Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Julian Rohrer » Freitag 3. September 2010, 11:26

Hey Eike, das tolle ist, wenn man jemand - den man "zu kennen" glaubt - durch solch eine Liste "neu" entdeckt. An sich schreibst du ja immer wieder von den genannten Alben, aber in dieser Liste stehen sie doch einfach noch einmal geballt für einen anderen EIke, als den, den ich so in mein Schema eingeordnet habe. Werde auf jeden Fall weitere Platzierungen mit Spannung mit verfolgen.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Loenz » Freitag 3. September 2010, 16:39

Ehnahre ist jetzt diverses an Geknüppel mit Jazz gemischt, wa? Klingt spannend und gut.

Savatage super.

Iron Maiden auch cool.

Risk ist ok, aber auch nichts was mich total umhaut.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Eike » Freitag 3. September 2010, 16:49

Dass die RISK-Scheibe recht gut ankommt, freut mich, da ich das Gefühl habe, dass die etwas zu unbekannt ist. Hätte vielleicht bei Erscheinen mehr Werbung vertragen können, anders kann ich mir das kaum erklären. Denn das ist ja durchaus kein Nischenstil, hat aber dennoch Wiedererkennungswert.

@ Julian:
Ich glaube ja, dass man einen ganz anderen Eindruck erhält (manchmal auch von sich selber), wenn man nur das gerade aktuell Laufende mitbekommt und aufgrund dessen sich ein Bild macht, als wenn man sich mal hinsetzt und drüber nachdenkt, was einem wirklich wichtig ist. Selbst wenn auch das nur eine Momentaufnahme ist, kommen da dann doch Dinge zum Vorschein, mit denen man sich sonst eher selten beschäftigt, ganz einfach weil sie einem so selbstverständlich sind, dass man das gar nicht mehr muss. Auf die Alben bezogen tauchen hier sicherlich auch manche auf, die ich selten höre, die mich aber geprägt haben und die ich quasi auswendig kenne; welche, auf die ich selten zurückgreife, bei denen es mir aber wichtig ist, zu wissen, dass ich das im Fall des Falles könnte, quasi zum Auffrischen. Insofern ist so eine Listerei dann auch für mich selbst ganz schön, weil ich mich dadurch selbst nochmal reflektiere. Bei Jesus war's ja, wenn ich das richtig mitbekommen habe, auch schon so, dass er dadurch einige Alben quasi neu oder zumindest wiederentdeckte.

Holg zum Schwarzen Reiter hat geschrieben:wirkt für mich gestelzt. So nach dem Motto: Jetzt noch mal ne schrille Stimme zur Dissonanz hier und alle Querdenken werden klatschen.
Ja, der Stil hier ist in der Tat sehr gekünstelt, was man ihm auch etwas anhört, sich aber auch dadurch erklären lässt, dass die Musik für ein Theater/Musical geschrieben wurde, wo man ja gerne mal etwas dicker aufträgt. Sicherlich ist das Toms extremstes Album. Von ihm kommt allerdings noch mehr, was vielleicht eher an Dich geht. Vielleicht...

Jesus hat geschrieben:LIFE OF AGONY. Natürlich. Ich überlege noch, ob ich "Ugly" nicht lieber mag.
Dann gedulde Dich noch ein wenig. ;-)

An der EARTH gefällt mir gerade, dass sie untypisch für Doom ist. Ein bisschen wie bei Wildhoney, die ja auch untypisch für Gothic Metal oder Doom Metal (oder wie immer man das nennen mag) ist.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Eike » Freitag 3. September 2010, 16:54

@ "Ehnahre ist jetzt diverses an Geknüppel mit Jazz gemischt, wa?" - So ungefähr, aber nicht unbedingt auf Riesenkeule oder Geschwindigkeitsrekorde getrimmt, sondern vermengt mit ein wenig Doom hier und da sowie extremen Vokalexperimenten in gothischer Stimmung (Grabesstimmen, Verzweiflungsstimmen, Verreckstimmen etc.). Ich glaube, es geht da um Stimmungsgemälde, aber nicht als Stillleben, sondern im Gegenteil als labil, wie einem wirren Drehbuch folgend, wie eine psychotische Innenansicht. So wie David Lynch minus die Eleganz, plus viel Affekt. Vielleicht doch eher Schlingensief...
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Loenz » Freitag 3. September 2010, 17:06

Hmm, klar das es nicht nur Geknüppel ist. Ich fand das auch spannend gemacht und umgesetzt von denen.
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon enemy-of-reality » Freitag 3. September 2010, 19:09

Eike hat geschrieben:71.

PATTI SMITH GROUP "Radio Ethiopia"

Kennst du die "Horses" auch? Und wenn ja, wie findest du die, verglichen mit dieser hier?
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Eike » Freitag 3. September 2010, 19:55

"Horses" scheint sowas wie ein, wenn nicht gar das, Referenzwerk der Dame zu sein, oder? Jedenfalls ist das mein Eindruck aus Mainstreampublikationen, von Punkzines & Fanclubs/foren hab ich keine Ahnung. Nee, habe ich noch nicht gehört, finde aber das Hosenträgerfoto (ist doch da auf dem Cover, oder?) ziemlich schick. Ich finde, die Patti hat eh so eine Ausstrahlung. Attraktive Frau. Ähm... zurück zum Thema: Ich habe sonst nur mal in "Twelve" reingehört (nicht übel, soweit ich mich überhaupt noch erinnern kann, aber heller und ruhiger), und habe mir irgendwann mal für billig die "Gone Again" (rockiger, daher "gewöhnlicher", aber 'Summer Cannibals' ist ein Hit!) geholt. Sollte ich nach "Horses" aus Deiner Sicht denn mal die Augen offenhalten?
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon firestarter » Freitag 3. September 2010, 20:36

Die RISK ist ja mal ne coole Wahl. Das Album rockt. Witzige Entwicklung, die die ehemaligen FAITHFUL BREATH seit den späten 60ern gemacht haben. Erfinder des Viking Metal... :grins:
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon frankjaeger » Freitag 3. September 2010, 22:19

RISK? Das ist mal außergewöhnlich. Ich kenne nur die "Hell's Animals". War nett, hat mich aber nicht so umgehauen. Muss ich wohl nochmal probieren.

Die SAVATAGE ist natürlich sehr gut.

Ansonsten hast du recht: nicht frank-jaeger-musik. :grins:
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Re: Eikes eilig erstellte eindrucksvolle Einhundert

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 4. September 2010, 00:07

Eike hat geschrieben:
80.

SUEDE "Coming Up"

Rock / Britpop / Glamour

Noch einmal SUEDE, hier allerdings mit einem etwas frischeren, ungestümeren, auf den ersten Horch auch naiveren Werk - nicht so (böse gesagt:) schwülstig wie "Dog Man Star", wohl aber glamourös in einem fast schon punkig zu nennenden Sinne - nicht ästhetisch, sondern haltungsmäßig. Glam Rock, gewissermaßen; allerdings britisch, also mit understatement statt literweise Haarspray. In dem Sinne, in dem auch DAVID BOWIEs Ziggy-Epos Glamrock war. Oder wie es Oscar Wilde so treffend formulierte: We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars. 'Trash' und 'By The Sea' deuten es an: "Coming Up" ist ein Album voller Hits - Punkt.


Jupp. Gefällt. Beatles, Trash, Melancholie, Bowie ...

Eike hat geschrieben:79.

GENEVA "Weather Underground"

Ethereal Pop / Post-Rock / Torch Songs


Warum das Album "Weather Underground" heißt, ist mir schleierhaft. Militant ist jedenfalls die Musik nicht. Auch wenn in den Texten mal von Raketen über Kalifornien wie in einem Schwarzenegger-Movie die Rede ist. Seltsame Gruppe, GENEVA. Tolle Songs, und dabei weniger schräg als pisanische Architektur. Siehe auch hier. Höre aber hier und hier. Und dann kaufe. Oder lehne ab. Die Wahl ist dein.


Hat der Sänger Seife im Mund? Das tut nicht weh, reißt mich aber auch nicht vom Hocker. Irgendwie hoffe ich die ganze Zeit, es würde mal so ein kleines Aufbäumen, so einen Ausbruch geben, der aber ausbleibt.

Eike hat geschrieben:78.

NILS PETTER MOLVÆR "Solid Ether"

Jazz / Fusion

Ja, das ist ein recht gediegener Tag heute. Zart, pastellen, filigran, gechillt "like a patient etherised upon the table" - so klingt "Solid Ether", aber nicht flüchtig, sondern ernsthaft, E-Musik quasi. Damit auch das DIE ZEIT-Feuilleton was zu schreiben hat. Wer Ohren hat zu hören, höre: 'Solid Ether' zum Beispiel, oder auch 'Vilderness 1'. Diese Skandinavier haben den Bogen raus. Warum es dazu ein Covermotiv gibt, das eher an UFO-Verschwörungstheorien als an gediegenen Jazz der Moderne erinnert, ist mir schleierhaft, aber ich muss das ja auch nicht wissen oder gar verstehen.


Pastelfarben trifft es gut. Das mag handwerklich ein Knaller sein, zirpselt allerdings komplettestens an mir vorbei. Wie ein D-Zug auf Watte. Und dann auch noch Bläser ... ich bin raus ;)


Eike hat geschrieben:77.

OPETH "Ghost Reveries"

Death Metal / Progressive Metal / Psychedelic Rock


Okay, ich log, als ich eben von einem recht gediegenen Tag sprach. Naja, nicht ganz. Für melodischen Death Metal mit progressiven Einschüben ist das immer noch recht gediegen. Und die weiter oben genannten Alben sind das ja schon. Bei "Ghost Reveries" hingegen sollte von "gechillt" allenfalls im Sinne von "sending chills down your spine" die Rede sein. Ich bin mir schon im Klaren darüber, dass manch Kostverächter hier im Forum das anders sieht, und auch unsere Redaktion ist von solchen notorischen Ablehnern teil-infiltriert. Da kann man nichts machen. Außer 'The Baying Of The Hounds' hören und sie knurren lassen. Oder von Neidern ungestört im 'Harlequin Forest' lustwandeln. :)


Hounds ist ein absolutes Opeth-Highlight ...
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