Crowdfunding und Spenden?!

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Re: Crowdfunding und Spenden?!

Beitragvon Peter Kubaschk » Samstag 5. September 2015, 19:17

Hmm, nur bei meinem Pledge an AMPLIFIER habe ich 25EUR für die CD bezahlt, aber das war auch eine Doppel-CD in spezieller Verpackung, die es sonst auch nicht günstiger gegeben hätte. Sonst war es meist 15 EUR oder USD für die CD, was völlig okay ist. Liegt vielleicht auch an den unterschiedlichen Kreisen, in denen wir uns da bewegen. ;)
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Re: Crowdfunding und Spenden?!

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 5. September 2015, 20:24

Peter Kubaschk hat geschrieben:Hmm, nur bei meinem Pledge an AMPLIFIER habe ich 25EUR für die CD bezahlt, aber das war auch eine Doppel-CD in spezieller Verpackung, die es sonst auch nicht günstiger gegeben hätte. Sonst war es meist 15 EUR oder USD für die CD, was völlig okay ist. Liegt vielleicht auch an den unterschiedlichen Kreisen, in denen wir uns da bewegen. ;)


Magst du die unterschiedlichen Kreise etwas spezifizieren?

Klar, bis zu 15 Euro für den physischen Tonträger, meinetwegen noch zzgl. Porto, ist in Ordnung. Habe aber schon einige Kampagnen gesehen, wo das günstigste Package inkl. physischem Tonträger dann doch über 20,- Euro war. So nach dem Prinzip:

5,- US$ = our gratitude
10,- US$ = album mp3 download + our gratitude
15,- US$ = album mp3 download + signed photo
20,- US$ = album mp3 download + physical cd upon release
25,- US$ = album mp3 download + signed physical cd
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Re: Crowdfunding und Spenden?!

Beitragvon Peter Kubaschk » Sonntag 6. September 2015, 08:57

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:Hmm, nur bei meinem Pledge an AMPLIFIER habe ich 25EUR für die CD bezahlt, aber das war auch eine Doppel-CD in spezieller Verpackung, die es sonst auch nicht günstiger gegeben hätte. Sonst war es meist 15 EUR oder USD für die CD, was völlig okay ist. Liegt vielleicht auch an den unterschiedlichen Kreisen, in denen wir uns da bewegen. ;)


Magst du die unterschiedlichen Kreise etwas spezifizieren?


Ich bin da ja eher bei alternativ rockenden als bei traditionell metallischen Bands unterwegs. War aber jetzt auch nicht besonders ernst gemeint.
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Re: Crowdfunding und Spenden?!

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 6. September 2015, 10:05

Jo, okay. Dachte nur, dass das nicht unbedingt primär stilspezifisch ist, ob eine Band überzogene Preise verlangt oder nicht.
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Re: Crowdfunding und Spenden?!

Beitragvon Chavo89 » Montag 7. September 2015, 08:56

Ich habe drei mal schon im Voraus Geld gegeben. Für FLOTSAM & JETSAM natürlich, für THUNDER AND LIGHTNING und für JOACHIM WITT. Enttäuscht wurde ich dabei noch nicht, ganz im Gegenteil. Ich mag die Idee und freue mich über jede Band, die das ausprobiert. Eine der Grundregeln bei PledgeMusic ist übrigens, dass das Geld zurück gezahlt wird, wenn das Projekt scheitert! Ich denke schon, dass es ein Ansporn für die Künstler ist, wenn sie wissen, dass die Fans die ganze Produktion erst möglich gemacht haben. Wenn das in die Hose geht, sind die Fans weg.
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Re: Crowdfunding und Spenden?!

Beitragvon Frozen » Montag 7. September 2015, 15:39

Also ich steh Crowdfunding, im Bereiche meiner finanziellen Möglichkeiten, sehr offen gegenüber. Habe es auch schon mehrfach gemacht, und diversen anderen Bands des hiesigen Untergrundes bereits angedeutet, dass ich bei einer solchen Kampagne die Brieftasche bedenkenlos öffnen würde, wenns nicht zu viele und zu viel wird.

Ich kann die Begründung nachvollziehen. Eine professionell gemasterte und herausgegebene Scheibe kostet sehr schnell einen fünfstelligen Betrag, den du dann mit Touren und Verkäufen wieder reinholen müsstest. Das ist gerade bei kleineren Bands absolut nicht gegeben. So hat jeder, der spendet, die Scheibe schon auf sicher, das heisst, du hast sozusagen für jeden Spender einen "Verkauf". Mit diesem kannst du planen. Nur dass du diesen lange im Voraus anrechnen kannst. Wenn da nun genug zusammenkommt, erreichst du dein Ziel und hast eine solide Verkaufszahl auf Sicher, auf die du, wenn dus alles selbst finanzierst, erst spekulieren kannst.

Dazu kommt: Oft sind diese Spenden im sehr tiefen Rahmen. Für umgerechnet 10€ kriegst du schon mal das Album in physischer Form. Da wir im Schnitt über 20€ für einen neuen Release zahlen, ist das eher ein Schnäppchen als etwas anderes, du musst aber halt von der Band überzeugt sein. Ich gehe dann meist sogar ein Stück weiter, und gleiche bei Bands, an die ich glaube, den Betrag noch an. Heisst, egal welchen Pledge ich abgebe, ich geb noch ein Stück drauf, ich "kaufe" also nicht nur meine Artikel, sondern "spende" tatsächlich etwas. Immerhin: Hier kommt das Geld garantiert an der richtigen Stelle an. Oder engagiere mich als "Gönner" Bei lokalen Festivals, und das auch gerne mit ganz ansehnlichen Beträgen. Eben, im Rahmen meiner Möglichkeiten.

Warum dort, und nicht irgendwie bei Hilfswerken? Eben, "Es kommt an". Daran glaube ich bei den meisten Hilfswerken nicht mehr. Wir haben die Kollekte der Beerdigung meiner Mutter damals über ein sehr seriöses Hilfswerk gespendet, als der Tsunami in Indonesien war. Als Gerüchte aufkamen, dass da Geld veruntreut wurde, stellten wir nen Nachforschungsantrag. Ergebnis: Irgendwo in den Büchern versandet. Angeblich kamen weniger als 10% der Spenden damals tatsächlich an. Egal, wer da abgezwackt hat, dafür spende ich keinen Rappen mehr. Da kaufe ich lieber den Armen in der Schweiz ein Paar Schuhe und Socken für den Winter oder eine warme Mahlzeit, wenn sie nach Geld für Essen fragen (Komisch: Erst einer nahm das Angebot an... ^^), gebe es einer Organisation dies richtig einsetzt (Medecins sans frontier, jährliche spende von mir) oder eben einer jungen Band, die sonst kaum ein Album machen könnte.

Also ja, da ist idealismus und spendabilität vorhanden, aber nur, wenn ich damit tatsächlich jemandem helfe. Dem oben erwähnten hilfswerk zahle ich nie mehr auch nur einen Rappen, ähnlich wie jedem anderen, das einfach "sammelt", und einer Band, die täglich vor 500 Leuten spielt, spende ich sicher nichts an die Albumproduktion, aber einer jungen, aufstrebenden Band, an die ich glaube, gebe ich gerne meine Unterstützung.
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Re: Crowdfunding und Spenden?!

Beitragvon frankjaeger » Montag 7. September 2015, 19:02

Ich crowdfunde regelmäßig (Flots, Marillion, Heather Nova, Devin Townsend, Veronica Mars, Lords of Catan, das Spiel "A Study In Emerald", ein paar Comics, und so weiter). Und es freut mich sogar, wenn die Band später einen Vertriebsdeal landen kann. Ich werde in Kürze den Pledgemusic-Link zur neuen Marillion einstellen, die ich nur deshalb noch nicht gepledged habe, weil ich mich nicht entscheiden kann. Ich zahle auch gerne mal mehr, wenn es direkt an die Urheber geht. Stört mich gar nicht.

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Re: Crowdfunding und Spenden?!

Beitragvon salisbury » Montag 7. September 2015, 19:20

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Jo, okay. Dachte nur, dass das nicht unbedingt primär stilspezifisch ist, ob eine Band überzogene Preise verlangt oder nicht.


ist der Tradionsmetaller nicht eher alt und wohlhabend, während der Allternativ-Rocker eher jung und arm ist?

:grins:
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Re: Crowdfunding und Spenden?!

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 7. September 2015, 21:18

Alt vielleicht, wohlhabend sicher nicht, weil er immer alles in Mucke investiert.
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Re: Crowdfunding und Spenden?!

Beitragvon salisbury » Montag 7. September 2015, 21:24

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Alt vielleicht, wohlhabend sicher nicht, weil er immer alles in Mucke investiert.


Hihi.

Eigentlich sollte ich für die DARK SUNS Kraut funden... "Orange" war ein ganz tolles Wunderwerk!
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