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von Eike » Donnerstag 11. September 2014, 22:25
Crippled Black Phoenix - Bastogne Blues Eike hat geschrieben:Elegisch zieht mit 'Bastogne Blues' das fließendste und getragenste Stück der Scheibe herauf, beinahe zart wie durch einen besänftigenden Schleier der Erinnerung wehen einen die Weltkriegseindrücke an, die Joe Volk in einer Art Rückblende auf einen stream of consciousness aus Worten geformt hat, die er nun vorsichtig erwägend, wie in einem Balanceakt, tastend, prüfend intoniert und aneinandergereiht, an sich vorbeiziehen lässt wie schemenhafte Gesichter in einer langen Reihe von kriegsmüden Marschierenden. "So near, so far, the end of this war." In Justin Greaves' Musik gekleidet klingen diese Worte noch wahrhaftiger als die ruhigsten, zurückgenommensten und ergreifendsten Stellen in IRON MAIDENs 'Afraid To Shoot Strangers', um hier mal einen etwas abwegigeren Vergleich zu wählen. Die Streicher halten sich im Hintergrund bedeckt, wie sepiafarben eingehegt deutet eine Posaune die Schicksalhaftigkeit und über die leidvollen Erfahrungen Einzelner hinausgehende Bedeutsamkeit der geschilderten Situation an; aber die dräuende Epik des Stücks wird gefiltert durch lyrische Sensibilität, Heroismus mag da auch im Gravitätischen nicht aufkommen; doch ein Gefühl von Kameradschaft, Durchhaltewillen, der Versuch von Bestimmtheit, Festhalten an der Hoffnung, aller Ausgeliefertheit zum Trotz, Zusammenrücken und Trutzen, ja, das schon. Eine große, kollektiv arrangierte Komposition, kongenial in Worten und Ton, zusammengehalten durch die erinnernde individuelle Perspektive, welche eine würdevolle emotionale Distanz und die zur Einfühlung notwendige persönliche Nähe zugleich ermöglicht; ein unscharfer Blick zurück auf schärfste Einschnitte, ein Blick, der einer Ausführlichkeit zögerlich misstraut, sich auf das Allgemeine beschränkt und dadurch, aus dem, was unvermittelbar ausgespart bleiben muss und allenfalls zwischen den Versen und Takten erspürt werden kann, Wahrhaftigkeit gewinnt. "I know brother, we fear, and our wives are not near, and you child's unborn. / Does here come the death? This daring we're reading of. / The wind was too strong. Your war crimes a rude sight, in Malmedy that night, / in some SS fucks mind the thoughts come up to decide on the massacre of 84 men. / So near, so far, the end of this War. Push your final offensive here on the Western Front, / where you try to divide us, but there's a line, where you'll retreat, defeated; Siegfried."
Music is the only religion that delivers the goods. (Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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Eike
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von Eike » Donnerstag 11. September 2014, 22:45
Falkenbach - Eweroun
Ich gebe es freimütig zu: Die volkstümelnden Rockvarianten haben bei mir selten einen guten Stand. Das klingt selten authentisch, meist vorhersehbar, oft unspannend und in aller Regel eher bemüht als inspiriert für mich. So auch hier: Summ, surr, summserrum. Fidelbumm. Plinker, plunker, plätscher, plitsch. Geht irgendwie nicht an mich. Kann man aber hören. Fahrstuhlmusik für Rollenspieler, mit dicker Kurbelwinde am "mittelalterlichen" Fahrstuhl. Kann man machen, muss man aber nicht. Heute rock' ich, morgen ruh ich, übermorgen geh ich auf ein Spielmannszugkonzert. Man braucht das nicht unbedingt alles in eins zu rollen. Für mich riecht das nach Märchenwaldaroma vom Wunderbaum (TM), diesen Dinger zum Luftvollmachen. Hier halt mit Musik.
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von Eike » Donnerstag 11. September 2014, 22:57
BLIND GUARDIAN - 'Wheel Of Time'
Boah, sind die bombastisch geworden! Steht ihnen gar nicht mal so gut... Ich habe die Band völlig aus den Ohren verloren. "Battalions Of Fear", "Follow The Blind", dann irgendso ein tolkienmäßiges RPG-Party-Camp-Ding, und danach halt "Forgotten Tales". Ich habe am Rande mitbekommen, dass da nebenprojektmäßig irgendwas lief, halt der übliche deutschbandkonzeptionelle Metaloperettenquatsch, aber nicht, dass das auch in die Hauptband rübergesuppt ist. THERION will ich so haben, BLIND GUARDIAN nicht. Willkommen in meiner Vorurteilzone, Krefeld! Lasse ich das mal so stehen, klingt es immer noch besser als die meisten übrigen Fantasytralalaoperettenmetaller.
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von Eike » Donnerstag 11. September 2014, 23:22
Dark Quarterer - Colossus Of Argil
Wow, der Einstieg ist heavy. Ja, das ist ziemlich episch. Und zäh. Und traditionell. Heavy Metal. Sowas von. Und das, ohne total unbluesig zu sein. Traditioneller geht eigentlich gar nicht. Wuchtig. Ohne ins doomige Rumschwofen abzugleiten. Anstrengende Stimme, anstrengende Orgel. Aber hier muss das so. Rumms. Wumms. Klappe zu, Drachen tot. Ziemlich zäher Stoff. Das soll so. Trifft nicht ganz meinen Nerv. Aber Respekt, das ist total tight. Rumble in the ore mine.
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von Pillamyd » Donnerstag 11. September 2014, 23:37
Black Sabbath - Black Sabbath Meine liebste Scheibe mit Ozzy Osbourne. Der Song ist sowas von schaurig und dazu das Cover dieser Scheibe. Da läuft es mir heute noch eiskalt den Rücken runter.
Judas Priest - Victim Of Changes Bockstark. Die “Sad Wings…“ hat sich in den letzten Jahren zu meinem Lieblingsalbum von Judas Priest entwickelt. Was ein Opener.
Bathory - Blood And Iron Schon wieder ein Bathory Song. Und schon wieder ein toller Song. Bathory geht immer. Am meisten mit den epischen, langen wirklich erhabenen Stücken. Komisch, dass ich dabei an die Sonnenwendfeier in unserem Landkreis denken muss.
Ashbury - Madman Überraschung. Was das für ein Song? Und warum kenne ich das nicht? Da stimmt ja wirklich alles. Super Sache.
Candlemass - A Sorcerer’s Pledge Ja Candlemass. Der Song tritt natürlich ordentlich… Ich beschäftige mich auch hier viel zu wenig mit der Band. Sagenhafter Song. Könnte man zum Anlass nehmen. Würde ich mich nicht schon mit so vielen anderen Bands auseinandersetzen wollen. Tut nichts zu Sache. Der Song ist auch so sehr gut.
Gazpacho - I’ve Been Walking (Part 1) Uii..mit wem hatte ich mich vor kurzem über diese Band unterhalten? Das ist vom aktuellen Album? Das steht nämlich auf meiner Einkaufsliste. Habe ich richtig Lust drauf. Übrigens ein schöner ruhiger Song. Ob der Song jetzt episch ist oder nicht. Mir gefällt er. Schön ruhig, immer mal wieder kurze „lautere“ Momente.
E.F. Band - Through The Enemy Line Ist ja auch mal ein super Song. Ähnlich geil wie der Blackfoot Song. Ich verstehe das epische hier sogar besser. Doch. Der kann was.
Savatage - Edge Of Thorns Ich finde jetzt andere Songs auch besser. Ich finde das Solo sehr cool. Aber ich höre bei Savatage halt lieber jemand anderen Singen.
Helheim - Asgards Fall II Kenne ich nicht. Ist aber auch überhaupt nicht meins. Klar, dass ist 100% episch. Aber mir persönlich gefällt es einfach nicht. Da finde ich die Sprache noch am interessantesten. Leider…
Vast - Touch Begreife ich nicht den Song. Finde ich sehr komisch. Ratlos…
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von frankjaeger » Donnerstag 11. September 2014, 23:43
Eike for president! Made my last minutes before bed. Totally! 
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von Eike » Freitag 12. September 2014, 00:45
=D
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von Eike » Freitag 12. September 2014, 01:57
Godspeed You! Black Emperor - Mladic Da habe ich meinen epischen Meister gefunden! Der 'Bastogne Blues' ist echt nicht übel, aber gegen die epischen Postrockpioniere GY!BE mit 'Mladic' hat der CRIPPLED BLACK PHOENIX hier ausnahmsweise keine Chance. Tolles Ding! 
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von Eike » Freitag 12. September 2014, 02:03
Battleroar - Finis Mundi
Millennium madness! Hübsch vertont. Hübsch episch. Hübsch metallisch. Das kann was! Etwas stampfemetallisch. Das macht es nicht besser, aber auch nicht viel schlechter. Klingt irgendwie nach Jhonnymetal für mich, stimmt's?
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von Jhonny » Freitag 12. September 2014, 15:20
Eike hat geschrieben:Battleroar - Finis Mundi Klingt irgendwie nach Jhonnymetal für mich, stimmt's? Absolut!
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