1. PRIMORDIAL – Where Greater Men Have Fallen

Das ist auch für mich eine echte Überraschung. Aber ich finde dieses Album hat den Titel in diesem Jahr absolut verdient. Die Songs sind mal wieder grandios und brauchen sich nicht vor denen der letzten drei Spitzenwerke zu verstecken. Der Hauptgrund ist allerdings, dass ich den Gesang von Alan absolut grandios finde. Das nimmt einen emotional mit wie kein anderes Album in diesem Jahr. Weiterhin sind die Songs sehr unterschiedlich. Es kommt nie Langeweile auf. Und dann kommt am Schluss noch diese epische Übernummer. Geil! Phantastisch. Album des Jahres!
2. THRESHOLD – For The Journey

Threshold haben hier mal wieder verdammt viel richtig gemacht. Songs wie „The Box“ und „The Mystery Show“ sind wahre Perlen. Zudem finde ich es gut, dass das Werk relativ kurz ist. Dadurch legt man es gerne immer und immer wieder auf. Kein Song fällt negativ auf. Selbst der bereits kritisierte Schlagzeugsound kann die Silbermedaille nicht verhindern. Der Hauptgrund warum es nicht für nach ganz oben gereicht hat ist aber der, dass mir das Album fast einen Tacken zu kompakt und auf Nummer sicher getrimmt ist. Das ist meckern auf verdammt hohem Niveau…ich weiß. Aber ganz oben an der Spitze wird die Luft nun mal dünn.

3. OPETH – Pale Communion

Das Album dürfte wohl mein meistgehörtes im Jahr 2014 sein. Es macht einfach Spaß das Teil zu hören. Es ist anspruchsvoll, kreativ, cool und wunderschön. Lange habe ich überlegt ob dies mein Album des Jahres ist. Ich komme aber zu dem Schluss, dass mir das Werk dazu etwas zu nahe an „Heritage“ ist, Akerfeldt manchmal vielleicht ein kleinwenig zu sehr übers Ziel hinausschießt und mir ein wenig mehr Härte fehlt. Von daher. Alles im grünen Bereich. Das Album ist super. Aber Album des Jahres? Nee. Irgendwie nicht so ganz. Macht erstmal Bronze!
4. ANATHEMA – Distant Satellites

In meiner Anathema-Euphorie habe ich damals 9,5 Punkte vergeben. Das Drumtier fand das damals zu hoch und prophezeite, dass das in der Jahresendabrechnung sicher noch sinkt. Und er hatte sogar Recht. Ich vergebe mittlerweile nur noch 9,0.
Die ersten 6 Songs sind wundervoll wie immer. Dann kommt der Bruch. Der wohl auch nötig ist. So ganz uneingeschränkt super finde ich das allerdings dann doch irgendwie nicht. Es wird vielleicht ein kleinwenig übertrieben. Vielleicht kann man das erst wirklich bewerten, wenn das nächste Album erscheint. Aber insgesamt finde ich das Album schon immer noch over the top und ziemlich magisch. Das ergibt dann den undankbaren vierten Rang.5. THE INTERSPHERE – Relations In The Unseen

Diese angepoppten süßlichen Hit-Bonbons sind gerade noch so an der Schmerzgrenze für meine Ohren. Ich mag eigentlich auch lieber Saures. Aber hin und wieder tut etwas Zucker meinen Ohren ganz gut. Und wenn, dann gibt es in der Sparte wohl kaum was geileres als diese Band. Und das Album finde ich sogar fast noch besser als den sehr guten Vorgänger. Hits. Hits. Hits!!!
6. DARK FORTRESS – Venereal Dawn

Die vielleicht beste deutsche BM-Band hat wieder sehr gute Arbeit abgeliefert, auch wenn das wirklich ein sehr schwerer Brocken ist. Aber es ist trotzdem wieder typisch DF. Das Album enthält lange Epen, groovende Stampfer, Ungewöhnliches und auch ruhigere Sachen. Wieder mal sehr stark.
7. FLYING COLORS – Second Nature

Dieses Zweitwerk wirkt anfangs etwas unscheinbar. Es will erarbeitet werden. Nach und nach erkennt man aber immer mehr tolle Melodien und Songs. Nach einigen Durchläufen fragt man sich dann, was man anfangs eigentlich so schwierig an dem Album fand. Denn eigentlich klingt es wie schon der Erstling luftig, bunt und frisch. Halt so wie es das Cover vermittelt. Nicht unbedingt besser als das Debüt, aber wieder cool und auch anders.
8. MASTODON – Once More Round The Sun

Diese Band steht bei mir irgendwie quasi immer kurz vor dem großen Durchbruch, schafft ihn aber auch diesmal leider nicht. Platz 8 ist zwar duchaus mehr als passabel und das Album ist wirklich cool geworden. Fast noch songorientierter als „The Hunter“. Aber aus meiner Sicht nicht zwingend besser. Über ne Bewertung von 8,5 schafft es bisher kein Album der Band. Leider daher mal wieder nicht der erhoffte Thronanwärter.
9. CRIPPLED BLACK PHOENIX – White Light Generator

Meine Erstberührung mit CBP holte 2012 mal eben so im Vorbeigehen den Pokal, so fantastisch fand ich das Teil. Der Nachfolger klingt ziemlich anders. Schleppender, folkiger, trister. Aber auch das hat was. Platz 9 haben sie sich damit verdient.
10. DEVIN TOWNSEND PROJECT – Z²

„Sky Blue“ klingt etwas zu sehr nach den letzten Veröffentlichungen. Und „Dark Matters“ tönt nicht so cool und unbedarft wie der 07er Ziltoid Vorgänger. Und trotzdem muss man Devin zugestehen, das die Geschichte immer mehr wächst. Gerade bei „Dark Matters“ wurden unwahrscheinlich viele Einzelheiten eingebaut. Respekt! Und auch „Sky Blue“ ist dem oben geschriebenen zum Trotz wieder richtig stark. Das bringt gerade noch so Platz 10 ein…was eigentlich schon fast einer kleinen Enttäuschung gleichkommt. Ich wundere mich immer noch, dass dieser Doppeldecker das Album des Monats bei powermetal geworden ist.
Auf den Plätzen
AMPLIFIER ”Mystoria”, LUNATIC SOUL “Walking On A Flashlight Beam”, TRANSATLANTIC “Kaleidoscope”, JUDAS PRIEST “Redeemer Of Souls”, IQ “The Road Of Bones”, SANCTUARY “The Year The Sun Died”
Die Alben Enttäuschung des Jahres
SANCTUARY – The Year The Sun Died
Das Album ist keineswegs schlecht. Aber die Songs sind schwächer als auf der Warrel-Solo-Scheibe und nicht annähernd so mitreißend wie die von Nevermore. Von daher war dieses Werk wohl gemessen an meinen Erwartungen am ehesten eine Enttäuschung.
Das Artwork des Jahres
PRIMORDIAL – Where Greater Men Have Fallen
Die Songs des Jahres
1. THRESHOLD - The Box
2. PRIMORDIAL - Wield Lightning To Split The Sun
3. OPETH - Elysian Woes
4. THRESHOLD - The Mystery Show
5. PRIMORDIAL - Where Greater Men Have Fallen
6. ANATHEMA - The Lost Song, Part II
7. CRIPPLED BLACK PHOENIX - We Remember You
8. DEVIN TOWNSEND PROJECT - March Of The Poozers
9. JUDAS PRIEST - Halls Of Valhalla
10. DARK FORTRESS - Luciform
Film des Jahres
INTERSTELLAR
Historie – Alben des Jahres
2005 NEVERMORE – This Godless Endeavor
2006 IHSAHN – The Adversary
2007 SIEGES EVEN – Paramount
2008 ENSLAVED – Vertebrae
2009 KATATONIA – Night Is The New Day
2010 IHSAHN – After
2011 DREAM THEATER – A Dramatic Turn Of Events
2012 CRIPPLED BLACK PHOENIX – Mankind (The Crafty Ape)
2013 STEVEN WILSON – The Raven That Refused To Sing
2014 PRIMORDIAL – Where Greater Men Have Fallen
Anmerkung:
Es handelt sich um die tatsächlichen Alben des Jahres seit meiner Anmeldung bei powermetal.de im Jahre 2005. Also nicht um eine nachträglich erstellte Liste!
2015 kann kommen!


Bis auf THRESHOLD kenne ich sogar alles (muss ich nachholen, I know) und TOWNSEND (und ANATHEMA) wird auch bei mir vertreten sein, aber ein paar Plätze höher. Ich habe da auch nochmal drüber sinniert, aber das Gesamtkonzept "Z2" ist einfach sehr stark!