Doch, bei 10 Lieblingsbands kann ich (noch, vielleicht) recht gut was sagen. Sogar besser als vor einigen Jahren, wo ich weniger Top-Favoriten hatte. Die Liste liest sich wie folgt: Platz 1 ist Platz 1; 2, 3, 4, 5 sind 2; 6, 7, 8, 9, 10 sind 3.
1. Blind Guardian: Begleiten mich schon fast von Anfang an. Eine Band, die schon auf dem ersten Album Anzeichen ihres späteren, unverwechselbaren Stils gepflegt hatte ('Majesty'!) und sich dann in der steten Entwicklung darauf irgendwann zu Musikern mit einer wirklichen Vision entwickelt hat, ohne dabei jemals abzuheben. Das ich diesen Stil klasse finde, muss ich nicht erwähnen. Mich fasziniert anhaltend, wie man eine derartige Masse an simplen aber stets gelungenen Meldoien (insbesondere was Leads angeht) aus dem Ärmel schüttelt und es dabei versteht, kompakte Songs zu schreiben, die trotzdem weit über den normalen Komplexitäts-Grad eines Metal-Songs hinaus geht. Außerdem schüttelt man dann noch im späteren Verlauf seiner Karriere zwei der besten Symphonic-Metal-Sücke aus dem Ärmel, die es überhaupt gibt. Das und Tolkien & Co. fahren natürlich auch noch Bonuspunkte bei mir ein.
2. Watain: Für mich der Inbegriff von Black Metal. Das gilt einmal natürlich für den Inhalt, was auch meiner Faszination für (religiöse) Extreme geschuldet ist, da nehm ich die Band schon ernst. Auf der anderen Seite hat die Band es geschafft sich bis jetzt in ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung (fast) nur zu verbessern. Und das "fast" bezieht sich nicht aufs letzte Album, welches ich auch nach einem Jahr noch für ein Meisterwerk halte.
3.Helrunar: Prägende Band für meine Entwicklung in Richtung Pagan/ Black Metal und die, die meinen nicht nur studienbedingten Interessen was Germanistik und Philosophie angeht bisher am meisten entsprochen hat.
4. Rhapsody: Keine Ahnung, ob ich Guardian oder Rhapsody länger höre... auch von Anfang an mit dabei und die Band, die mein klassisches Elternhaus repräsentiert. Natürlich meint Rhapsody hier eher als Sammelbegriff "alles, was Luca Turilli je komponiert hat". Ich glaube, es gibt wenige Musiker in der Szene, die sich so gar nicht scheren um das, "was Metal ist" und gleichzeitig derart kreativ sind, wie Mr. Turilli.
5.Insomnium: Der zweit-jüngste Tronanwärter der Liste, der mir die Welt des (größtenteils finnisch geprägten) Melo Deaths erschlossen hat, feiert jetzt sein Einjähriges. Konstant qualitativ hochwertige Band die mir sehr viel bedeutet und nach den oben abgedeckten Bereichen Fantasy, Religion, Philosophie und "Klassik" nun eine persönliche Seite zum Tragen bringt.
6. Opeth: Da es eigentlich erst vor knapp zwei Wochen "klick" gemacht hat und lange nicht alles kenne, darf ich die Band quasi noch gar nicht anführen... aber "Blackwater Park" begeistert mich anhaltend und die ganze Band ist mir vom Auftreten auf und neben der Bühne schon sehr sehr sympathisch.
7. Funeral Mist: Quasi Watain next-Level, aber ohne derart starken eigenen Bezug. Nichtsdestotrotz ist "Maranatha" schon fast mein lieblings "reiner" BM-Album. Hat den besten Sänger des Genres (der auch bei Marduk röcheln darf) in ihren Reihen. Vertonter Wahnsinn.
8. Deathspell Omega: Die Black Metal-Band, die zu einem gewissen Zeitpunkt wie keine andere musikalische Extreme auszuloten wusste und darin wirklich kreativ und Vorreiter war.
9. HammerFall: Meine langjährige Top-1 Lieblingsband. Die erste Band, die ich für mich selbst entdeckt habe, die Band, bei der ich gesagt habe "das möchte ich auch mal machen" usw. War immer hochplatziert in den Top-100, aber ich dachte nicht, dass die jemals wieder unter die ersten 10 kommt. Hat mich (wie viele andere) mit dem letzten Album herb enttäuscht. Dann viel mir dieses Jahr auf, dass ich doch wieder regelmäßig Alben laufen lasse und seit ich das neue hören darf, hat sie auch wieder einen Platz hier inne.
10. Judas Priest: Lustigerweise habe ich mich noch vor einer Woche oder so entgültig entschieden - "Maiden oder Priest"? Die Wahl viel dann doch letztere. Zwar begeistert mich auch hier nicht jedes Album, viele auch nicht zu 100% (British Steel, Defenders Of The Faith...), dafür dann wieder einzelne Songs dermaßen (Freewheel Burning...), dass das nicht weiter ins Gewicht fällt. Übrigens die Band, die ich in dieser Liste am meisten höre. Außerdem muss sie hier vertreten sein, da ich nunmal auch in einer Truppe mit schäbiger Priest-Namensgebung spiele.

Nicht berücksichtigt: Secrets Of The Moon, Dark Fortress, Necros Christos, Motörhead, Amorphis, Gamma Ray, Dissection...
Achja, es wird wohl auch deutlich, dass Live-Shows für mich so gut wie keine Bedeutung haben (schon alleine, weil ich bislang keine der obigen 10 bislang live gesehen habe).