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von Holger Andrae » Sonntag 19. Juni 2016, 21:40
Pillamyd hat geschrieben:Platz 23 Coheeed And Cambria | The Color Before The Sun Genre: Progressive Alternative Rock VÖ: 16. Oktober 2015Der erste Teil, der letzten zwei Alben hat mich nicht sonderlich überzeugen können auf Dauer. Das klang sehr gezwungen und ohne irgendwelche Höhepunkte. War irgendwie Dienst nach Vorschrift und um auf Teufel komm raus eine Story zu stricken um Alben veröffentlichen zu können. Hätte ich also nicht zufällig in „You Got Spirit, Kid“ reingehört, wäre das Album nicht in meinen Schrank gewandert. Jetzt ist es aber so, dass „Coheed And Cambria“ hier kein Konzeptalbum rausgebracht haben. Es wurde keine ineinander komplizierte Geschichte gestrickt, um es den Fans um die Ohren zu hauen. Eher konzentriert und beruht sich Sänger, Gitarrist und Songwriter Claudio Sanchez, auf persönliche Erlebnisse. Und das tut der Band wohl sehr gut. Denn das ganze Album wirkt sehr leichtfüßig und befreit von der ganzen Konzeptsache. Vor allem spürt man das in Songs wie „Eraser“ oder dem verlockendsten Song „Here To Mars“ (Hit!!!). Mit „Colors“ ist an 3. Stelle gleich eine Ballade dran. Die aber weniger kitschig wirkt, viel eher dramaturgisch verläuft und das in weniger als 5 Minuten. „You Got Spirit, Kid“ macht dann halt auch einfach Spaß und die kleine Rush-Verbeugung hört man. Dabei geht das Album wirklich leicht ins Ohr. Weniger progressiv, dafür mit viel mehr Volltreffern als zuvor. Aber auch längere Songs dürfen nicht fehlen. „Peace To The Mountain“ möchte ich da erwähnen. Der Song macht das Album wirklich rund und schließt es perfekt ab.
Irgendwie hab' ich die Band aus den Augen verloren, weil ich den Vorgänger schon ziemlich anstrengend fand und auch die Alben in meinem Besitz kaum noch laufen. 'Here To mars' klingt ganz ordentlich. 'You Got Spirit, Kid' rockt ja sogar richtig ab. Das ist aber sehr weit weg von dem, was ich momentan höre.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Jhonny » Sonntag 19. Juni 2016, 21:50
Bei COHEED AND CAMBRIA geht es mir wie Holg...
Bei RAM dagegen freu ich mich, das ist ne klasse Truppe!
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von Holger Andrae » Sonntag 19. Juni 2016, 21:52
Pillamyd hat geschrieben:Platz 22 Kampfar | Profan Genre: Black Metal VÖ: 13. November 2015Profan ist der Erstkontakt für mich mit Kampfar. Was mich erwarten würde, wusste ich bloß wage. Da ich immer mal wieder in die Band reingehört habe. Zum Albumkauf hat es leider nie gereicht. Was ein schwerwiegender Fehler war, wie sich nach den ersten Umdrehungen rausstellte. Das mit 7 Song bestückte Album lies erstmal auf ausgedehnte Songlängen schließen. Und obwohl ich damit total falsch lag, kommen mir die Songs sehr mächtig vor. Was heißen mag: wozu andere Bands solche Melodien auf 10-12 Minuten ausdehnen, brauchen Kampfar maximal 7 ½ Minuten und trotzdem klingt alles sehr kompakt. Und das ist tatsächlich eine große Stärke dieses Albums. Es ist genau auf den Punkt, trotz ganz, ganz vieler Ideen. Und wichtig vor allem, die Songs prügeln dir ungebremst voll in die Gehörgänge. Und so habe ich mir Kampfar vorgestellt. Und bei der ganzen Wilderei, die auf „Profan“ herrscht, wirken die Songs total abwechslungsreich und entwickeln ihre eigene Dynamik und Intensität. Da wird mal gegroovt, mal bricht die pure Panik aus und dann werden Melodien abgefeuert die sowohl getragen als auch mit mächtig wumms daher kommen. Aber wie gesagt nie den Rahmen sprengen und unnötig in die Länge ziehen. Nicht zu verachten ist übrigens auch das Cover Artwork. Und Hörbeispiele gibt’s hier: ProfanumSkavank (ab Minute 15:07)Pole In The Ground
Mit Kampfar habe ich mich noch nicht beschäftigt. Mal lauschen. Ja, Klangteppiche höre ich auch, aber so richtig fesseln kann mich das leider nicht.
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von Holger Andrae » Sonntag 19. Juni 2016, 22:02
Pillamyd hat geschrieben:Hier gehts dann mal weiter. Habs einfach aus verschiedenen Gründen nicht mehr auf die Kette gebracht hier weiterzumachen. Ich hoffe es passiert keine größere Unterbrechung mehr... Platz 21 Riverside | Love, Fear And The Time Machine Genre: Progressive RockVÖ: 04. September 2015Die tragischen Ereignisse, die die Band zurzeit durchmachen muss, sind immens. Und ich kann das nur zu gut nachvollziehen wie es der Band gehen muss, da ich noch gar nicht vor allzu langer Zeit ähnliches erfahren musste. Im Gegensatz zum Album davor, fällt mir auf dem Album der sehr warme Sound auf und in Verbindung mit den Songs an sich, strahlt das noch viel mehr positiveres aus. Das ganze Album klingt sehr locker und leicht und doch brodelt der Bass manchmal sehr bedrohlich. Dudas Gesang klingt oftmals sehr nachdenklich, aber dann greifen die Gitarren zum Gesamtbild, wie ein Zahnrad in das nächste. Was die Band hier erschaffen hat, ist einfach sagenhaft. Eine Stunde voller schöner, nachdenklicher Musik, die trotz allem sehr „bejahend“ klingt. Bis dahin meine Meinung im Riverside Thread. Umso krasser wenn ich meinen Kommentar weiterlese: …und es klingt für mich auch so, als hätte die Band ihr Ziel gefunden (obwohl ich von 6 Alben gerade mal jetzt 3 kenne). Was sich allerdings in den letzten Monaten nochmal bestätigt hat: Ganz klar ein Album, das vor allem in den ruhigen Stunden öfters in den CD Schacht fallen dürfte. Die Durchläufe nach der Arbeit auf dem Weg nach Hause haben das Album zum „Soundtrack“ für genau solche Stunden gemacht. Ich wünsche der Band die nötige Kraft mit diesem riesengroßen Verlust umgehen zu können. Auf eines kann die Band nämlich verdammt stolz sein: Mit Piotr nämlich zum Schluss noch ein so tolles und aussagekräftiges Album veröffentlicht zu haben. Mir bleibt nicht mehr zu sagen… Hörproben: Lost (Why Should I Be Frightened By A Hat?)Under The Pillow[url]Discard Your Fear[/url]
Die RIVERSIDE finde ich sehr leicht zugänglich und angenehm. Im Gegensatz zu früheren Alben, hat die allein schon aufgrund der wundervollen Bassarbeit bei mir rasch gezündet. Top!
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von Holger Andrae » Sonntag 19. Juni 2016, 22:14
Pillamyd hat geschrieben:Platz 20 Enslaved | In Times Genre: Progressive Black Metal06. März 2015Nach “RIITIIR” mein zweites Album von Enslaved. Direkt danach kam „Isa“ und „Vertebrae“. Beide gefallen mir sehr. Eigentlich war mir der Vorgänger ein wenig zu sperrig. Obwohl es mir gefallen hat. Höre ich aber von den vier Alben die ich habe, deutlich weniger. Als dann „In Times“ angekündigt wurde, habe ich schon sehr bock drauf gehabt. Das Cover machte einen sehr einladenden Eindruck und insgeheim hoffte ich, einen besseren Zugang zu diesem Album zu bekommen als beim Vorgänger „RIITIIR“. Was der Band auf dem Album sehr gut gelungen ist: Es ist um einiges straighter als der Vorgänger. Und damit hat sich mein Wunsch erfüllt. Das Songwriting ist famos. Die Vocals in den harschen Momenten packen einen und wenn der Klargesang einsetzt wirkt das nicht unpassend, sondern gekonnt in Balance gehalten. Wenn man in das Album hineingetaucht ist so fallen einem (unerfahrenen Enslaved-Hörer, wie ich das bin) auch an manchen Stellen des Albums die leichten Folk Einflüsse auf. Gerade durch die Geradlinigkeit hat das Album einen roten Faden und dürfte für viele einen leichten Einstieg in das Schaffen dieser Band gewähren. Die vielen Riffs, der variable Gesang. Alles wird perfekt verpackt. Zusätzlich durch die leichten Folk Einflüsse kommt die Abwechslung wie von alleine. Eines habe ich jedenfalls gelernt, bezüglich Enslaved. Sie entwickeln sich wohl immer und stets mit jeder Veröffentlichung weiter und das in eine positive Richtung. Wo das mal enden soll, weiß ich nicht. Aber ich genieße es, das die Band mit diesem Album voll ins Schwarze getroffen hat. Natürlich dürfen Hörproben nicht fehlen: Building With Fire (Hit!!!)One Thousand Years Of RainIn Times (völliger Wahn!!!)
Ja, das kann einiges. Eruinnert mich in den harten Passagen an die guten Opeth-Zeiten "Still Life". Warme Klampfen, toller Gesang und eine feine Atmosphäre. Leider keine Sommermusik. Egal, es gefällt mir sehr gut.
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von Pillamyd » Freitag 24. Juni 2016, 16:30
Freut mich sehr, wenn hier Reaktionen kommen. Wenn "Coheed & Cambria" wieder in dein Hörverhalten passt, dann würde ich es echt mit der Platte mal probieren. Ich glaube die könnte dann schon einschlagen 
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von Eike » Samstag 25. Juni 2016, 05:44
Habe einiges "auf Lager", was ich noch hören will... - wenn ich in der Stimmung dazu bin. Leider hinke ich somit auch hier weit hinterher, mal in das ein oder andere reinzulauschen. Die von dir erwähnte RAM wäre so ein Kandidat. Ob ich das je tun werde? Man wird sehen. Jedenfalls auch so schon jetzt: Danke für die schönen Vorstellungen hier!
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von Siebi » Samstag 25. Juni 2016, 10:10
So, lese hier fleissig mit, nun einige kurze Kommentare zu den Scheiben. Reinhören muss ich in einige noch, da unbekannt und hier YT und Co. nicht funktionieren. Ausführlicher, wenn ich mir ein Ohr gebildet habe. Faith No More | Sol Invictus"The Real Thing" ist das real thing, meine Platte, alles andere an Songs ganz okay bis nett bis Kracher. Von der neuen kenn ich nichts, ei äm gespannt. Antimatter | The Judas TableGar kein Schimmer, völlig blank, Dark Rock hört sich gut an, ich werde prüfen und berichten. Coheeed And Cambria | The Color Before The SunWiederum blank, was diese Scheibe betrifft. Habe aber 2 oder 3 Scheiben, gehört wurden die zuletzt vor zig Jahren. Es ist sehr selten geworden, dass ich solche Musik höre. Neugier ist geweckt. Kampfar | ProfanBlägg Mädel und ich, eine unheilvolle Beziehnung, es wird in diesem Leben mit der großen Liebe nix mehr. Trotzdem werde ich prüfen und berichten. Riverside | Love, Fear And The Time MachineZwei Alben in der Sammlung, ein paar Mal gehört, seitdem fristen sie ihr Dasein im Regal. Musik, die mir wenig gibt, sonst würde sie öfter gehört werden. Aber, die Mannen beherrschen ihre Instrumente und schreiben nachvollziehbare Songs. Vielleicht klickt's ja noch. Enslaved | In TimesHabe die mp3s, 2x gehört und wie bei den beiden Vorgängern rauscht es zum einen Ohr rein und zum anderen raus. Berührt mich zu keiner Sekunde, versuche es mit jeder neuen Platte. Tja... Motörhead | Bad MagicBald-Klassiker und Vermächtnis in einem. Für mich eine der besten 'head-Platten der letzten 10, 15 Jahre. Was wäre mein Leben ohne Motörhead? Nix. Neben Stones, Quo, Saxon und Magnum meine britischen Helden der Jugend, weit vor Iron Priest und Judas Maiden. RAM | SvbversvmSchweden, die es einfach können, sei es Studiosound, Live-Action wie Songwriting, ihr Potential im Gegensatz zu vielen schwedischen Newcomern und langweiligen Epigonen a la Lethal Steel, Ambush und Co. auszuschöpfen wissen. Beste traditionell musizierende Metalband dieser Tage, for me. Lieber Pillamyd, mehr zu den mir unbekannten Bands und Scheiben, wenn ich Muse zum Reinhören gefunden habe. Ansonsten gilt festzuhalten, tolle Vorstellungen, weiter so! 
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von Havoc » Samstag 25. Juni 2016, 10:38
Holger Andrae hat geschrieben:Enslaved | In Times
Erinnert mich in den harten Passagen an die guten Opeth-Zeiten "Still Life". Warme Klampfen, toller Gesang und eine feine Atmosphäre.
Auf den Vergleich mit "Still Life" wäre ich glaube ich nie im Leben gekommen. Sehe auch insgesamt kaum Parallelen zwischen Opeth und Enslaved. Klar. Beide waren mal ziemlich hart und sind proggig geworden. Aber dennoch klingen die Bands für mich völlig anders.
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von Pillamyd » Samstag 25. Juni 2016, 14:51
Sehr schön! Lasst euch ruhig Zeit. Ich finde es auch gar nicht schlecht, wenn ein Thema nicht gleich abgekaut wird. Da kann man sich auch ruhig mal Zeit lassen somit "lebt" das auch viel länger. Ich kann auch dementsprechend meine Beiträge anpassen. Also wenn es zu schnell oder zu langsam oder zu was weiß ich geht... 
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