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von Chavo89 » Donnerstag 19. August 2010, 22:39
Feamorn hat geschrieben:Drumtier hat geschrieben:speziell das mit der Widmung an Ronnie James. Das fing ziemlich ruhig an, wurde dann jedoch noch lauter und schneller, zum Schluss nochmal kurz ruhig, insgesamt eine relativ lange Nummer, hat wer eine Idee?
Die Beschreibung trifft leider auf recht viele der Post-Reunion-Songs zu. Wenn er Dio gewidmet gewesen war, würde ja, rein vom Titel, "Blood Brothers" Sinn machen, aber ist der zwischendurch "lauter und schneller" genug?
Ich meine mich erinnern zu können, dass es in Wacken "Blood Brothers" war. Drumtier, die Setlist war so ausgelegt, dass halt fast nur neuere Songs gespielt werden. Das liegt daran, dass Maiden erst eine Klassiker-Tour hinter sich hat. Ich fand die Setlist allerdings super, ein Großteil der alten Maiden-Fans sieht das natürlich anders, das war vor allem in Wacken heftig.
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von Mr. Know-It-All » Donnerstag 19. August 2010, 22:47
Chavo89 hat geschrieben:Feamorn hat geschrieben:Drumtier hat geschrieben:speziell das mit der Widmung an Ronnie James. Das fing ziemlich ruhig an, wurde dann jedoch noch lauter und schneller, zum Schluss nochmal kurz ruhig, insgesamt eine relativ lange Nummer, hat wer eine Idee?
Die Beschreibung trifft leider auf recht viele der Post-Reunion-Songs zu. Wenn er Dio gewidmet gewesen war, würde ja, rein vom Titel, "Blood Brothers" Sinn machen, aber ist der zwischendurch "lauter und schneller" genug?
Ich meine mich erinnern zu können, dass es in Wacken "Blood Brothers" war.
Jo, war's. Feamorn hat geschrieben:Bin ich der Einzige, der das Intro mag?
Nö. Bis 2:25 finde ich es allerdings nicht soo toll, aber wenn Bruce einsetzt wird's geil.
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von mindreader » Freitag 20. August 2010, 09:37
Ich habe in meinem Review das Thema "Relevanz" angeschnitten, was ja auch in die Richtung geht, ob das überhaupt heute noch jemand braucht, dass Maiden eine neue Scheibe veröffentlicht. Es ist meines Erachtens aber keine Frage, die mit der Rezension einer neuen Platte beantwortet werden kann oder sollte. Mit der Tatsache, ob Maiden der Musikwelt, oder vielleicht auch nur der Metalwelt etwas neues, bleibendes hinzufügen, oder eben nicht, hat es in meinen Augen jedenfalls wenig zu tun, denn jeder Fan lebt doch in seiner eigenen kleinen "Metalwelt" und den meisten ist es schlichtweg egal, ob zum Beispiel Nirvana die Metalwelt verändert hat oder nicht - persönlich jedoch wird der eine oder andere diese Band eben deswegen mögen oder auch nicht, weil sie für den Einzelnen die subjektive Metalwelt eben doch beeinflusst hat. Wenn Maiden eine neue Platte rausbringt, heisst es daher ja auch genauso oft, sie würden seit Jahren das Gleiche machen und sich nicht weiterentwickeln, wie von den selben Personen ins Feld geführt wird, dass sie ja nicht mehr so klingen wie zu (hier kann jeder seine Maiden-Lieblingsplatte einsetzen)-Zeiten. Persönlich relevant ist die Platte dann, wenn sie entweder sofort oder irgendwann später zu einem "persönlichen" Klassiker wird. Genreweite Relevanz zeigt sich sofort in Verkaufszahlen, dauerhafte genreweite Relevanz vielleicht darin, wie viele neue Fans nachkommen (Reaktion der "neuen" Fans), wie nachfolgende Releases angenommen werden (Reaktion der "alten" Fans) oder wie die Konzertkartenverkäufe ausfallen. Musikalischen Ausverkauf betreiben Maiden jedenfalls nicht, viele Fans der ersten Stunde bleiben der Band gewogen und neue kommen stetig hinzu, für die eine "Dance Of Death" eben eine höhere Bedeutung hat als eine "Piece Of Mind". So war es nach jeder Maiden- Platte und solange das so bleibt, brauchen eben nicht alle, wohl aber viele Fans diese neue Platte, das Metalgenre aber doch auf jeden Fall auch, denn diese Band lebt und macht viele Fans in der ganzen Welt mit ihrer alten und neuen Musik glücklich! Der Kritikerstandpunkt, dass eine "Horizonterweiterung" Bedingung für eine gute Platte ist, ist mir daher unverständlich - daher finde ich es gut, dass dies hier im Forum durchaus erwähnt wird, aber nicht zu einem Verriß der Platte führt. Ob mit "The Final Frontier" auch die Geschichte des Metal neu oder weitergeschrieben werden muss, ist für mich einfach nicht der Massstab! Und zum Glück für die meisten Rezensenten auf powermetal.de auch nicht, denn von diesem Standpunkt aus hätte die neue Accept Scheibe wahrscheinlich kaum punkten können: Sie zieht ihren Charme ja gerade daraus, dass hier eben nichts neues hinzugefügt wurde (ausser einer neuen, passenden Stimme), sondern dass diese Platte eben auch vor 20 oder 25 Jahren hätte erscheinen können. Damit wird sie in der Musikgeschichte eben auch höchstens nur eine Randnotiz bleiben - eine gute Note hat sie trotzdem verdient.
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von Jhonny » Sonntag 22. August 2010, 15:25
wird immer geiler - für mich jetzt schon eins der Highlights 2010!
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von Feamorn » Sonntag 22. August 2010, 16:12
Ich muss auch zugeben, dass sie noch ziemlich wächst, im Moment wäre 8irgendwas locker drin, aber mal sehen, was die Zeit sagt, an der sind, bis auf BNW, da war es umgekehrt, bei mir noch alle Post-Reunion-Alben "gescheitert".
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von Jhonny » Sonntag 22. August 2010, 16:29
also, 8,5 sinds schon recht sicher - die Frage ist, obs für "sehr gut", also 9 oder mehr reicht - ne 10 wirds wahrscheinlich nicht, aber davon haben sie schon so viele rausgehaun, das kann man nicht immer verlangen 
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von Rüdiger Stehle » Montag 23. August 2010, 12:18
Frozen hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:@Rüdiger: Neues Maiden-Album weiter hören! Die wächst bei jedem Durchlauf, ist echt ne geile Scheibe (wieder) geworden! Aber was heißt das schon von mir, ich mag auch Dance Of Death 
Beim neuen Maiden Album setzen sich wirklich mit jedem Durchlauf mehr die Songs "Coming Home", "The Alchemist", "Isle of Avalon" und "Where the Wild Wind blows" durch. Der Rest bleibt, leider, Durchschnitt aus Maiden Sicht. Dennoch: Ich habe von unserem Radio nach endlosem drängen die Zusage erhalten, dass "The Final Frontier" sich ab dieser Woche in der Playliste befinden wird. Das werden 5 Minuten sein, wo mich die Musik bei der Arbeit mal eher motiviert als einschläfert und langweilt.
Keine Angst, ich habe die Scheibe noch nicht aufgegeben, aber momentan sieht es auch bei mir so aus als würde diese Aussage Holger Andrae hat geschrieben:Ich finde die Maiden eher immer weniger gut als besser.
immer mehr meinem Höreindruck entsprechen. Ich weiß nicht so recht, aber das Album macht mich immer weniger an. Das Intro ist eine Katastrophe; so etwas sollen die Jungfrauen lieber Hawkwind oder Rush überlassen, die können das. Das Titelstück ist instrumental nett, der Bass pumpt gut, aber der Refrain geht voll ins Beinkleid. Nicht nur, dass er monoton und perseverativ ist, nein, er nölt, und nichts schlimmeres gibt es. 'El Dorado' galoppelt recht nett vor sich hin, ja, aber die Verse ziehen mal keine Scheibe Wurst vom Brot, der Song kommt ewig nicht auf den Punkt. Der Auftakt wird als gleich mal völlig versemmelt und das nimmt natürlich gleich mal die Lust, die Scheibe wieder einzulegen. Bei 'Mother Of Mercy' kommt dann tatsächlich die erste Passage, die einen wie auch immer gearteten Reiz auf mich ausübt. Das Lead am Anfang und die ruhige Akustikpassage, gefällt mir sehr gut. Aber auch hier finde ich Dickinsons Gesang ein wenig unmotiviert. Dafür ist die Running-Wild-Gedächtnispassage schön. Auch die Bridge ist stark, dafür gefällt mir der Refrain nicht so sehr. Aber der Song hat auf jeden Fall seine Momente. 'Coming Home' ist schön verträumt und viel besser gesungen als die ruhigen Passagen des vorigen Stücks, das maritime Feeling und der Text lassen es als schönen, patriotischen und typisch englischen Song herüber kommen. Gefällt mir sehr gut, weil man m.E. spürt, dass Bruce über seine eigene Gefühle singt, wenn er als Pilot heimkehrt - das wirkt dann gleich ein gutes Stück emotionaler. Über 'The Alchemist' kann man wenig Negatives sagen. Das ist ein durch und durch klassischer Maiden-Track, mit tollen Saitenpassagen und dynamischem Drive, der aber für meinen Geschmack ein gutes Stück weniger kickt als vergleichbare Songs vergangener Alben. Wenn ich hier z.B. mit 'Ghost Of The Navigator' vergleiche, dann hat der Alchemist keine Sonne. Dann kommen die ganzen länglichen Stücke, die schon im Vorhinein die Frage aufwerfen, ob da genug Ideen vorhanden sind, so lange Stücke zu füllen. Das elend lange Geplänkel zum Anfang von 'Isle Of Avalon' nährt die Befürchtung, dass dem nicht so sein könnte. Und wenn man dann nach zwei Minuten meint es kommt jetzt mal ein Punkt, dann geht die Chose von vorne los. Fast drei Minuten dauert es, bis der Song ein wenig Dynamik aufkommen lässt. Nicht falsch verstehen, ich liebe ruhige Passagen, aber nicht, wenn sie komplett ohne Akzente an mir vorbei plätschern. Der Hauptteil des Stückes hat allerdings einige sehr starke Passagen. 'Starblind' finde ich vom Aufbau und der Rhythmik her eher Maiden-untypisch, der Song als solcher ist mir etwas zu sperrig und hat mir zu wenig Fluss. Richtig gut finde ich bislang nur die Passage, die mit "the preacher loses..." anfängt. Auch die langen Instrumentalpassagen finde ich eher langweilig. Ein weiteres Manko der Scheibe, und das tut mir fast weh zu sagen, ist für mich der Gesang. Ich mag Dickinsons Stimme nach wie vor unheimlich gerne und halte ihn für einen der besten Sänger aller Zeiten, aber er lässt auf diesem Album das Explosive, das er sonst offenbart, fast völlig vermissen. Das ist in weiten Teilen so zäh und arm an Begeisterungsfähigkeit, dass es mich fast erschreckt. Ich spüre einfach keine Leidenschaft. Das ist teilweise total blutleer. Bei 'The Talisman' ist mir das Intro etwas zu lang, aber der Hauptteil ist dann relativ kraftvoll und energisch, so dass man an dieser Stelle endlich mal aufwachen darf. Der neben der Ballade bisher eindeutig beste Song. So will ich Bruce singen hören! Dann kommt 'The Man...', und wenn alle Songs auf dieser Scheibe so gut wären wie dieser, dann würde ich hier nicht lamentieren müssen. Starke Dramaturgie, enthusiastischer gesungen als vieles bis hier hin, ja, der gefällt mir richtig gut. Dann das epische Finale? Ja, durchaus! Beim wilden Wind werden die ruhigen Momente so zelebriert, wie mir das gefällt. Der Spannungsaufbau ist gelungen und Bruce singt hier wirklich großartig. Ein würdiges Ende einer ziemlich wechselhaften Reise durch diese neue Maiden-Scheibe. Ein vorläufiges Fazit nach knapp zehn Durchgängen dürfte sein, dass die Ballade und die letzten drei Songs ein äußerst durchwachsenes Album gerade noch in den grünen Bereich hieven. Für mich ist "The Final Frontier" sicher kein Totalausfall, aber auf jeden Fall eines der drei oder vier schwächsten Maiden-Alben. Ich meine, dass ich sogar "No Prayer" besser finde. Mir fehlen - ähnlich wie bei neueren Manowar oder bei Priests Nostradamus - ein paar knackige Songs, die einfach nur rocken und gute Laune verbreiten. Dann kommt das Problem hinzu, dass Bruce hier manchmal wirklich seltsam distanziert singt und ferner, dass einige ruhige oder instrumentale Passagen so lang ausgewalzt werden, dass man wirklich fast einschläft oder zumindest komplett abschaltet.
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von Jhonny » Montag 23. August 2010, 17:13
die Kritik teile ich zwar nicht, finde sie aber über weite Strecken nachvollziehbar, auch wenn ich nicht denke, dass Maiden je ein schwächeres Album als No Prayer machen werden. Den Gesang allerdings finde ich - wie immer - genial. Klar, auf Piece Of Mind war das noch geiler - aber der Mann ist auch 27 Jahre älter. Das ist nicht schwächer als auf Tyranny Of Souls oder Brave New World. Auch ich finde, dass die Tendenz am Ende nach oben geht, dass die B-Seite die bessere wäre (wenn es Vinyl wäre  ) - aber auch den Titelsong z.B. finde ich ziemlich geil - genauso wünsche ich mir halt Maiden. Das Niveau von Gods Of War oder Nostradamus wird jedenfalls nie auch nur Ansatzweise erreicht, das Album ist zu keiner Minute so schwach.
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von Rüdiger Stehle » Montag 23. August 2010, 19:09
Jhonny hat geschrieben:die Kritik teile ich zwar nicht, finde sie aber über weite Strecken nachvollziehbar, auch wenn ich nicht denke, dass Maiden je ein schwächeres Album als No Prayer machen werden.
Ganz ehrlich, ich höre deutlich lieber "Tailgunner", "Holy Smoke", das Titelstück und "Bring Your Daughter..." als die diversen Schlaftabletten auf der neuen Scheibe. Und sogar lieber als die guten Songs der neuen Scheibe. Die meisten Stücke der "NPFTD" sind zwar ein bisschen flach und simpel, aber sie rocken, sind gut gelaunt und gehen ins Ohr. Wenn die "NPFTD" gerade so nebenher läuft, dann stelle ich fest, dass eigentlich jeder Song der NPFTD besser ist als die neue Scheibe. Das ist eigentlich sehr bitter, wenn man mal so richtig drüber nachdenkt... Den Gesang allerdings finde ich - wie immer - genial. Klar, auf Piece Of Mind war das noch geiler - aber der Mann ist auch 27 Jahre älter. Das ist nicht schwächer als auf Tyranny Of Souls oder Brave New World.
Ich finde gar nicht, dass er 27 Jahre älter klingt. Das ist nicht die Frage, ob er eine gealterte Stimme hat oder abgebaut hätte; mir wirkt das Gesinge einfach über weite Strecken lustlos und emotionslos. Nölig. Das Todesurteil für Gesang. Auf der "Brave New World" hat er meines Erachtens deutlich besser - weil teilweise explosiver und aggressiver - gesungen. So tolle Hooks und Phrasierungen wie bei 'The Wicker Man', 'Navigator' und 'Nomad' finde ich auf der ganzen neuen Scheibe nicht. Auch ich finde, dass die Tendenz am Ende nach oben geht, dass die B-Seite die bessere wäre (wenn es Vinyl wäre  ) - aber auch den Titelsong z.B. finde ich ziemlich geil - genauso wünsche ich mir halt Maiden.
Ich nicht. Ich wünsche mir Maiden so ähnlich wie auf der "Fear Of The Dark", wobei die ja auch viele schwach finden. Ich finde sie toll. Ich mag eine Maiden-Album mit kurzen, knackigen Rockern und einigen epischen Songs. Die FOTD hat die perfekte Mischung. Das Aushilfsgeprogge sollen sie anderen überlassen. Das Niveau von Gods Of War oder Nostradamus wird jedenfalls nie auch nur Ansatzweise erreicht, das Album ist zu keiner Minute so schwach.
Jo. Kann man so sehen, ich sehe den ersten Halbsatz genauso, den zweiten Halbsatz genau umgekehrt. ... man, ich hätte die NPFTD nicht ausgraben sollen. Ich merke echt jetzt erst, wie schwach die neue Maiden über weite Strecken ist. Holy shit! 
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von mindreader » Montag 23. August 2010, 22:06
Hmmm, Rüdigers Meinung in allen Ehren, aber ich kann das wirklich gar nicht nachvollziehen! Versuche bei jedem Durchlauf negative Tendenzen im Songwriting, im Gesang und in der Dramaturgie/Instrumentalisierung festzustellen.... leider, leider, bleiben mir alle Titel im Ohr hängen und werden einfach nicht langweilig (wie z.B. Gods of War, um nochmal das unsäglichste aller Alben noch aktiver Metalhelden als gelungenes Beispiel für unmotivierten Gesang und schlechtes Songwriting anzuführen!). Und nicht nur das, die vielen Details lassen sich erst nach und nach entdecken, aber anders als bei vielen anderen "anspruchsvolleren" Bands bleibt man bei MAiden ohne mal kurz abzuschalten einfach dabei, weil die Musik spannend ist, weil die Texte Spaß machen und weil man sonst sooo viel verpassen würde. Viele Alben, die wachsen, tun das nur bei einer kleinen Minderheit, die sich die Platte eben trotz aller Sperrigkeit öfter antun, als der Normalkonsument. Im Vergleich dazu ist The Final Frontier doch absolut zugänglich. Für mich die perfekte Mischung zwischen ALtbekanntem und vielen, vielen neuen und unerwartenden Elementen. "The Isle of Avalon" hat ein dramaturgisch perfektes Intro, dass keine Sekunde zu lang ist!! Mal wieder im Vergleich zu Manowars pseudoklassischer Ouverture auf der Gods Of War fassen sie sich regelrecht kurz. Die Gesangsleistung von El Dorado und besonders Mother Of Mercy ist extrem ausdrucksstark ("I'm a soldier of Whooooaaaaaarrrr"), eben mal was neues, nicht die Maiden-Einheitsmelodieführung, von Starblind gar nicht zu reden - er Song stimmt von vorn bis hinten. Beim Intro zu Song No. 1 gebe ich dir aber vollkommen recht, langatmig und nicht aussagekräftig und vor allem passts gar nicht zum Titelsong oder zur Ausrichtung der Platte. When The Wild Wind Blows hat bei mir ein paar Abnutzungserscheinungen, weil mir da mittlerweile der eine oder andere Rhythmuswechsel fehlt, The Man Who Would Be King wächst dagegen, hat das gelungenste Intro der Reunionzeit! No Prayer ist bei weitem kein schlechtes ALbum (im Vergleich zu Gods OF War schon gar nicht  aber etwas zu cheesy und Maiden und auch Dickinson klingen eben so wie auf der Final Frontier, weil sie es wollen und nicht weil sie nicht mehr wie zu No Prayer- oder Killers- oder sonstwelchen Zeiten klingen können. Fazit von mir: Album des Jahres, unter den TOP 5 aller Maiden Alben (genau wie A Matter Of Life And Death), was natürlich damit zusammenhängt, dass ich die alten songs schon soooo oft gehört hab!
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