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von Peter Kubaschk » Freitag 6. Mai 2016, 16:00
Ja, gravierend sie die Änderungen nicht, aber doch spürbar & wichtig. Ich mag die Platte.
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Peter Kubaschk
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von Havoc » Sonntag 15. Mai 2016, 10:41
Review liest sich schon mal gut. Ich fress nen Besen wenn mir das Ding nicht gefällt. 
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Havoc
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von Schaf » Sonntag 15. Mai 2016, 13:06
Meine Güte, kontrolliert überhaupt noch jemand die Rezensionen? Ich war so frei und bin meiner Arbeit als Lektor mal nachgegangen. Peter, wie logge ich mich noch mal ein? Da mir die Antwort auch nach Dutzenden Hördurchgängen nicht leicht fällt, zitiere ich unseren Chef, der auf diesem Album seine alte Zuneigung für KATATONIAs Musik wieder entdeckt: "Gravierend sind die Änderungen nicht, aber doch spürbar und wichtig. Ich mag die Platte." sagt er. Und nicht nur, weil es das redaktionsinterne Credo ("Peter hat immer recht") ist, stimme ich dem Kollegen hier voll zu.
Ich finde ja Änderungen - ganz besonders bei meinen Lieblings - Band immer sehr wichtig. So frage ich mich, ob ich wirklich eine "Dead End Kings II" feiern würde? Diese Frage erübrigt sich Gott sei Dank, denn "The Fall Of Hearts" gibt sich viel Mühe, neue Territorien zu erkunden, ohne jedoch den seit 25 Jahren gewählten Pfad der Dunkelheit zu verlassen. So ist es in der Tat die progressive Herangehensweise bei der Beleuchtung der schwermütigen Gedanken, die von den Vorgängern aufgegriffen und weiter ausgebaut wird.
Dies führt diesmal allerdings bei den ersten Spins dazu, dass die neue Musik nicht wie sonst immer als die große Emotions-Bombe bei mir einschlägt. Mein Hirn arbeitet eher im Modus einer ablaufenden Bestandsaufnahme: "Ah, so sieht das hier aus." "Oha, dort will man also hin." "Huch, wo sind wir denn hier gelandet?" Ohrwürmer manifestieren sich anfangs nur sehr unterschwellig, der Blick für Einzelheiten entwickelt sich nur langsam und wird erst klarer, wenn man es schafft, die Gesamtheit zu überblicken. Und dies dauert diesmal ungewöhnlich lange. Woran liegt das?
Gerade bei "Dead End Kings" und den Akustik-Alben war es in erster Linie Sänger Jonas Renkses Stimme, die mich so nachhaltig abgeholt hat. Doch mir erscheint es, als sei dieser nun nicht mehr der große Haupt-Emotionsträger der Band. Was so viel heißt, dass sich die anderen Katas diesmal besonders ins Zeug legen. Gerade im rhythmischen Bereich hat man sich spielerisch sehr verbessert und verstärkt, und es scheint mir, als würden die Drums nach der langen Akustik-Phase endlich mal wieder total ausbrechen wollen. Wo die proggig-vertrackten Passagen früher bei kritischer Betrachtung vielleicht noch etwas hölzern wirkten, was bei manchem einen verkopften Eindruck entstehen ließ, fließt hier alles wunderbar ineinander und bietet folglich den anderen Mitgliedern einen wunderbaren Teppich für ihre Kreativität. Denn auch Blakkheims Gitarrenspiel war selten vielseitiger (Anm.: "versatiler" gibt es im Deutschen nicht) und innovativer als auf "The Fall Of Hearts". Das alles verwirrt mich anfangs ein wenig, doch diese Unklarheit weicht nun immer mehr einer Faszination. Und diese wächst mit jedem Mal, mit dem ich mich mehr mit den wie immer sehr emotionalen Gesangslinien Renkses beschäftigen kann, weil die Musik drum herum immer klarere Konturen gewinnt.
Ist "The Fall Of Hearts" also ein Album für ausgewiesene Prog-Wühler? Nein, ist es nicht. 'Serein' entpuppt sich bald als fast unverschämt eingängig, 'Decima' ist eine gefühlvolle Ballade im Stile von 'The Racing Heart' (von "Dead End Kings") und 'Sanction' ruft wohlige Erinnerungen an "Viva Emptiness" hervor. Daneben stehen aber auch Stücke wie das über siebenminütige 'Serac', mit denen sich die Katas auf eine neue Ebene hieven und Bands wie SOEN oder LEPROUS näher sind als sich selbst auf "Last Fair Deal Gone Down".
Und was ist mit dem guten alten Metal? Nun, beim abschließenden 'Passer' staune ich nicht schlecht über die Doublebass-Attacken und das Flitzefinger-Solo des neuen Mannes Roger. Auch für den Rest des Albums gibt es Entwarnung für alle, die nach "Dethroned & Uncrowned" Angst hatten: die tiefen, schweren, verzerrten Riffs sind nach wie vor der Kitt für KATATONIAs wie immer atemberaubend tolle Musik.
Jetzt kann Thommy sein Review gerne verbessert hochladen.
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von Havoc » Sonntag 15. Mai 2016, 13:17
Mir sind auch direkt zwei drei Fehler aufgefallen. Fand ich aber nicht so schlimm.
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von Schaf » Sonntag 15. Mai 2016, 13:41
Du findest ja auch Dream Theater nicht schlimm 
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von Havoc » Samstag 21. Mai 2016, 09:29
Der erste Durchgang war tatsächlich etwas ernüchternd...aber schon beim gerade laufenden Zweiten geht die Kurve steil nach oben. Mal sehn. Bin guter Dinge. 
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von Drumtier » Montag 30. Mai 2016, 17:29
Werd wohl gegen Ende des Monats ein paar noch ausstehende Neuerscheinungen, darunter eben KATATONIA, kaufen und kann bis dahin noch keine Meinung abgeben. Auch nicht dazu ob ich mir ein Konzert der aktuellen Tour anschauen werde. Apropos anstehende Tour (was für eine unauffällige Überleitung!), liebes powermetal.de-Team, ihr seid ein deutschsprachiges Online-Magazin, wenn ihr das nicht mehr sein wollt und euch auf das Gebiet der BRD beschränken wollt, dann fände ich das schade, würde mich aber selbstverständlich nicht weiter aufdrängen und ein heimisches Magazin besuchen. Falls ihr weiterhin den gesamten deutschsprachigen Raum bedienen wollt (und nicht nur im Forum damit bedient werdet) dann seid doch so gut und weitet eure Berichterstattung dementsprechend aus, es hat nämlich für unsereins keinerlei Sinn die Hauptseite zu besuchen, wenn dann bei Touren regelmäßig nur die Termine in Deutschland herausgeschrieben werden und ich dann erst recht wieder selber nachschauen muss.
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von Jhonny » Montag 30. Mai 2016, 22:13
Also, wenn ich Tourtermine in den News wiedergebe, dann immer alles, was für den deutschsprachigen Raum relevant ist - nicht nur Deutschland, Österreich, Schweiz, sondern z.B. auch Belgien, Niederlande, Tschechien... Aber ich war zugegebenermaßen noch nicht so oft dran.
Mir ist das aber wichtig - ich möchte da gerne alles relevante drin haben!
Danke für deinen Hinweis.
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von frankjaeger » Montag 30. Mai 2016, 22:24
Jhonny, er meinte Eikes News. Eike hat den Gig in Wien aus irgendeinem unerfindlichen Grund weggelassen. Ich habe es ergänzt.
Üblicherweise geben wir den "deutschsprachigen Raum" an, also D/A/CH. wenn etwas im Grenzgebiet stattfindet, ist das auch okay, was weit weg ist, macht keinen Sinn.
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von Eike » Dienstag 31. Mai 2016, 08:47
Normalerweise gebe ich D / A / CH als Minimum an. Es kann allerdings vorkommen, dass die Quelle das nicht tut.
Music is the only religion that delivers the goods. (Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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