Die "Urzeiten" des Metal und "Hard Rock", wo fängt alles an?

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Die "Urzeiten" des Metal und "Hard Rock", wo fängt alles

Beitragvon Eike » Sonntag 15. Februar 2015, 02:44

Holger Andrae hat geschrieben:Ein Perpetuum Mobile Thread. Fein.
Wie meinst Du das?
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Re: Die "Urzeiten" des Metal und "Hard Rock", wo fängt alles

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 15. Februar 2015, 11:28

Nachdem bereits recht detailiert über das Thema geschrieben wurde, kommt zuerst dieser für mich im Zusammenhang noch immer völlig unklare Post:

IridiumKaiju hat geschrieben:Vor Black Sabbath findet man vereinzelt bei verschiedenen Bands sogenannte Proto-Metal-Songs.

Auch bei den Beatles, z. B. das berüchtigte "Helter Skelter"

https://www.youtube.com/watch?v=QWuXmfgXVxY

Oder das weniger bekannte "I 'm down"

https://www.youtube.com/watch?v=X3rTprsWCp8


kurz danach dann dieses im Gegensatz zum obigen stehende:
IridiumKaiju hat geschrieben:Ich schließe mich der herrschenden Meinung an, wonach Black Sabbath den Heavy Metal "erfunden" haben. Aber auch vorher gab es schon den einen oder anderen "Heavy" Song, nur eben noch kein Heavy Metal.


Dann wird über Stammbäume und Poster diskutiert bis es plötzlich diese Frage gibt:
IridiumKaiju hat geschrieben:Wann fing alles an?

1970? Oder früher?

Und wieviel früher? Uriah Heep? Led Zeppelin? Oder die Beatles?

Etwas überspitzt gesagt, bin ich der Meinung, dass die Wurzeln des Metal noch weiter zurückreichen.

Ist nicht das Riff ein zentrales Element des Heavy Metal?

Die ersten Riffs findet man bereits im 18. und 19. Jahrhundert, z. B. in der Passacaglia für Orgel von J. S. Bach und in Beethovens fünfter Symphonie, auch Schicksalssymphonie genannt.
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Re: Die "Urzeiten" des Metal und "Hard Rock", wo fängt alles

Beitragvon IridiumKaiju » Montag 16. Februar 2015, 09:53

Warum ist ein Perpetuum mobile Thread per se schlecht?

Da hier 3 Beiträge von mir zitiert worden sind, möchte ich mich äußern.

Meine Posts zum Thema Proto-Metal sind offenbar missverstanden worden. Dann werde ich mal versuchen, dies anders zu formulieren:

- Der HEAVY Metal wurde höchstwahrscheinlich 1970 von Black Sabbath begründet.
- In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts findet man eine Strömung, die man als PROTO-Metal bezeichnen kann. Diese Musik ist also noch kein Heavy Metal, nimmt aber gewisse Elemente bereits vorweg. Man kann also auch von Wegbereitern des Heavy Metal sprechen. Beispiele für Proto-Metal: The Beatles, Cream (massives Riffing, Double-Bass-Drums), Steppenwolf (Es gibt eine Theorie, wonach das Wort Heavy Metal von einem Steppenwolf-Song kommt.), The Jimmy Hendrix Experience, Vanilla Fudge.

Mein dritter Beitrag zeigt einfach nur, dass die Wurzeln des Heavy Metal deutlich weiter zurückreichen.
"wie Tom seiner Überzeugung Ausdruck verlieh, 'dass dieser Mord das Werk von Aktivisten war'. Ich hätte ihn ja zu gern gefragt, wie er es geschafft habe, so schonungslos die Möglichkeit auszuräumen, dass dieser Mord das Werk von Passivisten sei"
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Re: Die "Urzeiten" des Metal und "Hard Rock", wo fängt alles

Beitragvon salisbury » Montag 16. Februar 2015, 10:08

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass 'Helter Skelter' von den BEATLES als erster Metalsong gilt. Aber schon 'You Really Got Me' von den KINKS finde ich schon sehr riffig. Dass man schon sowas wie Riffs in der Klassik findet, erstaunt mich jetzt weniger, schon damals wollte man mit diesem Mittel Spannung erzeugen. Dass sich die ersten Metal-Bands nun aber explizit darauf berufen haben, glaube ich eher nicht. Ich glaube eher an drogen-verstärkte Experimente, wo man rausfand, wie cool es klingt, wenn man seinen Verstärker maximal verzerrt und auf der Gitarre mit abgestoppten Saiten von oben nach unten schrubbt, hehe ;-)
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Re: Die "Urzeiten" des Metal und "Hard Rock", wo fängt alles

Beitragvon Jhonny » Montag 16. Februar 2015, 11:05

IridiumKaiju hat geschrieben:Steppenwolf (Es gibt eine Theorie, wonach das Wort Heavy Metal von einem Steppenwolf-Song kommt.)



Du könntest ruhig auch den Song nennen - das ist logischerweise "Born To Be Wild", der auch musikalisch viel Heavy Metal vorweg nimmt und noch aus den 60ern stammt.
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Re: Die "Urzeiten" des Metal und "Hard Rock", wo fängt alles

Beitragvon salisbury » Montag 16. Februar 2015, 18:49

Stimmt das eigentlich, das Gothic Metal nach PARADISE LOSTs "Gothic"-ALbum benannt wurde?
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Re: Die "Urzeiten" des Metal und "Hard Rock", wo fängt alles

Beitragvon Schaf » Montag 16. Februar 2015, 19:13

Ich vermute mal, dass er vor allem nach dem Genre Gothic benannt wurde, von dem er ja im Endeffekt auch abstammt.
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Re: Die "Urzeiten" des Metal und "Hard Rock", wo fängt alles

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 16. Februar 2015, 21:04

Eine sehr naheliegende Vermutung, Kamerad Paarhufer!

Ganz verwegene Zeitgenossen meinen sogar, Paradise Lost hätte damals schon Gothic Einflüsse gehabt und wäre gar keine True-Doom-Band.
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Re: Die "Urzeiten" des Metal und "Hard Rock", wo fängt alles

Beitragvon Holger Andrae » Montag 16. Februar 2015, 23:29

IridiumKaiju hat geschrieben:Warum ist ein Perpetuum mobile Thread per se schlecht?

Da hier 3 Beiträge von mir zitiert worden sind, möchte ich mich äußern.

Meine Posts zum Thema Proto-Metal sind offenbar missverstanden worden. Dann werde ich mal versuchen, dies anders zu formulieren:

- Der HEAVY Metal wurde höchstwahrscheinlich 1970 von Black Sabbath begründet.
- In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts findet man eine Strömung, die man als PROTO-Metal bezeichnen kann. Diese Musik ist also noch kein Heavy Metal, nimmt aber gewisse Elemente bereits vorweg. Man kann also auch von Wegbereitern des Heavy Metal sprechen. Beispiele für Proto-Metal: The Beatles, Cream (massives Riffing, Double-Bass-Drums), Steppenwolf (Es gibt eine Theorie, wonach das Wort Heavy Metal von einem Steppenwolf-Song kommt.), The Jimmy Hendrix Experience, Vanilla Fudge.

Mein dritter Beitrag zeigt einfach nur, dass die Wurzeln des Heavy Metal deutlich weiter zurückreichen.


Zumindest den ersten beiden Teilen kann ich zustimmen. Neu sind diese Erkenntnisse aber nicht wirklich.

Dem dritten Teil stimme ich insofern zu als dass jede Musikform ihre Wurzeln ganz weit zurück hat. Riffs im klassischen Bereich kenne ich nicht, aber da bin ich eh Banause.

Banause ist ein schönes Stichwort zum Thema Gothic und Paradise Lost. Mir fällt mal kurz das Wort "überbewertet" ein, aber auch nur ganz kurz. Eigentlich eine ganz gut hörbare Band, die von einem (beinahe) Trendsetter zu einem Trendhopper mutiert ist. Obendrein live leider megakagge und unsympathisch. "We don't play 'as I die', you sucker!" Oops, abgeschwiffen ...
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Re: Die "Urzeiten" des Metal und "Hard Rock", wo fängt alles

Beitragvon salisbury » Montag 16. Februar 2015, 23:46

Holger Andrae hat geschrieben:
Banause ist ein schönes Stichwort zum Thema Gothic und Paradise Lost. Mir fällt mal kurz das Wort "überbewertet" ein, aber auch nur ganz kurz.


Ich hab "Gothic" glaub ich noch nie vollständig angehört. Damals war die Band noch nix für den Plüschhasen. Ab "Icon", das war schon sehr cool!
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