Auf diesem Namen hört mein Sampler. Auf dem Cover ringt ein Engel mit einem Mann auf einer Anhöhe. Musikalisch ist der Sampler sehr divers und sorgt für viel Abwechslung. Ich kenne kein einziges Lied. Let's go:
Track1 - 5:31
Die erste Minute gehört allein einer verzerrten E-Gitarre. Ein Riff aus drei Tönen wird ganz langsam gespielt. Man lässt ausgeklingen. Obertöne quietschen. Dann nochmal. Und nochmal schneller und dann richti g schnell und rhythmisch und es wird ein richtiges kleines Riff draus und dann werden Läufe dazwischen gespielt und eine zweite Gitarre stösst dazu, nach ca 1:20 dann auch Gitarre und Bass. Und dann ein Shouter: “Life. I fucking like it!” Dann wird es schwierig zu verstehen. Bei 2:10 geht es ins Uptempo über, sogar mit Blasts, aber klar hörbaren Anschlägen, das Riff erinnert etwas an VOIVOD, die Stimme überschlägt sich.
Insgesamt würde ich das als technischen Thrash bezeichnen, leicht punkig vielleicht und vermutlich auch etwas älteren Semesters. Insgesamt sehr trockener Klang und jeder Menge Variationen, bis zum Ende im Uptempo verharrend. Ich habe keine Ahnung, nichtmal die leiseste Idee, was das ist. Sehr ungewöhnlicher Track jedenfalls.
Track2 - 3:28
Es bleibt beim härteren Metal. Ein recht eintöniges Stakkato-Riff, darauf schreit eine Sängerin ein paar schwer verständliche Worte. Nach einer halben Minute wird es melodischer. Ich verstehe Wortfetzen wie “control your desire” und “higher”, eventuell ist das ein fremdländischer Akzent. Eine kurze Strophe, nochmal Refrain, dann Bridge mit Klimper-Synthie-Sounds: you won’t turn around, you don’t touch the ground, you have lost voice and faith, you have just one disgraaaaaahaaaace, und es riffelt wieder.
Ingesamt suchen wir also recht kraftvoll und teilweisse aggressiv gespielten Melodic-Metal mit weiblichem Gesang, Keyboards und eingängigem Refrain. Ich hab auch hier absolute keine Vermutung.
Track3 - 6:11
Es geht in Richtung neo-klassischem Melodic Power Metal. Es erinnert mich an ANGRA oder auch frühe RHAPSODY. Der Anfang könnte auch von STRATOVARIUS sein. Der theatralische Sänger hat meines Erachtens südländischen Akzent und sehr viel vom Pathos eines Fabio Lione. Der Song hat sehr viele Variationen. Ich verstehe auch etwas Text, auch wenn das lustig wäre, wenn richtig: “Celestial Bee, help me to see, a struggle to live, without an ocean on our side”, Hmm. Macht keinen Sinn…
Meine Verdächtigen wären VISION DIVINE oder ADAGIO oder VIPER BRAZIL, so etwas in die Richtung. Allerdings glaube ich vom Sound her, dass es etwas eher neueres ist. Vielleicht ANGRA. Die Gitarren sind tiefer gestimmt und haben wumms und werden nicht von Synthies übertönt. Die machen auch eher Klavier-Sounds als Flächen.
Ich finde des Song sehr gut, das will ich kennen.
Track4 - 4:14
Es geht wieder in die musikalisch deftigere Richtung. Ich denke sofort an eine Mischung aus SEPULTURA und MOTÖRHEAD. Typische SEPS-mäßige Bonga, dann grooviges Tribal-Drumming, ein am Anfang ein arabischer Background-Gesang. Aber der Haupt-Gesang klingt voll nach Lemmy mit Halsweh. Der Song treibt mächtig voran, sehr sehr cool. “I am the god of the grain” wird mehrmals wiederholt. Könnte man jetzt googlen aber das wäre ja Beschiss.
Track 5 -3:22
Jetzt geht es tief in Richtung obskurem Kauz-Metal/Rock. Gesprochen: “What have these lonely mountains more irgendas”. Dann spielen nur Bass und Gitarre zusammen, erst ein Riff, dann ein zweites, dann kommt Schlagzeug-Gehoppel. Ich würde das zunächst grob in Richtung NWoBHM sortieren. Aber der Song verändert sich ständig, dann kommt noch ein sehr obskurer, nicht wirklich metallisch anmutender Gesang dazu. Er geht auch schrill in die Kopfstimme rein, Auf einmal erinnert mich das sogar ein paar Sekunden an RUSH, ist aber längst nicht so filigran. Der Sound ist auch eher Demo oder sehr alt. Merkwürdiges Ding.
Hat jemand ne Ahnung?

. Aber geniale Passage, die dann wieder in das Haupt-Lick zurückführt, das aber doch noch ein weniger aufgeregter wirkt als vor dem Breakout. Solo und Schluss! Das will ich auch haben!