Rafs 20/14

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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Christian Schwarzer » Dienstag 23. Dezember 2014, 20:26

Hah, Space Eater! Hab ich mitbekommen, aber irgendwie doch verpasst. Hatte da wohl keine Thrash-Phase zu dem Zeitpunkt. Dieser mit geilstem Riffing ausgestattete kurz-vorm-Herzkasper-Thrash ist schon ziemlich geil.
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Nils Macher » Mittwoch 24. Dezember 2014, 01:08

SPACE EATER: Tolles Album, hatte ich auch unter den letzten 30 oder so. Ergo nicht in meinen "Charts" enthalten, was aber auch einfach an zu wenig Spielzeit seit dem Soundcheck liegt. Habe ich aber in der Sammlung und vor kurzem erst wieder gehört.
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Mittwoch 24. Dezember 2014, 16:33

17. HAIL SPIRIT NOIR - "Oi Magoi"

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Ob der Oi Magoi nun der Glatzen-Gandalf ist, dürfte nur wenige Leute beschäftigen, dass es sich bei diesen Griechen jedoch um eine besonders tolle Band handelt, ist hoffentlich für mehr Menschen interessant. Denn die Idee, Black Metal und 70er-Rock zu kombinieren, ist selten so eigenständig und interessant gelungen wie hier. Das liegt vor allem daran, dass der leicht progressive Rock die Grundlage des Sounds bildet, die dann ordentlich eingeschwärzt wird, während beispielsweise ENSLAVED genau den umgekehrten Weg geht und ein Black-Metal-Fundament mit allerlei progressiven Ärkern ausbaut. Hier also weniger verzerrte Gitarren, gefühlvolle Soli und ein locker-luftiges Soundgewand, über dem wahlweise gesungen oder gekrächzt wird. Das ist unterhaltsam, wird aber erst durch die Leichtigkeit, mit der sich die Band echte Hits aus dem Ärmel schüttelt zu dem tollen Album, das "Oi Magoi" letztendlich geworden ist. Starkes Album, das zahlreiche Hördurchgänge mit immer neuen Details und Schattierungen belohnt.

Hier das ganze Album als Playlist auf Youtube: https://www.youtube.com/playlist?list=P ... -eDwsBc_Np

Und hier gibt es sehr begeisterte, blaue Zeilen: http://powermetal.de/review/review-Hail ... 23499.html
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Freitag 26. Dezember 2014, 16:18

16. THE WOUNDED KINGS - "Consolamentum"

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Ja, ich mag Doom und ja, ich mag auch Retro Rock mit Frauengesang. Problematisch finde ich lediglich, dass beides gerne von Promotern vermischt wird und man versucht, mir das eine für das andere zu verkaufen. Im Falle von THE WOUNDED KINGS liegt die Sache aber anders, denn hier gibt es tatsächlich echten Doom mit einigen dezent rückwärtsgewandten Orgeleinsätzen, die aber mehr nach Horrorfilm denn nach URIAH HEEP klingen. Dazu schleppen sich die Riffs wie vorsintflutliche Echsen aus dem Sumpf und die Sängerin leidet vor sich hin. Dabei kommen zwischen den zähen Passagen aber immer wieder wirklich schöne Melodien zum Vorschein, wie im Grandiosen Titelsong. Doch kurz danach zerrt die Verzweiflung den Hörer wieder hinab in die verstörende, düstere Welt von THE WOUNDED KINGS. Schöne Musik für Leute, die beim Hören etwas Zeit mitgebracht haben.

Hier das ganze Album bei Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=F4VJN5_KU_Y

Und hier mein Review vom Jahresbeginn: http://powermetal.de/review/review-Woun ... 23719.html
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Nils Macher » Freitag 26. Dezember 2014, 16:24

HAIL SPIRIT NOIR
Die fand ich im Soundcheck super, habe ich danach aber vergessen. Sehr eigenständiger Sound, danke für die Erinnerung! Werde ich gleich mal kaufen gehen.

THE WOUNDED KINGS
Die waren im Soundcheck ebenfalls bärenstark, aber für das Album braucht man die richtige Stimmung. Höre ich aber gerne, war bei mir ein paar Platzierungen von den Top 25 entfernt. Außerdem wollte ich keine zwei Alben mit dem gleichen Namen drin haben :D *spoiler*
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Eike » Freitag 26. Dezember 2014, 19:09

Von HAIL SPIRIT NOIR besorgte ich mir Anfang des Jahrs oder Ende des Vorjahrs den Vorgänger: Toll!

Von THE WOUNDED KINGS habe ich mir auch irgendwann etwas besorgt. Leider ungehört verschollen.
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon salisbury » Freitag 26. Dezember 2014, 22:20

Kenne ich beide vom Soundcheck. HAIL SPIRIT NOIR war super, aber selten (eigentlich gar nimmer :schade: ) gehört. WOUNDED KINGS fand ich meist öde, bis auf die paar erwähnten schönen Melodien...
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon salisbury » Freitag 26. Dezember 2014, 22:25

Ach und die SPACE EATER, auch das kenne ich von der Gruppentherapie und war cool. So auch beim Kurzspin gestern oder vorgestern. Eigentlich könnt ich mir auch mal sowas kaufen... 8-) :dafuer:
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Dienstag 13. Januar 2015, 11:00

15. PRIMORDIAL - "Where Greater men Have Fallen"

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PRIMORDIAL ist super, einzigartig und packend. Nur ist die Band das inzwischen schon so lange, dass mich ein neues Album einfach nicht mehr so umhaut, wie es "Storm Before Calm", mein Erstkontakt mit den Iren, dereinst tat, oder wie es "To The Nameless Death" vor ein paar Jahren erneut schaffte. Nein, dass hier ist zwar immer noch die ganz große emotionale Kunst, nur reicht das momentan nicht, um in meiner Gunst bis ganz nach vorne durchzudringen. Dafür wäre wohl eine leichte Kurskorrektur oder eine andere Laune bei mir nötig. Dennoch, ein unglaublich intensives Album, einmal mehr völlig eigenständig und berührend eingesungen.

'Babel's Tower'

'Where Greater men Have Fallen'
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Re: Rafs 20/14

Beitragvon Raphael Paebst » Donnerstag 15. Januar 2015, 12:27

14. DESCEND - "Wither"

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Es soll ja Leute geben, die den todesmetallischeren OPETH-Zeiten hinterher trauern. Für diese hätte ich mit DESCEND ein Trostpflaster anzubieten. Die Schweden (was auch sonst?) spielen auf ihrem, in Eigenregie produzierten und veröffentlichten, Debütalbum melodischen, progressiven Death Metal mit ein paar Ausflügen in den zurückgenommenen Klargesang. Eine leichte Göteborg-Schlagseite, ausladende Songs und musikalische Kabinettstückchen an allen Ecken und Enden machen "Wither" zu einer nie langweilig werdenden Entdeckungsreise. DESCEND beherrscht hier schon meisterhaft den Wechsel zwischen vertracktem Death Metal und wunderschönen, akustischen Momenten, wie ihn OPETH einst perfektionierte, nachzuhören am Beginn von 'Sundown'. Für eine Eigenproduktion und ein Debüt ist das Material unglaublich gut ausgearbeitet, voller kleiner Details und auch als ganzes schlüssig komponiert und arrangiert. Hier wächst eine neue Hoffnung für den progressiven melodischen Death Metal heran und ich bin gespannt, welchen Weg die Band als nächstes einschlägt.

'Sundown'

'In Hours Of Despair'

'From Grace To Grave'

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