WW 2015 - Haste ma drei Kronen?

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WW 2015 - Haste ma drei Kronen?

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 27. Dezember 2015, 01:54

So, ich fange jetzt einfach auch mal an, denn ich denke mein lieber Wichtel hat lang genug gewartet, und die Zeit wird nach den Feiertagen ja auch nicht üppiger werden. Wenn grad zu viel los ist, dann könnt ihr ja später noch einsteigen.

Wie der Titel des Samplers und das hübsche Artwork mit gelben und blauen Farbtönen, Elchen, Kronen, Flaggen, Landkarten und Bierdosen erwarten lässt, hat mir mein Wichtel ein rein schwedisches Sammelsurium an Kleinodien kredenzt, das durchgängig Spaß macht und mich vielleicht darauf aufmerksam machen sollt, dass nicht zwingend nur aus Norwegen der perfekte Stahl stammt. Auch wenn ich das natürlich eh weiß, ist das trotzdem kein schlechter Hinweis, denn manchmal gerät das vor lauter Norwegerei ein bisschen aus dem Fokus.

#01 - 4:20
Ein ganz kurzes, Vampirfilm-mäßiges Orchesterintro erklingt, dann kommt direkt der Knüppel aus dem Sack. Der Song bietet Death Metal der alten Ostküsten-Schule. Jener klingt am ehesten nach GRAVE, wobei ich das Stück dann ja an sich kennen müsste. Zumal der Text sehr markant ist. Der Titel ist ziemlich sicher "My Own Demise". Von einer schwedischen Band namens Faceshift gab's mal einen solchen Titel, aber die Band habe ich irgendwie deutlich weniger heftig, gothic-lastiger in Erinnerung. Ich hoffe ganz arg, dass ich mich nicht nachher sehr ärgere, das hier nicht erkannt zu haben.

#02 - 4:03
Hier begegnet uns die aktuell ebenfalls sehr starke nächste typisch schwedische Stilschule. 70er-Sound, entspannt, AOR, doch leicht metallisch, akustische Gitarren, Keyboard, sleazy vocals. Textfragmente, die ich aufschnappe sind: "run find somewhere to hide... i cry my heart out... from the start/stars". Kann ich zunächst nicht zuordnen, kommt mir aber irgendwie bekannt vor, ich denke, dass wir das mal im Soundcheck hatten, dürfte aber schon anderthalb bis zwei Jahre her sein. In dem Genre bin ich einfach nicht so firm, und eine der richtig großen Bands aus dem Bereich ist es nicht. Könnte aber was für Frank oder Holger sein.

#03 - KRUX 'Nimis' - 3:57
Das kenne ich dafür beim ersten Ton. DOOM!!! Der Sound und der Gesang sind sofort verräterisch. Candlemass-Doom trifft fetteren, tieferen Gitarrensound und Levéns Gesang. Klar, wir haben es mit KRUX zu tun. Die markanten Textpassagen, speziell "I'm not giving, I'm not living" grenzen auch den Song sofort ein. KRUX 'Nimis' vom bärenstarken Debüt.

#04 - 3:17
Die Gitarrenwand lässt sofort wieder old-school-DM erkennen. Erst getragen, dann ins flottere Midtempo anziehend. Der Gesang ist dunkel und bellend. Tolle Leadgitarre, die an DISMEMBER denken lässt, aber das ist nicht Matti Kärki. Auch der Leadgitarrensound ist nicht ganz so markant und übersteuert wie bei DISMEMBER. Schwierig, schwierig...

#05 - NOCTURNAL RITES 'Invincible' - 4:57
Der nächste typisch schwedische Stil: Melodische, leicht folkige Powergitarren, dann der glockenhelle Gesang.
They come as one, as one they go, out of the wasteland... An diesen megaeingängigen Song kann ich mich erinnern, auch wenn ich die Scheibe nicht habe. Ich glaub, dass ich die Band damals als Vorgruppe von Demon gesehen habe. Jedenfalls hab ich das Stück schon live gehört.

Den Rest des Samplers habe ich auch schon mehrfach gehört, schreibe aber dann erst später wieder mehr.

Was die Frage angeht, wer den - rundum tollen - Sampler zu verantworten hat, bin ich mir der Antwort noch nicht sicher. Ein paar Songs lassen mich ob ihrer Obskurität und mutmaßlichen Soundcheck-Vergangenheit auf einen Kollegen schließen. Ein bis zwei Bands rücken Holger in den Fokus, andere lassen das wieder unwahrscheinlich erscheinen. Es kommen noch Stücke, bei denen ich zu 100% auf Frank tippen würde, aber den ganzen Death- und Black Metal wird Frank wohl eher nicht verwichteln. Siebi, ja, der Siebi ist auch ein Verdächtiger... einer Band wegen, ganz speziell, außerdem hat er keine DM-Berührungsängste. Allerdings der viele 70s-Sound...??? Noch kann ich mich nicht festlegen. Habe auch noch nicht nachgeschaut, wer schon vergeben ist.
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Re: WW 2015 - Haste ma drei Kronen?

Beitragvon frankjaeger » Sonntag 27. Dezember 2015, 11:58

Oh je, da bin ich wohl raus beim raten :grins:
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Re: WW 2015 - Haste ma drei Kronen?

Beitragvon Peter Kubaschk » Sonntag 27. Dezember 2015, 23:53

die #2 war in der Tat im Soundcheck. Das müsste "Haunt My Mind" von ROBERT PEHRSSON'S HUMBUCKER sein.
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Re: WW 2015 - Haste ma drei Kronen?

Beitragvon Jhonny » Montag 28. Dezember 2015, 00:35

Sowohl bei 1 als auch bei 4 könnte ich Ahnung haben, scheint mir... aber ich habe keine :grins:
Bin mal gespannt, welche Bands dahinter stecken.
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Re: WW 2015 - Haste ma drei Kronen?

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 28. Dezember 2015, 00:42

Peter Kubaschk hat geschrieben:die #2 war in der Tat im Soundcheck. Das müsste "Haunt My Mind" von ROBERT PEHRSSON'S HUMBUCKER sein.


Din analys är helt riktig!
:subber:

Jhonny hat geschrieben:Sowohl bei 1 als auch bei 4 könnte ich Ahnung haben, scheint mir... aber ich habe keine :grins:
Bin mal gespannt, welche Bands dahinter stecken.

Meine schwerwiegende Befürchtung ist, dass ich nicht Ahnung haben könnte, sondern sogar Ahnung haben müsste.
^.-
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Re: WW 2015 - Haste ma drei Kronen?

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 28. Dezember 2015, 02:16

#06 - 2:52
Kurzer, knackiger, Cymbal-lastiger Death-Metal-Brecher, der sofort auf den Punkt kommt und drauf los ballert. Ansatzweise eher US-Death-lastiger als man es von Schweden gewohnt ist. Könnte für VOMITORY sprechen, wobei ich bei denen nicht ganz so firm bin. Glaube irgendwie auch nicht ganz dran, denn der Gitarrensound und die Vocals habe ich dezent anders in Erinnerung. Schwierig, schwierig, schwierig, das alles...

#07 - 4:34
Hier kommt erst Bassblubbern, dann ein kurzes Maiden-Lead zum Einstieg, das aber rasch in einen siebzigerdoomigen Groove mit entsprechend reduziertem early-SABBATH-Klangbild umschlägt. Gesungen wird auf Schwedisch, was natürlich immer eine gute Sache ist. Der Text dreht sich, soweit ich es verstehen kann, darum, dass der Sänger fragt, wann sie zurück zu ihm kommt und dass es keine Rolle spielt, ob sie kommen kann. Kann auch falsch sein, aber das meine ich, herauszuhören. Ein trauriger Liebessong würde ich daher vermuten. Stilistisch wie gesagt, viel Sabbath, etwas BÖC, ein Hauch Pentagram. Das spricht nun alles eigentlich für eine meiner absoluten Lieblingsbands aus diesem Genre, aber die ist es nicht. Aber die Band hat auf jeden Fall extrem viel mit BURNING SAVIOURS gemein, klingt vielleicht noch etwas reduzierter und melancholischer, der Gesang introvertierter und ein bisschen langweiliger. Rate da jetzt ein wenig ins Blaue, aber ich mutmaße mal in Richtung Witchcraft oder dergleichen, wobei ich Witchcraft auch etwas heavier im Kopf habe, und gerade nicht weiß, ob die auch Songs auf Schwedisch haben.

#08 - 4:29
Ein wenig quält mich seine Wichteligkeit der Wichtel ja schon. Da ist nämlich eine ganz stattliche Dichte an Schwedendeath am Start und alles von der Schule, die ich eigentlich am liebsten mag. So hat dieses Stück hier eine ganz beträchtliche ENTOMBED- oder COMECON-Schlagseite abbekommen, doch es ist meines Erachtens eben doch nicht LG Petrov, der hier singt. Steigt auch mal wieder mit einem tollen Lead ein. Doublebass und Blastbeats regieren weite Teile, doch der Song hat einen eingängigen Groove. Der Sänger ist super. "Decimation", der lateinische Zwischenruf "(De-)Capitatus", "Face of an Enemy", "Judgement Day" fallen als Textfragmente auf, aber das hilft mir grad leider nicht weiter. Ein paar Keyboards sorgen hier und da auch für Atmosphäre à la NOCTURNUS. Ich bin mir sicher, dass ich das kennen müsste, aber ich komm einfach nicht drauf.

#09 - ABBA "Move On"
Dann wird's plötzlich ganz fröhlich und blumig, fast Biene-Maya-mäßiger Einstieg. Alter Mann (nein, nicht Karel Gott!) mit Spoken-Word-Intro und summende Vocals im Hintergrund. Es ist schnell klar, dass das wohl Abba sein muss, und ja, das ist natürlich ABBA mit... öhm, ich versteh den Titel nicht... ;-) Es geht um Reisen, Ozeane, Roller in the Ocean, Move on, Wind is always blowing. Heißt wohl "Move On", das Stück.

#10 - 5:27
Bassiges Intro. Doomiges Einstiegsriff. Mächtig, erdrückend, und doch episch. Das ist wieder Elchdoom nach Maß. Allerdings mit herrlich garstigem Gesang, der die Sache etwas vom typisch schwedischen Ependoom der CANDLEMASS-Schule abhebt. Der Gesang ist echt der Hammer und erinnert mich bisweilen ein wenig an Tom Warrior oder an Tiamat zu "Wildhoney"-Zeiten. I hear the heavy beating, the chunks of fire, and the eyes of..., with a stare of death, from the sea of stone to the twilight zone. I stole the heart of the word, the only thing untouchable they said..." - Rundum großartiger Song, und die Scheibe muss ins Haus, falls sie es nicht schon sein sollte... ^.-


Ich hab grad echt massiv Angst vor einer ziemlich peinlichen Auflösungsrunde.

Demnächst mehr!
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Re: WW 2015 - Haste ma drei Kronen?

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 28. Dezember 2015, 02:58

Rüdiger Stehle hat geschrieben:#04 - 3:17
Die Gitarrenwand lässt sofort wieder old-school-DM erkennen. Erst getragen, dann ins flottere Midtempo anziehend. Der Gesang ist dunkel und bellend. Tolle Leadgitarre, die an DISMEMBER denken lässt, aber das ist nicht Matti Kärki. Auch der Leadgitarrensound ist nicht ganz so markant und übersteuert wie bei DISMEMBER. Schwierig, schwierig...

Hah, richtig und doch nicht richtig. Das Ding hat mich nicht losgelassen und jetzt weiß ich's. Wenn's ein bisschen aber doch nicht ganz wie DISMEMBER klingt, dann muss es wohl CARNAGE sein. "Malignant Epitaph" ist der Song. Habe übrigens nicht durch Googlen der Lyrics zum Ziel gefunden, sondern durch Stöbern in der Plattensammlung und drölfmaliges Hören des Songs. Der kam mir so bekannt vor, vor allem die Passage "Slowly Rotting Away...".

Wichteltechnisch lege ich mich jetzt mal auf Siebi fest. Frank ist ja schon vergeben, aber so viel Death Metal war da eh ein absolutes Ausschlusskriterium. Bei Holg eigentlich auch, obwohl er nicht ganz so DM-ablehnend ist, und Krux und Humbucker die Vermutung nicht ganz fern erschienen ließen. Aber die wirklich sehr hohe DM-Dichte und vor allem Abba sind natürlich schon starke Fingerzeige gen Oberbayern.

Zwischenstand:
01 -
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03 - KRUX "Nimis"
04 - CARNAGE "Malignant Epitaph"
05 - NOCTURNAL RITES "Invincible"
06 -
07 -
08 -
09 - ABBA "Move On"
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Re: WW 2015 - Haste ma drei Kronen?

Beitragvon Siebi » Montag 28. Dezember 2015, 03:14

Der Oberbayer ist da und hört parallel mit. :grins:
Feiner Sampler, haha. Und ja, that's me. Und ja, ich wollte endlich mal den Quark-Song verwichteln, also meine ABBA. ;-)

Hier der ABBA-Song für die Infdels! In den Staub!
https://www.youtube.com/watch?v=wn57p2QeAvM

Und hier, hehehehe, der Song verhunzt dank einer Shampoo-Werbung der Fa. Blackhead Anfang der 80er. Das "Warum" diesen Song eigentlich jeder kennt. :D
https://www.youtube.com/watch?v=wn57p2QeAvM

#2 Band okay, Song falsch, siehe Spieldauer. Alles andere bisher righty right. :dafuer:

Ach so, peinlich ist bei Deiner Beschreibung der Stücke rein gar nix. Zu CARNAGE musste ich nur kurz schmunzeln. Hey, Matti OK, ist auch schwer, und mighty Michi Amott, als er noch keinen Plastikscheiß verzapfte. YES! :riffing:
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Re: WW 2015 - Haste ma drei Kronen?

Beitragvon Siebi » Montag 28. Dezember 2015, 03:39

Huch, doppelt ABBA. Macht nix, hehe, jetzt die Kopfhaarschaum-Werbung...
https://www.youtube.com/watch?v=jksDkCroYfc
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Re: WW 2015 - Haste ma drei Kronen?

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 3. Januar 2016, 23:36

Die Mitrater halten sich verdächtig zurück. Liegt's daran, dass du mir echte Obskuritäten kredenzt hast? Oder doch daran, dass außer uns beiden hier keiner allzu viel Wert auf Elchtod legt? Die restlichen Songs kommen demnächst, heute noch, bin gerade bei den letzten Versuchen, nach Carnage wenigstens noch eine zweite der DM-Kombos aufzulösen.
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