Ted Nugent

Re: Ted Nugent

Beitragvon Jhonny » Montag 7. Juli 2014, 22:12

Beide Songs gefallen mir. Sammy Hagar ist ja sowieso ein starker Sänger, und Nugent kann das Stadion definitiv rocken :D

Ich bleibe aber dabei, dass ich wohl erst die alten Werke brauche.
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Re: Ted Nugent

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 7. Juli 2014, 22:19

Was ich an den Sachen so genial finde, ist, dass Ted Nugent mit seiner 1960er Gibson Byrdland eine Gitarrensound auffährt, der für mein Empfinden ziemlich einzigartig ist. Das klingt von der Produktion her so natürlich und warm, dabei aber doch zum Bersten voller Energie. Das ist für mich letztlich so etwas wie die Definition eines Feuerwerks auf der klassischen Rock'n'Roll-Gitarre. Wo man beim ersten Hören noch denkt: "Ach ja, mal wieder Classic Hardrock!", da bewegt hier das intensive Hinhören bei mir doch so einiges. Zum Reviewen habe ich die Scheibe gut 10x gehört, und das eben auch sehr aufmerksam. Kurz vor Notenabgabe hat das Album dann nochmal richtig angezogen.

Davon abgesehen, werde ich sicher auch zuerst die mir noch fehlenden Klassiker kaufen, bevor ich mit den neueren Sachen weiter mache. Aber so oder so: Dieses neue Album hat mir wieder richtig Lust darauf gemacht, weitere Nuge-Alben zu holen.
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Re: Ted Nugent

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 7. Juli 2014, 22:20

Und ich würde den Freak auch mal gerne wieder live sehen!
Das war damals schon sehr lässig, beim MCF2.
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Re: Ted Nugent

Beitragvon Eike » Dienstag 8. Juli 2014, 00:33

Naja, der "Bluessong" hat einfach keinen Blues, vielleicht die Komposition auf dem Papier, aber nicht das Spiel. Und der Gesang transportiert auch kein Bluesgefühl. Der rockt einfach hart und schnell drauflos, auch wenn die Blueswurzeln oberflächlich noch erkennbar sind. Insofern kein Wunder, dass der Song Dich nicht weiter stört, Rüdiger. ;-)
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Re: Ted Nugent

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 8. Juli 2014, 00:51

Dann ist ja alles gut!

Das ist dann halt Blues the Motörhead-Way.
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Re: Ted Nugent

Beitragvon Eike » Dienstag 8. Juli 2014, 00:57

Bei Mo'head fühle ich noch mehr Blues raus.
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Re: Ted Nugent

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 8. Juli 2014, 00:58

Ich kenne mich mit den prämetallischen Genrebegriffen nicht wirklich aus, daher kann man mir da viel erzählen. Ich meine, dass Ted selbst sich vor allem in der Honky-Tonk- und Rockabilly-Tradition sieht, aber das ist sehr schwierig für mich, das einzuschätzen.
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Re: Ted Nugent

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 8. Juli 2014, 08:02

Was mir bei vielen anderen Musikern nicht oder nur schlecht gelingt, funktioniert bei Teddyboy ganz wunderbar. Obwohl ich den Typen für völlig irre halte (im negativen Sinn), kann ich mir seine Musik sehr gut anhören. Vielleicht weil sein Image so "bigger than life" ist, dass ich das nicht für voll nehme. Obwohl ...
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Re: Ted Nugent

Beitragvon Klaus » Dienstag 8. Juli 2014, 09:29

Geht mir auch so. Ideologisch ist mir der Kerl so fern wie nur was (wobei mir das Wort "ideologisch" bei Ted sogar irgendwie schräg vorkommt) und ich finde seinen Wahnsinn recht bedenklich, aber seine Mucke kann ich mir ohne Schmerzen geben und in Teilen sogar sehr geil finden. Die "Bigger than life"-Hypothese könnte auch bei mir die Erklärung sein. Solange Macabre nicht irgendwann einen Song über ihn schreiben müssen...
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Re: Ted Nugent

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 8. Juli 2014, 13:18

Nun, ich stehe dem guten Mann ja politisch sicher ein gutes Stück näher als viele andere, so dass ich vieles von dem, was manche bereits bedenklich oder sogar schon ganz arg schlimm finden, zumindest in Teilen sogar noch gut finde. Auf der anderen Seite hat er aber nach wie vor auch Positionen, die selbst mir mit meiner ausgeprägten Neigung für rechtskonservative und libertäre Positionen, etwas zu krass sind. Wobei Ted Nugent bereits selbst wiederholt - sogar in laufenden Interviews - gesagt hat, dass seine martialischen Formulierungen nicht immer auf die Goldwaage gelegt werden sollten. Er nutzt halt fast karikativ überzeichnete Extrempositionen, um sein Anliegen dramatisch in Szene zu setzen.

Wenn man ein Zitat wie "I don't want repeat offenders, I want dead offenders" hernimmt, dann meint er damit sicher nicht, dass man grundsätzlich jeden Verbrecher sofort und ohne Prozess erschießen muss, aber durchaus, dass er eben kein Mitleid mit jemandem hat, der nachts irgendwo einbricht und dann an einer plötzlichen schweren Bleivergiftung stirbt, und dass ihm das Recht des Hauseigentümers auf Selbstverteidigung heilig ist. Laut Gesetz ist es das ja auch, in Amerika wie auch in Deutschland. Nur in Deutschland nimmt man den Leuten halt die erforderlichen Mittel, ihr Recht auf Selbstverteidigung effektiv auszuüben, so dass dieses gesetzlich verbriefte Recht bei uns halt mehr oder minder nutzlos geworden ist.

Aber ja, Ted Nugent inszeniert sich quasi als Comic-Superheld des rechtskonservativen Amerikas, und in der Form finde ich das durchaus unterhaltsam, auch wenn sicher etliche seiner Positionen grenzwertig oder gar jenseits der Grenze des guten Geschmacks sind. Ich höre ihm jedenfalls immer gerne zu, auch und gerade, wenn er politisch wird (was ja fast immer der Fall ist).
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