert: Sonntag 21. Februar 2010, 21:41

VorherigeNächste

Zurück zu Musica et Circenses

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste