Die "frau" bei Powermetal

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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 10. April 2015, 15:00

Teichfrosch hat geschrieben:Was für ein schöner Beitrag. Danke dafür. Und noch etwas Munition, falls mal wieder jemand behauptet, es gäbe "Herr XY" aber nicht das weibliche Äquivalent sondern nur "Frau XY": Frau (mittelhochdeutsch frouwe; von althochdeutsch frouwa „vornehme, hohe Frau; Herrin“). Ist zwar mittlerweile ziemlich bekannt, aber dennoch immer ein guter Maulkorb für Wichtigtuer.


Jupp, die korrekten Begriffspaare sind an sich "Mann/Weib" und "Herr/Frau". Bei uns sagt auch oft noch jemand, "Des isch mae Weib!", ohne das böse zu meinen.
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Jhonny » Freitag 10. April 2015, 18:40

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Jupp, die korrekten Begriffspaare sind an sich "Mann/Weib" und "Herr/Frau". Bei uns sagt auch oft noch jemand, "Des isch mae Weib!", ohne das böse zu meinen.


In Niederbayern auch ganz selbstverständlich. "Weib" ist kein Schimpfwort, "Frau" dagegen schon eine besonders würdevolle Anrede.

Gegenderte Sprache ist die wohl größte Geldverschleuderung Deutschlands under EU - und völlig nutzlos.
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Teichfrosch » Freitag 10. April 2015, 18:53

Gegenderte Sprache ist die wohl größte Geldverschleuderung Deutschlands under EU - und völlig nutzlos.


Das stimmt zwar, aber die eigentlich Diskussion, die damals angestoßen wurde, nämlich dass Sprache das Bewusstsein bestimmt, ist durchaus wichtig. Nur das, was daraus zuletzt entstanden ist und entsteht, schießt total übers Ziel hinaus.
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon enemy-of-reality » Freitag 10. April 2015, 20:31

Interessante Diskussion! Ich will mich da aber nicht gross beteiligen, weil das für mich ein absolutes Reizthema ist. Hier in Österreich ging das ja soweit, dass man tatsächlich die Bundeshymne abgeändert hat :jaja: Kam bzw. kommt bei der Bevölkerung natürlich gar nicht gut an (Tenor: Hat die Politik tatsächlich nichts besseres/wichtigeres zu tun?) und das wiederum führt dazu, dass ab und an jemand "rebelliert" und öffentlich die alte Version singt. Was dann natürlich wieder zu einem medialen Aufschrei führt. Die genialen "Maschek" haben sich erst kürzlich wieder dieser Thematik angenommen und ich verlinke das nun hier, um themenbezogen ein wenig Humor einzubringen:
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Teichfrosch » Samstag 11. April 2015, 14:11

Joa, auch ziemlich spinnert ... Das eigentlich schlimme an solchen Diskussionen, zumindest für mich, ist, dass man als Befürworter von Geschlechtergerechtigkeit sich als Feind eben dieser bezeichnen lassen muss. Verdirbt mir die Lust, mich da überhaupt positiv zu äußern und erreicht nichts, als Gräben zu vertiefen.
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 11. April 2015, 15:16

enemy-of-reality hat geschrieben:Hier in Österreich ging das ja soweit, dass man tatsächlich die Bundeshymne abgeändert hat :jaja: Kam bzw. kommt bei der Bevölkerung natürlich gar nicht gut an (Tenor: Hat die Politik tatsächlich nichts besseres/wichtigeres zu tun?) und das wiederum führt dazu, dass ab und an jemand "rebelliert" und öffentlich die alte Version singt.

Ja, so ist das mit der Gehirnerweichung. Aber wir Kleindeutsche müssen ruhig sein, wir sind immerhin das einzige Volk, das blöd genug ist, die Hymne mit der dritten Strophe anzufangen.
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Raphael Paebst » Sonntag 12. April 2015, 08:50

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Wie ich oben schon gesagt habe: Das ist nur diskriminierend gegen Frauen, wenn man das so empfinden WILL.

Und da genau ist doch die Crux der Sache. Wenn sich jemand davon diskriminiert fühlt, dann achte ich darauf, dass sie sich nicht ehr diskriminiert fühlt. Alternativ müsste ich behaupten, sie solle sich nicht so anstellen und ihr Gefühl der Diskriminierung sei ungerechtfertigt, was ich mir nicht anmaßen kann und will.
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Feamorn » Sonntag 12. April 2015, 13:12

Raphael Paebst hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Wie ich oben schon gesagt habe: Das ist nur diskriminierend gegen Frauen, wenn man das so empfinden WILL.

Und da genau ist doch die Crux der Sache. Wenn sich jemand davon diskriminiert fühlt, dann achte ich darauf, dass sie sich nicht ehr diskriminiert fühlt. Alternativ müsste ich behaupten, sie solle sich nicht so anstellen und ihr Gefühl der Diskriminierung sei ungerechtfertigt, was ich mir nicht anmaßen kann und will.


Das Problem an deiner Argumentation ist ja wiederum, dass sich Leute mittlerweile wegen jedem Scheiß diskriminiert fühlen. (Kein Quatsch, die religiöse Rechte in den USA fängt mittlerweile damit an, SIE würden von den Atheisten dort diskriminiert.) So bitter das ist, aber bei der ganzen Sache DARF man nichts anderes als objektive Gesichtspunkte zu Rate ziehen, denn wenn Gefühle von Leuten bestimmen, was richtig ist und was nicht, geht bald gar nichts mehr. Fallen dabei echte Probleme vielleicht unter den Tisch? Leider ja, aber den Teufel mit dem Belzebub austreiben? Nein danke. So lange jemand nur mit dem Gefühl argumentiert, er oder sie würde ungerecht behandelt gibt es kein Argument, da bedarf es schon nachprüfbarer Fakten, sprich stattfindender diskriminierender Handlungen. Anders KANN (eher sollte...) eine Gesellschaft keine Regeln aufstellen.
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 12. April 2015, 15:42

Joa, sehe das wie Fearmon. Prinzipiell ist es ganz einfach, sich wegen theoretisch jeder Art von Sprachnutzung, Verhalten, Meinung usw. angegriffen zu fühlen. Du kaufst dir ein Plastikregal? Ich, als Fan von Holzregalen, fühle mich von deinem Verhalten diskriminiert. Komplette Gleichheit bedeutet Nichts, denn nur im Nichts ist alles gleich. Das ist schlicht und einfach unrealistisch. Das ist kein Aufruf, Gleichberechtigung als unerreichbar dran zu geben, aber realistisch sollte das, was als Ziel gesetzt wird, schon sein, andernfalls bedeutet jeder Schritt nach vorne automatisch zwei Schritte zurück.
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Re: Die "frau" bei Powermetal

Beitragvon Jhonny » Sonntag 12. April 2015, 18:56

Feamorn hat geschrieben:Kein Quatsch, die religiöse Rechte in den USA fängt mittlerweile damit an, SIE würden von den Atheisten dort diskriminiert.



Das ist keine Behauptung, das ist durchaus wahr (teilweise auch hier in Deutschland).
Aber: Das muss man auch mal aushalten (solange es nicht bösartig oder gar menschenverachtend wird). Atheisten mussten auch schon genug einstecken.


Wer in einer Meinungsfreiheit leben will, muss auch damit leben können, dass andere Meinungen vorhanden sind. Ich glaube, sowohl Feministinnen, Gender-Ideologen, Atheisten und Evangelikale sind prinzipielle Befürworter der Meinungsfreiheit. Dann müssen sie halt auch mit Kritik und Ablehnung ihrer Werte leben.
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