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von Rüdiger Stehle » Dienstag 15. Juli 2014, 17:56
Wie kaum überraschen dürfte, muss ich dem Siebi da widersprechen. Ich finde die Scheibe schön, wenn auch in der Tat nicht ultimativ begeisternd. Aber da gibt's eh nimmer viel. Jedenfalls könnte ich jetzt nicht sagen, dass mir Slough Feg, Dark Forest oder Darkest Era direkt mehr gegeben hätten.
Worum es mir aber eigentlich geht, ist, dass man sich, wenn man zuschlägt, schon die Ltd. Ed. kaufen sollte. Gibt's grad für 12,99 EUR inkl. Patch und 5-Track-Bonus-CD beim Saturn. Die Bonustracks halten für mich das Niveau der ersten CD, so dass es schon ein klarer Mehrwert ist, wenn man sich den Doppelpack holt.
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von Havoc » Dienstag 15. Juli 2014, 18:25
Es ist in der Tat kein Reinfall....allerdings auch keine Offenbarung. Neige sogar eher dazu ein kleinwenig enttäuscht zu sein. Der Sound ist Clubmäßig sehr cool...Halford rult..egal ob er hoch oder normal singt....die Stimme ist einfach geil.....aaaaber....und das ist die kleine Enttäuschung. Die Songs ansich sind großteils bestenfalls mittelmäßig bis gut. Ein Song wie z.B. "Sword Of Damocles" plätschert schon arg langweilig vor sich hin. Eigentlich sind sogar nur zwei Songs so richtig goil..."Halls Of Valhalla" und "Battle Cry"....ich finde das Album wirklich nicht schlecht...aber ich hatte mir schon etwas mehr erwartet muss ich ehrlich zugeben. Momentan würde ich es auf gar keinen Fall auf Augenhöhe mit "Angel Of Retribution" sehen....und wahrscheinlich ob des künsterlischen Aspekts sogar hinter "Nostradamus".
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von Pavlos » Dienstag 15. Juli 2014, 21:22
Okayne Scheibe, die ich noch besser finden würde, wen sie zwei, drei Nummern kürzer wäre. Für das Aufzählen meiner persönlichen Highlights benötige ich genau eine ganze Hand - das dem Havoc zu plätschernd daherkommende ´Sword Of Damocles´ gehört übrigens dazu.
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von Siebi » Dienstag 15. Juli 2014, 23:58
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Wie kaum überraschen dürfte, muss ich dem Siebi da widersprechen. Ich finde die Scheibe schön, wenn auch in der Tat nicht ultimativ begeisternd. Aber da gibt's eh nimmer viel. Jedenfalls könnte ich jetzt nicht sagen, dass mir Slough Feg, Dark Forest oder Darkest Era direkt mehr gegeben hätten.
Wer ist hier verbittert?  Der relativierende Rüdiger mag in seiner Welt Recht haben, in meiner Welt ist seine Meinung und die Scheibe der Priester vollkommener Kokolores. Traurig nur, dass den metallisch interessierten Raben nicht mehr viel begeistert, aber so ein Rotz als "schön" gebrandmarkt wird. Schön? Hallo?!? Schön ist mein Auto auch oder mein Ölregal in der Garage... Quo vadis Metal? Quo vadis Emotionen?
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 16. Juli 2014, 00:17
In Sachen Metal bin ich nicht verbittert. Sonst vielleicht schon. Keine Ahnung. Für Begeisterung fehlt mir aktuell meistens die Kondition und die Kraft. Dazu bin ich zu leer. Frei nach Bilbo Beutlin: "Zu wenig Butter auf zu viel Brot verstrichen." - Begeisterung? Hmmm... also so richtig massive, unkontrollierte, ehrliche und unverfälschte, vor allem aber nachhaltige Begeisterung hatte ich vermutlich zuletzt tatsächlich bei "The Lord Of Steel", "Daumyra" und "Fallen". Und davor dann bei irgendwo bei "Grand Declaration Of War" (2000). Also "Begeisterung", die nicht nur intellektuell stimuliert und sagt "jo, tolle Scheibe" (das habe ich oft), sondern Begeisterung die auch körperlich wirkt und dich wahrlich mitreißt und vor der Anlage zum Hüpfen bringt. Das sind jedenfalls die Begeisterer, an die ich mich aktuell erinnern kann. Live schaffen das noch hin und wieder manche Bands (zuletzt beim BYH eben Omen und Piledriver), aber auf Konserve? Ich fürchte echt, dass das nur noch Manowar gelingt. Und dem einen oder anderen Panda vom Nordpol.
Was das Relativieren angeht, finde ich übrigens nicht, dass ich irgend etwas relativiere. Ich lege die Priest ein, und es freut mich, dass es sie gibt, dass ich sie hören kann, und mir gefällt, was ich höre. Ganz unrelativ, sondern konkret und absolut. Aber Begeisterung? Reicht denn stille Freude nicht? Begeisterung ist etwas, das mir aktuell sehr schwer fällt. Wenn, dann allenfalls situativ und kurzfristig, aber nicht grundsätzlich im Bezug auf irgend etwas.
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 16. Juli 2014, 00:37
Im Übrigen fällt mir mit jeder der 20 Minuten, die seit dem vorigen Beitrag vergangen ist, mehr auf, was ich da in einem Anflug depressiver Anwandlungen für eine Grütze geschrieben habe.
Es ist natürlich vollendeter Bullshit, wenn ich schreibe, dass mich nichts mehr begeistern kann. Minütlich fallen mir neue Alben aus den vergangenen Jahren ein, die ich unfassbar toll finde, und zu deren Songs ich live wie auch zu Hause "mitgehen" kann. Satan's Host, Gehenna, Satyricon, Uriah Heep...
Vermutlich fehlt es einfach daran, dass ich aktuell ein Problem damit habe, mich so aufmerksam und offen der Musik zu widmen, dass sie richtig zünden kann. Wollte mich eben ins Wohnzimmer begeben und der Priest "in depth" lauschen, doch die Aufmerksamkeit hat nicht einmal anderthalb Songs gehalten, bevor ich mich wieder beim Grübeln über meinen letzten Beitrag ertappt habe.
Ich bin zerstreut...
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von Siebi » Mittwoch 16. Juli 2014, 09:26
Mein überzogenes aber ehrliches Statement zu Priest bezog sich auf Emotionen, die ich bei Musik meist habe. Das kann auch begeisternd melancholisch oder bedrückend sein oder eben miesepetrig wie der Großteil des Redeemers. Die ballde zu Ende finde ich dafür super, da fällt auch der Giatrrensound nicht ins gewicht.
Zurück zur Begeisterung. Genau das bewirken eben doch ein paar neue Scheiben auf Dich, Rüdiger. Finde ich gut, ziegt das Interesse. Alles andere hätte mich bei einem Musikfreak und -archivar schwer gewundert. Aber Du schrubtest mal was von "Leere", "ausgebrannt sein", das kommt vor, dann kann die Musik eventuell der Strohhalm sein, das rettende Ufer, der aufbauende Freund, der Kickstart, um sich wieder auf die Füße zu stellen, eine neue Perspektive einzunehmen und das kurze irdische Dasein so positiv als möglich anzunehmen. Und... auch stille, in sich gekehrte, Freude ist etwas Wundervolles. Keine Emotionen sind dagegen Kapitulation und das scheint mir ein eher bedrohliches Zeichen zu sein.
In diesem Sinne, allen Priestjüngern viel Spaß mit der Scheibe, ich gehe jetzt Funereal Presence hören, ist gerade frisch eingetroffen. Da würden mich Rüdigers Eindrücke brennend interessieren. Im Drachenhort habe ich einen kurzen Beitrag dazu geschrieben.
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von Havoc » Freitag 18. Juli 2014, 22:49
Umso öfter ich das Album höre....umso cooler finde ich es. Der Sound ist echt top! Für so ein altes Eisen finde ich das Album schon gut. Letzten Endes ist es aus meiner Sicht ein tolles Abschiedsalbum...da es mehr zu den Wurzeln zurückgeht und auch wie ein Querschnitt durch die Diskographie wirkt. Zudem sind nun seit dem ersten Album genau 40 Jahre vergangen....also ich würde sagen....vielleicht ist jetzt wirklich der perfekte Zeitpunkt einen Schlussstrich zu ziehen. "Redeemer..." ist sicherlich kein Überalbum...aus meiner Sicht auch kein 8,5er Album....aber dennoch macht es Spaß das Teil zu hören...es hat absolut seine Berechtigung. Und ich muss Rüdiger zustimmen. Die Bonussongs fallen nicht wirklich ab. "Snakebite" finde ich cool.
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von Holger Andrae » Freitag 18. Juli 2014, 23:46
Ich finde das überall angepriesene 'Sword Of Damocles' bezeichnend für das gesamte Album. Wenn Rob was von "die by the sword" singt, möchte ich nicht da Gefühl haben, ein betrunkenes Balu, der Bär-Double versucht tumb mit einem aufblasbaren Kinderschwert einen Schmetterling zu erlegen.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Rüdiger Stehle » Samstag 19. Juli 2014, 01:48
Havoc hat geschrieben:Umso öfter ich das Album höre....umso cooler finde ich es. Der Sound ist echt top! Für so ein altes Eisen finde ich das Album schon gut. Letzten Endes ist es aus meiner Sicht ein tolles Abschiedsalbum...da es mehr zu den Wurzeln zurückgeht und auch wie ein Querschnitt durch die Diskographie wirkt. Zudem sind nun seit dem ersten Album genau 40 Jahre vergangen....also ich würde sagen....vielleicht ist jetzt wirklich der perfekte Zeitpunkt einen Schlussstrich zu ziehen. "Redeemer..." ist sicherlich kein Überalbum...aus meiner Sicht auch kein 8,5er Album....aber dennoch macht es Spaß das Teil zu hören...es hat absolut seine Berechtigung. Und ich muss Rüdiger zustimmen. Die Bonussongs fallen nicht wirklich ab. "Snakebite" finde ich cool.
Jo, von 8,5 bin ich bisher leider auch noch ein gutes Stück weg. Maximal 8, eher 7,5, würde ich im Moment sagen, und das beinhaltet bisher schon eine gewisse Enttäuschung. Sind schon etliche arg lendenlahme Songs dabei. Trotzdem würde ich mir jetzt nicht wünschen, dass es ein Abschiedsalbum ist.
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