25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Havoc » Samstag 14. Mai 2016, 18:10

Siebi hat geschrieben:Vor allem, wenn die Aussage von einem stammt, dem nur deren Debüt stellenweise gefällt.


Eieiei. :grins: 8-)
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Siebi » Samstag 14. Mai 2016, 20:35

Havoc hat geschrieben:
Siebi hat geschrieben:Vor allem, wenn die Aussage von einem stammt, dem nur deren Debüt stellenweise gefällt.


Eieiei. :grins: 8-)

Drum bin ich als Weichei-Wimp und Poser nie in der Hall. :D
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Havoc » Sonntag 15. Mai 2016, 10:44

Siebi hat geschrieben:Drum bin ich als Weichei-Wimp und Poser nie in der Hall. :D


Ich hatte früher ne Dauerkarte für die Hall. Mittlerweile zieht es mich nur noch ab und zu dorthin.
Aber wenn, dann ist es auch meist toll. :P
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Siebi » Sonntag 15. Mai 2016, 11:48

In einer knappen Stunde wird zu Schweinsbraten mit Kartoffel- wie Semmelnknödeln (nach K. Valentin) und Salat gebeten. Da passt gar wunderbar ein ohraler Aperitif in Form eines leckeren Schwedenhappens. Guten Appetit und allen einen entspannten Pfingstsonntag!

08. Dead Lord (SE): "Heads Held High" (Century Media)

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#8 hat sich im Laufe der Zeit als heimlicher Stockerlkandidat entpuppt. Sie läuft und läuft, ohne Abnutzung, ohne den geringsten Anflug aufkommender Langeweile. Die Scheibe macht von vorne bis hinten gute Laune, versprüht diesen lässigen Lizzy-Vibe, den Sänger und Gitarrist Hakim mit seinem leicht knödeligen Timbre die Krone aufsetzt. Die beiden Plattenöffner „Farewell“ und „Ruins“ zeigen in ihrer Lockerheit, wie ein saitenspannendes Tandem aus Gibson SG und Flying V im knusprigen Sound satte Akkorde zur vollsten Zufriedenheit ins Antlitz eines Rockfans zu zaubern im Stande ist. Kulmination erfährt Heads Held High im getragen beginnenden und sich zum D-Zug-Rocker entwickelnden „The Bold Move“. Gänsehaut, Entenpelle, es ist alles da, was die Härchen aufstellen lässt. Wer sich Hardrocker schimpft, sollte sich die Ohren wenigstens einmal mit der Musik der vier Schweden massieren lassen. You'd better believe it!

Strained Fools
Ruins (live)
The Bold Move (live)

Hier der gesamte Rockpalast-Auftritt.
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Jhonny » Sonntag 15. Mai 2016, 17:06

Die ist ja - nach anfänglicher leichter Enttäuschung - bei mir noch sehr hoch raufgerückt, auch knapp ans Stockerl ran. Unter 9 Punkte könnte ich da nicht mehr geben...
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Siebi » Mittwoch 18. Mai 2016, 12:08

Weiter dreht sich die Welt, wir nehmen Anlauf auf die sieben Sünden Siebis Plattenteller, die nach wie vor begeistern. So denn, auf zur Nummer Sieben, als gäbe es keinen Morgen. ;)

07. Weak Aside (DE): "The Next Offensive" (F.D.A. Rekotz)

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Was für ein Brecher! Aus dem Nichts hat mich dieses Death Metal-Geschoss umgerannt wie eine Horde williger Jungfrauen auf der Suche nach dem heiligen Gral... oder so. „The Next Offensive“ ist nach „Ghostleader“ vor fünf Jahren das zweite Album der vier Niedersachsen. Trotzdem sind hier keine Jungspunde, sondern alte Szenehasen am Werk, Thomas Zorn (Ex-Fearer) und Alex Pahl (Ex-Dew-Scented) bürgen für Qualität an den Instrumenten. Das Quartett bietet im drückend schneidenden Sound eine gar feine Mischung aus Obituary-Groove und Bolt Thrower-Walze flankiert von Benediction-Speed. Daneben werden ab und zu kurze Blastbeats eingestreut, so ist für jeden Old School Deather etwas dabei. Beware of this offensive!

The Next Offensive (Video)
Storm Of Violence
Bloodstorm
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Siebi » Donnerstag 19. Mai 2016, 10:49

„You are Number Six!“ Na? Wer weiß es? Legendäre Spoken Word-Passage eines Metal-Klassikers, einer TV-Serie entnommen. Ist das volle Zitat zu Ende haut der Drummer rein in die Kessel und los geht’s mit... Was hat das mit Night Demon zu tun? Direkt nichts, aber #6 ist doch zumindest ein kleiner gemeinsamer Aufhänger.

06. Night Demon (US): "Curse Of The Damned" (Steamhammer/SPV)

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Night Demon haben mit der ersten EP 2012 ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Unzählige Liveshows bestätigen den guten Konserveneindruck, verstärken ihn gar durch energetische Auftritte und musikalisch zielgerechte Arschtritte. Nach drei Jahren reicht das kalifornische Trio endlich das Debütalbum, das den Weg der EP weiterfährt, aber auch mal die ein oder andere verspieltere Abzweigung nimmt. Knackiger Hard Rock mit Metalkante oder vice versa, je nach Ohr des Hörers, frisch fromm fröhlich frei von der Leber weg, wird gespielt. Für mich sind die US-Amerikaner die metallische Variante Vanderbuysts (R.I.P.). Spritzig mit Drive und der gewissen Lässigkeit im Ärmel, der Songs wie „Screams In The Night“, „Heavy Metal Heat“ oder „The Howling Man“ das I-Tüpfelchen aufsetzt.

Screams In The Night
Satan
The Howling Man (live)
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 19. Mai 2016, 11:46

Feines Scheibchen!
Hat nicht gereicht für meine Top 25, aber ich freue mich, sie am KIT 2017 zu sehen!
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Siebi » Freitag 20. Mai 2016, 10:52

Noch fünf zu gehen, gemma! Wir nähern uns der Top of the Bill. Vier Spanier machen sich auf den Weg mit ihrem Bay Area-like Thrash meets etwas Teutosäge. Schönes Wochenende!

05. Angelus Apatrida (ES): "Hidden Evolution" (Century Media)

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Fünfter Platz, fünftes Album des Vieres aus Albacete. Wie bei den Vorgängern wird nach Einsetzen der ersten Riffs klar, dass hier die Thrashkings aus Spanien am Werk sind. Starke Gitarren treffen auf Tempo und werden von pfleilschnellen songdienlichen Soli veredelt. Die Breitwandproduktion könnte etwas mehr Schmutz vertragen, aber so ist aktuell der State-of-the-Art-Sound, auch im Thrash Metal. Gut oder schlecht? Viele Stehen drauf, mir tut er hier nicht allzu weh, da die Instrumente an sich noch wie solche klingen. In Zeiten, wo viele den Sound der neuen Maiden loben, ist Sound und die Diskussion darüber scheinbar egal. Back to Spain und unseren vier Helden, die mit jedem Album an Routine und Souveränität gewinnen. Wer neben old Metallica Kapellen wie Evile schätzt, sollte Angelus Apatrida unbedingt testen. Thrash-Metadon der iberischen Art, würzig, sonnig, spritzig, fein.

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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Siebi » Freitag 20. Mai 2016, 17:00

Nach Dreschflegel aus Spanien wenden wir uns entspannter cineastischer Musik zu. Der undankbare vierte Platz? Naja, in der Sportwelt der Medaillen als „böse“ verschrien, ist es doch faktisch ein Top-Platz. Hier geht es um Musik und etwas Bauchgefühl beim Zurechtrücken der geliebten Scheiben in eine Reihenfolge. So denn, lassen wir die Amerikaner The Dear Hunter mit ihrem sechsten Album zu Gehör kommen. Kommt mit und taucht ein...

04. The Dear Hunter (US): "Act IV: Rebirth In Reprise" (Rude Records)

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Nach einem Tipp aus dem Deaf Forever-Forum weckte dieses detailreiche, wundervoll herbstlich stimmige, Cover des bereits sechsten Studioalbums meine Neugier. Mit dem ersten Ton des Openers "Rebirth" war ich inmitten einer neuen Welt gefangen, verzaubert von musikalischer Schönheit und Anmut. Leider verlief meine Bestellung der Doppel-LP im Sande, so wurde es nun die CD-Ausgabe. Schade um das wunderschöne Cover, aber die Musik zählt in erster Linie und die spricht für sich.

Das Quintett aus Rhode Island, dessen geschichtlicher Ursprung ins Jahr 2005 zurückreicht, spielt Progressive Rock, der entschleunigt, der Mut macht, der die besten Momente früher Spock's Beard einfängt ohne blind zu kopieren. Die feinen Gesangsmelodien von Mainman und Arrangeur Casey Crescenzo, gerade mal knapp 32 Lenze alt, gehen unter die Haut. Vielfalt in der Instrumentierung wird groß geschrieben. Manchmal fühlt man sich wie in einem Soundtrack nebst Zelluloidspiel gefangen. Die Musik umhüllt, hält fest wie ein spannendes Drehbuch und lässt mit beschützender Hand wieder in den Alltag los. Traumhaft schön.

Was soll ich noch schreiben außer toll, toller, The Dear Hunter. Hört rein und berichtet. So viele kleine Details, so versteckt und doch vordergründig erkennbar. Kann mich in der Musik fallen lassen, werde dennoch weich gebettet, spricht alle Rezeptoren meiner Sinne an. Kapillaranregendes entschleunigendes Tonkunstkino im Breitwandformat, überwältigend auch ohne 3D. Dazu dieses unverschämt brillante farbenreiche Covergemälde. Sollte jemand wissen, wo es jenes als Druck oder Poster gibt, bitte melden!

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