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Iron MaidenRe: Iron MaidenNun gut, so wie Rüdiger es erklärt, verstehe ich es besser. Danke dafür. Wollte auch keinen Streit anzetteln, aber das, was Thomas zuerst geschrieben hat, hat mich heute morgen schon leicht aufgeregt, nichts für ungut.
Re: Iron MaidenNeben den "The Final Frontier" habe ich mir mal die Sonderausgabe vom RockHard geholt. Und bis auf das ich die Seiten von 16 - 44 schon kenne, weil sie schon damals als Special erschien, macht das Teil einen guten Eindruck. Noch ein Minus sind die Poster. Aber das ist ja nicht das wichtigste.
Re: Iron MaidenAuch für mich geht das review größtenteils in Ordnung, leichte Abweichungen - bei mir "natürlich" eine Tendenz nach oben, sind ja normal.
Ich habe die Platte jetzt eine Woche lang intensiv gehört und mich gezwungen, nicht ins Forum zu schauen, um objektiv zu bleiben... das Ergebnis folgt nun: Meine Kritik im Einzelnen: Satellite 15... The Final Frontier: Das spacige Intro verfehlt bei mir bestimmt die gewünschte Wirkung, denn es wirkt gar nicht! Viel zu lang, viel zu überflüssig, auch wenn die drums interessant sind. Die Idee ist eigentlich gut, aber aus dem Konzept und dem Introtext hätte man viel mehr machen können - oder es ganz weglassen müssen! The Final Frontier ist dann der seit Virtual XI übliche Rocker zu Anfang eines Maiden-Albums. Das wäre kein grandioser, aber ein würdiger Start gewesen, denn Tempo, Gesang und vor allem die bridge ("i have lives my life to the full...") sind super und bleiben im Kopf hängen. Der sich wiederholende Refrain ist nicht jedermanns Sache, aber sägt sich in den Gehörgang und hätte ein paar Variationen verdient! Alles in allem: 07/10 (ohne Intro wärs einer mehr gewesen!) El Dorado: Die schon bekannte Single wartet mit einem old-school AC/DC Beginn und einem old-school Maiden -Gallopp gleich zu Anfang auf und bietet mit seinen ungewöhnlichen Gesangslinien, einem hübschen Gitarrensolo und einem eingängigen Chorus auf. Der Aufbau ist zwar konventionell, durch den Gallopprhythmus aber trotz allem nicht langweilig. Textlich extrem gelungen, entfaltet der Song live allerdings wesentlich deutlicher sein Potential. 08/10 Mother of Mercy: Der erste vorab nicht veröffentlichte Song und gleich das erste highlight! Ein Lied über Krieg und Verzweiflung, in der Tradition von "Afraid to shoot strangers" oder "Fortunes of War", jedoch viel homogener und flüssiger, trotz allem ungewöhnlich in den Gesangslinien, ein super Zwischenteil mit galloppierendem Rhythmus und twin-guitars. Eingängiger Refrain, sehr emotional, musikalisch trotz aller trademarks aber nicht vorhersehbar! Maiden halt!!! 09/10 Coming Home: "To Albion's Land - Coming Home!!!!" Was einen dermassen perfekten Refrain einleitet, hat bei mir schon die Höchstnote gewonnen. Die balladesken Töne von "A Matter..." werden hier mit einem tollen Chorus gepaart, der Song könnte das highlight der anstehenden Tour werden und hat das Zeug, auch danach nicht von der setlist zu verschwinden! Erstmals fühle ich mich auch leicht an Dickinsons Solo-Alben erinnert: "Navigate the seas of the sun" lässt grüßen! Ein wunderschön relaxter song, mit einer Fülle von Details in der Gitarrenarbeit (Adrians und Daves Solo), die man einfach immer wieder hören möchte! Aber achtung: Das ist keine echte Ballade, der song ist durchaus heavy !!! 10/10 The Alchemist : Schneller, mitreißender song, der gerade am Anfang etwas an "The Pilgrim" vom letzten Album erinnert. Das ist etwas schade, nicht, weil er dadurch schlechter wäre, aber es ist eben auch so gar nicht innovativ. Zum Glück ist es ja auch nur die Eröffnung des songs...Der Rest gefällt mal wieder durch einen spannenden Refrain und interessante Hooks, dazu mal wieder massenweise Texte... Das zieht sich bis hier her durch und wird noch besser: Viel Text, viel zum Mitlesen, aber auch viel zu Lernen für die Tour!!! 9/10 Isle of Avalon : Was für ein Song!!! Der 6. Track der Platte leitet den epischen Teil ein und bietet vom schmissigen, eingängigen Refrain, einem wunderschönen Intro, einem musikalisch hervorragenden Gitarren- Zwischenpart, der von Rush Einflüssen bis zu jazzigen Anleihen so viele Details zu bieten hat, dass bei jedem Hören etwas neues zum Vorschein kommt. Diese Mischung aus Bridge und Refrain ist genial und absolut neu für Maiden und hebt diesen Song von allem ab, was sie bis heute veröffentlicht haben! Textlich und von der Stimmung her ist dieser Song eine Reise in ein unbekanntes Land- man schaut aus dem Fenster und staunt...!!! 10/10 Starblind: Ein weiterer sehr progressiver Song, der wie Coming Home an Dickinsons Soloalben erinnert. Die Gesangslinien mal wieder untypisch für Maiden, aber packend, beeindruckend, gleichzeitig so "geschmeidig", wie Dickinson niemals zuvor geklungen hat! Musikalisch gibt es überall kleine Überraschungen, guitar-fills, rhythmische Schmankerl und darüber ein Refrain, der mir seit Tagen nicht aus den Ohren geht! Maiden 2010!!! 10/10 The Talisman: Ein etwas zu langes, an "the legacy" von der letzten Platte erinnerndes Intro leitet einen weiteren epische Song ein, der einen mal wieder auf eine Reise mit nimmt, eine Reise, die wenn man sich ihr hingibt, wie ein Film vor dem innernen Auge die eigene Fantasie auf schwankenden Schiffsplanken stellt - und er Song reisst einen dann mit einer enormen Aggressivität in die Realität zurück. Classic Maiden Style sind die Gitarren, Dickinsons vocals sind erhaben und bei "weeeestward we sail" wirdf hoffentlich jeder hier im Forum vom Mitgrölen heiser! 09/10 The Man Who Would Be King: Tja, hier weiß ich bis jetzt nicht so genau, was ich davon halten soll: Ich will den song lieben, aber er zündet noch nicht. Murrays Beiträge sind manchmal ja nicht gleich fassbar, "the prophecy" vom 7th son lässt grüßen, auch da habe ich viele Durchgänge gebraucht, musikalisch ist dies hier ähnlich hochklassig, aber etwas fehlt hier... Ich mag den ruhigen Beginn, die Gesangslinien allgemein und natürlich das Gitarrenspiel.. alles in allem irgendwo gelungen, ich weiß nur noch nicht, warum! 07/10 When The Wild Wind blows: Das ist ein Klassiker! Noch nie sind 11 Maiden Minuten so schnell vergangen - der song lässt mich nicht mehr los, so viele detailverliebten Passagen, ein toller Refrain und vor allem dies: Dieser song schafft etwas, was Lieder, die sich auf Filme beziehen nur selten schaffen: Neben dem Thema wird hier auch perfekt die Stimmung transportiert. Wer den Film kennt, weiß was ich meine: Die Melodien sind viel zu naiv für das eigentliche Thema, für die Situation dieses älteren Ehepaares aber absolut passend. Maiden trauen sich da an ein Epos, das nur selten die Handbremse vollständig los lässt, trotzdem aber zu keinem Zeitpunkt langatmig wirkt. Sooo viel Text, so viel Virtuosität, WOW!! BIn sehr auf die Live- UMsetzung gespannt! 10/10 Was waren denn die Kritikpunkte an der "A Matter"? 1. Uninspierierte Refrains : Hat sich erledigt! Bis auf Final Frontier ( und dabei nervts nicht wirklich) nur "ausformulierte" Texte und Gesangslinien. 2. Schema Intro - Song - Outro: Mich hat daran lediglich gestört, dass ein Outro live die Stimmung tötet. Was bei Fear of the dark funktioniert, geht halt nicht immer. Maiden haben sich von diesem Schema verabschiedet. Bis auf einen Song enden alle mit einem "Paukenschlag" oder zumindest nicht mit einer Rezitation des Intros. Für den Fluss der Platte und auch live macht dies vie aus. Kritikpunkt hat sich also auch erledigt, denn auf die Intros WILL ich nicht verzichten und die wurden ja auch kaum kritisiert! 3. 3 Gitarristen sind einer zu viel: Tja, es hiess, Maiden mache nichts aus der Dreierbesatzung. Dieses Album beweist, vielleicht tatsächlich erstmals, dass alle drei unverzichtbar sind. So viele Details, Stimmungen, twin-leads, fills, Duelle wie auf dieser Platte gabs noch nie. Natürlich spielen sie ab und zu auch mal das gleiche oder nur eine harmonische Variation. Naja, aber im Orchester spielt ja auch nicht jede Geige ein Solo Musikalisch ist dies reifer und ausgereifter als alles, was sie zuvor komponiert haben, ja, es setzt im Metal neue Massstäbe!Maiden spielen 30 Jahre nach dem Debut keinen vom Punk beeinflussten NwoBHM mehr, sie haben auch die rockige no prayer-Phase endgültig hinter sich gelassen, die Piece of mind/Powerslave Wilderei ist natürlich auch nicht mehr so sehr ihres. Am ehesten erinnert hier vieles an sie somewhere in time/ 7th son, anders als viele andere Bands sind seit der reunion aber so viele neue Ideen und Details eingeflossen, dass von Selbstkopie keine Rede sein kann. Ein Wort beschreibt diese Platte und Maiden allgemein am besten: Relevanz. Diese Platte und Iron Maiden selbst sind noch immer und immer wieder relevant für das ganze Genre. Hier verwirklicht sich eine der größten metalbands selbst, ohne auf die Meinung der Kritiker zu achten und vor allem aber, ohne die treuen Fans am Rande stehen zu lassen! Wie in Wacken auch dieses Jahr wieder erlebt: Die Fans sind dankbar für den Weg und neue Fans erschließt man sich dabei nebenher auch noch. Dass jeder seinen eigenen Album-Fave hat, ist klar, aber enttäuschend mag diese Platte höchstens für jene sein, die Maiden abgeschrieben hatten... es wird wohl nochmals Rekordverkäufe geben, ein Zeichen, dass die Fans von "A Matter" kaum enttäuscht sein konnten und daher auch "The Final Frontier" lieben werden! Fazit: 9/10 don't sink the boat - that you built to keep afloat
Re: Iron MaidenBin ich der Einzige, der das Intro mag?
Re: Iron Maiden"Somewhere In Time" & "Seventh Son Of A Seventh Son" als Referenzen? Das liest sich gut!
Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Iron MaidenSo, dann mal mein Eindruck von meiner livehaftigen Entjungferung:
Geil wars! Vorab mal die Setlist, wobei ich leider nur sehr wenig davon kannte: 01. Intro: Mars, Bringer Of War 02. The Wicker Man 03. Ghost Of The Navigator 04. Wratchild 05. El Dorado 06. Dance Of Death 07. The Reincarnation Of Benjamin Breeg 08. These Colours Don't Run 09. Blood Brothers 10. Wildest Dreams 11. No More Lies 12. Brave New World 13. Fear Of The Dark 14. Iron Maiden ———————————— 15. The Number Of The Beast 16. Hallowed Be Thy Name 17. Running Free Somit war mehr als die erste Hälfte des Konzerts nachdem ich schon längst einen super Platz erkämpft und erheadbangt hab für mich komplett neu. Kann die Lieder jetzt nicht mehr zuordnen, müsst nochmal reinhören, da waren schon einige sehr geile dabei, speziell das mit der Widmung an Ronnie James. Das fing ziemlich ruhig an, wurde dann jedoch noch lauter und schneller, zum Schluss nochmal kurz ruhig, insgesamt eine relativ lange Nummer, hat wer eine Idee? FOTD war dann erst das erste das ich kannte, aber das kam halt schon übelst geil. Insgesamt gesehen war ja nicht immer so die Wahnsinnsstimmung weil der Nichtmetaller-Anteil relativ hoch war und somit eher bei den bekannteren Nummern was los war. Für mich aber kein Grund zur Beschwerde weil ich ja selbst auch kaum was kannte. Das bringt mich auch schon zu meiner "Kritik", mir haben doch eine Songs gefehlt. Alleine von NOTB hätt ich noch auf Prisoner oder Run To The Hills gehofft, dass von FOTD nicht mehr kommen würde, hab ihc mir irgendwie fast gedacht, aber bei Powerslave hätt ich schon auch auf 2 Minutes To Midnight oder Aces High gehofft. Nichtsdestotrotz ein absolut fantastisches und denkwürdiges Konzert und vor allem: Hallowed Be Thy Name! Was auf Platte schon göttlich ist, kommt live genauso gut, noch dazu sehr bekannt, also da ging richtig was ab und naja, was soll ich sagen. Ich hab mir wohl ein paar Feinde gemacht weil stellenweise meine Haare den doppelten Platz von mir selbst eingenommen haben, aber es war so scheißgeil, es hat mich einfach ausgehängt ![]()
Re: Iron Maiden*zwischenplappermodus an* Lustige Diskussion hier...
Na, dann will ich auch mal was beitragen - ich habe noch nicht eine Sekunde des Albums gehört und verspüre auch kein echtes Bedürfnis, das zu ändern. *zwischenplappermodusaus*
Re: Iron Maiden
Die Beschreibung trifft leider auf recht viele der Post-Reunion-Songs zu. Wenn er Dio gewidmet gewesen war, würde ja, rein vom Titel, "Blood Brothers" Sinn machen, aber ist der zwischendurch "lauter und schneller" genug?
Re: Iron MaidenHeute Morgen in der Badewanne nochmal gehört. 'Starblind' nervt ja sogar ...
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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