Album #3 - Make it or break it!

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Album #3 - Make it or break it!

Beitragvon IridiumKaiju » Montag 2. Februar 2015, 11:06

Interessante Theorie. Nach meiner Erfahrung war häufig das 2. Album der Oberkracher, da die Band ihren Stil auf dem ersten Album noch nicht gefunden hatte.

Kombinieren wir mal beide Ansätze:

1. Album: Das Debüt.
2. Album: Die Band hat ihren Stil gefunden und sich weiterentwickelt. Das Album wird gut.
3. Album: Der Scheideweg. Jetzt erst zeigt es sich also, ob das Potenzial ausreicht, um erfolgreich zu bleiben oder ob "der Drops gelutscht" ist.

Meine Lieblings-Drittalben sind:

- Wishmaster von Nightwish
- The Silent Force von Within Temptation

- Argia von Diabulus in Musica
- Unholy Savior von Battle Beast

Bei den ersten beiden Beispielen hat sich gezeigt, dass sie Potenzial haben und erfolgreich geblieben sind, bei Diabulus in Musica und Battle Beast bin ich gespannt.

Die bisherige Entwicklung von Battle Beast folgt interessanterweise der oben skizzierten "Theorie". "Steel" war das Debüt, "Battle Beast" kann man als den vorläufigen Höhepunkt dieser Band sehen und "Unholy Savior"? Meiner Meinung nach "Make it". Das Biest hat sich breit aufgestellt, um fit für die Zukunft zu sein. Es gibt hier allerdings auch einen Minuspunkt: Balladen und Synthiepop-Rock bringen zwar Abwechslung, gehen aber zur Lasten der "Gesamthärte" der Scheibe.

Bei Sabaton wird die Sache schwierig. Bei welchem Album fängt man an zu zählen? Bei Metalizer? Bei Primo Victoria? Oder lässt man Metalizer gleich ganz weg, da es kein sabatonischer "War Metal" ist? :?
"wie Tom seiner Überzeugung Ausdruck verlieh, 'dass dieser Mord das Werk von Aktivisten war'. Ich hätte ihn ja zu gern gefragt, wie er es geschafft habe, so schonungslos die Möglichkeit auszuräumen, dass dieser Mord das Werk von Passivisten sei"
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Re: Album #3 - Make it or break it!

Beitragvon Eike » Montag 2. Februar 2015, 22:23

3. Album?

Da denke ich an LIFE OF AGONY:

Extreme Erweiterung des Spektrums, dabei eine reine Göttergabe, zugleich auch letztes Album vor Auflösung.

Ich würde mal vermuten, dass das nicht die einzige Band war, bei der das so lief.


Ich meine, eine klassische Entwicklung kann einigermaßen logisch so verlaufen:

Erstes Album schlägt ein wie Bombe. Erwartungsdruck galore.
Zweites Album erweitert vorsichtig das Spektrum, gleicher Punch dahinter, nur ausgefeilter: Fan- und Kritiker-Lob.
Zum 3. Album macht man sich locker und frei von Erwartungen, dafür brechen dann unterschiedliche Egos durch.
Kann eine Band zerstören, stagnieren lassen, oder eben auch zu seltsamen Experimenten veranlassen.
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Re: Album #3 - Make it or break it!

Beitragvon salisbury » Montag 2. Februar 2015, 23:47

Oje. Ich weiss doch sowas nie :schade: . Eikes Analyse klingt aber logisch :)

IridiumKaiju hat geschrieben:- Argia von Diabulus in Musica


Ein "Argia"-Fan, yey! :subber: Das ist auf jeden Fall was Gutes. Kenne aber die beiden davor nicht. Will ich glaub auch gar nicht :grins: .
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Re: Album #3 - Make it or break it!

Beitragvon IridiumKaiju » Dienstag 3. Februar 2015, 09:00

Ein "Argia"-Fan, yey! Das ist auf jeden Fall was Gutes. Kenne aber die beiden davor nicht. Will ich glaub auch gar nicht


8-)


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Da fällt mir noch Tristania ein. Da ist die Entwicklung finde ich schwer zu beurteilen. Album 1 und 2 ("Widows Weeds" und "Beyond the Veil") sind schon ziemlich geiler 90er-Jahre-Gothic. "World of Glass" gefällt mir persönlich auch gut, aber viele Fans der ersten Stunde sehen hier schon einen Abstieg, zumal Morten Veland zuvor ausgestiegen war. Vielleicht ist hier genau das passiert, was Eike eben beschrieben hat: Unterschiedliche Egos brechen durch, die Band muss damit umgehen. Entweder sie finden wieder zueinander und entwicklen sich zusammen weiter oder die Differenzen machen die Band kaputt. Und wenn dann noch der kreative Kopf die Band verlässt...

Tristania sind zwar noch im Geschäft, aber aufgrund massiver personeller Wechsel darf wohl die Frage erlaubt sein, ob das überhaupt noch Tristania ist. Mir kommt die Band inzwischen vor wie ein Messer ohne Klinge, an dem der Griff fehlt! :(

Da fällt mir ein, es gibt auch einen Roman, in dem so eine Entwicklung thematisiert wird. Der genauer Titel fällt mir gerade nicht ein, irgendetwas mit "Die Dicke muss gehen" oder so. Na ja, es geht da eben um eine Schülerinnen-Band, die erfolgreich wird und das Management feuert sogleich das mollige Mädchen aus der Band, das sie (ok, das ist falsch, gebe ich ja zu, grammatikalisch korreggdd muss es "es" heißen ;-) ) angeblich schlecht für die Vermarktung der Band sei. Zu dumm nur, dass sie die einzige war, die Songs schreiben konnte sowie Singen und mehrere Instrumente perfekt spielen konnte! :motz:
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Re: Album #3 - Make it or break it!

Beitragvon Timon Krause » Samstag 21. Februar 2015, 17:57

Ich melde mich sonst mangels Zeit ja kaum in diesen Hallen zu Wort, aber als ich über diesen Thread stolperte, fielen mir, dem Nicht-Traditionalisten, sofort zwei absolute Paradebeispiele und persönliche Lieblinge ein:

DEFTONES - White Pony: Album Nr. 3 der Kalifornier schießt, kaum dass das viel kritisierte Genre seinen Höhepunkt erreicht hat, den Nu Metal auf den Haufen der musikalischen Banalitäten, entfaltet ein faszinierendes ('Change'), brutales ('Korea'), verstörendes ('Knife Party'!!), steril-brillantes ('Digital Bath'), verletzliches ('Passenger' - geadelt durch Maynard James Keenan) musikalisches Universum und zementiert die Ausgangslage der weltweiten DEFTONES-Erfolgsstory. Selten zuvor hat sich eine Band mit dem dritten Album so kraftvoll sämtlicher Mainstream-Gefahren entledigt und zugleich ein wegweisendes Meisterwerk geschaffen, das alle zuvor gleichrangigen Vertreter, von KORN über SYSTEM OF A DOWN bis LIMP BIZKIT als blutige Anfänger distanzierte.

AUGUST BURNS RED - Constellations: Sicherlich weniger bekannt, aber auch die fünf Christen-Rocker haben den "Nachfolger" des Nu Metal, nämlich den Metalcore, mit ihrem dritten Album als großteils uninspirierte, auf Pseudo-Aggressivität angelegte Genre-Mixtur entlarvt und zugleich gezeigt, dass auch im Doppelspiel aus Melo Death und Hardcore Anspruch beileibe kein Fremdwort sein muss. "Constellations" ist phänomenal tiefgründig, komplex und zugleich doch eingängig, glänzt mit überragender Schlagzeug- und Gitarrenarbeit (Matt Greiner & JB Brubaker) und überirdischem Songwriting und trägt in meinen Augen bis heute einsam die Krone eines mittlerweile extrem weitläufigen Genres. Für die Band selbst begann mit Album Nr.3 ebenfalls eine ziemlich erfolgreiche internationale Laufbahn.
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Re: Album #3 - Make it or break it!

Beitragvon IridiumKaiju » Mittwoch 11. März 2015, 11:01

Ein sehr schönes #3 Album ist für mich auch "The Final Countdown" von Europe. Ja, das ist 80er-Jahre Melodic Rock!

Tja, ein Beispiel für ein meiner Meinung nach misslungenes #3 Album ist "Nine Destinies and a Downfall" von Sirenia. Die Nine Destinies höre ich da nicht raus, nur den Downfall! :boes:

Wo einst düsterer Gothic Metal mit Geigen, Chor, Growling und female Vocals herrschte, herrscht jetzt nur noch seichte Leere: Eine Band mit eigenem Konzept und genialem Songwriting wurde zu einem drittklassigen Within Temptation Klon... :(

PS: Was nicht heißt, dass ich Within Temptation nicht mag!
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Re: Album #3 - Make it or break it!

Beitragvon Havoc » Mittwoch 11. März 2015, 20:48

IridiumKaiju hat geschrieben:3. Album: Der Scheideweg. Jetzt erst zeigt es sich also, ob das Potenzial ausreicht, um erfolgreich zu bleiben oder ob "der Drops gelutscht" ist.


Bisher wurden in diesem Thread nur Alben aufgelistet bei denen es heißt "Make It"!
Aber was ist mit "Break It"?
Fallen euch Bands ein, bei denen das dritte Album totaler Mist war...an dem die Band vielleicht sogar zerbrochen ist?
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Re: Album #3 - Make it or break it!

Beitragvon salisbury » Mittwoch 11. März 2015, 20:53

Ich denk grad nach, aber puuuh, mein Gehirn ist nicht designt für solche Fragen... :-S
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Re: Album #3 - Make it or break it!

Beitragvon salisbury » Mittwoch 11. März 2015, 20:55

MAYFAIR - Fastest Trip To Cybertown

Danach ist die Band zwanzig Jahre lang in alle Einzelteile zerbrochen mit allen möglichen Desastern, die man sich so vorstellen kann...
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Re: Album #3 - Make it or break it!

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 11. März 2015, 21:12

Das lag aber nicht an dem Album, das ist gut.
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