PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Martin van der Laan » Montag 1. September 2014, 23:46

:grins:
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Eike » Dienstag 2. September 2014, 02:16

salisbury hat geschrieben:Hui, jetzt gibt es auf einmal auch die DONOVAN-Version vom "Little Tin Soldier". Versuchs mal damit, Eike. DONOVAN hat den gewissen Schmalz in der Stimme, der auch Größvätern gefällt.
Dann gebe ich ihm eine Chance. Aber erst morgen...
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Eike » Dienstag 2. September 2014, 02:22

"Call me young and foolish and reckless, because that's what I am. I'm all of these. But which one of the three commands your envy of me? Which one did you never get to be?"
Großartige Zeilen. Eines meiner liebsten Stücke auf dem Album ist 'Flawless', das da auch super zu passt. Wer nach dem Song noch zögert, sich das Album zu holen, kann ich nicht verstehen.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 2. September 2014, 09:45

Christian Schwarzer hat geschrieben:
5. MSG Besser als Def Leppard letzte Runde, aber mein Gott… Der Sänger ist ein affektierter Schönling und dabei nichtmal besonders gut. Die Solopassage ist halt top. Hat was Episches durch das Solo und ist ein guter Song.


Schon der Einstieg ist fragwürdig. Zwei gottgleiche Songs zu vergleichen. Hut ab!
Ein Optik-Bashing von jemandem, der grimmig drein schauende Pandbären abfeiert, ist ebenfalls amüsant.
Imerhin ist das Resumee richtig. :grins:
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon salisbury » Dienstag 2. September 2014, 10:09

Na, jaaa. Dass der MSG-Sänger es da mit dem Töne treffen nicht ganz so genau nimmt, habe ich durchaus auch gehört. Das kann man dann eben "nichtmal besonders gut" oder aber charmant finden. Ich verstehe den Chris schon. Das Video hab ich (Gott sein Dank?) gar nich angeguckt ;-) . Wie war das mit 80ies und sexy nochmal?
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 2. September 2014, 10:11

Gruppe 3:

Rhapsody:

Es geht nicht. Sobald die verzerrte Gitarre einsetzt, bin ich raus. Vor meinen inneren Auge duellieren sich Ricky King und Andre Rieu. Das ist klebrig und süß. Weiße-Socken-Metal.

Muggs:
Interessant. Düstere Soundtrack Musik, die mir beim ersten Anhören schon zusagt. Episch? Nicht in meiner Welt, aber das ist zweitrangig, weil Stimme und Stimmung gefallen. Leider in dieser starken Gruppe chancenlos.

Two Steps:
Zwar etwas eindimensional, dafür stimmungsvoll. Ob ich ein komplettes Album in diesem Stil anhören möchte, weiß ich nicht. Ein Song ist aber sehr angenehm.

Bathory:
Hier stört mich der "Gesang" gerade mal weniger. das gefällt.

Rose Kemp:
Eine weitere Errinnerung: Das muss ich mal kaufen. Schön düster, extrem eigenständig und vom ersten Ton an fesselnd.

Coheed & Cambria:
Wäre mir zwar bei "episch" auch nicht in den Sinn gekommen, aber irgendwie passt es auch. Angenehm wirr, sollte ich mal wieder hören.

Chris DeBurgh:
Klassiker! Ich mag den Onkel.

Wishbone Ash:
Da bin ich Spätzünder, dafür aber eine Feuerwerkszündung. Total großartig.

Savatage:
Mega! Das sind _meine_ 'tage. Fett, wuchtig, bombastich ohne Theater. So geht Metal!

MSG:
Die "One Night At Budokan" ist wohl meine liebste Livescheibe. Nicht nur wegen dieser Nummer.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Chavo89 » Dienstag 2. September 2014, 10:26

Holger Andrae hat geschrieben:Gruppe 3:

Rhapsody:

Weiße-Socken-Metal.


Witzig. Diese Assoziation habe ich eher bei EXODUS und Co.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Jhonny » Dienstag 2. September 2014, 10:31

Runde 4:

1. Running Wild - Treasure Island
Klar, das war nicht zu bestreiten.


2. Jag Panzer - The Moor
Die einzige mir fehlende Jag Panzer, daher musste ich in den Song reinhören. Mit dem Tyrant kann natürlich nichts anbrennen, ähnlich wie Savatage, Running Wild oder Blind Guardian sind Jag Panzer episch, ohne Epic Metal zu spielen.


3. Queensryche - Roads To Madness
Frühe Queensryche gehen ja quasi immer, trotzdem wären sie mit manchem anderen Song wohl mindestens einen Rang höher gelandet. The Warning gefällt mir ja noch ein Stück besser als Rage For Order, aber die Mindcrime-Epik-Songs wären mir NOCH lieber.


4. Straight Shooter - Frame Of Mind
Zuerst dachte ich, hier wäre zu wenig los, aber dank des guten Sängers ist der Song doch mehr als in Ordnung. Trotzdem - ab hier wäre fast alles in fast jeder anderen Gruppe bestenfalls auf Rang 8 oder 9.


5. Kamelot - Memento Mori
Kamelot sind ok. Keine Band, die mich mitreißt, aber besser als die meisten Nicht-Metal-Sachen, die jetzt noch folgen.


6. Shawn Philipps - Tin Little Soldier
Ja, das ist schon in Ordnung, schöne Stimme, schöne Atmosphäre. Aber nicht allzu episch.


7. Turisas - The March Of The Varangian Guard
Turisas sind schon ein zweischneidiges Schwert. Besser als alles, was noch folgt, aber nicht wirklich "gut". Hätte in den anderen Gruppen keine Chance.


8. Omnia - The Raven
Langweilig. Kein Ohrenkrebs, aber halt doch recht langweilig. Kann aber sicher zur Hintergrundbeschallung laufen.


9. The Butterfly Effect- World's On Fire
Ich habe das Gen nicht. Habe meine Scheibe der Band vertickt, das ist so spannend wie - Radiohead. Die habe ich auch verkauft.


10. Cowboy Junkies - Dragging Hooks
Omnia und The Butterfly Effect waren schon langweilig, aber das hier ist noch schlimmer. Belanglos und zudem unepisch.



Also, die Gruppe war nicht gerade das gelbe vom Ei. Danke an Running Wild, Jag Panzer und Queensryche für zumindest drei richtig starke Songs.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Christian Schwarzer » Dienstag 2. September 2014, 16:35

Sally hat geschrieben:Sehr interessante, nachdenkenswürdige Worte. Wie klingt Existentialismus? Und ist die Erkenntnis der eigenen Kleinheit nicht eine Große und irgendwie doch und gerade deshalb besonders epische?

Existentialismus klingt wie kalter Stein. ;-) Zumindest würde ich das mit einer solchen inhaltlichen Perspektive musikalisch erreichen wollen. Funktioniert im Black Metal ja auch immer wieder ganz gut. Was die zweite Frage angeht kann ich die, glaube ich, in einem Zuge mit Martins Proklamation beantworten. Der hat folgendes gesagt:

Martin hat geschrieben:Nö. Die Erkenntnis der eigenen Kleinheit ist etwas schrecklich Profanes und sollte endlich mal offiziell entzaubert werden.

Nö, glaube ich nicht. Bzw. hängt davon ab. Sicher, sobald sie en vogue wird, diese Erkenntnis, und irgendwelchen Intellektuellen zur geistigen Masturbation dient, dann wird sie profan und ist es oft genug geworden. Ansonsten denke ich, dass das von einem selber und der eigenen Intention abhängt. Was in keiner Weise daran hindern soll, es zu entzaubern. Entzaubern ist etwas Großartiges und nicht zu verwechseln mit Ent-Heiligen (auch wenn das leider oft genug Hand in Hand geht, was auch irgendwie logisch ist). Diese Aura der Verzauberung um solcherart "große" Erkenntnisse ist ja auch nur Schein, der vielleicht zur Ablenkung von sonstiger Unwissenheit dient und als solcher auch wieder Masturbation.
Profan ist die Erkenntnis, abgesehen vom obigen Fall, und jetzt komme ich auch zu Sallys Frage, wenn man erkennt, dass man klein im Sinne von unbedeutend ist. Nichts inmitten von Nichts, Staub inmitten von Staub. Sie hat dann auch etwas Großes, aber je eher man die Größe erkennt, desdo mehr hat man auch das Profane in allem erkannt und damit ist auch diese Erkenntnis profan. Das kann man nicht in epische Musik kleiden, weil diese, glaube ich, auch immer eine Form von Idealismus beinhaltet. Sicher, Nietzsche vertonen wäre verdammt episch, aber der war tief in seinem Herzen der größte Idealist von allen, nur halt ohne Gott außer sich selber. Aber damit hat F.N. eben auch nicht seine eigene Kleinheit erkannt, sondern eher geglaubt, seine Größe zu erkennen. :grins: Epische Musik funktioniert nicht ohne inhaltliche Größe.
Im Gegensatz dazu steht das Erkennen der eigenen Kleinheit im Angesicht Gottes, der Schöpfung, des Universums, des wasauchimmeraberesistverdammtnochmalgrößeralsallessonst. Das ist in der Tat episch.

Btw: Deswegen hat ein Existentialisten-Chefenker wie Sartre nicht ein Buch mit dem Titel "das Staunen" geschrieben, sondern eines seiner Hauptwerke heißt eben "der Ekel". Im Gegensatz zum Idealistengroßmeister Kant, dem das Staunen sicher mit als Basis der Philosophie galt, auch wenner sich selber sein Leben madig gemacht hat.

Sally hat geschrieben:Noch dazu bin ich baff, Christian, wie Du mit einem Hör den Sinn des Songs (also was ich auch glaube, dass der Sinn ist) erfasst. Chapeau! Ich hab das zwanzig mal gehört, bis sich hier die Fragezeichen gelüftet haben.

Wenn man etwas toll findet, ist das eine Sache. Wenn man dann irgendwann meint zu verstehen, WARUM man etwas toll findet, bringt das nochmal einen extra-Boost im Tollfinden.

Danke für die Blumen. :) Dabei habe ich den Text des Songs nicht gelesen und also genau genommen keine Ahnung worum es geht. Als nihilistisch/ existentialistisch habe ich es einfach anhand des Titels bezeichnet und die Musik hatte eine passende Wirkung auf mich. Klar, es gibt für mich auch massenhaft epischen "unheiligen" Black Metal, aber der setzt sich trotzdem auch neue Heiligtümer. Was ich gut finde, sonst ginge es nicht weiter. Das es bei Rose Kemp irgendwo weiter geht, zumindest in der Welt dieses Stücks, wage ich zu bezweifeln.

Ja, auf jeden Fall! Klassische, oder allgemein komplexere Musik ist deswegen ja auch nicht ganz so einfach, weil man ein größeres Maß an Wissen/ Bildung braucht, um sie zu verstehen und damit zu mögen. Übrigens habe ich das Phänomen dieses Zusammenhangs mal in einer Deutsch-Klausur kurz vorm Abi anhand meiner Annäherung an Moonsorrow verdeutlicht. :grins:

Holg hat geschrieben:Ein Optik-Bashing von jemandem, der grimmig drein schauende Pandbären abfeiert, ist ebenfalls amüsant.

Der Panda hat die Axt, der Typ von MSG nicht. Und nur das zählt unter Croms Sonne.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon frankjaeger » Dienstag 2. September 2014, 17:23

Christian Schwarzer hat geschrieben:Der Panda hat die Axt, der Typ von MSG nicht. Und nur das zählt unter Croms Sonne.


Ach was, nur weil Gary bei der Live-Aufnahme authentisch ist und nicht alles nachbearbeitet wurde, während es bei den Pandas völlig egal ist, weil man es eh nicht aushält, wird Barden nicht schlecht und die Bepinselten nicht gut. Und mit Crom hat das gar nichts zu tun, eher mit dem Geräusch einer Großnäherei in Bangla Desh ;-)
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