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von Holger Andrae » Samstag 14. August 2010, 23:17
Gut, über Van Halen viel zu schreiben, wäre Nachtfalken nach Madrid zu fahren, aber ich wollte ja noch etwas zu Omen absondern ...
Wie hieß der Song vom Metal Massacre noch? 'Torture Me'? Was fand ich den furchtbar. Und auf einmal hat alle Welt das erste Album dieser Band abgefeiert. Ich konnte es nicht verstehen. Ließ es mir im Tapetrading-Wahn mal sichern und habe versucht. Immer wieder. Ging nicht. es ließ mich völlig kalt. Als dann "Warning Of Danger" heraus kam, habe ich am Erscheinungstag das Vinyl gehört und war sofort begeistert. Daran hat sich bis heute wenig geändert. Immer, wenn ich Omen live sehe, finde ich das gut, aber nicht sensationell. Den absoluten Megakult, den dieses Album in einer schrägen kleinen Szene innehat, werde ich nie verstehen.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Rüdiger Stehle » Samstag 14. August 2010, 23:20
Ich finde die "Warning of Danger" auch noch besser. Aber den Schlachtruf finde ich natürlich auch superoberduperphänomenal wie kaum noch was. Den Ausschlag zwischen den beiden Alben gibt für mich schlicht und ergreifend ein Song: "Ruby Eyes (Of The Serpent)" - einer der größten Songs aller Zeiten!
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von Rüdiger Stehle » Samstag 14. August 2010, 23:29
Van Halen habe ich bisher immer komplett ignoriert. Fast bewusst ignoriert. Das heißt, auch Sonderangebote stehen gelassen, die man ja regelmäßig sieht. Keine Ahnung warum. Vielleicht, weil ich "Jump" immer albern fand?
Jetzt habe ich den Thread mal zum intensiveren Hineinhören genutzt, und ich muss sagen, der Gitarrensound ist schon ein ziemlicher Hammer. Das Gitarrenspiel sowieso. 'Ain't Talking...' rockt, dass die Schwarte kracht; 'Jamie' groovt wie Hölle, 'Running'? Fetter Bass, oder was? Ja, das ist schon gute Musik zum Hören. Ich glaube beim nächsten Grabbeltischangebot nehme ich dann mal was von Van Halen mit.
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von firestarter » Sonntag 15. August 2010, 02:39
Holger Andrae hat geschrieben:Den absoluten Megakult, den dieses Album in einer schrägen kleinen Szene innehat, werde ich nie verstehen.
Auch wenn ich "Battle cry" für ein stilistisches Referenzwerk halte, kann ich auch nicht wirklich nachvollziehen, dass das Album in besagter Szene sogar als bestes Album ever gehandelt wird.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 15. August 2010, 10:00
Das kann ich indes schon verstehen, auch wenn es letztlich Zufall war. Einfach weil es sich bei der Konkurrenz fast immer um polarisierende Alben handelte. Nach dem Motto Mercyful Fate können manche wegen des Gesangs nicht ab, Iron Maiden sind manchen zu kommerziell, Manowar sind vielen zu peinlich (geworden) etc... Omen finden vielleicht nicht mehr Leute toll als die genannten Bands, aber es gibt weniger, die allein deswegen gegen Omen stimmen, weil sie die Band nicht mögen. Ohne begeistert sein zu müssen, was soll man so wirklich gegen Omen haben?
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von firestarter » Sonntag 15. August 2010, 10:47
Ok, im Sinne des größtmöglichen, gemeinsamen Nenners macht das Ganze tatsächlich Sinn und "Battle cry" wäre demnach relativ austauschbar. Dann muss es bei dem besagten Megakult um was anderes gehen.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 15. August 2010, 10:56
Genau so. Stilistisch und musikalisch ist die Scheibe sicher nicht austauschbar, aber in ihrer Rolle als Sieger jenes speziellen Turniers schon. Es musste halt eine Scheibe werden, die in der speziellen Szene viele Freunde und einen hohen Bekanntheitsgrad hat, deren Urheber jedoch keine negativen Regungen auslösen, die dazu führen würden, dass man die Band schon mit Absicht ablehnt und gegen sie stimmt. Da tun sich alle ganz großen Bands schwer - Metallica, Manowar, Maiden, Priest, Kiss - weil sie zwar viele Bewunderer und Fans, aber mindestens genau so viele "Feinde" haben. Und speziell in jenem Kreise mehr als sonst irgendwo.
Gegen Omen hat keiner was. Ob man die Scheibe jetzt sooooo toll findet, wie wir beide, oder einfach nur nett, es wird kaum einen geben, der das Album so richtig schlecht findet. Außerdem hat jeder die Band x-mal live gesehen und jeder Zweite mit Kenny und Andy mal bei einem Gig ein Bierchen getrunken und mit ihnen geredet. Die muss man also auch nicht wegen Abgehobenheit, Kommerzialität, Starallüren oder ähnlichem ablehnen.
Mir fällt jetzt allerdings auch spontan keine Band und kein Album ein, welches die Rolle gleichermaßen hätte ausfüllen können. Insofern ist die Omen vielleicht doch nicht austauschbar und einfach das perfekte Trad-Metal-Underground Konsensalbum. =)
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von firestarter » Sonntag 15. August 2010, 11:04
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Insofern ist die Omen vielleicht doch nicht austauschbar und einfach das perfekte Trad-Metal-Underground Konsensalbum. =)
Was ja wiederum gar nicht so weit weg von meiner Einstufung als US-/Power Metal Referenzalbum ist. Es gibt einige Alben dieses Genres, die in meiner Liste deutlich höher angesiedelt sind, die ich aber nicht als Referenz ansehe.
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von Holger Andrae » Sonntag 15. August 2010, 11:31
Interessante Betrachtungsweise, der ich nur nickend zustimmen kann. Würde man jetzt noch, die damals gern als Parallelband gehandelten Fates Warning (mit Archiebald) ins Rennen bringen, sind diese wiederum zu verschnörkelt, um bei einer - im doppeldeutigen Sinne - breiten Masse so abgefeiert zu werden.
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