Peter Kubaschk hat geschrieben:Jein. Hätten sie die drei Alben in einem Abstand von je einem halben Jahr veröffentlicht, wäre es ja immer noch die selbe Musik, aber das Argument gäbe es nicht mehr. Man muss ja auch nicht alle Teile am Stück hören, sondern kann das staffeln (was ich auch unbedingt empfehlen würde, auch bei KENN NARDI oder den Doppelalben von PERIPHERY oder SATAN'S HOST), so vermeidet man den sonst unvermeidlichen Übersättigungseffekt. Problematisch ist es halt dann - wie bei STS - wenn man dann auch bei jeder einzelnen CD das Gefühl hat, dass es Höhen & Tiefen gibt und man diese nicht nur empfindet, weil einen der Koloss an Musik so überwältigt und man einfach mangels Konzentration & Muße abschaltet.
Periphery kenne ich nicht, Satan's Host langt eine CD dicke. Selbst da bekomme ich dank Harry Hochtöner und Klickerklackerdrums Zahnschmerzen. Auch bei der viel gelobten Kenn Nardi sind die zwei Scheiben meines Erachtens zuviel des Guten. Für mich ist es anstrengend über die ganze Spielzeit hier aufmerksam zu bleiben. Der einzige aktuelle Doppeldecker, den ich komplett durchhören kann, ist das australische ARCANE-Sahneteil, dank der Dynamik des spannenden Songwritings, das mit Haken nur so um sich wirft.

