von Domaniac » Freitag 27. Juni 2014, 17:16
So, jetzt hab ichs mir gemütlich gemacht mit ner Schale gezuckerter Erdbeeren und harre der Dinge, die da kommen mögen.
Noch ein kleiner Hinweis: Ich habe mich entschlossen, diesen Sampler zweimal zu kommentieren. In dieser ersten Runde, in der ich ihn auch zum ersten Mal höre, in erster Linie die Musik beschreibend für unsere Ratefüchse hier, und morgen oder übermorgen noch einmal geschmacklich wertend, wenn er noch ein, zwei mal gelaufen ist. Jetzt aber los!
Track 1:
Das Bild zu diesem Track zeigt, wenn ich mich nicht irre, ein X-Chromosom. Der Song selbst beginnt mit einem tiefen Grollen, dann ein Schrei, dann setzen sofort Blastbeats und recht melodische Tremologitarren ein. Nach einem kleinen Break wiederholt sich das Riff. Es folgt ein weiteres schnelles Riff, jetzt ohne Blasts. Das ganze geht ziemlich gut voran. Dann ein eingespielter Donner, und es wird wieder geblastet. Noch immer keine Vocals. Nach 1:20 ein Break, eine Gitarre spielt zwei Takte allein, dann wieder das Eingangsriff. Jetzt ein erneuter Halt, ein grooviges Riff, dann allerlei Krachmacherei mit Whammys und Pickscrapes, gefolgt von einem schwereren Riff mit Glockenschlägen im Hintergrund. Mit einem weiteren Glockenschlag und Regensounds endet das Intro nach etwa drei Minuten.
Track 2:
Dieses Bild ist leider etwas klein geraten, soweit ich es erkennen kann handelt es sich um eine halbnackte, animierte Frau, die sich die Hände vor die Brüste hält und ein leuchtendes Amulett um de Hals trägt, vor einem Schädel mit rot leuchtenden Augen, das ganze vor schwarzem Hintergrund. Hm.
Der Song beginnt mit sanften Klaviertönen und einem Rauschen im Hintergrund. Eine (glaube ich gesamplete) Stimme sagt mir (auf Englisch natürlich), dass es eine enorme Menge Schmerz auf der Welt gäbe, Millionen Einheiten davon, und irgendwas mit einer Million zu eins. Dann wird der Sprecher abgelöst von einem Funkspruch, irgendwas mit ner U-Bahn, und eine Frauenstimme beginnt zu singen: "A world where no one pretends is a world that never ends". Nach und nach kommen weitere Instrumente hinzu, "a little more each day" wird wiederholt. Eine tiefe Männerstimme kommt hinzu. Das ganze klingt sehr sphärisch, ein wenig entrückt, fast psychodelisch. Viele sich vermischende Elemente. Schließlich setzt ein klarer definiertes Schlagzeug ein. Viele repetitive Elemente. Schließlich gehen Schlagzeug und Gitarren wieder zurück, man hat wie zu Beginn einen synthetischen Beati m Hintergrund, bald steigen allerdings die anderen Instrumente wieder ein, wieder mit den gleichen Riffs wie bereits schon zuvor. Die "sanften Klaviertöne" vom Anfang laufen im Grunde den kompletten Song im Hintergrund mit durch. Kurz vor Minute 6 dann ein Break, der kurz danach auch zum Ende führt, mit einem von Sänger und Sängerin gemeinsam gesungenen "I stay".
Track 3:
Hier nun zeigt das Bild legidlich einen Smiley, der sich in klassischer "pscht!"-Geste den Zeigefinger vor den Mund hält. Der Song hingegen geht gar nicht leise los, sondern direkt mit schweren Tomschlägen und einem tiefen Akkord, mit recht bekannt klingenden triolischen Anschlägen: drndrn, drndrn. Klingt ein wenig nach einem 08/15-Metalcore-Break, nur dass der Song halt damit anfängt. Der Bass dröhnt im Hintergrund, es kommt ein Sänger dazu, der verzerrt und im Mix weit hinten ist. Das muss dieser Post-Hardcore sein, von dem immer alle reden. Bisher ist dieser Song ein einziger Break. Jetzt hebt sich da langsam ein Riff hervor, immerhin etwas. Nach 1:45 dann ein Break vom Break, in dem man lediglich sphärische Synthie-Sounds vernehmen kann. Dazu gesellt sich dann eine langsam gezupfte Akustikgitarre. Schließlich wieder ein Funkspruch, den ich nicht so gut verstehe. Dazu kommt dann nach einer Zeit wieder ein Synthie-Beat. Dieser Funker ist ein Weltverbesserer und redet von der Einheit der Menschen und wie die Welt besser werden könnte. Toller Redner, jedenfalls. "You are not machines, you are not cattle, you are men!" Das geht jetzt an die Soldaten. Democracy! Yeah! Oh, ein Cello. Und jetzt ist es, wieder nach knapp über sechs Minuten, rum.
Track 4: ??? - Solid Glass (?)
Hier zeigt das Bild zum Song einen Eisblock, glaube ich. Könnte auch Glas sein. Ziemlich schmal, dafür lang und recht hoch.
Der Song beginnt mit hohen, cleanen Gitarrentönen, dazu ein wenig Getrippel auf dem Ridebecken. Eine männliche Stimme beginnt zu singen, es gesellen sich mehr Schlagzeug und eine Rhythmusgitarre dazu. Der Sänger erinnert mich an den alten Lanfear-Sänger. Noch alles sehr ruhig gehalten, bis es nach der zweiten Strophe eine Bridge gibt mit einem dreimal angeschlagenen Akkord, gefolgt von einem Drumfill. Dieses Motiv wird wiederholt, bis der Refrain folgt, der etwas mehr Power hat. Die Nummer würde ich auch generell mehr in der Progressive Rock/Metal-Ecke verorten. Ah, im Refrain verstehe ich etwas wie "I see through solid glass", das passt zum Bild und dürfte dann auch der Titel sein. "I see you see me". Es folgen einige Variationen über das darunter gespielte Riff. Und dann ist nach drei einhalb Minuten auch schon alles rum.
Track 5:
Hier zeigt mir das Bild nun das Periodensystem der Elemente, bei dem Scandium (Sc), Yttrium (Y), sowie sämtliche Lanthanoide markiert sind.
Hier beginnt es nun voll elektronisch, mit einem recht wirren Beat. Und es bleibt voll elektronisch, mit einer klaren Frauenstimme, die darüber singt. Dann ein Break, der von der nächsten Strophe gefolgt wird. Dann setzen tatsächlich noch Gitarren ein, eine Lead-Stimme und eine, die ein paar palmgemutete Akkorde darunter hustet. Dann aber wieder weiter mit der Elektrokeule, die jetzt alles aufbietet was sie hat. Darüber gibts dann ein Synthie-Solo. Schließlich lässt sich auch die Sängerin wieder hören. Danach mehr wirres Elektrogedudel. Tut mir Leid, ich wollte eigentlich noch nicht wertend werden, aber bei der Nummer geht die Wahrscheinlichkeit, dass die bei mir zündet, gegen Null. Von unten, würde ich sagen. Enden tut das ganze mit einzelnen tiefen Synthietönen. Könnte ein Steeldrum-Sound oder was ähnliches sein. Laufzeit etwas über fünfeinhalb Minuten.
Track 6:
Hier sehe ich ein Gemälde von einem arabisch anmutenden Labyrinth. Für mich als absoluten Kunstlaien sieht das stilistisch recht früh aus. Dürer oder so.
Glockenspiele und ein Hornstoß. Dann Gesprochenes in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Keine Ahnung, was das ist. Klingt außereuropäisch. Harmonics, Becken, Trommeln, außereuropäische Instrumente, die allesamt lauter werden. Eine E-Gitarre ist auch dabei. Nach fast zwei Minuten startet dann sowas wie ein Riff mit leicht verschobener Schlagzeugbegleitung. Das wird wieder so was psychodelisches, wieder sehr repetitiv, wobei die Gitarre schon ein wenig rumimprovisiert. Stark verzerrter Bass. Scheint rein instrumental zu sein. Die Gitarre improvisiert da schön vor sich her, und der Rest orientiert sich mehr oder weniger dran. Kenn mich stilistisch in der Ecke überhaupt nicht aus, würde das intuitiv mal Richtung Stoner-Doom packen, weil doch recht heavy und mit gleichmäßigem, gediegenen Schlagzeugrhythmus. Oha, wabernde Cleangitarren. Jetzt darf der Bass zu diesen Cleangitarren improvisieren, bevor dann die Gitarre wieder übernimmt, diesmal in ner höheren Lage. Dann gehts aber auch wieder zurück in die schon anfangs bespielte mittleren Höhenregionen. Oha, jetzt spricht doch jemand. Sogar auf englisch, allerdings akzentbeladen. Eine alte Frau, glaube ich. Nach etwas über acht Minuten bricht der Song dann sehr abrupt, mitten in Satz und Riff, ab.
Track 7:
Das Bild sieht ein wenig so aus, als htte es eine 14-Jährige Goth gemalt. Zwei Mädels stehen in einem verschneiten Wald, sind so groß wie die Bäume, die eine hat die Augen verbunden, bei der linken fallen von oben irgendwelche schwarzen Blätter oder Tropfen oder Fledermäuse in den Rucksack, bei der rechten (das ist die mit der Augenbinde) fallen von der linken Hand, die eine Rose hält, entweder Blütenblätter oder Blutstropfen hinunter.
Dieser Song beginnt auch mit einer Akustikgitarre, zu der ein Klavier tritt und dann eine Sängerin. "And he knows he's all alone now" Schließlich wird aber auch hier die Gitarre von einem elektronischen Beat und Synthiegewummer abgelöst, lediglich das Klavier ist noch im Hintergrund vorhanden. Aber auch das legt sich mit der Zeit, so dass schließlich wieder nur elektronische Sounds vorhanden sind. Das wechselt dann häufiger hin und her zwischen den einzelnen Strophen/Bridge/Refrain, also mal elektronisch, mal Klavier und ein bisschen Gitarre. Dadurch ist zwar Abwchslung drin, richtige Höhepunkte gibt es allerdings keine, und so endet das Lied relativ ereignislos nach gut drei Minuten.
Track 8:
Wir leben in Zeiten des Internets, darum darf selbstverständlich ein Katzenbild auch auf diesem Sampler nicht fehlen. Dieses konkrete Exemplar hat seinen Kopf um komplette 90° auf die Seite gelegt und fragt mich in der Bildunterschrift folgendes: "Excuse me.. What are you doing?"
Ein Bassriff begrüßt mich. Cool, mal was anderes. Dazu dann eine recht bluesige Männerstimme "Caught you looking at me the other night" Schlagzeug dazu, und eine den Sänger doppelnde Backgroundsängerin. Noch keine Gitarren, nur Bass, Drums und die beiden Sägner. Jetzt ein Piano dazu, dass sich aber auch auf die tiefen Töne beschränkt, dazu der Refrain: "Stop that, what are you doing?". Der Bass spielt permanent das gleiche Dreiton-Riff. Nach dem zweiten Refrain ein kleines Pianosolo. Ich glaube inhaltlich geht es darum, dass die beiden eigentlich nur Freunde sind, sie jetzt aber mehr will, er aber nicht. Nach 3:50 eigentlich rum, ein paar Sekunden Pause, dann: "Perfect! One tiny thing" und ein schräger Klavierakkord. Dann Schluss.
Track 9:
Hail to the King, baby. Das Bild zeigt Elvis Presley in jungen Jahren.
Wieder synthies, einzelne Gitarrenakkorde, dann ein sehr aktiver Bass drunter. Das nennt man wohl eine Klangcollage. Schlagzeug kommt auch dazu, alles sehr wirr, aber doch regelmäßig und im Takt. E-Gitarren-Akkord, ein kurzer Break, dann geht es weiter wie eben. Das wird dann wiederum auch durch die E-Gitzen beendet, die jetzt auch tatsächlich anders weitermachen: So eine Art Riff, dazu Drums mit scheppsen Snare-Schlägen und Cowbell. Sehr verquer, das alles. Viel Gitarrengeschrubbe ohne viel zu sagen,sehr artsy-popartsy. Selbstverständlich ohne Vocals. Vorbei nach 3:49.
Track 10:
Ein Typ mit straff gespannter Megawampe und Hosenträgern. Natürlich ohne Hemd oder dergleichen.
Cleane Gitarrenakkorde, dann eine Leadgitarre dazu und Schlagzeug und cleance Vocals. Das klingt jetzt eher Indie-rockig. Zwischenzeitlich klingt der Sänger ein wenig nach Chad Kroeger (Himmel, warum weiß ich, wie der Nickelback-Sänger heißt?). Kann grade nicht so viel vielsagenden Text ausmachen. Ausführliches Gitarrensolo, das sich auch vom wieder einsetzenden Sänger nicht stören lässt. Ganz chillige Nummer eigentlich. Ah, irgendwas mit "My belly swole/soul/keine Ahnung". Ende nach gut drei einhalb Minuten.
Track 11:
Ein dunkler Turm vor verhängnisvollem Himmel. Vielleicht DER dunkle Turm? Man darf gespannt sein...
Bass und Snare-Drum. Bass etwas angezerrt. Dazu Keys. Und jemand der raucht. Oder kifft. Ein Sänger gesellt sich dazu: "I can see your sun" oder so. Das ganze bleibt sehr minimalistisch, mit diesem fast schon marschartigen Snare-Rhythmus hinten drin. Nach zwei Strophen dann doch richtiges Schlagzeug und auch mehr Gitarrenfülle. Schwer zu beschreiben, und den Sänger versteh ich auch nicht so gut. Jedenfalls alles noch sehr gediegen, verzerrte Gitarren gibts nur für Leads und Solo, hat aber dennoch Power. Baut nach hinten hin wiederab, bis man nurn och Lead- und akustische Schrammel-Gitarre hat. Die beiden faden dann nach fünf Minuten langsam aus.
Track 12:
Ein Strudel oder Hurricane oder vielleicht auch eine Art schwarzes Loch,gemalt mit Bleistift, wie mir scheint. Also eher gezeichnet. Was weiß ich dann. Ein paar Objekte sind in diesem Strudel oder wasesauchist gefangen, aber die kann ich nicht erkennen.
Rauschen. Eine tiefe Stimme erzählt mir was von den ways of irgendwas nature und irgendwas providence und sells und jenes, ist ein bisschen schwer, da jedes Wort zu verstehen, wurde glaube ich tiefer gepitcht. Dann Donner. Dann Flanger-Gitarren, ein Cello und ein synthie-Lead. Dann brechen E-Gitarren und Drums los, das Lead schwebt weiter darüber hinweg. Dann gibts sogar mal wieder etwas Geblaste, das Lead erweitert sich zu einem richtigen Keyboard-Arrangement. Als der Gesang wieder einsetzt, erinnert er mich stark an Ensiferum-Chöre, könnten wir es hier möglicherweise mit WINTERSUN zu tun haben? Von der Time allerdings, wenn dann. Hab hier auch noch Frauengesang anzubieten, dazu wie gesagt viel arrangiertes Keyboard, aber auch eine schöne Härte mit gelegentlichen Blasts. Jetzt ein reiner Key/Orchester-Break. Das ist teilweise schon Nightwish-ähnlich von den Arrangements her, der männliche Leadsänger klingt allerdings mehr nach der Pagan-Ecke, Ensiferum/Wintersun oder Týr oder so. Generell wirkt das ganze sehr durchkomponiert, natürlich wiederholen sich Parts, aber es ist kein simpler Strophe-Refrain-Strophe-Aufbau. Sehr abwechslugnsreich, vielschichtig, aber immer ziemlich schlüssig, auch in den Übergängen. Nach fünf Minuten ein Break mit Meeresgeräuschen und Möwengeschrei, bei dem dann mal der Basser zeigen kann, was er so solistisch drauf hat, zu Klavierbegleitung. Damit fadet der Song dann aus.
Track 13:
Hier kann ich nun beim besten Willen außer viel rot in verschiedenen Tönen und etwas schwarz dazwischen oben links nichts erkennen.
Ein Cello in eher hoher Lage begrüßt mich mit zwei immer abwechselnden Tönen. Dann beginnt eine Mänenrstimme zu erzählen: "Alice was considering, as well she could, for the hot sun had made her very sleepy, and very stupid. Whether or not, the pleasure of making a daisy chain would be worth the bother of getting up to pick the daisies, (hier setzt noch eine E-gitarre ein, die das Cello doppelt) and suddenly a white rabbit ran straight past her. Now there was nothing very odd about that, nor did she think it out of the ordinary to hear the rabbit say, 'Oh dear, I'm going to be late!' " In diesem Moment setzt dann auch das Schlagzeug ein und verleiht dem ganzen ein wenig mehr Druck und Tempo. Generell gehen alle Beteiligten ins Crescendo, auch der Sprecher, der zunehmend manischer wird: "But when the rabbit suddenly produced a pocket watch from out of his waistcoat pocket, Alice started to fleet(?), for it occurred to her, that she had never before seen a rabbit with either a pocket watch or a waist coat to put it in!" Dann fängt er an zu singen, die Belgeitung sind erst nur Toms, bevor dann ein Klavier mit dem selben Zwei-Ton-Motiv einsetzt. Nun erhebt sich das Klang-Konglomerat in majestätische Höhen, nach den Worten "It's a doorway!" wieder zu dem minimalistischeren, zurückgenommenen zurückkehrt für die nächste Strophe. Darauf folgt wieder dieser majestätische Refrain, dann gibts wieder mehr Abwechslung, mit mehr Streichern und Gitarren und viel vielschichtigem. Dann liest er mal wieder aus Alice im Wunderland vor, im Hintergrund schwillt eine Soundwand an, die auf das Ende hindeutet, welches dann auch kommt und den Sprecher nochmal alleine enden lässt: "Do cats eat bats? Do cats eat bats? Or... do bats eat cats...?" Da sind wir dann bei 5:40.
Track 14:
Das ist ja das gleiche Bild wie bei Track 1! SEHR verdächtig!
Oha, Doublebass-Intro. Das überrascht mich jetz tatsächlich. Das stoppt dann, Tremologitarren setzen ein, um dann wieder von dem selben Schlagzeugrhythmus begleitet zu werden. Dann ein stark rhythmusbasiertes Riff, und zurück zu den erneut melodischen Tremolo-Gitarren wie anfangs. Jap, das muss die gleiche Band sein, von der auch das Anfangsintro ist. Denn auch das hier ist lediglich ein kurzes (eine Minute vier Sekunden) Instrumentalstück, das wohl als intro für den nächsten Song dienen soll.
Track 14: ??? - The Way of the Serpent
Hier zeigt das Bild eine gezeichnete Schlange im Gras.
Dieser Song legt sofort mit Blastbeats und einem melodischen Tremoloriff los. Die Vocals passen auch ins Bild, wir haben es mit Black Metal zu tun. Nicht so sehr der atmosphärischen, sondern der ballernden Sorte. "The circle iiis - compleeeeete!" Beim Titel dürfte es sich um "The Way of the Serpent" handeln. Die Produktion ist allerdings Black Metal-untypisch recht gut. Nach drei Minuten wird es dann etwas abwechslungsreicher, mit getrageneren Parts und generell mehr unterschiedlichen Riffs. Jetzt sogar ein Gitarrensolo, man glaubt es kaum. Danach geht es nicht mehr zu den Strophen oder irgendeiner Form von Gesang zurück sondern bleibt in diesem fast-Solo-Modus, in dem der Song dann nach nicht ganz fünf einhalb Minuten ausfadet.
Track 16:
Der letzte Song des Samplers ist bebildert mit einem alten Kompass und einem Sextanten, die auf einer alten Karte liegen. Da hab ich so einen Verdacht, aber das wäre wohl zu einfach...
Nein, es ist nicht Ghost of the Navigator, wäre auch echt zu einfach gewesen. Aber es beginnt trotzdem ganz ruhig mit Akustikgitarren, zu denen sich dann eine einzelne Geige gesellt. Ein wehmütiger Sänger kommt hinzu: "The belly of the boat - travels cross the sea - nothing sounding more peaceful - than the white lines of salt water" Sehr ruhig, Gitarre macht nicht mehr als nötig, lange Pausen zwischen den Zeilen. Eine zweite Gitarre mit gepickter Melodie kommt hinzu, vereinzelte Streicher ebenfalls. Jetzt eine Sängerin. Nach einer weiteren männlichen Strophe: gezupfte Akkorde und ein paar Einsprengsel der zweiten Gitarre. Natürlich alles rein akustisch bisher, und ohne Percussion. Zieht sich ein wenig hinten raus, aber die Streicher schaffen eine sehr schön Meereskulisse, und dann setzen nach secheinhalb Minuten doch tatsächlich noch die Drums ein, mit ein paar Tomrolls. Und jetzt auch noch E-Gitarren für das große Finale. Majestätisch wie die See, dauert allerdings nicht lange. Nach achteinhalb Minuten verklingt der letzte Song des Samplers schließlich.
Soweit die reine Beschreibung der einzelnen Songs. Der erste Eindruck erkennt einige Höhen, aber auch einige Tiefen auf diesem Sampler, aber dazu mehr, wenn die Scheibe noch zwei, drei Umdrehungen mehr hinter sich hat. Dann folgt auch ein Tipp bzgl Wichtel, da kann ich mich gerade noch nicht so richtig festlegen.
Bekannt ist mir absolut nichts von diesem Sampler, also viel Spaß beim Raten. Thunderlaan, übernehmen Sie!