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von Drumtier » Sonntag 4. August 2013, 23:11
Peter Kubaschk hat geschrieben:Ob das Album heute noch "Prog" wäre, ist tatsächlich fraglich, aber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war es das ganz eindeutig. Die Band hob sich doch recht deutlich von 99% der US-Metal-Bands in puncto Arrangements ('Suite Sister Mary', 'The Mission', auf den Vorgängern 'Dream In Infrared', 'N M 156' oder 'Roads To Madness'), Konzept und Texte ab. QUEENSRYCHE galt nicht umsonst von Beginn an als "Thinking Man's Metal". Die ganzen Frickelmeister gab es - bis auf das WATCHTOWER-Debüt - 1988 auch noch gar nicht. Ich danke! Ihr müsst verstehen, da ich weit über 99% der US-Metal-Bands nicht kenne, fehlt mir da die Handhabe sowas einordnen zu können, Und den zeitlichen Aspekt hab ich auch nicht ausreichend bedacht. Nils Macher hat geschrieben:Drumtier hat geschrieben:@Nils Wenn also Operation: Mindcrime dein zweitliebstes Konzeptalbum ist, kann ich davon ausgehen, dass Images and Words auch ein Konzeptalbum und folgerichtig deine Nummer 1 ist? Die steht nämlich mittlerweile eh auch auf meiner erweiterten Nicht-vergessen-Einkaufsliste.
Ne, "Scenes From A Memory" wäre das. Die "Images And Words" ist kein Konzeptalbum.
Alles klar, die ist ja eh meine bislang einzige. Und auch recht gut.
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von Jhonny » Donnerstag 2. Oktober 2014, 19:03
So, ich habe heute alle Queensryche-Alben von Empire bis Tribe gehört. Und auch wenn nach Promised Land keine Alben mehr in die 9+x Punkte Region vordringen, ist das doch alles überraschend starker Stoff. Ich habe mir das wohl viel zu lange einreden lassen, dass Hear In The Now Frontier, Q2K und Tribe langweilig seien. Das sind sie nicht. Sie haben nichts mit US Metal zu tun, aber das war bei Promised Land ja auch schon nicht mehr der Fall. Die Entwicklung der Truppe ist keine zum Besseren, spätestens ab 1997 geht es bergab. Aber: Es ist eine interessante Entwicklung, es ist gute Musik, es gibt viel zu entdecken, und es ist wesentlich progressiver als die meisten Alben z.B. von Dream Theater (was nichts über die Qualität aussagt).
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von Holger Andrae » Donnerstag 2. Oktober 2014, 19:43
Ob es "gute" Musik ist, will ich gar nicht beurteilen, denn das wäre ja ein objektives Urteil. Man darf man den Beteiligten Musikern davon ausgehen, dass sie spielen können. Soweit das Thema "gute Musik".
Eine Entwicklung finde ich ja per se erstmal spannend - Lieblingsbeispiel:Voivod - aber in diesem, viel versprechenden Fall, ging das leider komplett in die Büxe. Die Vorraussetzungen für GROSSES waren bei den Musikern gegeben. Man hatte bereits in den 80ern erfolgreich herum experimentiert und ich war heilfroh, dass nach der "komerziellen" "Empire" so etwas wie "The Promised Land" folgte. Man verfolgte also nicht den einfachen Weg.
Danach muss dann aber irgendwas komplett schief gelaufen sein, denn was dann abgeliefert wurde, ist das Gegenteil von spannend und inspiriert. Man hat den Eindruck, den Herrscahften wäre bewusst geworden dass man Geld verdienen muss und daher ist man von einem Zug auf den nächsten gesprungen. Leider meist zu spät und obendrein auch noch völlig unter Wert. Mit dem Sänger hätte man ein astreines Rockalbum einspielen können. Noch weniger Metal als "Empire", noch mehr U2. ich hätte es toll gefunden. Große Emotionen verpackt in gestreichelte Melodien. Das wäre toll geworden. Stattdessen glaubt man die Beatles neu erfinden zu müssen und vorher mit Migräne ein paar völlig belanglose Harmonien zu komponieren.
Als das nach Hinten losging, hat man auf dynamischere Produktion (kotz) und Ballermann-Metal gesetzt (überspitzt formuliert). Dazu kamen mittelptächtige Konzerte von einer einstmals fantastischen Liveband.
Katastrophe.
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von Jhonny » Donnerstag 2. Oktober 2014, 20:38
Zu den Live-Konzerten kann ich nix sagen, und natürlich ist meine Ausgangslage ganz anders: Ich entdecke die Entwicklung der Band nach 1994 mit 10-20 Jahren Verspätung. Und da finde ich es eben nicht langweilig, nicht katastrophal, sondern wirklich in Ordnung. Nicht so grandios wie die Entwicklungen bei Blind Guardian, Rush oder (phasenweise) bei Savatage. Aber beileibe nicht so belanglos wie z.B. bei Metallica. Auch Q2K hat tolle Momente, Tribe ist ein gutes (aus meiner subjektiven Sicht!), leicht progressives Rock-Album.
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von frankjaeger » Donnerstag 2. Oktober 2014, 21:38
Hear In The Now Fronier IST langweilig. Q2K eine Frechheit. Tribe ist gut. Aber es ist gut, dass du dann Schluss gemacht hast...
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von Holger Andrae » Freitag 3. Oktober 2014, 00:59
Jhonny hat geschrieben:Zu den Live-Konzerten kann ich nix sagen, und natürlich ist meine Ausgangslage ganz anders: Ich entdecke die Entwicklung der Band nach 1994 mit 10-20 Jahren Verspätung. Und da finde ich es eben nicht langweilig, nicht katastrophal, sondern wirklich in Ordnung. Nicht so grandios wie die Entwicklungen bei Blind Guardian, Rush oder (phasenweise) bei Savatage. Aber beileibe nicht so belanglos wie z.B. bei Metallica. Auch Q2K hat tolle Momente, Tribe ist ein gutes (aus meiner subjektiven Sicht!), leicht progressives Rock-Album.
Hm, Deine Beispiel Bands überzeugen mich eher von meiner These. Zu Blind Guardian muss ich nichst schreiben. Bei Rush käme ich nicht auf die Idee von einer Entwicklung zu reden, die dermaßen stilverändernd war, nicht rückblickend und im zeitlichen Kontext ebenfalls nicht. Okay, wenn man die Band aufgrund der Gitarrenpower in den 70ern liebte, wird man mit den Synthie-Alben etwas Bauchschmerzen bekommen haben damals. Aber ich schrieb ja auch schon vorher, dass sich Bands tatsächlich auch in meiner kleinen Welt weiter entwickeln dürfen (Voivod again). Manchmal versteht man die Entwicklung, manchmal nicht. Bei Savatage ging esja auch eher musikalisch leicht abwärts in meiner Welt. Also in allen drei Fällen gab es für mich keine grandiose Entwicklung, eher im Gegenteil. Wie gesagt, ich hätte QR eine Entwicklung in Richtung Rockmusik gegönnt oder ihnen sogar eine Unplugged Album abgekauft. Hört man die HITNF, dann ist das ja nichtmal für diese Musikrichtung gut. Das ist gelangweilter (Grunge)Rock. Die progressiven Momente auf "Tribe" finde ich nicht. Und: Ich würde das alles vielleicht weniger schlimm finden, hätte die Band nicht mit allen Alben zuvor, so ein Potential gezeigt. Man _wusste_ doch einfach, dass sie es besser konnten. da ist ja nicht einmal der Gesang herrausragend. Nee, kann ich auch mit Begründung, man würde es erst rückblickend erstmalig hören, nur schwer verstehen. Zumindest nicht, wenn man Fan der Frühwerke ist und schon mal gar nicht, wenn man auf _Metal_ steht, was für mich bei QR völlig nebensächlich war. Die waren ja nie wirklich eine reine Metalband. Schon auf dem Debüt ist das ja eine sehr feine Gentlemen-Version von Metal und auf dem Zweitwerk ist es dann Progpoprock. Also, der metalfaktor spielt für mich hier keine Rolle.
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von Jhonny » Freitag 3. Oktober 2014, 08:07
frankjaeger hat geschrieben:Hear In The Now Fronier IST langweilig. Q2K eine Frechheit. Tribe ist gut. Aber es ist gut, dass du dann Schluss gemacht hast...
Naja, die Queensryche von 2013 habe ich ja auch noch. Ansonsten kann ich schon verstehen, was du meinst, Holger, und ich würde es wahrscheinlich genauso sehen, wenn ich 1997 nach den vielen tollen Alben mit ganz hoher Erwartung an Hear In The Now Frontier rangegangen wäre. Aber nachdem ich die Scheibe erst ein paar Monate kenne, war meine Erwartung durch jahrelanges Lesen übler Reviews geprägt, und aus dieser Perspektive hatte ich den Eindruck: Die Scheibe (wie auch Q2K und Tribe) ist schon etwas besser als ihr Ruf.
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von Holger Andrae » Freitag 3. Oktober 2014, 11:26
Wenn das alles ein bisschen grantig und allgemeingülig klang, sorry. Aber bei QR gehen bei mir immer etwas die Gäule durch. Freut mich für Dich, wenn Du Gefallen an der Musik findest.
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von Jhonny » Freitag 3. Oktober 2014, 11:36
Holger Andrae hat geschrieben:Wenn das alles ein bisschen grantig und allgemeingülig klang, sorry.
kein Problem. Habe ich nicht so aufgefasst. Holger Andrae hat geschrieben: Freut mich für Dich, wenn Du Gefallen an der Musik findest. 
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von Holger Andrae » Freitag 3. Oktober 2014, 11:51
Gut, dass Du mich nciht beim Schreiben gesehen hast:  Du siehst, kompletter Haarverlust und _leicht_ aufgeregt. Nachdem ich meine Herztropfen genommen habe, geht es aber wieder.
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