Musikzeitschriften

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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Peter Kubaschk » Dienstag 5. Juli 2016, 10:37

Dass das alles Metalfans sind, die BEYOND THE BLACK gut finden, ist natürlich eine waghalsige Behauptung. Du gehörst schon mal zu der anderen Gruppe. Und Frank gehört auch eher in de Gruppe "Weichei". :grins:
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon salisbury » Dienstag 5. Juli 2016, 11:10

Peter Kubaschk hat geschrieben:Dass das alles Metalfans sind, die BEYOND THE BLACK gut finden, ist natürlich eine waghalsige Behauptung.


Na ja, vermutlich vom Anteil her jetzt nicht mehr oder weniger Fans als bei IRON MAIDEN. Oder GHOST. Der Drummer gibt live schon mächtig Gas mit seinen präzisen Doublebass-Einschüben. Und die Soli erinnern mich immer wieder an Criss Oliva, auch wenn mir Lesser live immer zu leise abgemischt wird. Ansonsten ist zumindest mein Metallerherz immer ganz gut am schlagen, wenn die live auftreten. :D.

Aber ich möchte eigentlich weg von meiner BTB-Verteidungshaltung, ich komm mir ja schon vor wir Rüdiger mit MANOWAR :subber: .
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Peter Kubaschk » Dienstag 5. Juli 2016, 11:18

Ich habe ja nicht gesagt, dass die Band kein Metal sei, sondern dass es nicht (nur) Metalfans sind, die die Band gut finden.Das ist ein gewaltiger Unterschied. Wobei ich ersteres auch nur sehr bedingt finde, aber diese Anti-Haltung, die du mit deinem Verteidigungsreflex konterst, ist natürlich auch schon reichlich bizarr.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon frankjaeger » Dienstag 5. Juli 2016, 12:47

Ja, aber da stehen wir doch drüber. So wie ich über Manowar motze, muss ich das eben auch abkönnen. Und es ist mr vor allem ziemlich wurscht. Ansonsten: jawoll, Weichei, bekennendes! :grins:
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 6. Juli 2016, 13:40

Mir ist das persönlich alles zu verbittert und zu verbohrt, und zwar per se von beiden Seiten her, wobei mich deine Schimpftiraden, lieber Thommy, fast noch mehr stören, als die von dir wahrgenommene und in Teilen sicher auch real existierende Attitüde des DF. Warum? Nun, ganz einfach, aus zwei Gründen:

1.
Ich kenn dich nicht so verbittert und aggressiv.

2.
Du regst dich maßlos über die zu Schau getragene Attitüde eines Szenemags auf, zu dessen Zielgruppe du nur bedingt gehörst. Weniger in musikalischer Hinsicht, denn da ist vieles kompatibel, als vielmehr im Hinblick auf dein Musik- und Szeneverständnis. Du bist einfach kein überzeugungstäteriger Metalhead, der seine Scheuklappen, Urteile und Vorurteile pflegt.

Im Endeffekt hast du zwei Möglichkeiten: Das Mag ignorieren, weil dich die Attitüde so sehr stört, dass du keinen Spaß dran hast, es zu lesen. Oder die Leute so sein lassen, wie sie halt sind, und so schreiben lassen, wie sie halt schreiben, und trotzdem das für dich rauszuziehen, was für dich einen journalistischen, informatorischen, musikalischen Wert hat. Du kannst bei Burzum die Attitüde des Machers ausblenden und die Musik genießen, dann könnte es ja vielleicht auch möglich sein, das missionarische Sendungsbewusstsein und das Szenedünkel mancher DF-Schreiber auszublenden und eben nach den tollen Tipps suchen, die es eben auch (und für Leute wie mich und Holg vor allem) im DF gibt.

Die schreddern auch genug Bands, die ich gut finde. Sei es, weil es vermeintlich abgehalfterte und dennoch größenwahnsinnige Helden wie Manowar sind, oder politische Irrlichter wie Ted Nugent und Varg Vikernes, oder einfach nur martialischer Kitsch wie Sabaton...

Man muss einfach sehen, dass das DF eben erklärtermaßen ein sehr eng gestecktes Spektrum bedienen will, und hieraus auch ganz bewusst und aktiv ausgrenzt. Dieses Spektrum ist eben nicht nur musikalisch definiert, sondern auch durch das, was für die Macher eben eine Heavy-Metal-kompatible Attitüde ist. Das Magazin will einfach ganz bewusst mehr in die Tiefe gehen und gerade nicht in die Breite.

Ich finde den Ansatz - auch wenn es mir bisweile selbst zu eltitistisch und exklusiv klingt - ehrlich gesagt gut und richtig, auch wenn ich selbst stilistisch und "musikideologisch" viel breiter aufgestellt bin und mir von DF-Kollegen meine Manowar-, Running-Wild-, Burzum- und Taake-Liebhaberei nicht madig machen lasse. Warum? Ganz einfach: Ich bin ganz entschieden der Meinung, dass genau diese verbohrte, reaktionäre, bescheuklappte Attitüde in manchen Subgenres und bei deren Bands, Musikern und Schreibern dafür sorgt, dass uns ein sehr vielseitiger, lebendiger Untergrund erhalten bleibt, der eben auch die kleinsten Sparten und Nischen bedient, und kleinsten Undergroundbands ermöglicht, zig Jahre zu überleben, die in einer größeren, nur offenen, nur toleranten und nur vielseitigen Musiklandschaft längst weggespült wären oder übersehen würden.

Es ist halt einfach toll, dass es in diesem Dunstkreis Leute gibt, die MILITIA (TX) auch noch 32 Jahre nach ihrer ersten und einzigen 7"EP noch als Messias feiern und beim KIT sehen wollen, oder dass sich die Leute im DF-Forum auch 20 Jahre nach dem einzigen Album der absoluten Untergrund-BM-Band Tha-Norr noch dieser erinnern und sich drüber freuen, dass die noch jemand anderes im Forum kennt und auch noch hört. Das passiert dir halt eher, wenn Leute herum spuken, die sich rigide auf dieses eine kleine Szene-Ding fixieren und darüber hinaus keinen Horizont haben (wollen).

Du musst dich denen ja nicht anpassen oder ihrem Elitismus nacheifern. Du kannst ja trotzdem BTB und Sabaton super finden und dir sagen: Was juckt es mich, was der "Angelo" davon hält. Zwingt dich ja keiner, alles so zu sehen, wie das jemand im DF postuliert. Aber die Tatsache, dass die Leute so ticken, wie sie ticken, trägt halt einen großen Anteil daran, dass es eben durch dieses Magazin und dessen Forum möglich ist, Sachen zu entdecken oder sich über völlig obskures Zeug zu unterhalten, das in Mainstream-orientierten Umfeldern eben gar nicht erst Thema wird, weil es keiner aufwirft.

Daher sag ich immer, dass ich dem lieben Herrgott dafür dankbar bin, dass es in der Szene so viel Starrsinn jeglicher Art gibt, auch wenn ich ihn selber kein Stück weit teile, denn dieser Starrsinn hat mir so viele tolle Bands beschert, die eben nur in einer Szene mit metallischen Kodizes existieren können und nicht in einer Atmosphäre der offenen Musikliebhaberei. Letztere Szene hat mir dafür völlig andere tolle Bands beschert. Daher bin ich froh, dass es auch diese gibt. Es ist schön, dass es beides gibt, denn beides kann mir Bands liefern, die ich nicht entdecken würde, wenn es die Enthusiasten beider Lager nicht gäbe. Daher zieh ich für meinen Teil das heraus, was mir weiterhilft, über manche Sachen schüttle ich natürlich auch den Kopf, aber: "So what!" - Ich muss ja nicht mit den Wölfen heulen.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Siebi » Mittwoch 6. Juli 2016, 18:37

salisbury hat geschrieben:...
Auch schlimm ist die Rezi zum SC-Sieger FATES WARNING. Informationsgehalt über die Musik: Fehlanzeige. Erstmal wird der schlimmste Fehler, den man in einer Rezi machn kann begangen und über eine andere Band hergezogen. Hier: DREAM THEATER. Danke auch, dass man als Fan der Amis erstmal ausgeschlossen wird. Dann kommt drei Sätze lang Geschafel von Klasse, Weltklasse, Meilenstein, noch mehr Klasse und Blasphemie, wenn man das nicht Klasse findet, dann wird aufgezählt, welche Alben noch alles Klasse sind. Natürlich ohne Begründung, weil das ja klar ist. Dann wird natürlich die Moderne gebasht (weil das ja klar ist) und am Schluss lernt man, das das Album komplex ist. Und vielschichtig. Wahnsinn, oder?
...

Die Rezi ist von einem absoluten Dream Theater-Junkie, der alles mögliche der Amis sammelt, sollte man wissen. Informieren macht man oft nimmer, schade irgendwie. Wo zieht er über DT her? Einen vergleichenden Satz über aktuelle DT habe ich gefunden. Bin nur selten auf Kohsieks Wellenlänge, aber wo das Review schlecht sein soll, hm, ich verstehe Dich abermals zu 0,0. Was soll er genau über die Musik schreiben? Was erwartest Du? Wieviele Gitarrenspuren wurden verwendet, welche Modelle Herr Matheos spielt? Ist es das?

Das DF darf man scheiße und alles mögliche finden, aber meiner Meinung nach solltest Du bei aller Kritik auch mal Infos recherchieren und dann kann man es immer noch Kacke finden. Vor allem, da Du selbst als Redakteur unterwegs bist. Mir fällt in dem Zshg. oft negativ auf, dass man Dich doch aufklären möge, weil Du selbst scheinbar nicht suchen willst oder kannst, eine Art Zeitverschwendung. Warum lässt Du Dich dann darüber aus'? Alles was Dich nicht interessiert und nur den winzigen Hauch von Old School und Anti-Moderne versprüht, kriegt per se eine Breitseite. Passt irgendwie nicht zu Deinem sonst so gerne propagierten offenen Weltbild der Musik. Aber vielleicht trübt mich ja der verbohrte Blick auf Blautiere, who knows.

P.S.: Angelo's Diary wird von Wolf-Rüdiger Mühlmann verfasst.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 6. Juli 2016, 18:44

Man darf eines nicht vergessen - hier auf PM.de ist die durchschnittliche Verweildauer eines Besuchers ein paar Minuten. Da sucht sich jeder raus, was ihn interessiert. Dafür würde er aber kein Printmagazin kaufen. Print muss eine spezielle Nische finden, möglichst eine nicht zu schmale, und die Klientel bedienen. Alles, was da nicht reinpasst, fliegt raus oder wird gedisst. Nur so erhält sich ein solche Magazin die Existenzberechtigung. dass wir jeden Tag Tausende Leser haben, liegt sicher daran, dass wir das eben nicht tun. Dass das DF so viele Käufer hat, liegt daran, dass sie es tun.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Siebi » Mittwoch 6. Juli 2016, 18:54

Ein Leser sucht sich immer das Interessante heraus. Von einem Musikredakteur, wenn er sich denn so nennt, erwarte ich etwas mehr Tiefgang als von einem reinen Leser. Aber das hatte ich schon mal genannt. Ich denke einfach, Sally und ich, das passt auf schriftlicher Kommunikationsebene einfach nicht, wir agieren auf verschiedenen Ebenen. Wenn wir uns sehen, ist das immer sehr herzlich, also freundschaftlich geprägt. Geschrieben wird das wohl nix mehr, haha.

Ach so, trotz meiner Kritik an Sally gefällt mir seine Kritik in vielen Teilen in der Wortwahl, weil sie für mich von Herzen kommt, authentisch sozusagen. Inhaltlich bin ich nur selten dabei.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Erasmus » Donnerstag 7. Juli 2016, 17:01

Ich teile da ganz und gar Rüdigers Sichtweise. Auch wenn bich diese DF-Attitüde bisweilen nervt, lese ich es insgesamt doch sehr gerne.
Dazu sei allerdigns noch angemerkt: Lustig wird WRM in diesem Leben ganz sicher nicht mehr...
Auch bekannt als: Jakob Schnapp

http://www.musik-sammler.de/sammlung/erasmus-desiderius

Seasons fade while willows sway
It is you that you betray
Bare your hands, refuse to see
Fool the others, never me
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon salisbury » Samstag 9. Juli 2016, 02:14

Liebe Freunde, da ich grad noch auf einer Konferenz verweile, kann ich zu all den interessanten Beiträgen leider nur wenig beisteuern, doch es ist mir wichtig, zu versichern, dass ich durch einige Beiträge zum DF weder verbittert noch aggressiv noch frustriert bin. Oft wirkt geschriebenes Wort harscher als dass es gemeint ist. Aber meistens hab ich das, was mich aufregt auch schnell wieder vergessen und erinner mich erst wieder daran, wenn ich feststelle, dass ich mich über dasselbe Thema schonmal aufgeregt habe.

Ich stelle eben immer wieder fest, dass ich vieles, was ich da lese nicht ernst nehmen und meinungstechnisch nicht teilen kann, was ein ungutes Gefühl beim Lesen erzeugt. Deswegen lass ich das lieber. Ich frag jetzt mal ganz explizit den Eike, welche Mags er für empfehlenswert hält, denn auf hin und wie ein Print-Heftchen will ich nicht verzichten. DF, ROCK HARD und immer mehr auch ECLIPSED mit seiner Rockopa-Verherrlichung hab ich über. Ich möchte ein frisches, modernes Magazin, das neutral aber mit Enthusiasmus über Musik berichtet, sich nicht zu schade ist, Musik auch mal zu beschreiben und mir nicht versucht, seine politische Meinung zu geigen. Ich denke, das sollte doch keine allzu hohe Erwartung sein...
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