Musikzeitschriften

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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Loomis » Donnerstag 7. August 2014, 17:19

Martin van der Laan hat geschrieben:Sorry, aber das ist mir jetzt zu mühsam auf alles noch mal genauer einzugehen.


Na dann, danke fürs Gespräch! ^.-
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Loomis
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 7. August 2014, 17:50

Mir geht's zwar ein Stückchen weit schon auch wie Martin, dass ich oft das Gefühl habe, keine Musikmagazine mehr zu brauchen, weil ich das meiste eh entweder über die Redaktionsarbeit oder aber über Foren mitbekomme, andererseits ist es aber dann doch schön, etwas wie das "That's Metal" in Händen zu halten, weil das einfach einen Mehrwert gegenüber dem üblichen Blätterwald, aber auch gegenüber den meisten Online-Formaten hat. Man merkt halt die Liebe zum Detail, die Non-Profit-Ausrichtung, und die wirklich unabhängige (weil von finanziellen Erwägungen unabhängige) Position als Magazin von Fans für Fans.

Ob ich das "Deaf Forever" brauche? Nun, aus Interesse werde ich mir die erste Ausgabe auf jeden Fall kaufen. Aber so richtig angespitzt bin ich tatsächlich weder von den Ankündigungen, noch vom Line-up oder vom Frontcover. Wenn mich da etwas kicken wird, dann werden das im Zweifel die auf dem Cover nicht angeteaserten Specials und Untergrundseiten sein. Interviews finde ich inzwischen eh in 99% der Fälle verzichtbar, Reviews ebenso...

Komisch, wenn man das als Schreiber sagt? Mag sein... Aber ich diskutiere lieber in Foren über Musik, als dass ich mir kreuz und quer überall die Reviews suche, zu Scheiben, die ich meistens eh schon gehört habe. Als Kaufhilfe bringt mir eine Rezi also fast nie etwas. Interessant sind Rezis dann, wenn man irgend eine persönliche Bindung zum Schreiber hat und dadurch dann einen Mehrwert erfährt oder sich einfach für seine Meinung interessiert.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Eike » Donnerstag 7. August 2014, 18:09

Loomis hat geschrieben:
Martin van der Laan hat geschrieben:Sorry, aber das ist mir jetzt zu mühsam auf alles noch mal genauer einzugehen.


Na dann, danke fürs Gespräch! ^.-
Zur Erklärung: Martin hat wenig Zeit.
Und die Zeit, die er findet, investiert er in Musik und Musikkommentare auf der Hauptseite. ;-)
Das war aller Wahrscheinlichkeit nach kein Abwürgen eines Gesprächs aus generellem Desinteresse.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 7. August 2014, 18:11

@Loomis:
Es war nicht meine Absicht dich zu brüskieren oder so. Aber du sagst halt im wesentlichen zu allen meinen konkreten Aussagen, dass man das alles auch ganz anders sehen kann. Natürlich kann man das. Schlechtes Wetter ist auch Ansichtssache. Und dass es immer Gegenbeispiele gibt zu jeder Aussage, versteht sich auch von selbst. So kann man JEDE Aussage auseinander nehmen. Wenn ich Bands und Formate nenne, kann man auch gegen jedes wieder irgendwelche Argumente finden.
Ich würde halt anno 2014 viel lieber was über ION VEIN, DARKEST ERA, VOYAGER, MEKONG DELTA, HALCYON WAY, ANUBIS GATE, TRIUMPHANT, SANCTUARY, INTERVALS, INCURA, OGRE, SLOUGH FEG, VANISHING POINT, EXMORTUS, HAMFERD oder SOUL CAGES lesen als zum 100sten Mal mehr oder weniger dasselbe über ACCEPT, GAMMA RAY, OVERKILL, MOTÖRHEAD, JUDAS PRIEST, SAXON oder GRAVE DIGGER. Sicher gibt es da auch Ausnahmen (wo wir beim Thema Kultbands wären): über SKYCLAD, JAG PANZER oder VOIVOD kann meinetwegen jeden Monat ein großer Bericht drin stehen (Jahaaa, das ist subjektiiiiv!!). Und sinnvolles Ausschweifen ist Philosophieren über Gott und die Welt mit den Jungs von MAYFAIR (selbst wenn ich von der Musik Kopfweh kriege), mit Adrian Weiss oder mit Dany Estrin. Sinnloses Ausschweifen ist "Tom Angelripper redet über nordspanische Dosenbiersorten" oder "Joey DeMayonnaise schwadroniert über Silikontitten und die Vor- und Nachteile von Zungenpiercings bei Fellatio" oder "Udo Dirkschneider verliest die 99 beliebtesten Baumarktartikel im Landkreis Solingen". Ja, und dass 9 von 10 Menschen die letzten drei Themen lieber haben, ist mir bewusst. Ich aber nun mal nicht.
:bier: :bier:

edit: Ich habe mir heute Nachmittag frei genommen, Eike. Trotzdem danke für die nette und inhaltlich völlig korrekte Verteidigung!! :dafuer:
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Loomis » Donnerstag 7. August 2014, 18:19

OK, kein Problem, bin nicht beleidigt. :dafuer:

Dieser Beitrag erklärt es ganz gut.

Allerdings sehe ich jetzt noch nicht den Widerspruch zur ersten Ausgabe von Deaf Forever. Ich habe das Heft noch nicht gelesen, aber Oli Weinsheimer schrieb dazu: "Naja, in dem Heft steckt natürlich viel mehr drin als auf dem Cover steht....alleine vier Seiten reiner Underground von SMM, Martin Brandt und mir. Wartet es erst einmal aber bevor ihr Rückschlüsse zieht."

Ob "man" ein Printmagazin mit allen Vor- und Nachteilen überhaupt braucht muss jeder für sich entscheiden, aber eine Chance kann man ihnen ja mal geben.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 7. August 2014, 18:21

Definitiv. Vor allem lasse ich nicht gerne die Chance sausen, ein Magazin ab Ausgabe 1 sammeln zu können, wenn es denn gefallen sollte.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 7. August 2014, 18:28

Loomis hat geschrieben:Allerdings sehe ich jetzt noch nicht den Widerspruch zur ersten Ausgabe von Deaf Forever. Ich habe das Heft noch nicht gelesen, aber Oli Weinsheimer schrieb dazu: "Naja, in dem Heft steckt natürlich viel mehr drin als auf dem Cover steht....alleine vier Seiten reiner Underground von SMM, Martin Brandt und mir. Wartet es erst einmal aber bevor ihr Rückschlüsse zieht."

Deswegen stand ja über meinem ersten Beitrag zu dem Thema auch in Großbuchstaben "POLEMIK" drüber, gell! ;-) Ich habe halt nur auf das Cover geguckt und "Heavy Apotheken Umschau" gedacht. Ansonsten bin ich halt eher Jäger als Sammler, wie schon an anderen Stellen erwähnt. :)
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Siebi » Donnerstag 7. August 2014, 18:30

Habe die erste Ausgabe heute erhalten. Ist ein richtig gutes Heft im schicken Layoutgewand geworden. Ein Heft, das auch mit Themen abseits der ausgelatschten Pfade stattfindet. Die Prieststory von Neudi ist erste Sahne, drei Seiten Mercyful Fate-Bootleg-Empfehlungen, einfach nur gut aufbereitet und interessant.

Dazu das 22-seitige Deutschland Szene-Speschl mit all seinen harten gitarrenorientierten Stilvarianten und den subjektiv besten deutschen Platten des neuen Jahrtausends. Darin enthalten ein Interview mit dem für mich begnadeten Soundzauberer Patrick W. Engel, Krach von der Basis hört hier auf Under A Funeral Moon, Ion Vein, Steel Prophet, DragonForce, Unisonic und und und. Was ein Redakteur gut findet und in das thematische Spektrum passt, es findet statt.

Für mich ein bockstarkes Heft mit Mut zur Lücke. Kein Wilson, kein Opeth, kein Genesis, keine Onkeln oder Tanten, bis auf die abgefeierten blauen Pillen kein metalfremder Quark in einem Metalmagazin. Und trotzdem viel neues lesenswertes über alte Dinos wie aktuelle Undergroundhelden. Mal sehen, wie lange es so bleibt. Die Hoffnung ist da.

Lustig die null Punkte für die neue JBO von Hr. Weinsheimer mit der anschließenden Entsorgung der Promo-CD im gelben Sack. Yes! Weniger wegen JBO, sondern das so zu bringen.
Das neue Priestwerk kommt analog zur PM-Gruppentherapie (hier: The Metal Inquisition) eher bescheiden weg. Selbst Kühnepriest gibt nur sieben Pünktchen, gesteht den alten Herren mit Youngsterklampfer das Album in dieser für ihn guten Qualität zu. Wolf-Rüdiger trifft eher meinen Nerv, hehe.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 7. August 2014, 18:36

Na gut, ich glaube, dann gucke ich mir dieses Heftchen vielleicht doch mal an. Danke, Siebi, für den informativen Überblick. :)
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Christian Schwarzer » Donnerstag 7. August 2014, 18:37

Ja, ich finde zwar das Cover und die Aufmachung eher grenzwertig-aufdringlich, aber der Crew dahinter traue ich schon einiges zu. Auch das was Martin sich so von einem Magazin erwartet. Da sind ja auch nicht nur "Riesen-Namen" auf dem Cover. Ich freue mich einfach und bin guter Dinge, dass da etwas lesbareres rauskommt, als das Rock Hard in den letzten Monaten. Da erwarte ich ja immernoch keine Literatur, da könnt ich mich ja gleich erschießen gehn.

@Martin: Das war nicht gegen deine Ausführungen, sondern pro Optimismus gedacht. ;-)

Siebi hat geschrieben:Habe die erste Ausgabe heute erhalten. Ist ein richtig gutes Heft im schicken Layoutgewand geworden. Ein Heft, das auch mit Themen abseits der ausgelatschten Pfade stattfindet. Die Prieststory von Neudi ist erste Sahne, drei Seiten Mercyful Fate-Bootleg-Empfehlungen, einfach nur gut aufbereitet und interessant.

Dazu das 22-seitige Deutschland Szene-Speschl mit all seinen harten gitarrenorientierten Stilvarianten und den subjektiv besten deutschen Platten des neuen Jahrtausends. Darin enthalten ein Interview mit dem für mich begnadeten Soundzauberer Patrick W. Engel, Krach von der Basis hört hier auf Under A Funeral Moon, Ion Vein, Steel Prophet, DragonForce, Unisonic und und und. Was ein Redakteur gut findet und in das thematische Spektrum passt, es findet statt.

Für mich ein bockstarkes Heft mit Mut zur Lücke. Kein Wilson, kein Opeth, kein Genesis, keine Onkeln oder Tanten, bis auf die abgefeierten blauen Pillen kein metalfremder Quark in einem Metalmagazin. Und trotzdem viel neues lesenswertes über alte Dinos wie aktuelle Undergroundhelden. Mal sehen, wie lange es so bleibt. Die Hoffnung ist da.

Lustig die null Punkte für die neue JBO von Hr. Weinsheimer mit der anschließenden Entsorgung der Promo-CD im gelben Sack. Yes! Weniger wegen JBO, sondern das so zu bringen.
Das neue Priestwerk kommt analog zur PM-Gruppentherapie (hier: The Metal Inquisition) eher bescheiden weg. Selbst Kühnepriest gibt nur sieben Pünktchen, gesteht den alten Herren mit Youngsterklampfer das Album in dieser für ihn guten Qualität zu. Wolf-Rüdiger trifft eher meinen Nerv, hehe.

Q.e.d. Das klingt doch sehr nice. Mann... jetzt hab ich schon ein Grinsen im Gesicht. Ich habe aus finanziellen Gründen und weil mich auch nichts mehr interessiert hat, jetzt ein halbes Jahr lang keine Mags mehr gelesen und freu mich doch jetzt richtig darauf. Insbesondere: Deutschlandspecial.
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