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Soundcheck bei PM.deRe: Soundcheck bei PM.deIch habe das mal repariert.
Re: Soundcheck bei PM.de
Im Pop- und Schlagerbereich sicher so einige. Wobei dies selbst dort ja ein Dualismus ist. Kein Schlagerstar wird sich dauerhaft in Klamotten zwängen und Lieder singen, die ihm unangenehm sind, geschweigen denn damit Erfolg haben. Im Rockbereich fällt mir das aber grad niemand so wirklich ein. Klär mich auf.
Klar, steht Dir zu, mach das um Gottes Willen nicht anders. Ich sage nur, dass ICH es nicht kann und ich es für gefährlich halte, wenn andere dies tun. Wenn Du mir in einem Review erzählst, KETZER oder BEYOND THE BLACK oder IRON MAIDEN wäre mangele es an Authezität, würde halt nur denken: Nö. Falsch. Beweisführung unzureichend. Ich halte nämlich a priori jeden Künstler für authentisch außer ich gewinne den gegenteiligen Eindruck durch a) mehrmalige negative Konzert-Eindrücke b) persönlichen Kontakt mit den Musikern Da dies bislang noch niemals passiert ist (und sich selbst wenn dies tatsächlich mal der Fall wäre, die Musik sich janicht verändern würde) kann ich nur sagen: Das mit dieser Authenzität ist für mich kein Kriterium für die Beurteilung eines Longplayers. ![]() Realer Name: Thomas Becker
Re: Soundcheck bei PM.de
Da sind wir d'accord, da ich die Ketzer nun komplett hören durfte. Keine schriftliche Wertung meinerseits, das wäre fatal. Nur kurz, unabhängig der Vorgänger. -> Beyond The Black. Da habe ich Deine Artikel durchgelesen. Die sind erstaunt, dass sie nach zig Jahren Musik nun in der Konstellation erfolgreich sind. Ist das authentisch? Oder haben sie endlich ihr Ziel gefunden? Schwierig, das zu beurteilen, da ich jeden erstmal schätze, der Musik macht. Aber, und das behaupte ich frech, es gibt analog zum Schlager und Pop genauso viele Wendehälse und Fähnchen-in den-Wind-Hänger im Metal und allen anderen Genres. Apropos Schlager. Gerhard Höllerich, bekannt als Roy Black, weitschichtig mit meiner Oma verwandt, war privat stets ein Rock 'n' Roller, hörte AC/DC, kannte sich bei Priest aus und fing als Augsburger Cliff Richard-Pendant an, bis ihn der Münchner Rolf Arland (bis zu seinem Tod in einem Nachbarkaff meines Wohnorts lebend) entdeckte und mit "Ganz in Weiß" der Superstar geboren ward. Er kam nie wieder aus der Schwiegermama-Schiene raus. Obwohl die Kohle immens war, ist er daran zerbrochen, meine Meinung und ich habe ihn nur alle paar Jahre gesehen. Glücklich, so richtig, geht anders.
Re: Soundcheck bei PM.de
Ähem, keine Ahnung. Besteht zwischen erstaunt sein und Authenzität irgendein logischer Zusammenhang? BEYOND THE BLACK ist eine der wenigen Bands, bei denen ich 100 % versichern kann, dass sie uns nichts vorspielen. Die sind so mega-glücklich und haben ein Riesenspaß an dem was sie tun ob auf den Bühne oder hinter der Bühne bei Interviews. Das hab ich sonst selten so erlebt. Vielleicht noch bei dem MAYFAIRS. Oder Luca Turilli. Ja, auch Steven Wilson. Dabei sind die Blackies ja noch nicht einmal organisch als Band gewachsen, aber diese Konstallation ist einfach ES! Ich spüre das ja an mir, es hat mich einfach magnetisiert, mit diesen Leuten zu reden und sie hautnah bei einem ihrer größten Momente (die Frühjahrs-Gis) zu erleben. Bald werd ich sie wieder sprechen und darauf freue ich mich! Da ist kein Fake und Verstellen, die Leute sind einfach wie sie sind, in ihrer Musik gehen sie auf und nehmen Tausende von Fans mit. Das finde ich großartig! Realer Name: Thomas Becker
Re: Soundcheck bei PM.de
Ist das irgendein Beweis, dass er als Schlager-Musiker deswegen unauthentisch war? Eher, dass er nicht ehrlich zu sich selbst war. Er hätte auch wie der Godoj die Reißleine ziehen können. Wenn man sein Leben lang Dinge macht, die einen belasten, hat man doch irgendwie was falsch gemacht. Wobei es natürlich ganz großen Mut kostet, sich zurück zu ziehen, wenn der Rubel mal rollt. Und wer weiß was für Faktoren dort noch mit reingespielt haben... Realer Name: Thomas Becker
Re: Soundcheck bei PM.de
Ist das nicht gerade die (eine) Definition von Unauthentizität? alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Soundcheck bei PM.de
Danke. ![]()
Re: Soundcheck bei PM.de
Sicher, aber wie zur Hölle willst Du das denn als Fan oder Resensent feststellen? Ich kenn mich bei Roy Black nicht aus, aber war das schon immer allgemein bekannt, dass der unglücklich war? Oder wurde dies erst hinterher bekannt? Oder weiß man das nur aus Siebis Umkreis? Konnte man dies der Musik anhören? Kann man das der Musik jetzt mit diesem Wissen anhören? Und: hat er durch die Unehrlickkeit sich selbst gegenüber seine Fans getäuscht? Darum geht es ja primär bei der Authenzität. Realer Name: Thomas Becker
Re: Soundcheck bei PM.de
Thommy es geht nicht um Beweise. Es geht nicht darum, dass die Band der Angeklagte ist, und sich vor ihr ein generalinquisitorisches Tribunal aus den Herren Kauz, Rabe und Teufel aufbaut (EDIT: ...ich glaube das wird das Konzept unseres zweiten Albums...), um ihr den gottlosen Frevel der Unauthentizität nachzuweisen, sondern es geht um ein Gefühl, das man als Rezensent hat, und das in eine subjektive Rezension eingehen darf und eingehen soll. Wenn ich etwas höre und es sich für mich so anfühlt, als sei das aufgesetzt, dann gehört das in die Rezension hinein. Wenn ich mir nicht sicher bin, dann kann ich das ja genauso schreiben: "Die Band spielt technisch starken US-Power-Metal der 80er-Schule, aber nach den fünf Alben davor, auf denen man sich an Pantera-Groove versuchte, stellt sich der Rezensent halt doch die Frage, wie aufrichtig die Band damit zu sich selbst und ihrer Zielgruppe ist."; je stärker dieses spezielle Gefühl dich als Rezensent beschleicht und in deinem Hörerlebnis beeinträchtigt, umso eher und umso stärker kann und darf es Thema werden. Wenn du dir darüber keine Gedanken machst, dann gut, man muss das ja nicht thematisieren. Andere haben dafür die Sensibilität, die du für schiefe Takte und unsaubere Anschläge hast. In beiden Fällen kann einer kommen und sagen: "Das glaubst du zu hören, aber das ist genau so gewollt!" - Trotzdem, dafür rezensieren wir subjektiv - soll das so geschrieben werden, denn Leute die ähnlich empfinden und hören, können mit dem Hinweis u.U. durchaus was anfangen. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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