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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Schaf » Mittwoch 20. Januar 2016, 22:02
salisbury hat geschrieben:Run To The....
Na?
Bin müde und voller Medikamente. Hills, schon klar. 'Hallowed Be Thy Name', 'Invaders', 'The Trooper', '2 Minutes to Midnight' usw. Mit ein bisschen Nachdenken geht's. Worum ging's hier ursprünglich? KETZERs Business-Plan? 
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Schaf
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von Siebi » Mittwoch 20. Januar 2016, 22:46
Ach Sally, immer schön der erwachsene gebildete eloquente Mensch, der alles versteht, auch die Businesspläne und dann mit Beyond The Quark als integrem Beispiel ums Eck kommt. I beg to differ extremely. Dann lieber eine Kühne-Mann. Was sind eigentlich Organisations-Nulpen? Soll's ja geben... salisbury hat geschrieben:...Musik von Leuten gut finden, die für jeden klar und deutlich sichtbar nicht zu sich und ihrer Musik stehen und sich von profitgierigen Musikbusiness-Anzugträgern mit einem aufgesetzten Intellektuellen-Image an den Mainstream verkaufen lassen?
Ist das so? Stehen die nicht zu sich? Die armen Bürschchen, dann sind das sogar Poser. Aber, wer sagt das? Oder soll das Sarkasmus sein? Jetzt geh ich GEHENNAH hören, reinigt, Prost!
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von salisbury » Mittwoch 20. Januar 2016, 23:00
Siebi hat geschrieben:Ach Sally, immer schön der erwachsene gebildete eloquente Mensch, der alles versteht, auch die Businesspläne und dann mit Beyond The Quark als integrem Beispiel ums Eck kommt. I beg to differ extremely. Dann lieber eine Kühne-Mann.
Na, aber, Herr Siebi, Du bist auch ein erwachsener, gebildeter, eloquenter Mensch. Da gibt es nix zu differn, das nehm ich Dir nicht ab, haha!
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 20. Januar 2016, 23:25
Gebildet und eloquent würde ich mir gefallen lassen, aber mit dem Attribut "erwachsen" könnte ich mich nicht identifizieren. So fühle ich mich nicht...
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von Holger Andrae » Mittwoch 20. Januar 2016, 23:35
Mal zum Thema "Business Plan": Ich habe eine Weile lang befreundete Musiker als (in Ermangelung eines besseren Wortes) Manager betreut. Diese hatten keinen Business Plan und ich habe mich manchmal gefragt, ob ich nicht in den Kindergarten als Betreuer wechseln möchte. Ich finde es durchaus klug und richtig, wenn man sich als Band Gedanken dazu macht, wie man zukünftig vorgehen möchte. Dazu gehören Überlegungen ob und welches "Image" man nach außen darstellen möchte, wo man sich wie bewirbt, wie ein Logo aussieht, der Internetauftritt, welche Labels und Magazine die richtige Zielgruppe ansprechen etcpp. Aber: Zu derm Business Plan einer Band gehört für mich, die gespielte Musikrichtung nach verkaufstechnischen Argumenten drastisch um zu gestalten. Da kommt dann nämlich ein Aspekt ins Spiel, den Sally hier immer als "überflüssig" ansieht: Authentizität. Da bin ich zu 100% bei Rüdiger. Ich kann es den fünf Jungs nicht abnehmen, dass sie aus tiefster Seele plötzlich alle gleichzeitig Bock auf gänzlich andere Musik haben. Unabhängig davon, dass ich in der Musik auch gar nicht Außergewöhnliches höre, ich finde sie ja sogar ganz nett, nehme ich ihnen das eben nicht ab. Es wirkt aufgesetzt und vielleicht klingt es für mich daher auch komplett emotionslos.
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von Peter Kubaschk » Donnerstag 21. Januar 2016, 00:09
Holger Andrae hat geschrieben: Aber: Zu derm Business Plan einer Band gehört für mich, die gespielte Musikrichtung nach verkaufstechnischen Argumenten drastisch um zu gestalten.
Da fehlt ein "nicht", oder?
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von Holger Andrae » Donnerstag 21. Januar 2016, 00:15
Peter Kubaschk hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben: Aber: Zu derm Business Plan einer Band gehört für mich, die gespielte Musikrichtung nach verkaufstechnischen Argumenten drastisch um zu gestalten.
Da fehlt ein "nicht", oder?
Öh, natürlich.
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von salisbury » Donnerstag 21. Januar 2016, 07:32
Holger Andrae hat geschrieben: Da kommt dann nämlich ein Aspekt ins Spiel, den Sally hier immer als "überflüssig" ansieht: Authentizität. Da bin ich zu 100% bei Rüdiger. Ich kann es den fünf Jungs nicht abnehmen, dass sie aus tiefster Seele plötzlich alle gleichzeitig Bock auf gänzlich andere Musik haben.
Ja, kann sein. In dem Moment, wo mir etwas gefällt, ist mir so ziemlich alles drum rum zweitranging. Von mir aus können sie mit dem nächsten Album Electro-Pop machen, wenn es gut ist, kauf ich's, wenn nicht nicht. Wie authentisch die Band ist, das heisst ja mit wie viel Überzeugung sie ihre Musik spielt, wird sich live zeigen, ich werd sie ja bald sehen. Wobei mir sicher schwer fallen wird, dies zu beurteilen. Woran erkennt man dies? Ich kann Authenzität nicht in Noten übersetzen und von daher ist mir das ein Stückweit komplett egal. Ich kann schon auf der CD zu keiner Sekunde eine Aufgesetztheit oder gar ein Mangel an Emotion erkennen. Wobei, Moment mal... Vielleicht ist ja genau das das, was mir so gut an der Musik gefällt? Diese kalte, abweisende Stimmung, dieses bewusste Nicht-Fühlen von Dissonanzen. Dieser abweisende Gesang. Hmm... 
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von Holger Andrae » Donnerstag 21. Januar 2016, 09:00
Gerade wenn man Musik für Reviews bekommt und vor allem im Soundcheck, kann es natürlich passieren, dass auch mir Musik gefällt, Die mir bei nachträglich genauerer Untersuchung als "nicht authentisch" erscheint. Da gehe ich auch in der Regel erstmal unvoreingenommen ran, wenn ich eine Band zum ersten Mal anhöre. Allerdings deckt sich bei mir das Gefallen der Musik meist schon mit meinen Verständnis für authentische Musik. Gerade bei einem Newcomer finde ich dieses marktstrategische Stilausloten ganz besonders gruselig. Ich gehe davon aus, dass man Muisk deshalb spielt, weil man ein bestimmtes Gefühl ausdrücken möchte und nicht, weil man in erster Linie Knete verdienen will. Das ist ein Aspekt, den ich bei einer etablierten Band (eher) verstehen kann. Wenn man bereits Berufsmusiker ist und seinen Lebensunterhalt mit Musizieren bestreitet, bleibt einem ja kaum eine andere Möglichkeit als sich (auch) am Markt zu orientieren. Selbst diese Wandlungen muss ich aber weder gut finden noch gut heißen. Da ist lediglich mein Verständnis etwas größer.
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von salisbury » Donnerstag 21. Januar 2016, 10:02
Holger Andrae hat geschrieben:Gerade bei einem Newcomer finde ich dieses marktstrategische Stilausloten ganz besonders gruselig. Ich gehe davon aus, dass man Muisk deshalb spielt, weil man ein bestimmtes Gefühl ausdrücken möchte und nicht, weil man in erster Linie Knete verdienen will.
Holger, ganz ernsthaft, ich wäre extrem vorsichtig, wenn Du einer Band einen solchen Vorwurf machst. Wie willst Du das beweisen? Auf Basis deines subjektiven Höreindruckes? Habe die Musiker Aussagen in diese Richtung getätigt? Hast Du selbst mit ihnen darüber gesprochen. Ich muss mich ja manchmal verteidigen, wenn ich Bands scheinbar objektivieren "schlechten Sound" oder "schlechte musikalische Umsetzung" vorwerfe. Das sind jedoch unmittelbare - primäre - Eigenschaften, die ich mir zumute, beurteilen zu können. Zu sagen, eine Band sei nicht authentisch, das heisst im Klartext, sie möchte seine Hörer aus monetären Gründen täuschen, halte ich für viel schwerwiegender als "kann nicht singen". Bei Dir deckt sich Authenzitäts-Gefühl häufig mit deinem Musikgeschmack, was mir wiederrum sagt, dass Du Authentizität mit einem gewissen Sound gleichsetzt. Ich finde dies jedoch einen gravierenden Fehler, den viele Kritiker machen. Laut Wikipedia ist die Definition von Authetizität: "Authentizität bezeichnet eine kritische Qualität von Wahrnehmungsinhalten (Gegenständen oder Menschen, Ereignissen oder menschliches Handeln), die den Gegensatz von Schein und Sein als Möglichkeit zu Täuschung und Fälschung voraussetzt." Ein Stilwechsel und verändertes Design von Promofotos sind für mich ein extrem schwacher Beleg, einer Band Mangel als Authentizität vorzuwerfen. Zudem sehe den Zusammenhang zwischen Authentizität und Markwirtschaft komplett anders als Du. Wie sollte ich als Manager ein Produkt bewerben können, das mich nicht von seiner Qualität überzeugt? Das nicht das zu sein scheint als dass ich es verkaufe? Eine Band hat doch nur dann Erfolg, wenn sie selbst hinter dem steht was sie tut und diese Passion auf ihr Publikum überträgt. Ich nehme jedoch zur Kenntnis, dass im Falle KETZER bei Kennern der Band Zweifel bestehen. Es wird Leute geben, die deswegen nicht die CD kaufen werden und mit dem Wandel nicht klarkommen. Aus dem Wandel einen Mangel an Authentizität zu schließen halte ich dennoch für höchst gewagt, zumal mir die Bewertungskritrien hierfür sehr unzureichend erscheinen. Ich bis sehr gespannt wie sich die Band in Zukunft präsentiert und wie nachhaltig ihr Konzept ist. Einen neuen Fan haben sie schon. Nils, zwei. Haris, drei. 
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