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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Rüdiger Stehle » Dienstag 5. August 2014, 01:37
Zehn Lieblingsbands? Eine oder hundert fiele mir leichter. Zehn ist schwierig, weil es hart wird, nach den obligatorischen Bands noch auszusortieren. Bei einer hätte ich halt die offensichtliche Antwort, bei 100 könnte man den kompletten erweiterten Kreis aufnehmen (und hätte dann am Ende noch ein paar Plätze übrig).
Auf geht's:
CIRITH UNGOL: Die Band hat die vier besten Alben der Musikgeschichte gemacht. Was soll ich mehr schreiben? Nun gut, "Chaos Rising" ist für immer und ewig das beste Lied aller Zeiten und aller Jahrhunderte, und "I'm Alive" ist meine persönliche Hymne zum Leben. Die Intensität des Gesangs, die unfassbaren Gitarren, der einzigartige Sound, das tragische Schicksal der Band. Die Band hat einfach alles, was mich berührt.
MANOWAR: Die Band, die mich zum Metal gebracht hat. Jahrelang meine einzige Lieblingsband. Keine Band habe ich öfters gehört und mitgesungen. Sieben für mich komplett magische Alben in Folge, und auch danach - in Zeiten der vermeintlichen Schwäche - immer noch wichtiger für mich, als fast alles andere. Zuletzt mit "The Lord Of Steel" wieder bewiesen, dass mich persönlich auch ein "durchwachsenes" Manowar-Album stets mehr kicken und austicken lassen wird, als fast jedes Album jeder anderen aktiven Band.
BATHORY: Quorthon ist für mich ein Magier, sein viel zu früher Tod hat mich mehr erschüttert als jeder andere Todesfall außerhalb des persönlichen Umfelds. Der Mann hat mit Black Metal und Epic (Viking) Metal zwei der mir wichtigsten Genres "erfunden" oder zumindest maßgeblich geprägt. Seine musikalischen Stilmittel und seine lyrischen Werke waren epochal, bedeuten mir sehr viel, und sie sind stilprägend bis heute. Sein Gitarrenspiel ist unglaublich schön und eigenwillig. Kein Song rührt mich emotional mehr als "Song To Hall Up High", besonders seit Quorthons Tod. Seine Lyrics aus der epischen Phase sind für mich unfassbar gut.
BURZUM: Varg Vikernes ist - so umstritten er sein mag - ein weiterer dieser Magier für mich. Genie und Wahnsinn? Vielleicht. Aber auch hier ist es die Intensität des Ausdrucks, des Gesangs, des Gitarrenspiels, des Sounds, die mich fesselt wie kaum etwas anderes. BURZUM ist ein Mantra der Verzweiflung, der Zerstörung, der Wiedergeburt, der Dunkelheit, des Lichts, des Wahnsinns, des Erschaffens, des Fallens und des Steigens. Nichts ist wie BURZUM. Ich werde es zwar kaum verwinden, wenn Varg wirklich keinen Metal mehr machen sollte, aber dessen ungeachtet bleibt das was ist, mir für immer.
DARKTHRONE: Die Band des Mittelfinger-Metal. Stets nur dem eigenen, schrulligen Ego gehorchend, auf alle Erwartungshaltungen, kommerziellen Strategien, medialen Gepflogenheiten gepflegt sch......, ist dieses Duo für mich der Inbegriff des Nonkonformismus im Metal. Und so oft die Band sich auch stilistisch gewandelt hat: Es ist mir immer gelungen, ihr zu 100% zu folgen und die neue Version ebenso toll zu finden wie die vorherige. Außerdem halte ich Ted und Gylve für so ziemlich das Authentischste, was ich mir in Sachen Metal-Musiker so vorstellen kann.
MANILLA ROAD: Die Band habe ich erst spät für mich entdeckt (ca. 2000), aber sie hat sich Stück für Stück vorgearbeitet in die erste Reihe meiner Lieblingsbands. Die Schrulligkeit, die Epik, die Beharrlichkeit eines Mark Shelton, der es nach 30 Jahren der kommerziellen Misserfolge irgendwann doch noch geschafft hat, mit seiner Band auch kommerziell den Status zu erreichen, der ihr als Mitbegründer des Epic Metals gebührt, ist einfach faszinierend. Dazu kommen eine einzigartig nasal-kauzige Stimme, ein irrwitzig originelles Gitarrenspiel, und einfach die Magie der Epik, die in allen Alben der Band lebt.
CANDLEMASS: Mein Einstieg in den Doom Metal, die unglaubliche Heaviness, die Magie solch unsterblicher Alben wie "Epicus Doomicus Metallicus" und "Nightfall", erhabene Göttergaben wie "Samarithan". Der Mönchskutten-Doomkopf-auch-Sie-da-hinten-Gott Messiah Marcolin, das Songwriting-Talent eines Leif Edling, Sorrow-Leads, Monsterriffs, eine brachiale Dynamik... einfach alles toll!
JAG PANZER: Diese Band war dann irgendwie mein Einstieg in den wirklichen Metal-Untergrund. Ich erinnere mich an die Schwierigkeiten, die ich hatte, am Anfang überhaupt etwas von der Band zu hören zu bekommen. Es war nichts zu bekommen. In der Frühzeit des Internets ließ ich mir von einem Informatiker die Songs der "Tyrant's"-EP über Tage herunter laden, auf vier Disketten zippen etc... Der Kampf um die Mucke war damals noch ein ganz anderer. Heute ist alles wieder zu bekommen. Initialzündung für die ganz große Liebe war dann die "Age Of Mastery"-Tour 1998, als ich mit 50 anderen Unentwegten in Augsburg die Band sehen durfte und eine meisterliche Leistung bewundern konnte, die mich buchstäblich (kein Witz!) in der ersten Reihe auf die Knie gehen ließ, als "Generally Hostile" gespielt wurde... No Mercy! Einer der besten Sänger aller Zeiten und aller Jahrhunderte, Hymnen für die Ewigkeit, geniale Musikalität.
Noch zwei... puh...
JUDAS PRIEST: Das begnadete Gitarren-Duo Tipton/Downing, die stetige Weiterentwicklung, die immer den Zeitgeist aufgriff, ohne sich demselben anzubiedern, die unzähligen Neuerfindungen des Priest-Sounds, ohne die eigenen Wurzeln zu verlieren, die Magie des Metal Gods, der in seinen besten Zeiten wirklich unfassbar gut und beeindruckend war. Dazu Hymnen über Hymnen über Hymnen. Gibt es eine Band, deren Songtitel mehr Bands Pate standen als Judas Priest? Das sagt alles über die Wichtigkeit dieser Truppe.
So. Und jetzt wird's brachial hart... die letzte freie Stelle... Sieben Kandidaten balgen sich noch darum, doch um die Sache abzukürzen geht der Slot an:
MAYHEM: Warum? Nun, in dieser Band vereint sich letztlich all die Radikalität und all die unfassbar zerstörerische Energie, welche der zweiten BM-Welle diese verzehrende, ungezügelte, brennende Energie gab, die zur letzten großen Revolution des Metals führte. Mayhem ist zumindest in den Neuzigern letztlich das ultimative Sinnbild für diesen Abgrund, aus dem der für mich prägendste metallische Stil entstand. Von Anfang an ("Deathcrush") wies diese Band eine Radikalität auf, die kaum in Worte zu fassen ist. Außerdem hatte sie mir Maniac, Dead und Attila drei der charismatischsten Frontmänner der Geschichte des extremen Metals. Wie auch Darkthrone und Judas Priest ist Mayhem eine Band, die ihren Sound mehrfach revolutionierte und es immer wieder geschafft hat, mich mit der Neuerfindung genauso zu packen wie mit den Klassikern zuvor.
Bei allen tollen Bands, die es jetzt nicht in diese Top-10 geschafft haben, entschuldige ich mich in aller Form!
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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Rüdiger Stehle
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von Eike » Dienstag 5. August 2014, 17:43
Ich lese hier in den letzten Beiträgen ständig was von Beschränkung auf zehn Bands - war das wirklich Vorgabe? OK. Ich muss das allerdings irgendwie künstlich weiter einschränken, sonst wird's nichts! Nochmal neu: Rock bis Metal.
<CODE> DOWN IRON MAIDEN JUDAS PRIEST KILLING JOKE OPETH QUEEN SAVATAGE SOUNDGARDEN VENOM
Ziemlich blöde eigentlich, weil es sich für mich zumindest so anfühlt, als ob dass gar nicht viel über mich aussagt.
Music is the only religion that delivers the goods. (Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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von Loomis » Dienstag 5. August 2014, 17:48
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Zehn Lieblingsbands? Eine oder hundert fiele mir leichter. Zehn ist schwierig, weil es hart wird, nach den obligatorischen Bands noch auszusortieren. Bei einer hätte ich halt die offensichtliche Antwort, bei 100 könnte man den kompletten erweiterten Kreis aufnehmen (und hätte dann am Ende noch ein paar Plätze übrig).
Auf geht's:
CIRITH UNGOL: MANOWAR: BATHORY: BURZUM: DARKTHRONE: MANILLA ROAD: CANDLEMASS: JAG PANZER: JUDAS PRIEST: MAYHEM:
Großartige Liste! Davon finde ich auch alle Bands toll und fünf davon würden auch mit ziemlicher Sicherheit in meinen Top-10 landen, sofern ich mich mal endgültig einigen könnte.
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von Klaus » Dienstag 5. August 2014, 18:15
Holger Andrae hat geschrieben:Deswegen habe ich hier auch so auschweifend geantwortet, Klaus. Nicht, dass Du mich für Sally hälst. 
Bei euch beiden hätte ich das gerade noch hin bekommen, da du ja gute Musik hörst (nicht nur, aber auch), Sally hingegen... Pillamyd hat geschrieben:Queensryche - "Operation: Mindcrime" gehört mit Sicherheit zu einen meiner meistgehörtesten Alben.
Hui, da nennt doch tatsächlich mal jemand eine Band, die auch unter meinen Top 10 auftaucht. 
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von Pillamyd » Dienstag 5. August 2014, 18:46
Klaus hat geschrieben:Hui, da nennt doch tatsächlich mal jemand eine Band, die auch unter meinen Top 10 auftaucht. 
Wobei ich weitere Bands aus deiner Liste auch super finde, Flotsam & Jetsam, Slayer, Voivod, Ozzy. Ich habe jetzt allerdings auch 15 Bands genommen 
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von salisbury » Dienstag 5. August 2014, 19:20
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von Chavo89 » Dienstag 5. August 2014, 19:25
Eike hat zwar Recht, so eine Liste sagt nicht viel aus. Aber Spaß macht's trotzdem...
MANOWAR BRAINSTORM RAMMSTEIN GAMMA RAY FALCONER TÝR MEGADETH QUEENS OF THE STONE AGE ORDEN OGAN und ähh... SAVATAGE
Sieht gut aus. Hab da jetzt aber nicht viel Schmalz investiert.
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von Holger Andrae » Dienstag 5. August 2014, 20:46
Klaus hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Deswegen habe ich hier auch so auschweifend geantwortet, Klaus. Nicht, dass Du mich für Sally hälst. 
Bei euch beiden hätte ich das gerade noch hin bekommen, da du ja gute Musik hörst (nicht nur, aber auch), Sally hingegen... Pillamyd hat geschrieben:Queensryche - "Operation: Mindcrime" gehört mit Sicherheit zu einen meiner meistgehörtesten Alben.
Hui, da nennt doch tatsächlich mal jemand eine Band, die auch unter meinen Top 10 auftaucht. 
Queensryche hätte ich vor ein paar Jahren auch noch gelistet. hach, war das mla ne tolle Band. Hinterher gefahren, unsinnigen Kram gesammelt, im Vorprogramm von Dio 1984 (?) gesehen ... 
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Christian Schwarzer » Dienstag 5. August 2014, 20:48
Sally hat geschrieben:Ich hat geschrieben:4. Rhapsody: Ich glaube, es gibt wenige Musiker in der Szene, die sich so gar nicht scheren um das, "was Metal ist" und gleichzeitig derart kreativ sind, wie Mr. Turilli.
Ach, Chris, my friend. Nee, der Turilli lebt in seiner Welt. Der macht das, was hier vor ein paar Wochen hier so heiss diskutiert wurde, er ist einfach 100 % er selbst und macht genau das, was aus ihm herauskommt. Und er hat in der Tat keine Ahnung von Szene und es ist ihm völlig egal, was angesagt ist. Ich hab ihn mal nach OPETH, TOOL und PORCUPINE TREE gefragt und das waren für ihn unbekannte, seltsame Wörter. Wie COLDPLAY für den Raben. Aber wenn man ihm sagt, dass man seine Musik mag, zeigt er ein solches Strahlen im Gesicht wie in kleines Kind zu Weihnachten und Ostern zusammen. Seine Musik ist wofür er alles gibt. Solche Typen sind einfach gold wert. Wenn kommt denn da endlich mal wieder was Neues, Chris? Weisste was?
Schöner hätte ich's nicht ausführen können.  Was das neue Album angeht, weiß ich auch nur, was die FB-Seite letzt hat verlauten lassen: Dass er anscheinend 20 Songs absoluter erster Sahne in der Hinterhand hat und weil die so fett sind, das Album eher Anfang nächsten Jahres erscheinen wird, und ab September regelmäßig ausführlichere Updates aus dem Studio etc. kommen sollen. @Rüdiger: Klasse Auswahl, wie zu erwarten war.  Bei den Bands, die ich davon gut kenne, kann ich alles 100%ig nachvollziehen, die anderen (insb. Jag Panzer und Cirith Ungol) werden ihre Zeit irgendwann noch bei mir haben...
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von cgrage » Dienstag 5. August 2014, 22:45
Meine Bands: Dream Theater20 Jahre Fan, 14 Konzerte, 1 Meet and Greet (sogar weltweit auf DVD verewigt  ) GenesisDie Band, die mich zum Progressive Rock gebracht hat. Auch wenn ich erst die 80er Jahre Sachen zuerst kennengelernt habe. Pink FloydBin ich mit aufgewachsen. Ist, nach Queen, die Lieblingsband meines Vaters. RammsteinFür mich die geilste deutsche Band, die es gibt. Vielleicht im Bezug auf die Skandale etwas zu sehr kalkuliert, aber trotzdem kompromisslos. Porcupine TreeEigentlich alles, wo Steven Wilson seine Finger im Spiel hat. Der Typ ist ein Musikverrückter, ein Genie OpethHätte nie gedacht, das ich mal auf Death Metal abfahre. Ich hab auch keine Probleme mit den musikalischen Abweichungen der Band. GarbageEine interessante Band und Shirley Manson ist eine charismatische Sängerin. Interessant, als ich die Band mal im Rahmen eines Jazz Festivals in Hamburg gesehen habe. Depeche ModeJigendliebe die man nicht vergisst KamelotHat sich wegen dem Album Epica bei mir zur Lieblingsband gemausert. SchillerNoch so ein Projekt, was ich so ziemlich von Beginn an verfolgt habe. Von Ambient bis zum großen Pop Event und schließlich wieder stark reduziert und mit Neuinterpretationen von klassischer Musik.
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