Schwarze Federn 2016

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Schwarze Federn 2016

Beitragvon Eike » Montag 30. Januar 2017, 19:52

Mein Eindruck ist, dass Dir ein eigensinniger Sänger den Einstieg in genrefremde Elemente deutlich erleichtert.
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Re: Schwarze Federn 2016

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 30. Januar 2017, 19:55

Das ist absolut richtig. Das geht so weit, dass ich zum Beispiel auch Björk spannend finde, obwohl du mich mit rein elektronischer Musik gemeinhin echt jagen kannst. Oder warum ich manche Genreprogger halt dann doch cool finde, obwohl Genreprog mich regelmäßig sehr kalt lässt. Verschrobene Sänger aller Art haben bei mir immer einen ganz besonderen Stein im Brett und haben schon oft mein Interesse für Bands oder Alben geweckt, die ich ansonsten eher unter langweilig, schwer zugänglich oder schlicht außerhalb des Interessengebiets eingeordnet hätte.
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Re: Schwarze Federn 2016

Beitragvon Eike » Montag 30. Januar 2017, 19:57

Björk ist ja nun nicht rein elektronisch. Und stark vokal orientiert. Von daher finde ich das bei Dir gar nicht so widersprüchlich.
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Re: Schwarze Federn 2016

Beitragvon Eike » Montag 30. Januar 2017, 20:00

Wie findest Du den hier: 'Hell Broke Luce'
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Re: Schwarze Federn 2016

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 30. Januar 2017, 20:04

Ja, ich kenne so viel auch nicht von Björk. Zu Sugarcubes-Zeiten war das ja noch halbwegs rockig, manche spätere Sachen sind schon stark loopig/elektrobeatig, was ich oft als sehr störend empfinde. Trotzdem hat Björk was. Widersprüchlich finde ich das auch nicht unbedingt, aber ich denke wir sind uns schon einig, dass Björks Musik an sich - sänge da jemand mit einer Stimme wie Sarah Connor oder Helene Fischer - für mich nun doch eher sehr abseitig wäre.

Habe indes noch keine CD der Dame, weil ich keine neuen Sammelfronten eröffnen will... Vielleicht kommt das noch.
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Re: Schwarze Federn 2016

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 30. Januar 2017, 20:10

Eike hat geschrieben:Wie findest Du den hier: 'Hell Broke Luce'


Schwierig. Der Song hat vieles, was mich eher nervt. Hip-Hop-artiger Sprechgesang ist normal überhaupt nicht das Meine, und der stoische Beat stresst mich auch. Waits hat aber natürlich eine sehr, sehr coole Stimme, die er hervorragend einsetzt, außerdem mag ich die Industrial-Einsprengsel, die bisweilen Ministry-artig hineinbratzende Gitarre und auch die Passagen, die er ein bisschen Rob-Zombie-, Green Jelly- oder GWAR-artig singt. Schwierig. Um richtig warm damit zu werden, hat es mir dann doch etwas zu viele Elemente, die mir eher eine unwohlige Gänsehaut bescheren, aber es ist echt gut gemacht, charakterstark und dadurch spannend. Ich sag mal, dass es mich intellektuell anspricht und ich es interessant finde, dass es aber für mich keine Wohlfühlmusik sein kann. Auf den Song bezogen, nicht auf Tom Waits insgesamt.
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Re: Schwarze Federn 2016

Beitragvon Eike » Montag 30. Januar 2017, 20:19

In dem Song will er wohl auch nicht wohlfühlig sein.
Ich hatte vorher noch nie Industrial-Blues gehört, aber hier kommt mir der Begriff in den Kopf.
Robzombieesk und auch die Ministryassoziation passt.
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Re: Schwarze Federn 2016

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 30. Januar 2017, 20:29

An Tom Waits ist halt klasse, dass er ein Solokünstler, Singer/Songwriter ist, der sich im Wesentlichen auf nichts zu 100% festlegen lässt, außer auf seine eigenwillige, unverkennbare Stimme; was ihm irre viele Möglichkeiten eröffnet. Da gibt's immer - und wohl auch für jeden - Sachen, die einem runterlaufen wie Öl (z.B. "Hold On", oder allgemein seine folkigeren, country-lastigeren Sachen), und dann wieder Zeug woran man sich reiben oder aufreiben kann. Ein super spannender Künstler mit viel Gehalt, auf jeden Fall. So etwas höre ich immer gern mal, aber im Endeffekt steht mir der Sinn doch nicht allzu sehr danach, aus meiner stilistischen Stahlheimat ernsthaft auszubrechen. Da geht mein Schwerpunktinteresse doch mehr in die Tiefe als in die Breite. So oder so aber trotzdem dankeschön für den Link, der mir eine weitere Facette eines Musikers offenbart hat, die ich so nicht auf dem Schirm hatte. Industrial Blues ist dafür ein treffender Aufhänger.
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Re: Schwarze Federn 2016

Beitragvon Holger Andrae » Montag 30. Januar 2017, 20:33

Zu Omen schreibe ich nichts, da ich da ja schon die vermeintlichen Klassiker ketzerisch bewerte. Obendrein geht mir das überproportionale Auftreten auf deutschen Festivitäten bei denen genau so auf den Senkel wie bei Manilla Road. Überfütterung galore.

Jetzt höre ich zum ersten Mal Masters Hammer. I äm gespannt.
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Re: Schwarze Federn 2016

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 30. Januar 2017, 20:38

Holger Andrae hat geschrieben:Zu Omen schreibe ich nichts, da ich da ja schon die vermeintlichen Klassiker ketzerisch bewerte. Obendrein geht mir das überproportionale Auftreten auf deutschen Festivitäten bei denen genau so auf den Senkel wie bei Manilla Road. Überfütterung galore.

:grins:
Passt schon. Ich kann's durchaus verstehen. Für mich gehören beide Bands indes zu den - durchaus nicht ganz so zahlreichen - Bands, die ich live wirklich immer anschauen kann.


Jetzt höre ich zum ersten Mal Masters Hammer. I äm gespannt.

Darauf bin ich durchaus auch gespannt, was dabei heraus kommt, bei dem Selbstversuch.
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