Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. August 2010, 20:55

Dazu muss ich sagen, dass ich auch sehr selten eine Höllensternplatte komplett am Stück anhöre. Vielleicht aus dem selben Grund. Die Dichte und die Wand kann schon erdrückend sein, wenn man den Kopf nicht frei hat oder nur nebenbei hört. Helstar ist also für mich auch eine der wenigen Bands, die ich eher nach Liedern höre als nach Alben. Aber auf fast jeder Scheibe sind echte Überflieger drauf.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 18. August 2010, 21:04

Okay, wir sind uns ja doch einig.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon firestarter » Mittwoch 18. August 2010, 21:08

Ich höre die auch songweise. Erstaunliche Wahrnehmungsübereinstimmung!
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. August 2010, 21:09

Ja. Krass, gell? Trotz des eher songweisen Genusses: "The King Is Dead", "Abandon Ship" und das überirdische "Winds Of War" sind eben so überragend, dass die Scheibe - eingedenk der Tatsache, wie sehr der Helstar-Sound die Definition für US-Power-Metal ist - einfach in meine Liste musste. Grad bei "Winds Of War" kriege ich immer eine mordsmäßige Gänsehaut. Das ist echt ein Traum, wenn James anfängt:


On a cold night, in the winter winds
I lift my head, and stare to the stars
To find a path that will lead me out
To a place that will heal the scar
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. August 2010, 21:13

Eine weitere erstaunliche Beobachtung ist, dass mich James Rivera grundsätzlich nur bei seinen Bands wirklich überzeugt. Bei Helstar, Distant Thunder und Destiny's End würde ich für James auf die Knie gehen, während er mich bei vielen anderen Bands und Projekten, wo er hin und wieder auftaucht eher kalt lässt. Seine Stimme ist so eigenwillig und besonders, dass sie allen Bands in welchen James singt den Helstar-Stempel aufdrückt, auch wenn der zur Musik im Übrigen nicht so recht passen will. Seven Witches und Vicious Rumors waren mit James jetzt keineswegs schlecht, aber irgendwie ist das nicht die perfekte Ehe.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon firestarter » Mittwoch 18. August 2010, 21:14

Jau, Putenpellen-Alarm!

Witzig, mir fällt grad auf, dass z.B. auf der "Remnants" für mich eindeutig der James für die Gänsehaut verantwortlich ist, auf dem Debut sind es aber hauptsächlich die Gitarren... *helstarfürsehrvielschichtighalt*
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. August 2010, 21:21

So am Rande:
http://www.youtube.com/watch?v=75wFpb7lYcA
Helstar beim Heimspiel!
Wie der Jerry Abarca abgeht, ist der Hammer!
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 18. August 2010, 21:27

Abarca ist eh der Hammer. Augen- und Ohrenweide.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. August 2010, 21:32

Auf jeden Fall! Ich glaube allein deshalb war die Helstar-Reunion notwendig: Um zu sehen, wie Jerry Abarca auf der Bühne Spaß hat! Überzeugender und mitreißender kann ein Musiker kaum herüber kommen.

Ich finde im Übrigen, dass die Helstar-Reunion, soweit man das nach einem Album schon beurteilen darf, eine der wenigen Reunions ist, die deutlich mehr hermacht als nostalgische Gefühle zu bedienen. Die "King Of Hell" knallt schon richtig gnadenlos und zeigt eben doch den Unterschied zu Riveras anderen Projekten auf. Das ist einfach "the real thing"!
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. August 2010, 22:18

Der Höllenstern bekam ja einiges an Feedback, hoffentlich klappt das bei der folgenden - deutlich unbekannteren - Band auch:

86.
Bild
MECHANICAL POET "Woodland Prattlers"
Aural Music
(c)2004
Bild

Diese völlig unkonventionelle, detailverliebte, naive und doch hoch intelligente Scheibe ist für mich eines der ganz großen Prog-Meisterwerke der letzten zehn Jahre. Nach einem Demo und einer EP veröffentlichten die jungen Russen ein mit viel Liebe cartooniertes Konzeptalbum, das spannende, märchenhafte Geschichten über Fabelwesen und die Natur erzählt. Illustriert mit tollen Cartoons ist die CD bereits optisch ein echter Hammer und die Musik ist kaum zu beschreiben. Einer der tollsten und vielseitigsten Sänger den man sich vorstellen kann und verträumte bis harte, mystische bis dramatische Musik die vor unerhörten Ideen und bizarren Phantasien nur so sprüht. Leider trennte sich die Band nach diesem Prog-Metal-Meisterwerk von Ausnahmesänger Max Samosvat und wurde immer alternativer. Dieses Album bleibt jedoch ein Manifest für die Begeisterung die junge Musiker mit unbekümmerter Genialität auslösen können.

Nehmt euch die Zeit, es lohnt sich:

Das Epos 'Natural Quaternation' - http://www.youtube.com/watch?v=HJfPtGSUGIA
Nevermore anyone? 'Stormchild' - http://www.youtube.com/watch?v=YoYF1y8ichc
Träume im Moos? 'Sirens From The Underland' - http://www.youtube.com/watch?v=d99hUeJSWMs
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