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von Oliver Passgang » Freitag 21. Oktober 2016, 11:26
Wow! Ich finde es gerade total spannend, dass das "Auswahlverhalten" bei allen hier über weite Strecken identisch zu sein scheint. Bin ich denn der einzige, den das in dieser Form ein wenig stört?  So viele Nerds auf einen Haufen, aber was dann genau gehört wird, ist doch eher spontan, impulsgesteuert oder gar zufällig? Wie passt das denn zusammen? In meinem Fall entsteht diese (leichte) Unzufriedenheit daher, dass ich im Kern auf drei Wegen Musik höre: a) Was in meiner Sammlung (und damit auch digital auf meinem Rechner zur Verfügung) steht, wozu ich jetzt auch mal SC-Alben etc. zähle, b) was ich auf meinem Handy wiederfinde (letztlich natürlich nichts anderes als ein Bruchteil der digitalisierten Alben, aber insofern eine Erwähnung wert, als dass ich hier niemals "alles" haben kann und die Aktualisierung eher selten vornehme, weshalb ich gerne mal 1-2 Monate mit den gleichen 30 Scheiben durch die Gegend laufe) sowie c) was ich via Internet, vor allem Youtube höre (hier denke ich vor allem an einzelne Songs von Künstlern anderer Genre, was mir oftmals keinen Albenkauf wert ist; teilweise höre ich auf diese Weise zuhause aber auch einfach Platten, die ich noch nicht gekauft habe). Wozu diese langen Ausführungen? Ich habe das Gefühl, dieses Dreieck nicht vernünftig organisiert zu bekommen - überlege bereits, ob Spotify-Playlists mir c) schon einmal erleichtern könnten - weshalb ich den Eindruck nie so ganz los werde, dass ich andauernd mir wichtige Bands vergesse... Versteht mich irgendwer? 
Oh you ironic pop-rock fucks DON'T YOU FUCK WITH METAL!!!
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Oliver Passgang
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von Martin van der Laan » Freitag 21. Oktober 2016, 11:47
Oliver Passgang hat geschrieben:Versteht mich irgendwer? 
Nö. Vor allem nicht, wenn du fast zeitgleich im "Was hört ihr gerade?"-Thread SCOOTER auflistest... 
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von Oliver Passgang » Freitag 21. Oktober 2016, 12:34
Naja, vereinfacht gefragt: Wie organisiert ihr euer Hörverhalten?
... und stört es euch nicht, dass dabei manchmal tolle Bands hintenüberfallen?
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Oliver Passgang
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von Eike » Freitag 21. Oktober 2016, 12:40
Ärgern? Nö. Mag dann schade sein, wenn das solange passiert, bis ich kaum noch an die Band denke. Aber sonst: Wenn ich nicht in Stimmung bin, bin ich nicht in Stimmung. Ziel beim Anlegen einer Sammlung kann für mich auch nur sein: Für jede Stimmung mindestens einen passenden Song zuhause zu haben. Am besten ein Album. Ich brauche nicht drei Alben, die ähnlich klingen; ich brauche Alben von drei Bands, die unterschiedlich klingen. Und von denen dann jeweils das beste! Von Verwandlungskünstlern gerne auch mehr. Kommt Zeit, kommt Stimmung, kommt Sound. Wie häufig ein Album läuft, ist unwichtig. Wichtig ist, wieviel es mir geben kann, WENN es dann läuft. Qualität vor Quantität.
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von Rüdiger Stehle » Freitag 21. Oktober 2016, 13:46
Ich hab über die Frage tatsächlich noch nie ernsthaft nachgedacht. Was ich höre, bestimmen im Zweifel primär äußerliche Einflüsse und so gut wie nie die Frage, in welcher Stimmung ich gerade wofür bin. Determinierend dürften folgende Aspekte sein: - Das Kennenlernen von Neuerwerbungen. - Der Review-/Soundcheck-Terminplan. - Anregungen in Forendiskussionen über Band XY, um eine dortige eigene oder fremde Aussage anhand der Musik zu überprüfen und eine fundierte Stellungnahme dazu abgeben zu können, die ich aktuell nochmal verfiziert habe. Die Situation, das zu Hören, worauf ich gerade Lust habe, tritt so selten ein, dass ich da mal, falls es so ist, Notizen machen muss, um das empirisch zu analysieren.  Was ich aber relativ sicher ausschließen kann, ist eine stimmungsverstärkende oder stimmungskompensierende Auswahl. Bei mir steuert IMMER der Kopf die Auswahl. Also die Entscheidung, mich jetzt mit dem oder jenem kognitiv befassen zu wollen. Stimmungsgesteuertes Hören ist mir - zumindest als unmittelbare Determinante - quasi völlig fremd. Leider. EDIT: Dass beim Hören, dann entsprechende Stimmungen reflektiert, kompensiert oder erzeugt werden, ist dann aber natürlich schon der Fall.
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von Siebi » Freitag 21. Oktober 2016, 18:10
Höre nur das, worauf ich Lust habe. Musik anhören zu müssen, gibt es schon lange nimmer. Sie umgibt mich nahezu ständig, privat wie beruflich, wobei ich privat die Stunden im Musikzimmer genieße und meist Vinyl, alte wie neue Klassiiker und geliebte Scheiben, zelebriere. Ins Heiabettchen geht's oft mit dem mp3-Player im Shufflemodus.
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von Oliver Passgang » Freitag 21. Oktober 2016, 18:15
Siebi hat geschrieben:Höre nur das, worauf ich Lust habe. Musik anhören zu müssen, gibt es schon lange nimmer. Sie umgibt mich nahezu ständig, privat wie beruflich, wobei ich privat die Stunden im Musikzimmer genieße und meist Vinyl, alte wie neue Klassiiker und geliebte Scheiben, zelebriere. Ins Heiabettchen geht's oft mit dem mp3-Player im Shufflemodus.
Und wie entscheidest du, worauf du Lust hast? Auch Bauchgefühl und Impuls? Eike hat geschrieben:Ärgern? Nö. Mag dann schade sein, wenn das solange passiert, bis ich kaum noch an die Band denke. Aber sonst: Wenn ich nicht in Stimmung bin, bin ich nicht in Stimmung. Ziel beim Anlegen einer Sammlung kann für mich auch nur sein: Für jede Stimmung mindestens einen passenden Song zuhause zu haben. Am besten ein Album. Ich brauche nicht drei Alben, die ähnlich klingen; ich brauche Alben von drei Bands, die unterschiedlich klingen. Und von denen dann jeweils das beste! Von Verwandlungskünstlern gerne auch mehr. Kommt Zeit, kommt Stimmung, kommt Sound. Wie häufig ein Album läuft, ist unwichtig. Wichtig ist, wieviel es mir geben kann, WENN es dann läuft. Qualität vor Quantität.
Ja, da bin ich in quasi alle Punkten ganz bei dir. Es ist allerdings gut, so etwas hier in anderen Worten noch einmal zu lesen, um sich gewisse Dinge wieder zu vergegenwärtigen.  Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich hab über die Frage tatsächlich noch nie ernsthaft nachgedacht. Was ich höre, bestimmen im Zweifel primär äußerliche Einflüsse und so gut wie nie die Frage, in welcher Stimmung ich gerade wofür bin. Determinierend dürften folgende Aspekte sein: - Das Kennenlernen von Neuerwerbungen. - Der Review-/Soundcheck-Terminplan. - Anregungen in Forendiskussionen über Band XY, um eine dortige eigene oder fremde Aussage anhand der Musik zu überprüfen und eine fundierte Stellungnahme dazu abgeben zu können, die ich aktuell nochmal verfiziert habe. Die Situation, das zu Hören, worauf ich gerade Lust habe, tritt so selten ein, dass ich da mal, falls es so ist, Notizen machen muss, um das empirisch zu analysieren.  Was ich aber relativ sicher ausschließen kann, ist eine stimmungsverstärkende oder stimmungskompensierende Auswahl. Bei mir steuert IMMER der Kopf die Auswahl. Also die Entscheidung, mich jetzt mit dem oder jenem kognitiv befassen zu wollen. Stimmungsgesteuertes Hören ist mir - zumindest als unmittelbare Determinante - quasi völlig fremd. Leider. EDIT: Dass beim Hören, dann entsprechende Stimmungen reflektiert, kompensiert oder erzeugt werden, ist dann aber natürlich schon der Fall.
Puh, das finde ich ja fast schon traurig! Der Kopf entscheidet ganz allein? Bei etwas, wo es - zumindest glaube ich, dass das für fast alle hier gilt - darum geht, Emotionen auszulösen? Uhm...
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von Siebi » Freitag 21. Oktober 2016, 18:26
Oliver Passgang hat geschrieben:Siebi hat geschrieben:Höre nur das, worauf ich Lust habe. Musik anhören zu müssen, gibt es schon lange nimmer. Sie umgibt mich nahezu ständig, privat wie beruflich, wobei ich privat die Stunden im Musikzimmer genieße und meist Vinyl, alte wie neue Klassiiker und geliebte Scheiben, zelebriere. Ins Heiabettchen geht's oft mit dem mp3-Player im Shufflemodus.
Und wie entscheidest du, worauf du Lust hast? Auch Bauchgefühl und Impuls?
Die Lust variiert, haha. Da läuft bspw. Deep Purples "Perfect Strangers" und dann merke ich, hey, 1984 war schon ein geiles Jahr, erinnere mich an lustige Anekdoten mit Spezln oder die ersten tölpelhaften Annäherungsversuche ans andere Geschlecht von damals und höre weiter Scheiben dieser Zeit, was mich teilweis noch mehr euphorisiert. Ein anderes Mal muss danach eine Death Metal-Scheibe rein oder ich bin James Hetfield beim Runterschrubben der Kill Master Lightning vor dem unsichtbaren, aber immer zufrieden jubelnden, Auditorium. Ist das ein Lustimpuls oder nur verrückt? Noch etwas, ich sehe einer Scheibe immer wieder Mal gerne beim Drehen auf dem Teller zu und beobachte den Toabnehmer und dessen Diamantnadel, wie sie geräuschvoll die Rille durchschreitet. Dazu das Riechen an Cover, Innersleeve... Ist das schon pervers? 
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von Oliver Passgang » Freitag 21. Oktober 2016, 18:46
Ne, das ist großartig. Gerade auch die Beschreibungen im ersten Absatz. Sowas habe ich auch immer mal wieder, solche Assoziationsketten, und dann landen manchmal Sachen im Player, herrje... Aber bei dir scheint das ja schon eher die Regel denn Ausnahme zu sein. 
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von Havoc » Freitag 21. Oktober 2016, 20:30
Oliver Passgang hat geschrieben:Naja, vereinfacht gefragt: Wie organisiert ihr euer Hörverhalten?
Da wird gar nix organisiert. Damals, als ich mal eine zeitlang jede Woche hier meine Weekly Playlist eingehämmert habe musste ich feststellen, dass diese auch mein Hörverhalten beeinflusst hat. Und das wollte ich irgendwann nicht mehr. Vieles ergibt sich durch Einflüsse, oder man hört im Zuge einer Neuerscheinung noch mal die alten Alben...oder man ist gerade euphorisiert von einer bestimmten Band. Passiert alles. Aber mit meiner emotionalen Lage hat das nicht wirklich was zu tun. Sprich...ich höre nicht unbedingt harten Stoff wenn ich übel gelaunt bin und stimmunsgvolle Sachen wenn ich gut gelaunt bin. Das haut nicht hin. Ich denke bei mir kommt die Entscheidung wirklich rein aus dem Herzen und Bauch heraus....ich gucke oft meinen CD-Schrank druch....und dann fällt mir irgendwas auf wo ich denke...yo...das isses jetzt. Aktuell läuft grad mal wieder Heart Of Cygnus seit längerer Zeit. Warum? Die guckten mich an...ich hatte gerade Bock auf diese Heavy-Rock-Prog-Mischung....und zack...eingeworfen! 
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