25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon frankjaeger » Sonntag 28. Februar 2016, 09:36

Ach ja, die wollte ich ja auch noch haben...
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Siebi » Sonntag 28. Februar 2016, 12:57

Die Mistress des Jägers Beute? Wunderbar, die Scheibe ist ein Ohrenschmaus der alten Gitarrenschule, offenbart sich mit jedem Umlauf ein Stück mehr.

Die wilde 13 ist einem meiner Alltime-Lieblinge vorbehalten. Eine Band oder One Man Show, je nach Blickwinkel, die ich mir immer anhören kann. Egal welches Album, egal wleche Stimmung, egal welche Tages- oder Nachtzeit. So denn, lassen wir Meister Lawless mit seinem neuesten Werk zu Ohren schreiten und lauschen hoch erfreut.

13. W.A.S.P. (US): "Golgotha" (Napalm Records)

Bild

YEAH! Schwarzie Gesetzlos ist zurück. Was Steven Duren, so der bürgerlich schlichte Namen des Hünen, auf seinem Napalm-Einstand aufbietet, ist nichts Neues, aber so vertraut. Und das ist gut so. Blackie verbindet alle hochlichtenden Phasen seines umfangreichen Backkatalogs. „The Headless Chrildren“ meets „The Crimson Idol“ meets „Helldorado“ meets „The Last Command“, es ist alles da, was das waspige Herz erfreut. Der oft gedoppelte Gesang des bald 60-Jährigen hat scheinbar nicht gelitten oder die Studiotechnik zauberte den ein oder anderen Ton in die Spur, haha. Über unaufdringlichen Orgelsounds fallen vor allem erfrischend die langen Gitarrensoli und Licks auf, die den durchdachten Stücken ihren Stempel aufdrücken. Einziger Wermutstropfen ist der etwas mittenlose Sound, der könnte noch mehr drücken. Aber wurscht is‘, weil die Songs durch die Bank überzeugen!

Scream
Last Runaway
Golgotha
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon salisbury » Sonntag 28. Februar 2016, 13:41

Soo, dann gucken wir doch mal, was hier so geht. Gott Sei Dank war der Herr Siebi die letzten Tage genauso langsam wie ich, so kann man schnell wieder aufholen.

WAR AGENDA - Night Of Desaster

Ja mei, da ist nixi meini. Find ich möglicherweise ähnlich totgenudelt wie Du ANGRAs Melodic-Speed-Nummern. Night Of Desaster, was mag da passieren? Großmutter findet ihre Brille nicht? Wo schneiden denn hier die Gitarren? Die öden sich doch eher durch olle SLAYER/EXODUS/ was weiß ich-Riffs. Hmm...

Time Heals Nothing: Schöner Anfang, dann wieder Geschabbel und Geschrei. Nee.

Shot To Pieces: Haha, den Klischee-Preis für Songtitel wollen se wohl auch einheimsen. Dann lassemer uns mal in Stücke schiessen. Keine Ahnung, Dynamik Fehlanzeige. Ist der Drumsound hier eigentlich besser als bei BLEEDING oder ANGRA? Die Becken zischen doch auch relativ zischelig durch den Gemüsegarten.

Okay, yeah, endlich mal die Gelegenheit, die ARMORED SAINT zu hören. Bei dem dazugehörigen SC hab ich mir nichtmal die Musik geholt, deswegen ist da nix auf dem Recher. Aber die Redaktions- und Leser-Nummer-Eins sollte man schon kennen.

Win Hands Down: Ja, doch, das taugt mir schon wieder viel mehr als WAR AGENDA. Total typisches AS-Songwriting. Bei "La Raza" haben mir ein wenig die Ohrwurm-Elemente gefehlt, der Song hat aber Potential. Oh, ein cooler, 70ies-Prog-Mittelpart? Solo passt auch. Gibson, Les Paul, yeah! Oli hat mal na Parallele zu AUDREY HORNE gezogen. Die fällt mir gerade auch auf.

An Exercise in Debauchery: Auch das tönt cool, Gott Sei Dank auch gar nicht 80ies-mäßig, gute Soli, insgesamt nicht ganz so catchy wie der erste Song aber dass soll ja auch nicht immer so sein.

With A Full Head Of Steam: Geht gut geradeaus, den Refrain finde ich ein wenig seltsam, ansonsten zockt die Band aber locker und souverän, da hör ich gerne zu. Hab das Teil mal in den imaginären Einkaufswagen gelegt, das werde ich früher oder später in der Sammlung haben.

CHRSTIAN MISTRESS - Open Road: Haha, ja da war ich natürlich selber dran, weil potentiell Beute. Retro-Sounds und Female-Fronted. Haben wir beim Nils auchmal voll durchgehört. So richtig konnte mich dort aber weder die Sängerin noch das Songwriting überzeugen.
Dieser Song ist ja fast Hoppel-Metal, für das DODHEIMSGARD/SOLEFALD-Ohr viel zu geradeaus und gradlinig, für das ANGRA/BEYOND THE BLACK-Ohr viel zu wenig drum rum, um das Simple etwas interessanter zu machen und für das BLOOD CEREMONY/MOUNT SALEM-Ohr feht einfach die gewisse Mystik(Magie.

Lone Wild: Jaaa, schon besser, die Sängerin zeigt mehr Ausdruck, die Klampfen spielen eine Harmonie. Dann kommt auch noch die Akustische dazu. Viel besser!

Stronger Than Blood: Auch wieder schöne Leads. Also den basischen Retro-Sound mag ich schon. Das folgende Riff ist auch gut. Hach, aber ich weiss nicht, Bands wie BLUES PILLS, WUCAN, PRISTINE, BLOOD CEREMONY machen aus solchen Ideen einfach mehr, spannen einen Bogen, machen Unerwartetes, lassen die blauen Herzen höher springen. Hier bleibt die Dynamik eher auf einem gleichbleibenden Niveau. Aber es ist gut. Unspektakulär, unprätentiös, aber gut. Mir macht das Spaß zum hören.

Vielleicht sollte ich mir die Scheibe doch auch zulegen. Denn GOLDs "Interbellum" fand ich anfangs ähnlich. Nette 7 Punkte. Nach einem Live-Erlebnis und folgender Dauerrotation liebe ich das Album in seiner Schlichtheit aber. Das könnte hier eventuell genauso laufen.

W.A.S.P - Scream: Ooooh, cool, W.A.S.P. Gehört zu meinen ersten Metal-Erfahrungen und ist immer noch ein Garant für Freude. Hab mir zwar seit Ewigkeiten keine CD mehr von ihm gekauft, aber seine drei Songs kennt man ja eh schon seit Mitte der 80iger. Stimm die These? Ja. Stimmt. Aber ich hör das grad mit Freude.

W.A.S.P - Last Runaway: etwas AOR/hardrockiger, nicht so cool wie der erste Song aber auch gut.
W.A.S.P- Golgotha: Und die Halb-Ballade, Blackies größte Stärke. Auch fein, konnte er aber schonmal besser.

Ich glaube, die interessanteste Scheibe von den vieren ist - obwohl mir der erste Song gar nicht gefallen hat, die CHRISTIAN MISTRESS. Danke für knapp eine Stunde Vorstellung Siebis liebster Musik :dafuer:
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 28. Februar 2016, 14:49

Ich dachte, ich hätte hier schon mal angefangen. Ein irrtümlicher Irrtum. Na, dann mal los in Siebingers Gruft. Der Moorgott gefiel mir immer mal wieder, ohne dass ich die Band jetzt so richtig geilo gefunden hätte. Einmal live gesehen (inkl. green light Äugeleins), mit Rick Rozzens Massacre. Das war ein amtlicher Abriss. Aber zurück zum Hier und Jetzt. Disbelief finde ich voll AA, daher habe ich keine Meinung zum Jagger. Klingt aber passend. Das "Live"-Video ist lustig, da stellenweise asynchron und die Anfangssequenz ist mit den Mattengardinen im Entombed-Look sorgen auch für Grinsen. Musikalisch ist mit das zu "dumpf", zu un-hookig.

Der Lord mit der Faust, den ich immer wieder vergessen habe, anzuhören. Ein fehlerhafter Fehler, wie sich schnell herausstellt. Das ist wunderbar altmodisch und es fehlt genau der Schmonzes, den Sally benötigt, um solche Musik toll zu finden. Für mich ein Riesenplus! Das wird demnächst verhaftet.

Khemmis hatte ich schon mal auf den Ohren und irgendwas hatte mich irritiert. Vielleicht war das in meiner Anti-Wah-Wah-Phase. Die ist zum Glück vorrüber und ich schwelge gerade unterm Headphone. Toller Sänger und der zweite Song haut mich gerade echt um. Auch auf die Gefaht hin, mich zu wiederholen: Das wird demnächst verhaftet.

Cattle Decapitation: Ich gebe es offen zu, ich habe etwas Angst. Der ANfang der Propheten lässt mich auch gleich mal mit weit aufgerissenen Augen zurück, aber nach wenigen Takten habe ich mich seltsamerweise an den Sound gewöhnt. Klar, das wird jetzt nicht meine Lieblingsscheibe, dazu blastet es mir eutlich zu oft, aber dieser irre Soundwall mit diesem eiterwürgenden Sänger ist schon unterhaltsam.
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Jhonny » Sonntag 28. Februar 2016, 15:18

Mit CHRISTIAN MISTRESS und W.A.S.P. kommen zwei Alben, die mich 2015 auch begeistern konnten - würde mich bei beiden Truppen mit dir vor die Bühne stellen, Siebi!
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 28. Februar 2016, 15:22

Ich habe noch Kaffee und es macht gerade Laune, also geht es noch ein bisschen weiter.
Amputory ist mir natürlich auch eine Spur zu grantelig, aber auch dies hier gefällt mir während es läuft. Gitarrenlava ist immer ein Pluspunkt und der mächtig nach vorne drückende Drumsound ist ebenfalls toll. Wäre ich nicht so verdammt regressiv verproggtes Weichei, würde ich das wohl toll finden.

Zur ADRAMELCH muss ich wenig schreiben. In meinen Top 5 gelandet, das wundervolle Album. Wie alles von den lieb gewonnenen Italiern, ist auch dieses Abschiedsgeschenk ganz verzaubernd und toll. Man mag es kitschig und schmalzig finden, aber ich verliere ich mich in den sanften Artrock-Gebilden immer wieder. Es mag auch an der einzigartigen Klangfarbe von Vittorios Stimme liegen und der Art, wie die Jungs ihre Melodie häkeln. Es ist in meinen Ohren immer magisch.

Ein weiteres Abschiedsalbum: Die letzte Scheibe von good ole Lemmy. Erneut mit Karamba und Karacho und erneut typisch untypisch. Vielleicht eine Spur weniger toll als "Inferno" und "Kiss Of Death", aber immer noch toll.

Backlash habe ich im DF gelesen, aber bislang noch nicht angehört. Enten-Jungfern-Fahrt also. Ich bin gespannt. Das Cover törnt leider mächtig ab und erinnert an Rawhead Rex. Aber ich will keine Vorohrteile aufbauen. Toller Sänger und musikalisch genau meine Kragen(Lum)weite. Völlig schnörkelfreier Heavy Rock mit Schmackes. Vielleicht fehlen mir noch die letzten Fünkchen Hookies, um es schnell zu kaufen, aber fein ist das allemal.

Die Beziehung zwischen Dark Quarterer und mir ist eine Beziehung voller Misverständisse.
Immer wieder wundern sich Leute, weshalb ich diese Band nicht ganz toll finde. Was soll ich dazu schreiben? Geschmack eben. Ich erinnere mich noch daran, wie "Etruscian Prophecy" das erste Mal auf den Plattenspieler legte und völlig hin und weg war. Das ALbum finde ich noch immer wundervoll. Das war s aber auch. Ich ziehe meinen imaginären Hut vor dem Durchhaltevermögen der Band und dem Festhalten an kauzigen Stilistiken, aber es will nicht zünden. Dabei hat die Band alle Zutaten an Bord, die mich im Normalfall auf Knien mit der Luftgitarre herum fuchteln lassen: Ein außergewöhnlicher Sänger, originelle Melodien und coole Rhythmen, einzig meine Geschmackssymapsen wollen nicht aufploppen bei Anhören. Sorry, guys.

Schauen wir mal, ob ich was mit War Agenda anfangen kann.
Ja, kann ich. Das ist richtig lecker! Granaten-Gitarren und ein nach vorne preschender Sänger. Geiler Tipp!

Armored Saint ist meine Nummer Zwei und damit natürlich erstklassiger Stoff!

Jetzt noch Christians' Misses anchecken und dann ist der Kaffee auch alle.
Jau, das kann auch einiges. Ich glaube, ich kenne den Vorgänger und fand das auch schon fein. Schöne, leicht rauchige Stimme. Bonuspunkt. Schlaghosen-Heavy-Rock ohne Knoten im Gehirn. Geht gleich aufs erste Ohr flauschig in eben jenes. Ist bloß die Frage,ob es einen Langzeittest besteht. Mal notieren.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon salisbury » Sonntag 28. Februar 2016, 15:36

Jhonny hat geschrieben:Mit CHRISTIAN MISTRESS und W.A.S.P. kommen zwei Alben, die mich 2015 auch begeistern konnten - würde mich bei beiden Truppen mit dir vor die Bühne stellen, Siebi!


Ich auch!
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 28. Februar 2016, 18:52

Christian Mistress | To Your Death
:dafuer: :dafuer:

W.A.S.P. | Golgotha
Auch ein Album das ich nicht mehr geschafft habe mir zu besorgen. Wie so oft eigentlich als Einstieg in die Band. Viel kenne ich nicht von "W.A.S.P.". Sollte ich auch mal irgendwie in Angriff nehmen.

Ich bin gespannt wie es weitergeht. So langsam näherst du dich ja auch deiner Top 10.
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon frankjaeger » Montag 29. Februar 2016, 13:12

W.A.S.P. ist klasse. Die habe ich auch noch nicht, muss ich mir unbeding besorgen. Danke für die Erinerung, Siebi.
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Drumtier » Montag 29. Februar 2016, 22:34

CHRISTIAN MISTRESS:
Nein, das ist in keinerlei Hinsicht meine Musik und sollte mir nicht gefallen. Tut es aber. Das find ich aus irgendeinem Grund ansprechend, nicht so, dass ich mir das auf Album allzu oft anhören würde aber immerhin, es gefällt mir.

W.A.S.P.:
Auch das ist nicht meine Musik und hier ist alles wieder in Drumtier'scher Ordnung. Nein, das gefällt mir nicht ;-)
Der Gesang ist weinerlich, die Musik ist das, was ich mir unter Stadionrock vorstelle, einzig ein paar nette Melodien werden auf der Gitarre rausgehaut, aber zu wenig um den Gesamteindruck zum Positiven zu wenden.
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