Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz

Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Peter Kubaschk » Dienstag 31. August 2010, 06:51

die Dickinson ist natürlich super, wie "The Chemical Wedding" besser als jedes MAIDEN-Album seit etwa 1986.

Und NEVERMORE: später.
Benutzeravatar
Peter Kubaschk
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 21959
Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 10:16

Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon frankjaeger » Dienstag 31. August 2010, 08:12

Bruce kommt bei mir auch noch... :grins:
Tolles Album, das mich wirklich umgehauen hat, obwohl ich eh auf seine Solosachen stehe. Hier war aber die experimentelle Phase zuende, jetzt wurde wieder gemetalt. Und wie - wie Peter schon sagt, besser als jede Maiden nach 1986.
Benutzeravatar
frankjaeger
Musikredaktion
 
Beiträge: 16800
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 22:29
Wohnort: Burtenbach

Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Loenz » Dienstag 31. August 2010, 14:09

Nevermore hatte Jhonny oder wer war das letztens in der Liste, wahrscheinlich mit der neuen ihr eingängistes Werk. Find ich aber anders als Jesus dennoch gut, wenn es auch bessere Nevermore Platten aus meiner Sicht gibt.

Bruce Dickinson klingt halt ein wenig wie Maiden light, etwas direkter und einfacher. Frag mich warum man sowas Solo machen muss. Gut ist das natürlich keine Frage.
Benutzeravatar
Loenz
Kuttenträger
 
Beiträge: 4272
Registriert: Samstag 15. Mai 2010, 13:53

Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Drumtier » Dienstag 31. August 2010, 18:35

Ja schlecht klingts eh net, aber solang ich noch nicht alle Prä-86 Maiden-Sachen hab gehts sich schon alleine budgetbedingt nicht aus ;-)
Benutzeravatar
Drumtier
Metalhead
 
Beiträge: 3315
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 00:43

Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon enemy-of-reality » Dienstag 31. August 2010, 20:16

Interessant. Innerhalb von 2 Tagen hab ich hier zwei Meinungen zu Nevermore und deren Musik gefunden, die unterschiedlicher kaum sein könnte. Eine davon entspricht fast genau meiner Meinung, eine ist dieser genau diametral entgegengesetzt.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:NEVERMORE "Dead Heart In A Dead World"
Century Media
(c)2000
Bild

Ob die Nevermore-Die-Hards die Scheibe kritischer sehen mögen als der vermeintliche Mainstream, weil sie ja so kommerziell und anbiedernd sei, ist mir ziemlich schnuppe. Ich mochte Nevermore niemals wegen des Riffgeschrotes, sondern eher trotz des Riffgeschrotes, weil die Band so einen unglaublich tollen Sänger hat. Je mehr die Band den Sänger in den Vordergrund rücken lässt, umso lieber mag ich sie, und bei "Dead Heart..." hat er mehr ruhige Momente und eingängige Passagen, in denen er seine ganze Klasse ausspielen kann, als auf den meisten anderen Alben der Band. Deshalb ist es für mich auch klar die beste Nevermore.

:bier:
Ich stimme dir in fast allen Punkten zu, Rüdiger. Ohne Warrel wäre Nevermore nur die Hälfte wert und je mehr sein Gesang im Vordergrund steht, je weniger die Songs zugeknüppelt und zugerifft sind, umso besser sind in der Regel die Stücke, denn erst dann kommen diese teils unglaublichen Melodien und Harmonien so richtig zur Geltung, erst dann haben die Songs Raum zum "atmen" und um Atmosphäre zu entwickeln. Und es ist ja nicht so, dass die "ruhigeren" Alben instrumental nix zu bieten hätten oder gar langweilig wären. Das trifft selbst auf Warrels Solo-Album nicht zu, auch wenn dieses in der Hinsicht natürlich nicht mit den Nevermore-Alben konkurrieren kann.
Nur in einem Punkt bin ich nicht hundertprozentig bei dir, Hugin. Bis vor kurzem hätte ich auch gesagt, dass DHIADW das beste Album der Jungs ist. Inzwischen ist die neue Scheibe aber derart gewachsen, dass ich mir nicht mehr sicher bin, ob ich diese nicht sogar besser finde.



So, und hier noch der Gegenpol, der Antagonismus, die Antithese:

Jesus hat geschrieben:
Regina Löwenstein hat geschrieben:Erzähl mal, welche liebst und welche hasst du?


Lieben: "This Godless Endeavor" und "Dreaming Neon Black". Kann man gar nicht genug Gutes darüber sagen. Obwohl ich sie jetzt spontan nicht in meine Top 111 genommen habe. Sagen wir einfach, sie wären unter den Top 150.

Hassen: "Dead Heart in a Dead World" und "Obsidian Conspiracy". Da kriege ich Ausschlag und Haarausfall von. Bei ersterer nervt mich ungemein das Geriffe. Diese groove-verseuchten Chugga-chugga-MACHINE HEAD-meets-DISTURBED-Riffs. Schon nach den ersten 10 Sekunden von "Narcosynthesis" möchte ich Jeff Loomis am nächsten Laternenpfahl aufknüpfen - zusammen mit Dan Donegan und Rob Flynn (Dimebag hat sich ja schon erledigt). Und diese KORN-Riffs und Groove-Beats in "Inside 4 Walls"! Das grausige Cover, bei dem sich SIMON & GARFUNKEL im Grabe umdrehen würden (wenn sie tot wären). Der Stadionrock-Mitklatsch-Schlagersong "The Heart Collector"! Wenn ich schon dran denke, wachsen mir Furunkel. Zugegeben, ein paar gute Songs sind auch drauf, wie das tolle "We Disintegrate" und die passablen Balladen "Believe in Nothing" und "Insignificant". Der Titeltrack geht auch noch. Aber sonst nervt mich die Scheibe nur.

Und "Obsidian Conspiracy" finde ich einfach nur schlecht. Schlecht geschrieben, uninteressante Songs, belanglos, schlecht, langweilig, schlecht, peinlich, schlecht, halbgar und schlecht. Mit jedem weiteren Durchlauf "schrumpfte" die Platte, anstatt zu wachsen.

So, jetzt weißt Du Bescheid.
What if there is nothing more
What if there is only emptiness
What if there is nothing more
Beyond the code of deliverance


Meine Sammlung
Ranking 2014
Benutzeravatar
enemy-of-reality
Kuttenträger
 
Beiträge: 4092
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 11:57

Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 31. August 2010, 21:59

Die Nevermore ist antürlich sehr fein. Wohl auch meine liebste der Band. Nebebn dem für mich gelungenen Sound ist es aber auch in erster Linie das Songwriting,welches hier sehr stark auf Warrell ausgerichtet ist. Später wurde dann die Modernernisierung zu sehr übertrieben und das Frickeln auch. Die "sperrigen" Alben davor sind aber auch alle toll.

Die Dickinson ist ebenfall sehr gut, kommt bei mir aber nicht in die engere Auswahl.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Benutzeravatar
Holger Andrae
Musikredaktion
 
Beiträge: 26387
Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 02:44

Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon firestarter » Mittwoch 1. September 2010, 01:31

NEVERMORE? Nie gehört.
Benutzeravatar
firestarter
Mosh-Pit-Veteran
 
Beiträge: 9242
Registriert: Samstag 7. August 2010, 20:55

Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon 123_7 » Mittwoch 1. September 2010, 19:58

Da bin ich mit Klaus. Die Band gibt mir ungefähr null. Oder weniger. Und besonders dieses Album. Limes minus unendlich.
Benutzeravatar
123_7
Metalhead
 
Beiträge: 3401
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 11:26

Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Regina Löwenstein » Freitag 3. September 2010, 08:26

Holger Andrae hat geschrieben:Die Nevermore ist antürlich sehr fein. Wohl auch meine liebste der Band. Nebebn dem für mich gelungenen Sound ist es aber auch in erster Linie das Songwriting,welches hier sehr stark auf Warrell ausgerichtet ist. Später wurde dann die Modernernisierung zu sehr übertrieben und das Frickeln auch. Die "sperrigen" Alben davor sind aber auch alle toll.

Tatsächlich? Ich finde, dieses Gefrickel, diese Soundkaskaden, gegen die Warrel förmlich ansingen muss, machen genau die besondere Dynamik von Nevermore aus und unterstreichen eher die Bandbreite seiner Stimme, während langweilig-minimalistische Kompositionen wie auf der jüngsten Scheibe keinen Zauber aufkommen lassen. Da isses einfach ausladend und gut gesungen, aber diesen Hauch Wahnsinn sucht man vergeblich.
"Rock journalism is people who can't write interviewing people who can't talk for people who can't read." - Frank Zappa
http://www.myspace.com/endoftheroadmagazine
Bild
Benutzeravatar
Regina Löwenstein
Kurzhaarmetaller
 
Beiträge: 1746
Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 21:07
Wohnort: München

Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Holger Andrae » Freitag 3. September 2010, 08:31

Kann ich ja verstehen, aber dieser Wahnsinn geht mir bei diesem Soundwall beinahe etwas auf die alten Nerven. Wenn ich Wahnsinn hören möchte, dann lege ich Spastic Ink. Das ist obendrein witzig.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Benutzeravatar
Holger Andrae
Musikredaktion
 
Beiträge: 26387
Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 02:44

VorherigeNächste

Zurück zu Musica et Circenses

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste