Platz 20
Flying Colors - Second Nature 
Genre: Progressive Rock
VÖ: 26. September 2014
Ich habe mich wie Bolle auf dieses Album gefreut. Endlich ein zweites Album. Wie wird es klingen? Habe ich zu Recht Angst, zwecks der zwei Longtracks auf diesem Album?
Die Antworten fand ich dann nachdem ich das Album in den CD Schacht geschmissen hab. Die Ernüchterung machte sich dann im Verlauf breit. In Hinsicht auf das Debut Album klingt das Album an manchen Stellen immer noch angestrengt, gewollt und nicht fluffig, locker und leicht, wie das durchaus schöne Cover zum Ausdruck bringt.
Ich habe das Album also erstmal in Ruhe gelassen und enttäuscht ins Regal gestellt.
Doch als ich irgendwann am Einsortieren meiner neueingetroffenen CDs war, fiel mir dieses bunte viereckige Ding im Regal Eck auf und ich konnte einfach nicht einsehen, dass das Album auf das ich mich am meisten gefreut hab, mich so enttäuschte.
Losgelöst vom ersten Album der Band wagte ich also noch einen Versuch. Und dann funktionierte das Album wenigstens ein bisschen. Dann ein bisschen mehr. Dann doch schon häufiger. Und dann auch irgendwann zu mindestens gut. Warum zu mindestens? Weil es trotz der aufsteigenden stärke immer noch sehr weit entfernt von der Qualität des ersten Album ist.
Das Album hat klar seine starken Momente. Zum großen Teil ist das auch Steve Morse zu verdanken. Wenn der Kerl loslegt mit seinen Solos ist es immer wieder ein Erlebnis. Casey McPherson ist auch immer noch ein toller Sänger und gehört auch zur positiven Seite.
Mir ist aber leider das Schlagzeug zu sehr im Vordergrund und Mike neigt wieder zur Übertreibung. Da hat sein Ego wohl mal wieder überhandgenommen. Titel wie „Mask Machine“ ist mir am Anfang zum Beispiel viel zu gewollt gewesen. Der Rhythmus ist schon toll. Aber die Härte die das Schlagzeug vorgibt mit seinen Millionen Fills macht mir einfach keinen Spaß. Nicht bei Flying Colors.
„Bombs Away“ hingegen find ich wie das nächste
„The Fury Of My Love“ auch sehr schön.
Dieses Album hat sich also schon gesteigert und rückt meine Enttäuschung ein bisschen weg. Trotzdem gibt es einige Sachen die mir nicht gefallen. Aber auch sehr positive Dinge.
Ein Plus/Minus Album, dass wenn mir nicht so viel dran gelegen hätte, es nicht in meine Top 20 geschafft hätte.