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von Havoc » Freitag 24. Februar 2017, 23:59
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Für mich ist "Renewal" tatsächlich die Nummer 1.
Das wiederum irritiert mich. Ich besaß die "Renewal" einst. Ich ärgere mich heute zwar ein wenig, dass ich die mal verkauft habe, aber soweit ich die Scheibe noch in Erinnerung habe war das nun keine Offenbarung. Sonst hätte ich sie ja wohl auch nicht verkauft. Die war, völlig unabhängig von irgendwelchen Genres etc., halt nur bestenfalls ganz ok bis gut. Aber auch nicht mehr. Wie man die als beste Kreator sehen kann verstehe ich nicht wirklich. Und noch weniger verstehe ich, dass jemand wie du Rüdiger die als die beste empfindet. Aber nunja..wenn dem so ist, dann ist es wohl so. Muss mal gucken ob ich mir die damals in irgendeiner Weise auf den Rechner gezogen habe. Würde ich jetzt grad echt noch mal gerne hören. Menno...warum hab ich die verkauft. 
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von Rüdiger Stehle » Samstag 25. Februar 2017, 02:53
"Winter Martyrium", "Renewal" und "Europe After The Rain" sind für mich absolute Volltreffer. Ich mag das schleppendere Grundtempo auf der Scheibe und den finsteren Sound extrem gerne. Aber es ist nun nicht so, dass ich "Coma Of Souls", "Extreme Aggressions" oder das Frühwerk irgendwie schlechter fände. "Renewal" hat halt zusätzlich den Erstkontakt-Bonus.
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von Havoc » Samstag 25. Februar 2017, 09:54
Rüdiger Stehle hat geschrieben:"Renewal" hat halt zusätzlich den Erstkontakt-Bonus.
Das kennt man. Schon komisch wie oft der Erstkontakt einen Bonus erhält und einfach einen Stein im Brett hat. Im Falle von Kreator ist das bei mir halt die "Enemy Of God". Wohl nur deswegen sehe ich die immer noch ganz knapp vor der "Violent Revolution". Reine Gefühlskiste.
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von Rüdiger Stehle » Samstag 25. Februar 2017, 11:48
Klar, aber ich verstehe das schon, warum das so ist. Wenn's der Erstkontakt ist, dann hat es genau dieses Album geschafft, dir eine vorher unbekannte oder ignorierte Band schmackhaft zu machen und dich für sie einzunehmen. Quasi einen Null-auf-Hundert-Sprung auszulösen. Das gelingt einem Album nur, wenn es etwas hat, das dich besonders intensiv mitnimmt. Alle weiteren Alben derselben Band müssen es dann immer erst mal wieder schaffen, NOCH besser zu sein, an der alten Liebe vorbei zu kommen. Ich hab keine Psychologie studiert, aber ich halte es für sehr nachvollziehbar, dass das sehr, sehr oft so ist.
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von Eike » Samstag 25. Februar 2017, 12:53
Ist doch völlig klar: Wenn ein Album dazu führt, dass man sich NOCH eins der Band kauft, dann muss das gut sein; beziehungsweise BESONDERS gut, sonst würde man sich statt dessen schon wieder der nächsten Band zuwenden.
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von Feamorn » Samstag 25. Februar 2017, 22:25
Wobei das nicht zwangsläufig das Erstkontakt-Album sein muss. Klar, meistens wird es das sein, aber bei Opeth bspw. hat sich die Band mir mit Watershed erschlossen, und seitdem muss sich alles damit messen lassen, tatsächlich war das jedoch meine dritte CD der Band (tatsächlich der "letzte Versuch" damals Oo).
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 26. Februar 2017, 01:28
Klar muss es nicht immer der Erstkontakt sein. Manchmal entdeckt man auch später, dass die früheren Alben noch besser waren, und manchmal empfindet man auch, dass eine Band später noch besser wurde; aber es ist halt ein sehr, sehr weit verbreitetes und ein Stück weit auch verständliches Phänomen, dass man zum Album, mit dem man eine Band kennenlernte, ein ganz besonderes Verhältnis hat. Bei mir gilt das zumindest sehr, sehr häufig und ich beobachte es auch bei anderen ständig; gerade, wenn diese Erstkontakt-Alben bei anderen bisweilen als schwächere Alben der Band gelten, fällt es besonders auf.
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von Feamorn » Mittwoch 8. März 2017, 11:56
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Feamorn hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Feamorn hat geschrieben:Kreator - Enemy Of God
Durch die Diskussion im Bandthread Mal wieder angemacht. Sie kickt mich einfach bei weitem nicht so, wie alle anderen Alben ab VR. Ich kann aber auch keinen Finger drauf legen, weshalb... Im Zweifel wirklich der Sound, allerdings finde ich die Songs ansich auch weniger markant/ohrwurmig.
Oder zu ohrwurmig... Schön, dass ich mit dem Eindruck nicht ganz alleine bin. Was gefällt dir eigentlich aus der Zeit vor VR am besten?
Gute Frage, die ich vielleicht (noch?) gar nicht beantworten kann. Zum einen fehlen mir drei Alben (Cause for Conflict, Renewal, Coma Of Souls (übrigens gar nicht so leicht aufzutreiben)), zum anderen habe ich alle vor Outcast noch nicht sooo lange und habe alle eigentlich zu wenig gehört. Mal gucken, habe auf der Heimfahrt heute auf deine Frage hin einfach mal.vorne angefangen zu hören und werde mich bemühen, da demnächst (dann im Thread) was zu zu sagen. Aber nicht überrascht sein, wenn die Antwort am Ende Endorama lautet, das liegt im Bereich des Möglichen, war halt meine erste Kreator und ich mag sie noch immer...
Alles gut. Ich bin sehr gespannt auf deine Eindrücke und würde mich freuen, dazu einiges im KREATOR-Thread zu lesen. Und wenn "Endorama" dein Favorit ist, bin ich der Letzte, der das schlimm oder seltsam fände. Ich finde nämlich durchaus auch, dass das Album seinen Reiz hat. Es war für mich damals im KREATOR-Kontext zwar etwas zu viel Stilbruch, aber für sich genommen ist das eine kompositorisch echt starke Scheibe.
Ich ziehe mit dem Thema mal hierhin um. Ich bin noch mitten in der Evaluierung (weitet sich zu einer Gesamt-Kreator-Bewertung aus  ), aber ich kann schon einmal sagen, dass von den Alben, die ich aus der Zeit vor Violent Revolution besitze (das sind: Endless Pain, Pleasure To Kill, Terrible Certainty, Extreme Aggression, Outcast, Endorama) Endorama ziemlich sicher mein Favorit ist. Mir ist beim Hören die Tage mal wieder bewusst geworden, wie "wichtig" die Platte für mich gewesen sein dürfte, ganz abgesehen davon, dass es meine erste Kreator war, würde ich fast wetten, dass die auch zum Stilbildend auf meinen Geschmack gewirkt hat. (Nicht vergessen, ich habe erst 1998 angefangen Metal zu hören, das heißt, Endorama kam recht früh in meinen persönlichen Metal-Kosmos.) Dazu hat sie schlicht Milles beste Gesangsleistung von den genannten Alben und ist für mich auch in Sachen Songwriting vorne. Klar, ich kann jeden Altfan verstehen, der mit der Scheibe seine Probleme hat(te), aber den "Ballast" hatte und habe ich nicht und für mich ist das am Ende des Tages einfach ein ziemlich tolles Album! Was mir allerdings aufgefallen ist, wenn ich die Pre-VR Phase mit allem danach vergleiche: die alten Alben sind bei mir viel mehr stimmungsabhängig, die kann ich einfach nicht immer hören. Bei den späteren Alben ist das deutlich anders. Vor allem die Chaoshorden kann ich eigentlich jederzeit mit großer Freude anwerfen. Eine weitere Feststellung: obwohl mir Kreator heute deutlich besser gefallen als Sodom, mag ich Toms Frühphase doch deutlich lieber als die von Kreator. Das kann möglicherweise natürlich auch wieder mit emotionaler Aufladung begründet werden, da ich Sodom noch vor der Endorama kennen gelernt habe. Mit Frühphase meine ich wirklich den Karrierebeginn. Auch wenn Kreator auf ihren ersten Alben zweifelsohne technisch weiter waren als Sodom, haben In The Sign Of Evil, Obsessed By Cruelty und Persecution Mania für mich viel mehr Charme als Endless Pain und Pleasure To Kill. Was übrigens auch am Gesang liegt, Mille finde ich auf den ersten Alben echt anstrengend, Ventor nicht viel besser, so ab Extreme Aggression geht es langsam. Zu guter Letzt: Renewal ist (zu teuer) gebraucht geordert, bei Coma of Souls hadere ich, ob ich die Gelegenheit wahrnehmen soll, sie für 27€ neu zu kaufen (die kann durchaus auch gebraucht so viel kosten, oder mehr (klar, geht auch billiger, ich bekomme es aber zur Zeit nicht auf die Reihe, auf ablaufende Ebay-Auktionen zu achten)), ist eigentlich (zu) viel Geld für eine CD, andererseits hätte ich sie gerne... Cause For Conflict hat weniger Priorität, ist aber auch noch günstiger gebraucht zu bekommen.
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von Feamorn » Mittwoch 8. März 2017, 12:54
Feamorn hat geschrieben:Was übrigens auch am Gesang liegt, Mille finde ich auf den ersten Alben echt anstrengend, Ventor nicht viel besser, so ab Extreme Aggression geht es langsam.
Kleine Korrektur, auf Terrible Certainty geht's auch schon.
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von Havoc » Samstag 11. März 2017, 10:03
Feamorn hat geschrieben:Kreator - Renewal Huh?! Trotz aller Vorinformiertheit hatte ich hier immer noch irgendwie etwas anderes erwartet... Hum, hum, hum...
Lass mich raten. Du hattest halt ein etwas anderes Kreator Album erwartet...ein untypisches eher sphärisches...und bist nun leicht enttäuscht, da es sich dann doch eher nicht nur anders, sondern auch etwas einfacher, unspannender und ungenialer klingt als erwartet. Ich habe das Ding ja damals leider verkauft....habe aber soeben mal etwas rumgestöbert und tatsächlich eine MP3 Version entdeckt die ich mir damals fürs Auto gezogen habe. Die werde ich demnächst noch mal anhören. Die oben geschilderten Eindrücke beziehen sich auf die von damals. Schätze dass ich das Album zuletzt vor ca. drei Jahren mal gehört habe oder so.
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