Rafs 20/14

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Samstag 24. Januar 2015, 18:39

13. CAPILLA ARDIENTE - "Bravery, Truth And The Endless Darkness"

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Ich mag Doom und ich mag PROCESSION. Dennoch muss ich zugestehen, dass mir "To Reap Heavens Apart" nicht auf ganzer Länge gefiel. Zu sehr wurde hier die Gitarrenwand durchgedrückt, zu wenig Variation im Songwriting. Daher waren meine Hoffnungen auf CAPILLA ARDIENTE, das Nebenprojekt von Felipe und Claudio, bei dem letzterer für federführend ist, recht hoch. Die EP "Solve Et Coagula" mit ihren zwei monumentalen Songs hat mich dereinst überrollt und mit wenigen Abstrichen tut dies "Bravery, Truth And The Endless Darkness" ebenfalls. Felipes charismatischer Gesang wird hier von einem abwechslungsreicheren Songwriting unterstützt, es gibt mehr Dynamik in den Songs und so werden verschiedene Stimmungen besser eingefangen. Die Extreme werden von CAPILLA ARDIENTE auf dem Album deutlich mehr ausgeleuchtet, als das PROCESSION auf dem letzten Album tat und das gefällt mir gut. Starker Epic Doom, mit tollem Gesang, tollen Songs und einer guten Produktion - doch, damit kann man mich nach wie vor glücklich machen.

'Towards The Midnight Ocean'

'Into Unknown Lands'
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Chavo89 » Sonntag 25. Januar 2015, 20:04

Ach, siehste. Die CAPILLA ARDIENTE wollte ich mir ja auch noch zulegen. Ich mag PROCESSION sehr und das bisher Gehörte klang mindestens interessant.
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 17. März 2015, 11:21

Die ersten 5 Plätze habe ich mir mal angeschaut bzw. angehört:

Platz 20:
Sons Of Crom - Riddle Of Steel

Bathory Huldigung hin oder her. Aber irgendwie gefällt mir der Sound nicht. Das klingt irgendwie so „verwaschen“. Kann das nicht so richtig beschreiben. So allein die Songs geben mir leider auch recht wenig.

Platz 19:
Emyn Muil - Túrin Turambar Dagnir Glaurunga

Liest sich auch recht gut. Beim reinhören klingt das nicht schlecht. Das Gekreische ist eindringlich. Die Keyboards dominant. Da baut sich eine eigenartige Atmosphäre auf. Und ich hab jetzt bloß in den Opener reingehört.

Platz 18:
Space Eater - Passing Through The Fire To Molech

Scheint so als komme ich an Thrash Metal nicht mehr ran. Neuere Sachen kicken mich dann doch irgendwie zu selten und wenn dann verliere ich trotzdem das Interesse schnell wieder. Ich bleib lieber bei dem was ich kenne und lege alte Klassiker ab und zu mal auf. Aber das Thema hat mich wohl echt gesättigt.

Platz 17:
Hail Spirit Noir - Oi Magoi

Das was du zu der Platte schreibst müsste mir gefallen. Reingehört und für wirklich spannend empfunden. Allerdings schätze ich für ein schnelles reinhören langt ein Urteil wohl kaum. Doch das könnte interessant werden für mich. Aufschreiben Pille! Aufschreiben!

Platz 16:
The Wounded Kings - Consolamentum

Boah ist das zäh. Ich glaube das ist die Art von Doom für die ich keine Geduld habe. Ich kann mich auch täuschen. Aber das ist eher nichts für mich.

Platz 15:
Primordial - Where Greater Men Have Fallen

Super!
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Dienstag 17. März 2015, 11:24

12. HYPNOS - "Hypnos" (Crusher Records)

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Platz zwölf gehört einer jungen Band aus Schweden, die sich zwar grob in den Retro Rock einsortieren lässt, mit Okkultem, Doom oder Frauengesang jedoch nichts am Hut hat. HYPNOS hat sich leider nicht gerade den besten Namen ausgesucht und lässt sich super mit polnischem Death Metal verwechseln, kann auf musikalischer Linie jedoch voll überzeugen. Was die Band selbst als Boogie Rock bezeichnet, ist letztendlich astreiner Proto Metal, der dank des Sängers an die Frühzeitenn von JUDAS PRIEST erinnert. Ja, der Opener 'Hands Of Evil' ist wohl der beste Priest-Song seit 25 Jahren. Da der Vokalist im Mittelteil sogar noch eine Flöte auspackt, bin ich endgültig begeistert und sehe auch über ein paar leichte Schwächen im Albumverlauf hinweg. Für Schweden ist eine gute Produktion ja nichts neues, aber ich möchte nochmal den natürlichen, warmen Klang der Gitarren und des Schlagzeugs hervorheben. Dazu sprudelt das Album nur so über vor guten Ideen, manchmal sind es sogar ein paar zu viel für einen einzelnen Song. So haben ein paar Stücke einen etwas chaotischen Touch, der mir aber ebenfalls gut gefällt.
"Hypnos" ist ein sehr starkes Debüt und könnte auch Leuten gefallen, die um die Retro-Welle einen Bogen machen. 'Hands Of Evil' ist jedenfalls schon fast Grund genug, das Album zu kaufen.

Der Titelsong

Ein Albumteaser, der alle Songs kurz anspielt
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Donnerstag 19. März 2015, 17:17

11. SEA - "Sea" (Mighty Music)

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Weiter geht es mit der nächsten Band, die sich im großen Namensspiel als wenig kreativ, im musikalischen dafür umso stärker erweist. SEA kommt aus Dänemark und spielt harten Rock. Eine genaue Bestimmung des Genres ist nicht wirklich möglich, Einflüsse sind jedoch klar in den 70ern zu suchen, schwere Riffs, ausladende Gitarrensoli, das ganze Programm ist vorhanden. Dazu hat man sich jedoch nicht für eine, ach so trendy, Retro-Produktion entschieden, sondern ein völlig zeitgemäßes, druckvolles Klangbild gewählt. Dass man zusätzlich einen tollen, ausdrucksstarken Sänger in seinen Reihen hat, hilft ebenfalls und rundet das Talent der Instrumentalisten schön ab. Das allerwichtigste sind jedoch die Songs und von denen gibt es hier nur echte Kracher zu hören. Vom Opener 'Sorry To Be Sane' an wird hier ein starkes Stück Musik nach dem anderen losgelassen, eine kurze Verschnaufpause gibt es mit dem ruhigen Instrumental 'Aeon' und den absoluten Überhit mit 'Ride On'. SEA fällt somit in eine ähnliche Kategorie wie HYPNOS auf Platz 12, doch die Mittel mit denen die Dänen zu Werke gehen, sind in fast allen Belangen andere, als bei den Schweden. Das Ergebnis ist jedoch einmal mehr wunderbare Rockmusik und könnte Fans von klassischem Metal ebenso gefallen, wie jenen, die gerne mal moderneren Heavy Rock anhören. Leider kann ich lediglich den Opener auf Youtube finden, diesen will ich aber niemandem vorenthalten und behaupte einfach mal, dass weite Teile des Albums noch besser sind.

'Sorry To Be Sane'
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Chavo89 » Donnerstag 19. März 2015, 20:33

Der Song ist echt hübsch. Aber irgendwie hat mich der Sänger genervt. Frag bloß nicht warum. Vielleicht ist er mir zu sleazig oder so. :?
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Samstag 21. März 2015, 11:34

10. GAME OVEr - "Burst Into The Quiet" (Scarlet Records)

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Und nun ein kleiner Szenenwechsel. Nach Retro und Hard Rock steht nun Thrash auf dem Plan, Power Thrash, um genau zu sein. Die Italiener GAME OVER haben sich der amerikanischen Spielart des Stils verschrieben und konnten mich bereits mit ihrem tollen Debütalbum "For Humanity" begeistern. Den guten Eindruck bestätigte die Band dann beim HOA, wo mit viel Spielfreude zu früher Stunde mächtig Gas gegeben wurde. Nun folgt mit "Burst Into The Quiet" das zweite Album und auch der Labelwechsel konnte nur minimal mehr Promoarbeit erreichen, wie ich feststellen muss. Doch zur Musik, die erneut stark geworden ist. Power Thrash, der zwischen New York und Bay Area wechselt, also sozusagen einen gemischten amerikanischen Sound auffährt. Fast durchgängig mit hohem Tempo, instrumental mehr als fit und mit kraftvollem Sänger und leicht punkigen Refrains ist dieser Thrash gesegnet, textlich werden die zwei wichtigsten Genrethemen abgearbeitet. Abwechselnd soziale Probleme und Horrorfilme stehen auf dem lyrischen Speiseplan, gewürzt mit ein wenig Humor in Form des knackigen 'Metropolis Pt.3', das in unter einer Minute mehr Spaß macht, als DREAM THEATER seit gefühlten 25 Jahren. Mit dem simplen, aber effektiven 'Nuke 'Em High' hat man zudem einen echten Hit am Start, mit dem Opener 'Masters Of Control' findet man den richtigen Ton zum Anfang und so gibt es von meiner Seite an "Burst Into The Quiet" nichts auszusetzen und viel zu loben

Das gesamte Album

'Nuke 'Em High'

>'Metropolis Pt. 3'

'Trapped Inside Your Mind'
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Jhonny » Samstag 21. März 2015, 16:07

Gefällt mir!
Man, das ist echt feiner Thrash mit ordentlichem Sänger.
Werde ich im Auge behalten und vielleicht bei Gelegenheit mal eintüten.
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Samstag 21. März 2015, 16:21

Jhonny hat geschrieben:Gefällt mir!
Man, das ist echt feiner Thrash mit ordentlichem Sänger.
Werde ich im Auge behalten und vielleicht bei Gelegenheit mal eintüten.

Das Debüt ist fast noch einen Tick stärker, wenn dir das auf irgendeiner Börse oder so über den Weg laufen sollte. :-)
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Jhonny » Samstag 21. März 2015, 18:35

Raphael Paebst hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:Gefällt mir!
Man, das ist echt feiner Thrash mit ordentlichem Sänger.
Werde ich im Auge behalten und vielleicht bei Gelegenheit mal eintüten.

Das Debüt ist fast noch einen Tick stärker, wenn dir das auf irgendeiner Börse oder so über den Weg laufen sollte. :-)


:dafuer:

danke für den Tip!
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